Wege anlegen

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Ein Weg soll Deinen Garten pflastern. So sei es! Wir zeigen Dir, was Du beim Wegebau berücksichtigen musst, welche Materialien sich wofür eignen und wie Du Wege harmonisch in Deinen Garten integrieren kannst. Und die Anleitungen dazu gibt's obendrauf!

Lesezeit 3 min. Pflastersteine im Shop

Welche Wege gibt es im Garten?

Wege sind zum Verbinden da. So verbinden Gartenwege in erster Linie zwei Punkte miteinander. Es gibt Hauptwege im Garten, die beispielsweise das Haus mit der Terrasse, den Müllcontainern oder der Garage verbinden und häufig genutzt werden. Auch Hofeinfahrten zählen dazu.

Außerdem gibt es Gartenwege, die seltener betreten werden, und eher optische Aufgaben haben. Sie gliedern beispielsweise etwa größere Flächen oder Beete.
Gartenwege sind ein wichtiges Gestaltungselement im Garten.

Welche Materialien eignen sich für Gartenwege?

Das Baumaterial für den Weg prägt das Aussehen am meisten! Es sollte in jedem Fall zum Baustil und Material der umliegenden Gebäude passen, ohne die Funktion und Haltbarkeit des neuen Weges zu vernachlässigen.

Du kannst auch verschiedene Materialien miteinander kombinieren. Achte dann aber darauf, dass Du beide Materialarten aus einer Farbwelt wählst, d. h. zu grauen Platten hell- oder dunkelgrauen Splitt und zu roten Klinkern rötlichen Kies. Die Kombination von Materialien wirkt grundsätzlich etwas unruhiger, sodass hier Dein Geschick gefragt ist.

Erhalte hier mehr Infos, welche Vor- und Nachteile die verschiedenen Materialien zur Gestaltung von Gartenwegen haben:

Material Vorteile Nachteile
Naturstein
  • individuelle Optik
  • natürlicher Stein
  • große Auswahl an Farben
  • vielseitig einsetzbar
  • empfindlich bei Verschmutzungen
  • Fleckschutzimprägnierung empfohlen
  • polierter Naturstein wegen der Rutschgefahr ungeeignet
  • Nachkauf kann problematisch sein, da natürliche Schwankungen in der Natur vorkommen
  • Verlegung aufwendig
Feinsteinzeug
  • Naturstein-Optik
  • robust und langlebig
  • pflegeleicht
  • lichtbeständig
  • säure- und laugenbeständig
  • schmutzunempfindlich
  • Schneiden und Bohren erfordert handwerkliches Geschick und gutes Werkzeug
Beton (Pflaster oder Platten)
  • größte Auswahl an Farben, Formen und Strukturen
  • sehr farbstabil
  • hoch belastbar
  • individuelle Verlegemuster möglich
  • extrem langlebig
  • einfach zu verlegen
  • künstliches Material
  • negatives Image aufgrund von eintönigen Waschbetonplatten aus vergangenen Jahrzehnten
Trittsteine
  • setzen Akzente auf Nebenwegen
  • trittsicher
  • nur für Nebenwege sinnvoll
  • nicht mit Schubkarre oder Rasenmäher befahrbar
Klinker oder Backstein
  • langlebig und pflegeleicht
  • gediegene Ausstrahlung
  • nur im norddeutschen Raum authentisch
  • im Schatten häufig von Moos und Algen betroffen
Holz
  • sehr modernes Material
  • lebendiger Charakter
  • natürlich
  • eher ungeeignet für Gartenwege, geeignet als Terrassenbelag
  • nicht geeignet für schattige Bereiche
  • rutschig bei Nässe
  • ergraut ohne Pflege
Kies, Splitt, Schotter
  • natürliche Optik
  • harmonisch mit Beeten und Pflanzen
  • Ränder mit Metallschienen oder Pflastersteinen einfassbar
  • schnell umsetzbar
  • für Zwischenräume zwischen Platten und Pflastersteinen sehr gut geeignet
  • ohne Unkrautvlies pflegeintensiv
  • Rasenmäher und Schubkarren lassen sich schwerer auf ihnen bewegen
  • bei starken Regenfällen anfälliger für Auswaschungen
  • schmutzige Schuhe, wenn das Material feucht ist
  • Laub ist schwieriger zu entfernen als von anderen Materialien
  • Ausbesserungsarbeiten notwendig
Rindenmulch
  • besonders günstig
  • natürlich
  • Ränder mit Metallschienen oder Pflastersteinen einfassbar
  • alle Formen umsetzbar
  • schnelle Umsetzung
  • ideal für kleine Wege im Beet
  • ohne Unkrautvlies pflegeintensiv
  • Rasenmäher und Schubkarren lassen sich schwerer auf ihnen bewegen
  • bei starken Regenfällen anfälliger für Auswaschungen
  • schmutzige Schuhe, wenn das Material feucht ist
  • Laub ist schwieriger zu entfernen als von anderen Materialien
  • Nachfüllen notwendig

Gartenwege planen

Funktionale Wege sollten möglichst direkt zum Ziel führen, also gerade oder nur leicht geschwungen ausfallen. Ist Dein Garten groß genug, bieten sich geschwungene Pfade an, die zum Schlendern einladen. Große Kurven wirken eleganter als enge Biegungen.

Orientiere Dich beim Verlauf der Wege an festen Elementen wie Bäumen, einem Teich oder bestehenden Beeten. Mache Dir also im Vorfeld Gedanken darüber, welche Art von Gartenwegen Du anlegen möchtest, wie diese Deinen Garten gliedern sollen und zu welchen Pflanzen diese passen müssen.

Lose Materialien wie Kies, Splitt oder Rindenmulch eignen sich für selten benutze Wege, wobei Regen sie auswaschen kann und Schuhe leichter schmutzig werden. Hier können Trittsteine die perfekte Lösung sein.

Trittsteine bringen Trittsicherheit und setzen Akzente auf selten benutzten Nebenwegen.

Für Hauptwege im Garten solltest Du Pflastersteine oder Platten wählen, die jedem Wetter trotzen und die Du bei Regen wieder sauberen Fußes verlässt. Solltest Du eine Hofeinfahrt und eine Terrasse haben, wirkt es harmonischer, wenn Du für die Hauptwege im Garten das gleiche Material verwendest. Ansonsten könnte Dein Garten chaotisch wirken.

gartenwege planen

Tipps

  • Zeichne einen maßstabsgetreuen Plan von Deinem Garten inklusive Gebäude, Terrassen, Bäume, Beete und Sträucher auf. Überlege Dir, wie Du Deine Wege funktional und trotzdem ansprechend anlegen kannst.
  • Bevor Du pflasterst kannst Du die Wege erstmal mit Rindenmulch legen zum Testen. So kannst Du die Linienführung bei Bedarf einfach korrigieren.
  • Nutze die Eigenschaften verschiedener Pflanzen und beziehe sie in Dein Gestaltungskonzept mit ein! Üppig über den Wegerand wachsende Pflanzen lockern die Gestaltung auf, während streng geschnittene Hecken die Einfassungen betonen.

Wie breit sollte ein Gartenweg sein?

Es gibt Richtwerte für die Breite von Wegen, die sich im Alltag bewährt haben.

  • Für den Weg zur Haustür solltest Du beispielsweise mindestens 120 cm einplanen, sodass zwei Personen nebeneinander laufen können – 60 cm pro Person. Noch besser sind 150 cm, damit auch zwei Personen mit Taschen bequem nebeneinander laufen können.
  • Für ein Mehrfamilienhaus rechnet man mit 3 Personen nebeneinander, was eine Mindestbreite von 180 cm ergibt.
  • Wege zum Kompost sollten 40 bis 80 cm breit sein, für selten genutzte Nebenwege rechnet man 40 cm.
  • Verwendest Du Schrittplatten, sollte der Abstand von einer Plattenmitte zur nächsten ca. 60 cm betragen.
  • Du solltest etwa 30 cm Abstand der Gartenwege von Mauern, Hecken oder Sträuchern einplanen. Sonst könnte die Gestaltung gedrungen wirken.

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Anleitungen zum Wege anlegen und Kiesrechner

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