Merkliste 0 Warenkorb 0

Herbst im Garten

Key visual Gartenpflege Herbst

Goldener Herbst! Das Ende des Sommers ist nicht das Ende der Gartensaison. Sei bereit für die Aufgaben, die jetzt noch erledigt werden müssen.

Lesezeit 8 min. Garten

Herbstputz für den Garten

Der Herbst ist die richtige Zeit im Jahr, um im Garten mal wieder ordentlich Klarschiff zu machen. Dabei soll es allerdings nicht auf Keimfreiheit hinauslaufen.

Beim Aufräumen solltest Du Rückzugsorte für große und kleine heimische Tiere nicht wegräumen.

Der Herbstputz sollte sich lediglich auf Pflanzen und Gartenaccessoires sowie das Warten von Gartengeräten konzentrieren. Wir erklären Dir die wichtigsten Aufräumarbeiten in Deinem Garten im Herbst.

Laub abharken oder zusammenrechen

Befreie Pflanzen, die jetzt blühen oder fruchten, von Laubbergen. An manchen Stellen kann das Laub allerdings bedenkenlos liegen bleiben. Überall, wo keine Blumen unterdrückt werden, ist eine gut 10 cm dicke Laubschicht erlaubt. Sie fungiert stellenweise sogar als praktische Mulchschicht (z. B. unter Bäumen und Sträuchern) oder auch als natürlicher Kälteschutz.

Herbstlaub
Laubsauger & Laubbläser Zu den Artikeln

Hecken schneiden

Im Herbst geht's ran an die Hecke! Ein radikaler Heckenschnitt ist von März bis Ende September deutschlandweit verboten. Nur Formschnitte sind in dieser Zeit erlaubt. Darum darf es nun im Herbst ein bisschen mehr sein. Das ist nötig, denn ein Heckenschnitt regt immer zu neuem Wachstum an. Die Art des Heckenschnitts hängt von der Art und dem Alter der Pflanzen ab.

  • Junge frei wachsende Hecken brauchen keinen Formschnitt, doch das Einkürzen langer Triebe fördert natürlich einen buschigen Wuchs. Junge formale Hecken müssen durch den Formschnitt in der gewünschten Höhe gehalten werden.

  • Bei immergrünen Hecken müssen in den ersten Jahren nur die Seitentriebe etwas gekürzt werden. Die Haupt- und Leittriebe lässt man bis zur Wunschhöhe der Hecke wachsen.

  • Ältere frei wachsende Hecken sollten erst geschnitten werden, wenn sie zu groß sind oder sehr unordentlich aussehen. Ältere formale Hecken müssen durch regelmässigen Schnitt in Form gehalten werden. Dadurch bleiben sie dicht und sehen üppig aus.

Hecken schneiden
Heckenscheren Zu den Artikeln

Unkraut und Abgestorbenes entfernen

Schneide vergilbte und bereits abgestorbene Blätter, die an Stauden oder Rosen hängen, ab und bring sie gleich auf den Kompost, um Pilzkrankheiten am Boden oder an der Pflanze zu vermeiden.

Gemüse und Obst ernten

Feldsalat, Radieschen, späte Kohlrabi und andere Gemüse- und Obstsorten sind im Herbst erntereif! Die Wintersalate und Wintergemüse trotzen im Beet der Kälte. Du solltest dennoch einige Arten vor Frost schützen, sofern Du sie noch nicht verzehren willst.

Die Frühherbst-Sonne lässt Kürbisse richtig ausreifen. Sie sollten bei trockenem Wetter möglichst lange auf den Beeten liegenbleiben und nachreifen.

Chinakohl, Endivien und Zuckerhut halten einiges aus in Sachen Frostgrade. Ernte aber lieber zügig, wickel das Gemüse in Zeitungspapier ein und bewahr es aufrecht stehend in Kisten an einem kühlen, frostfreien und trockenen Ort auf. Von den abgestorbenen Blatträndern aus kann sich nach der Ernte nämlich Fäulnis ausbreiten.

Lauch, Grünkohl und Rosenkohl kannst Du im Herbst noch draußen lassen und ernten, wann Dir danach ist. Die Kohlarten brauchen die Kälte, denn nach einem Frost schmecken Sie milder. Lauch kannst Du allerdings nur ernten, wenn der Boden nicht gefroren ist, sonst brechen die Stangen ab, wenn Du sie ausgräbst.

Herbstzeit ist Apfelzeit! Jetzt reifen auch die spätesten Apfelsorten und auch Birnensorten.

Tomatenpflanzen tragen nun die letzten Früchte und noch grüne Tomaten reifen am Strauch aus, wenn man sie mit Folienhauben einpackt. Entferne neu gebildete Blüten besser, damit alleine die Früchte von den Nährstoffen profitieren können.

Kartoffeln sind im frühen Herbst reif und können verarbeitet oder im Keller eingelagert werden. Zucchini solltest Du am besten noch vor dem ersten Frost ernten.

Wirf immer wieder einen Blick auf Dein Lagerobst oder Dein Lagergemüse. Sortiere faule Exemplare aus, dann halten die anderen Früchte länger. Lager Obst und Gemüse bei ca. 0°C.
Obst ernten

Boden lockern

Abgestorbene ein- und zweijährige Pflanzen hinterlassen jetzt erste Lücken im Beet. Geh mit einem Grubber vorsichtig über die frei gewordene Fläche. Damit belüftest du den Boden, halte das Unkraut in Schach und das Beet sieht wieder ansehnlich aus. Streu währenddessen noch ein wenig organischen Dünger bzw. Bodenhilfsstoffe ein, dann ist dein Boden fit für den Frühling! Auf keinen Fall Flüssigdünger oder mineralischen Dünger ausbringen.

Rückzugsorte für Nützlinge schaffen

Igel, Kröten, Laufkäfer, Spitzmäuse und andere meist nachtaktive Jäger greifen Dir beim Bekämpfen von Schädlingen unter die Arme. Sie haben potenzielle Schädlinge Deiner Pflanzen im wahrsten Sinne des Worte zum Fressen gern. Wenn Du Ihnen geschützte Überwinterungsplätze bietest, kannst Du DIr ihrer Unterstützung im nächsten Frühjahr sicher sein.

Es reicht ein geschützter Platz unter Nadelgehölzen oder eine geschützte Stelle am Zaun. Oder lass in einer gemütlichen Ecke in Deinem Garten einfach einen Reisighaufen oder den Heckenschnitt liegen.

Nützlichen Insekten kannst Du über die kalten Wintermonate Unterschlupf in einem Insektenhotel bieten. Dabei handelt es sich um einen künstlich hergestellten Nist- und Überwinterungsplatz, der meist an Bäumen oder Hauswänden angebracht wird.

Futterhäuschen, Nistkästen & Insektenhotels Zu den Artikeln
Laubschutznetz

Teichpflege

Im Teich haben abgestorbene Pflanzenteile oder Herbstlaub nichts zu suchen. Zersetzt sich das Laub im Teichwasser, so werden Faulgase verursacht, die dem Wasser Sauerstoff entziehen. Zudem erhöhen Pflanzenreste oder Laub den Nährstoffgehalt im Wasser, was Algenbildung fördert. Du kannst den Teich entweder vorbeugend mit einem Laubschutznetz abdecken oder die Wasseroberfläche regelmässig mit einem Kescher abfischen.

Im Herbst säen, pflanzen oder vermehren

Das nächste Frühjahr kommt bestimmt. Bereite jetzt schon alles vor, damit es im Frühjahr in Deinem Garten schön blüht.

Der Herbst ist die beste Zeit um Knoblauch und mehrjährige Kräuter zu pflanzen, sie können gut anwachsen, was zu einer üppigen Ernte im nächsten Jahr führt. Die leckere und gesunde Knoblauchknolle kann bis etwa Mitte Oktober noch gesteckt werden. Das Wetter spielt um diese Jahreszeit leider nicht immer mit. Auch kein Drama. Dann hol das einfach im Frühjahr nach. Ab März kannst Du wieder Knoblauch stecken. Die Knoblauchknollen werden dann nur nicht ganz so groß wie bei der Herbstpflanzung.

Im Spätherbst werden wieder wurzelnackte Rosen in allen Farben und Sorten angeboten. Genieße die Qual der Rosenauswahl. Wildrosenarten und alte Gartenrosen kannst Du im späten Herbst selbst vermehren.

Die Wurzelstöcke der beliebten Staudenpfingstrose kannst Du während der Vegetationsruhe, die ca. ab September beginnt, leicht durch Teilung vermehren. Hebe hierfür den Wurzelstock mit reichlich Erde mit einer Grabegabel aus dem Boden und teile ihn in Stücke. Die Teilstücke sollten jeweils 3–5 Triebknospen und kräftige, rund 10 cm lange Wurzeln haben.

Pfingstrosen

Viele Stauden und Gehölze sind Kaltkeimer. Das heißt, sie brauchen die Kälte. Wenn die Samen gequollen sind, brauchen sie mehrere Wochen mit Temperaturen um den Gefrierpunkt, damit sich die Wurzeln entwickeln können. Verwende zur Aussaat ein vorbereitetes Saatbeet oder Aussaatschalen. Was Du jetzt im Herbst säen kannst:

  • Stauden: Adonisröschen, Alpendistel, Astilbe, Bergenie, Buschwindröschen, Christrose, Eisenhut, Enzian, Kuhschelle, Leberblümchen, Mohn, Silberdistel, Steinbrech
  • Gehölze: Berberitze, Clematis, Felsenbirne, Feuerdorn, Hartriegel, Haselnuss, Heckenkirsche, Kastanie, Pfingstrose, Schneeball, Zaubernuss, Zwergmistel

Bärlauch ist auch ein Kaltkeimer. Die Pflanze liebt Schatten und einen lockeren, feuchten Boden. Säe die Samen direkt vor Ort aus oder ziehe sie in Saatschalen heran. Im nächsten Frühjahr setzt die Keimung an. Bis sich eine ordentliche Suppe aus den Blättern der Pflanzen machen lässt, brauchst Du allerdings etwas Geduld. Das kann ca. 3 Jahre dauern.

Gartenpflege Herbst Säen

Sorge schon jetzt für frische Zwiebeln im kommenden Mai. Wintersteckzwiebeln werden mit roter und gelber Schale angeboten. Stecke die Knollen mit einem Reihenabstand von 25 cm im Abstand von 5 cm. Auf dem Beet dürfen in den zwei Jahren zuvor keine Liliengewächse gewachsen sein, da sonst Wurzelkrankheiten aufgrund der Bodenmüdigkeit auftreten können.

Der Herbst ist auch die Zeit für die Blumenzwiebeln, die zwar nicht schmecken, aber dafür schön aussehen! Jetzt solltest Du die Blumenzwiebeln für Krokusse, Tulpen und Narzissen stecken. Wer sie nicht bis spätestens Oktober pflanzt, ärgert sich im Frühling.

tipps tricks blumenzwiebeln 02

Was ist eine Gründüngung?

In Beete, die schon abgeerntet wurden und die brach liegen, kann jetzt eine Gründüngung gesät werden. Gründüngung bedeutet, dass bestimmte Pflanzen z.B. Bienenfreund, Lupinie oder Rot-Klee in einem abgeernteten Beet ausgesät werden. Dadurch, dass sie das Beet vorübergehend "besetzen", lockern sie den Boden tiefgründig auf, wirken einer Verschlämmung entgegen, unterdrücken das Unkrautwachstum und verbessern allgemein das Bodenklima. Manche Sorten reichern den Boden mit Stickstoff an. Lass Dich vorher beraten, welcher Gründünger für Dein Beet der richtige ist.

Der Herbst ist der richtige Zeitpunkt um Rhabarberstauden auszupflanzen oder alte Stöcke zu teilen. Sorge für einen vollsonnigen Platz, sonst kann es sein, dass die Stängel zu sauer schmecken wegen des Nitrats.

Alle Lilien (außer der Madonnenlilie) solltest Du erst im Spätherbst pflanzen, damit der Boden die richtige Temperatur hat.

Zum Sommerende hin kannst Du Herbststauden kaufen und direkt einpflanzen. Heidekraut, Herbstastern, Zierbeeren und Laubschmuckpflanzen leuchten in kräftigen Herbstfarben. Jetzt ist weniger nicht mehr, sondern mehr ist mehr! Oder denke nächstes Jahr im Frühjahr schon daran, die Beete richtig zu bestücken.

Herbst Stauden
Am besten gestaltest Du Deinen Garten mit einem Mix aus Sommerblühern und Herbstblühern. Dann hast Du das ganze Jahr über etwas fürs Auge.

Rasenpflege im Herbst

Der Herbst ist nicht die Lieblingsjahreszeit des Rasens. Kältere Temperaturen, weniger Sonne, Nässe: Alles Faktoren, die den Gräsern zu schaffen machen. Deshalb braucht der grüne Teppich jetzt eine besondere Pflege:

Vertikutierer & Rasenlüfter Zu den Artikeln

Kübelpflanzen im Herbst versorgen

Ende September können die Nächte schon unangenehm kühl werden. Bringe deshalb Deine empfindlichen Kübelpflanzen schon mal in ihr Winterquartier, also in den Keller, die Garage oder das Gartenhaus. Du solltest auch nicht mehr düngen, denn die Pflanzen überwintern am besten in einer Winterruhe. Dünger würde diesen Prozess stören. Schädlinge können sich auch im Winterquartier ausbreiten, bringe deshalb am besten noch mal Nützlinge aus. Auch die Geranien und Fuchsien werden auf den Winterschlaf vorbereitet. Schneide und stecke die Stecklinge.
Winterharte Pflanzen brauchen nur eine Schicht aus Jute, Vlies oder Kokosmatten. Um zu verhindern, dass Tontöpfe durch die Kälte Risse bekommen, kannst Du diese auch mit Folie umwickeln.

Kuebelpflanzen im Herbst versorgen
Pflanzen-Winterschutz Zu den Artikeln

Gartenabfälle im Herbst kompostieren

Im Herbst fallen jede Menge Gartenabfälle an – ob Schnittgut von Hecken und Rasen oder auch herabgefallenes Herbstlaub. Diese Gartenabfälle im Herbst sind in der Regel gutes Material zum Kompostieren und damit zu kostbarem Humus.

Je dünner und feiner die Pflanzenreste sind, desto leichter verrotten sie auf dem Kompost. Laubblätter zerfallen generell sehr gut. Abfall von Nadelgehölzen dagegen weniger gut. Um es zu beschleunigen, kannst Du weiches Material oder Erde beimischen. Feste Pflanzenteile solltest Du zerkleinern oder am besten häckseln.

Im Herbst solltest du keine Pflanzenteile, die von Pilzkrankheiten befallen sind und Samenunkräuter, die schon Samen angesetzt haben, kompostieren.

Tipp

Unter einem Hügelbeet kannst Du elegant die im Herbst anfallenden Grünabfälle entsorgen. Und zudem ist ein solcher Hügel eine Hochburg für die Entwicklung von nährstoffreichem Boden. Ein Hügelbeet besteht im Kern aus Ästen. Darüber liegen mehrere Schichten aus Rasensoden, Erde, Laub und Kompost.

Komposter & Durchwurfsiebe Zu den Artikeln

Themen, die Dich auch interessieren könnten

nach oben

HORNBACH verwendet Cookies. Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr erfahren

x