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Ratgeber

Barrierefreies Bad

Lesezeit 7 min.
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Die Badewanne. Ein unüberwindbares Hinderniss. Das Waschbecken. Unerreichbar. Das muss nicht sein. Ein barrierefreies Bad erleichert Dir Dein Leben. Was Du bei der Planung beachten musst, haben wir Dir hier zusammengefasst.

Barrierefreies Bad planen

Rutschige Fliesen, ein steiler Einstieg in die Badewanne, ein zu niedrig angebrachtes WC – in einem Bad kann es viele Stolperfallen geben. Nicht nur für Menschen mit Behinderung. Auch für Kinder oder wenn Du z. B. nach einem Unfall oder einer Operation kurzzeitig an Krücken gehen musst.

Die Lösung: Ein barrierefreies Bad. Für mehr Sicherheit in den eigenen vier Wänden.

Ein barrierefreies Bad soll vor allem komfortabel und zukunftsorientiert sein. Egal, ob Du später vielleicht einen Rollator oder Rollstuhl brauchst, alles ist gut zu erreichen und sicher. Denn barrierefrei bedeutet, dass das Bad so gestaltet ist, dass es auch Menschen mit Beeinträchtigung ohne Hilfe nutzen können.

Die wichtigsten Punkte, die Du bei der Planung eines barrierefreien Bades beachten solltest:

  • Du brauchst genug Platz. Plane Bewegungsflächen von 120 x 120 cm vor WC, Waschbecken und Badewanne ein. Wenn Du für einen Rollstuhlfahrer planst, erhöht sich die Fläche auf 150 x 150 cm.
  • Setze auf eine bodengleiche Dusche und einen unterfahrbahren Waschtisch.
  • Denk an Haltegriffe an strategisch wichtigen Stellen.
  • Achte beim Einkauf auf rutschhemmende Fliesen.
  • Die Tür zu Deinem barrierefreien Badezimmer sollte mind. 90 cm breit sein und keine unteren Anschläge haben. Zwischen dem Türdrücker und der Wand gehört ein Abstand von mindestens 50 cm. Der Abstand wird als Anfahrfläche gebraucht.

Produkt-Highlight

Wandhaltegriff 30 cm edelstahl rostfrei
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13,50 € / ST

Wenn Du ein barrierefreies Bad planst, kommt es natürlich auf den zuküfntigen Zweck an. Soll das barrierefreie Bad

  • seniorengerecht,
  • behindertengerecht oder
  • rollstuhgerecht sein?

Denn Senioren haben ganz grundsätzlich andere Anforderungen an ein Badezimmer, als z. B. ein Rollstuhfahrer oder ein Mensch mit einer geistigen Behinderung.

Bei der Planung eines barrierefreien Bads für Senioren sind Haltegriffe in der Dusche und am WC wichtig. Ideal ist eine bodengleiche Dusche, in die der Senior entspannt reinlaufen kann, ohne eine Stufe überwinden zu müssen.

Planst Du ein barrierefreies Bad, das behindertengerecht ist, kommt es natürlich auch auf die Art der Behinderung an. Und bei der Planung eines barrierefreien Bads, das rollstuhlgerecht sein muss, brauchst Du deutlich mehr Platz. Nur so kann sich der Rollstuhlfahrer selbstständig im Bad bewegen. Ein unterfahrbarer Waschtisch, eine Sitzgelegenheit in der bodengleichen Dusche, Haltegriffe – Dinge wie diese sind für Rollstuhlfahrer wichtig und brauchen Platz.

Du willst auch Deinen Eingangsbereich, Küche und Co. barrierefrei umbauen? Wir haben den passenden Ratgeber für Dich:

Barrierefreies Bad Zuschüsse

Ob seniorengerecht, behindertengerecht oder rollstuhgerecht: Wenn Du Dir staatliche Zuschüsse für Dein barrierefreies Bad sichern willst, musst Du Dich – je nach Förderung – beim Umbau oder Neubau an offizielle DIN-Richtlinien halten. Entscheidend für die barrierefreie Badplanung ist DIN 18040-2. Die DIN-Norm regelt die Maße und weitere Anforderungen an die Duschfläche, den Waschplatz und das WC im barrierefreien Bad. Die Anwendung von DIN 18040-2 kann sich von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. Es ist also wichtig, dass Du Dich individuell über die Anforderungen informierst.

Grundsätzlich gilt: Viele Förderungen musst Du bereits beantragen, bevor Du einen Auftrag unterschreibst und Dein Projekt beginnst. Besorg' Dir also schon in der Planungsphase alle Infos über mögliche Zuschüsse und Förderungen und deren Voraussetzungen.
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Wenn Du ein barrierefreies Bad planst, unterstützt Dich die KfW mit einem zinsgünstigen Kredit oder Zuschuss:

  • Kredit bis zu 50.000 Euro "Altersgerecht Umbauen" (Kredit 159)
  • Investitionszuschuss "Barrierereduzierung" (Zuschuss 455-B) in Höhe von bis zu 6.250 Euro

Den Antrag im KfW-Zuschuss­portal musst Du un­bedingt stellen, bevor Du mit den Ar­beiten be­ginnst. Welche Voraussetzungen Du für Kredit und Zuschuss erfüllen musst sowie alle weiteren Infos gibt es direkt bei der KfW.

Achtung: Fördermittel für Investitionszuschuss erschöpft

Aufgrund der enorm hohen Nachfrage sind die Fördermittel für Maß­nahmen zur Barriere­reduzierung bereits ausgeschöpft. Du kannst aktuell keinen Antrag mehr für den Investitions­zuschuss Barriere­reduzierung (455-B) stellen. Bereits zugesagte Anträge sind davon nicht betroffen.

Auch die Pflegekasse unterstützt Dich unter Umständen: Gibt es in Deinem Haushalt jemanden mit einem Pflegegrad, kannst Du einen Zuschuss für sogenannte wohnumfeldverbessernde Maßnahmen beantragen. So bekommst Du für den barrierefreien Badumbau im besten Fall bis zu 4.000 Euro.

Darüber hinaus übernimmt die Krankenkasse Kosten für Hilfsmittel wie einen Badewannenlift, wenn Du oder eine in Deinem Haushalt lebende Person eine ärztliche Verordnung über das Hilfsmittel bekommen hat.

Barrierefreies WC

Ein behindertengerechtes WC hat vor allem eins: genug Platz – vor und neben dem WC. Und zwar so viel Platz, dass Du mit einem Rollstuhl seitlich anfahren kannst und damit die Sitzflächen von Rollstuhl und WC nebeneinander liegen. Nach DIN 18040-2 bedeutet das:

  • 90 cm Bewegungsfläche auf einer Seite,
  • 30 cm Abstand auf der anderen Seite.

Wenn Du das WC an der Wand anbringst, achte auf eine Sitzhöhe von 46–48 cm. Das gewährleistet, dass gehbeeinträchtigte Menschen das WC bequem nutzen können.

Empfehlenswert ist außerdem eine Rückenstütze sowie Stützklappgriffe neben dem WC.

Barrierefreie Dusche und Badewanne

Für eine barrierefreie Dusche solltest Du eine Bewegungsfläche von 120 x 120 cm einplanen. Soll die Dusche sogar rollstuhgerecht sein, rechne mit 150 x 150 cm. Und natürlich muss die Dusche bodengleich – also ohne lästige Kanten – sein. Sie darf sich zum übrigen Bodenbereich nicht um mehr als 2 cm absenken. Plane Haltegriffe und ggfs. einen Klappsitz in Deiner barrierefreien Dusche ein.

Ein rutschhemmender Bodenbelag in der Dusche ist natürlich Pflicht.

Achte bei Fliesen auf die Trittsicherheit im Naßbereich. Die sollte bei B liegen. Wenn Du auf eine bodenebene Wanne setzt, statt auf Fliesen, und Dir das zu rutschig ist, gibt es rutschfeste Matten, die Du in die Wanne legen kannst.

Sobald der Boden fertig ist, wird es Zeit für eine Duschabtrennung. Wir empfehlen sogenannte Walk-In-Modelle. Die sind zu einer Seite hin geöffnet und erleichtern Dir den Zugang in Deine barrierefreie Dusche.

Apropos Walk-In: Kennst Du schon Badewannen mit Türen? Diese begehbaren Badewannen haben eine sehr niedrige Schwelle und oftmals sind die Eingänge sogar bodengleich. So ist das Baden auch im Alter möglich. Strategisch gut platzierte Griffe helfen Dir später beim Aufstehen.

Barrierefreies Waschbecken

Ein barrierefreies Waschbecken ist unterfahrbar, hat also in der Regel keinen Unterschrank darunter. Suche Dir am besten einen flachen Waschtisch mit Unterputz- oder Raumsparsiphon aus. Die Armatur muss auch im Sitzen gut zu erreichen sein.

Denk daran, den Spiegel so anzubringen, dass Du Dich sowohl stehend als auch sitzend sehen kannst.

Besonders praktischer Helfer in der Nähe des barrierefreien Waschbeckens: ein Badhocker.

Barrierefreies Bad Beispiel

Nur weil ein Bad barrierefrei ist, muss es nicht gleich nach Krankenhaus aussehen. Bestes Gegenbeispiel ist das HORNBACH Badkonzept Wien.

Eine Badewanne mit herausnehmbarer Tür, Haltegriffe am WC und in der Dusche, rutschhemmende Fliesen und ein Waschtisch-Unterschrank, bei dem auch im Sitzen alles gut zu erreichen ist. Das Badkonzept Wien ist ein gutes Beispiel, was ein barrierefreies Bad ausmacht – und sieht dabei auch noch zeitlos gut aus.

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Das Badkonzept Wien gibt es als Komplettbad, Dusch-Bad und Gäste-WC. Wir haben also Beispiele für alle barrierefreien Badgrößen für Dich:

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