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Einfahrt pflastern: Wie umfangreich soll's werden?

Eine Hofeinfahrt kannst Du ganz pragmatisch pflastern. Du kannst aber auch richtig Hirnschmalz reinstecken und DIE Einfahrt Deiner Straße umsetzen: mit Pflastersteinen, die Deinen Stolz zeigen, Entwässerungsrinnen, Palisaden und Kies um die Fassade, einem Hauseingang mit Stufen, Hochbeeten, dem richtigen Grün und alles mit der passenden LED-Beleuchtung in Szene gesetzt.

Für eine Einfahrt im großen Stil kannst Du deshalb rund 3 Wochen mit 2 Machern einplanen. Mit mehr Helfern geht's natürlich schneller. Dann ist der Weg schneller frei für Dein nächstes Projekt!

Im folgenden Video siehst Du, was Du alles im Rahmen einer Einfahrt anpacken kannst und wie Du am besten vorgehst.

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Einfahrt planen: Tipps & Tricks

Mach Dir eine Skizze und miss dafür Deine Einfahrt ganz genau aus.

  • Überlege Dir gleich zu Beginn, was Du alles umgestalten möchtest und wie Du welche Bereiche anlegen willst.
  • Spare nicht an den Arbeiten für den Untergrund Deiner Einfahrt. Sonst ärgerst Du Dich später über unebene Flächen und Pfützen, durch die Du waten musst.
  • An der tiefsten Stelle planst Du eine Entwässerungsrinne ein.
  • Berücksichtige dabei bestehende Wasserabläufe und Versorgungsschächte.
  • Beachte die Übergänge zu anderen Flächen.
  • Plane Verkabelungen für Lampen ein.

Leitungsplan beachten

Schau Dir im Leitungsplan des Grundstückes an, ob Versorgungs- und Abwasserleitungen verlegt sind, wo Du pflastern möchtest. Die darfst Du während der Arbeiten auf keinen Fall beschädigen.

Ideen für Deine individuelle Einfahrt

Welches Pflaster und welchen Kies soll ich nehmen? Mit der Auswahl der Materialien, ihrer Farbe, Form und Größe entstehen zahlreiche Möglichkeiten. Und da sind die unterschiedlichen Pflanzen und Lichteffekte noch nicht berücksichtigt. Zahlreiche Varianten stehen für Dein Projekt zur Auswahl:

  • Du kannst verschiedene Materialien miteinander kombinieren. Das wirkt besonders ansprechend. Achte darauf, dass Du bei einer Farbwelt bleibst, da die Kombination verschiedener Materialien grundsätzlich etwas unruhiger wirkt. Kombiniere also beispielsweise hellgrauen Kies zu grauen Platten und dunkelgrauen Palisaden.

    Wertvolle Tipps gibt's auch im Ratgeber Wege anlegen. Hier findest Du auch Ideen für Verlegemuster, die eine triste Einfahrt in eine attraktive Fläche verwandeln.
Farbvarianten bringen Abwechslung, Ton in Ton ist attraktiver als große Farbunterschiede.

  • Große Farbunterschiede schaffen meist Unruhe.
  • Mit Pflastersteinen in verschiedenen Farbtönen kannst Du Flächen optisch unterteilen, z. B. für Parkplätze.
  • Mische Pflastersteine aus mehreren Paletten immer, bevor Du sie verlegst. Damit vermeidest Du ungewollte Farbkanten in der gepflasterten Fläche.
  • Mit Pflanzen und LEDs setzt Du am Schluss Akzente. Ein Blumenbeet am Rand oder ein Rasenabschnitt sorgen für etwas Grün. Vor allem große Einfahrten können dadurch optisch etwas gelockert werden.

Untergrund vorbereiten

Wenn Du mit dem Untergrund beginnst, dann heißt es zuerst mal graben und schwitzen. Du musst nämlich die Fläche erst mal auskoffern. Wie tief das sein muss ergibt sich aus dem Aufbau der einzelnen Schichten:

  • Schotter als Frostschutz ca. 28 cm
  • Split 4 cm um eine ebene Fläche für die Pflastersteine abziehen zu können.
  • Zuletzt die Stärke der Pflastersteine. Das sind in unserem Fall 8 cm.
Also musst Du etwa 40 cm tief ausheben. Bei einer größeren Fläche lohnt es sich auf jeden Fall einen kleinen Bagger zu leihen. Das schont die Kräfte und spart Zeit.

Hornbach
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Das siehst Du hier
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Ca. 28 cm Schotter als Frostschutz.

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Ca. 4 cm Split für eine ebene Fläche.

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Stärke der Steine.

Wenn das Niveau überall passt, kannst Du den Aushub aufladen und wegbringen. Je nach Fläche kommt da einiges zusammen. Mach Dich am besten vorher schlau, wo Du Deinen Aushub entsorgen kannst. Das ist überall unterschiedlich und es können durchaus auch Kosten anfallen.

Tipp!

Du kannst Deinen Aushub auch in den gängigen Portalen im Internet anbieten. Manchmal braucht jemand in der Nähe was zum Auffüllen. Klassische Win-Win-Situation, die beiden Seiten Geld sparen kann.

Wenn Du die nötige Tiefe erreicht hast, hebst Du noch einen Graben für die Entwässerungsrohe aus. Es muss eine Verbindung zwischen der Entwässerungsrinne und den Abflussrohren entstehen.

Die neu verlegten Rohre werden eingesandet, damit grobe Steine sie nicht beschädigen.

Wenn Du am Haus entlang Palisaden setzt, dann spann dafür eine Schnur und noch eine für die spätere Höhe des Pflasters. Wo die Palisaden hinkommen, musst Du jetzt wieder Erde abtragen, denn die Palisaden müssen tiefer in Boden.

Jetzt kommt eine Schicht Schotter als Frostschutz und als Sauberkeitsschicht damit Du besser arbeiten kannst. Das Ganze dann mit der Rüttelplatte verdichten.

Entwässerungsrinne setzen

An die tiefste Stelle Deiner Einfahrt kommt die Entwässerungsrinne. Zu ihr gehören der Entwässerungskasten und die Rinne. Für den Kasten musst Du auch wieder Boden abtragen, damit er z. B. ans Fundament der Garage passt. Dort wird er einbetoniert, die anderen Teile der Rinne daran angesetzt und von der Seite einbetoniert. Am Ende wird die Rinne abgeschlossen.

Achte dabei immer auf die Ausrichtung. Die Rinne sollte sowohl horizontal als auch vertikal gerade sein!

Jetzt wird mittels KG-Rohren der Anschluss zwischen dem Entwässerungskasten und den vorhin gelegten Rohren hergestellt. Damit das Wasser von der Entwässerungsrinne bis in den Kanal kommt.

Was bedeutet KG-Rohr?

KG-Rohr bedeutet Kanalgrundrohr. Es wird genutzt um Abwasser unterirdisch vom Haus in die Kanalisation zu leiten

Randsteine setzen

Wenn Du an die Randsteine bzw. Palisaden gehst, dann musst Du auch hier den ausgehobenen Graben erst mal verfestigen. Am besten mit einem Vibrationsstampfer. Dann spannst Du in einem Abstand von 30 cm zur Hauswand wieder Schnüre. Diese 30 cm werden später mit Kies aufgefüllt und dienen als Spritzschutz.

Die Palisaden werden dann ein bis zwei Zentimeter in den Beton eingeschlagen. Und dabei immer ans Ausrichten denken.

Wenn Du ein Gefälle hast, musst du das mit berücksichtigen und unter Umständen Palisanden mit unterschiedlicher Größe verwenden. Du kannst hier auch Beete für eine Bepflanzung mit einplanen.

Denk außerdem jetzt daran Leerrohre für eine spätere Beleuchtung zu verlegen, wenn Du sowas vorhast.

Pflastersteine verlegen

Jetzt kommt die nächste Schicht Frostschutz, so dass Du auf die nötigen 28 cm kommst. Also bei 8 cm starken Pflastersteinen sollte der Schotter 10 cm unter der späteren Bodenhöhe enden.

Stelle mit Hilfe von Schnüren sicher, dass Du überall die richtige Höhe hast.

Die Leerrohre für deine Leitungen verschließt Du und markierst auf dem Schotter die Position. Dann wird das Ganze mit der Rüttelplatte verdichtet.

Tipp

Wenn Du die Fläche während des Rüttelns leicht wässerst, dann staubt es nicht so und der Schotter verdichtet sich besser.

Bevor der Split drankommt, musst Du wieder Schnüre spannen damit Du mit dem Split die richtige Höhe erreichst. Dann legst Du Rohre zum Abziehen auf die Fläche.

Jetzt kommt der Split. Mach dir kleine Hügel daraus um die Position der Rohre festzulegen. In unserem Beispiel muss der Split 6,5 cm unterhalb der Randsteine enden. Darauf kommen die 8 cm dicken Pflastersteine, die dann beim späteren Rütteln noch mal ca. 1,5 cm tief im Boden versinken. Dann passt es genau!

Füll den Split ein und ziehe mit einer Latte über die Rohre den überschüssigen Split ab. So erhältst Du eine wunderbar glatte Fläche.

Kontrolliere während des Abziehens immer wieder, dass die Höhe am Rand wirklich passt.

Mit etwas Abstand zur Enwässerungsrinne legst Du die erste Reihe Pflastersteine. Und dann immer weiter. Kontrolliere regelmäßig, dass noch alles gerade ist. Die Lücken füllst Du zum Schluss auf. Hierfür schneidest Du die Steine auf das nötige Maß zurecht und passt sie dann ein.

Beleuchtung nicht vergessen

Denk daran an den vorgesehenen Stellen die Steine für die Beleuchtung zu präparieren. Dafür schneidest Du mit einer Bohrkrone Löcher in die Steine, in die die Lampen später eingesetzt werden sollen. Das hängt davon ab, wo Du die Anschlüsse platziert hast.

Jetzt kommen noch die Fugen dran. Dafür verteilst Du den Fugensand großzügig auf der Fläche und kehrst ihn diagonal zu den Fugen in die Zwischenräume ein. Dann sauber kehren und langsam mit der Rüttelplatte drüber fahren.

In den nächsten Tagen kannst Du immer wieder etwas Sand auf dem Pflaster verteilen und ihn einkehren. Du wirst merken, dass er immer wieder nachrieselt und es etwas dauert bis die Fugen wirklich gefüllt sind.

Abschlussarbeiten

Jetzt kommt das große Finale. Wenn die Fugen wirklich geschlossen sind, dann kannst Du die Strahler in die Aussparungen der Steine einsetzen und die Beete bepflanzen. Alles schön sauber machen und Du hast es geschafft. Hast Deine Einfahrt gepflastert.

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