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Unkraut bekämpfen

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Dir kraut´s vor Unkraut? Keine Angst es kommt in jedem Garten vor - in JEDEM. Und eins vorweg: es gibt nicht die ultimative Lösung, es zu bekämpfen! Es gehört nun mal zu Deiner Gartenarbeit dazu. Aber, wir helfen Dir und zeigen Dir, wie Du den Kampf aufnehmen kannst und Unkraut sich sogar vermeiden lässt.

Lesezeit 6 min. Sortiment Unkrautbekämpfung

Wenn nur alles so schnell wachsen würde, wie das Unkraut in Deinem Garten oder Hof? Eigentlich ein anspruchloser Zeitgenosse - aber nervig. Mit den richtigen Werkzeugen, regelmäßigem Jäten und ein paar Tricks besiegst Du aber auch diesen Gegner. Trotzdem eins vorweg - Unkraut bekämpfen ist Arbeit!

Arten von Unkraut

Unkraut als Zeigerpflanze:

Die Unkräuter in Deinem Garten verraten Dir viel über den Zustand Deines Gartenbodens und können Dich unterstützen diesen zu verbessern und damit langfristig Unkraut zu vermeiden.

Mach Dir Dein Unkraut zum Freund und lass ihn nicht Dein Feind sein.

  • Breiten sich vermehrt Hahnenfuß oder Quecke auf Deinem Boden aus? Das sind hartnäckige Wurzelunkräuter, die auf verdichteten Erden wachsen. Dein Boden muss besser belüftet werden.
  • Kleine Sauerampfer mögen saure Böden - Du solltest unbedingt kalken!
  • Vogelmiere und Brennesseln weisen auf humus- und nährstoffreiche Böden hin. Hier ist der ideale Platz für Gemüsekulturen in Deinem Garten

Unkräuter in Deinem Garten

Du siehst nichts als Unkraut? Auf der Terrasse, im Hof, Deinem Beet oder im Rasen?

Wir zeigen Dir, wie Du Dein Unkraut in den Griff bekommen kannst. Aber erstmal muss Du wissen, wen Du vor Dir hast.

Unkräuter mit Pfahlwurzeln

Bei Wurzelunkräutern wie Schachtelhalm, Hahnenfuß, Brennessel, Löwenzahn, Acker-Kratzdistel, Stumpfblättrige Ampfer, Staudenknöterich, Quecke, Giersch und Zaunwinden ist es wichtig, dass diese tief ausgestochen und restlos ausgegraben werden, um die Wurzel komplett zu entfernen. Wurzelunkräuter verlangen Dir viel ab - sie sind sehr ausdauernd und nicht so einfach klein zu kriegen.

Samenunkräuter

Samenunkräuter sind meist einjährig, wachsen dafür aber sehr schnell und verbreiten mit dem Wind enorm viele Samen, die im Boden sehr lange keimfähig bleiben. Auch hier wird es Dir nicht leicht gemacht!

Wenigstens lassen sich Samenunkräuter sehr leicht jäten.

Die nervigsten Unkräuter im Überblick

Kennst Du Deinen Gegner überhaupt? Wir zeigen Dir die nervigsten Unkräutern. Natürlich gibt's noch einge mehr, aber diese sind Dir mit Sicherheit schon über den Weg gelaufen:

Vor der Blüte das Unkraut jäten

Dann haben die Unkräuter noch keine Samen gebildet und verbreiten sich nicht so schnell.

Damit Du den Zeitpunkt nicht verpasst, das Unkraut rechtzeitig vor Blütezeit zu entfernen, hier eine Übersicht, wann welches Unkraut ungefähr blüht:

unkrautkalender bluetezeitraum

Unkräuter nutzen

Unkräuter können nerven, aber sie können auch ihren Nutzen haben. Einige Unkräuter sind Heilpflanzen, andere kann man sogar essen und lassen sich wunderbar in der Küche einsetzen.

Die Brennessel z.B. kann zur Vorbereitung für die Brennesseljauche eingesetzt werden. Brennesseljauche kann bei verschiedenen Gemüsepflanzen als Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden - biologisch Düngen ohne Chemie.

Das Ansetzen einer Brennesseljauche ist unkompliziert. Einfach einen Kunststoffeimer vollständig mit frisch geschnittenem Brennessel befüllen (die ganze Pflanze bis auf die Blüte kann verwendet werden) und mit Wasser auffüllen. Gitter oder Kaninchendraht drauf (damit keine Tiere hineinfallen) und täglich umrühren, bis die Gärung beginnt. Es bilden sich Schaum und Bläschen, sobald die Gärung einsetzt. Wenn sich die Flüssigkeit dunkel gefärbt hat und keine Bläschen mehr bildet, kannst Du die fertige Brennesseljauche als Naturdünger verwenden.

Löwenzahn findet gerne Verwendung in Salaten oder als Löwenzahnsirup. Oder hast Du schon mal einen Insektenstich mit einem zerdrückten Blatt des Breitwegerichs behandelt? Du wirst bestimmt noch einige Anwendungsformen finden.

Unkraut in Deinem Rasen

Verfahren zur Unkraut-Bekämpfung

Um die Unkräuter in Deinem Garten zu vernichten, gibt es die unterschiedlichsten Verfahren. Wir zeigen Dir, wie Du den Kampf aufnehmen kannst:

Vorbeugen ist das neue Bekämpfen

So auch in Deinem Garten. Vor allem, wenn Du einen neuen Garten anlegst, kannst Du viele Vorkehrungen treffen, um Dir das spätere lästige Unkrautjäten zu ersparen:

Mulchdecke
Ein Mulchdecke aus Rindenmulch, Kies, Splitt oder Holzspäne unter Bäumen, Rosen, Sträuchern lässt aufkeimendes Unkraut kaum eine Chance. Auch zwischen Gemüsereihen und Dauerbepflanzung kann eine Mulchdecke sinnvoll sein.

mulchdecke

Gemüsebeet nicht umgraben

Gräbst Du Deinen Boden im Gemüsebeet um, gelangen unbeliebte Unkrautsamen an die Oberfläche. Diese keimen sehr schnell und übersähen Deinen Gartenboden mit neuen Unkräutern. Besser ist es, Deinen Boden, im Spätsommer oder Herbst mit einer Mulchschicht zu bedecken und vor der Einsaat die vorhandene Mulchschicht wieder zu entfernen.

Rindendekore & Rindenmulche Zu den Artikeln

Bodendecker

Setze Pflanzen, die dem Unkraut keine Chance lassen. Sogenannte Bodendecker bilden eine dichte, dauerhafte Pflanzendecke und Unkräuter haben keine Chance.

Hast Du eine größere Fläche, die Du abdecken möchtest? Dann gibt es fertig durchwurzelte Böschungsbegrünungs-Matten, die man wie Rollrasen verlegt und Du schnell zum Erfolg kommst.

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Bekämpfen durch Abdecken

Lichtundurchlässige Folien haben zwei Vorteile: sie unterdrücken Unkraut und speichern zudem Wärme für das Wachstum der Pflanze. Verwende Folien, die mehrfach verwendbar oder sogar kompostierbar sind, um unsere Umwelt nicht zusätzlich zubelasten.

bekaempfen durch abdecken

Bei Neuanlage

Beim Neubau Deiner Terrasse merk Dir folgendes: große Platten haben weniger Fugen. Und weniger Fugen bedeutet weniger Möglichkeiten für das Unkraut, sich anzusiedeln. Heißt für Dich, weniger Arbeit.

Zusätzlich solltest Du deine Terrasse, Wege oder die Einfahrt mit Pflasterfugenmörtel versehen.

Sortiment Fugensand unkrautfrei Zu den Artikeln

Standortgerechte Bepflanzung Deines Gartens

Pflanzen müssen ihre Standortbestimmungen erfüllen - geschwächte Pflanzen werden von Unkraut überwuchert - deshalb mach Deine Pflanzen stark und erspare Dir so viel Arbeit.

Unkraut nicht auf den Kompost

Gartenabfälle mit Samenunkräuter niemals auf dem Kompost entsorgen. Die Samen können sich so im gesamten Garten verbreiten. Gerupftes Unkraut separat entsorgen. Wurzelunkräuter am besten erst gründlich durchtrocknen lassen und dann auf den Kompost.

Natürliche Bekämpfung ohne Chemie

Mechanische Verfahren

Für die mechanische Bekämpfung muss Du Deine Muskeln spielen lassen. Herausziehen, ausstechen oder abscheren wird für Dich aber zum Kinderspiel, wenn Du Dir das richtige Werkzeug zur Hilfe nimmst. Bücken war gestern! Mittlerweile gibt es selbst den klassichen Fugenkratzer mit langem Stiehl und in praktischen Klick-Sets.

Du kannst entweder mit klassichem Fugenkratzer, Unkrautstecher oder auch elektrischem Fugenreiniger arbeiten. Hast Du eine gepflasterte Terrasse oder einen gepflasterten Weg? Dann wirst Du die Vorteile eines modernen elektrischen Fugenreingers bald zu schätzen wissen.

Nach dem Regen Unkraut entfernen

Die Erde ist dann lockerer und Du kannst das Unkraut leichter entfernen. Denk daran, immer mitsamt der Wurzel zu entfernen, damit es nicht direkt wieder nachwächst.

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Einmal hacken spart dreimal gießen

Denn lockerer Boden nimmt Regen- und Gießwasser besser auf und verhindert, dass die Feuchtigkeit aus der Tiefe des Bodens nach oben kommt und dort verdunstet. Also sparst Du Dir mit regelmäßigem Hacken, mit dem Ziel Dein Unkraut zu entfernen, auch einiges an Gießwaaser.

Thermische Verfahren

Thermische Verfahren bedienen sich der Hitze, um das Unkraut zu vernichten.

Hitze statt Spritze

Abflammverfahren mit speziellen Brennern sind ohne Chemie. Vorsicht ist jedoch geboten und nur auf gepflasterten oder gekiesten Flächen durchführen, damit keine umliegenden Pflanzen anfangen zu brennen. Das Unkraut brauchst Du nicht zu verkohlen, es reicht die Flamme ein paar Sekunden über die Pflanze zu halten. Um Unkraut effektiv zu vernichten, musst Du 2 - 4x pro Jahr tätig werden.

Kochendes Wasser über die Unkräuter zu schütten, ist prinzipiell umweltschonend, auch die Wurzeln werden verbrüht. Aber denkt dabei an die Regenwürmer und Co. im Boden.

Ein weiteres Mittel der Wahl ist Dein Hochdruckreiniger. Mit starkem Druck löst sich das Unkraut aus den Fugen. Prüfe jedoch vor der Anwendung, ob Deine Steine bzw. Pflaster dafür geeignet sind. Du wirst so wahrscheinlich auch keine Wurzeln entfernen können, so dass ein paar Tage später das Unkraut wieder spriest.

Abflammgeräte Zu den Artikeln

Essig und Salz als Hausmittel der Wahl?

Nein! Ein Mythos, der sich bis heute hält, teilweise ist es sogar verboten, Essige und Salze gegen Unkraut anzuwenden.

Essig vernichtet Unkraut - Ja. Aber nur in sehr hoher Konzentration und damit richtet es bei anderen Pflanzen Schäden an und geht ins Grundwasser über. Salz ist keine Chemie-Keule, aber von umweltfreundlich weit entfernt. Die Salze dringen in den Boden ein und verändern die Bedingungen des Grundwassers. Aus diesem Grund ist Salz auf Zuwegen, Gehwegen und Co. sogar verboten.

Denk daran: Unkräuter sind nicht immer schlecht! Sie bieten Insekten und anderen Tieren Schutz und Nahrung. Mehr Wildwuchs in Deinem Garten bedeutet auch mehr Schmetterlinge und Bienen!

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