Behandle Deine Rhombusleisten mit Vergrauungslasur. Am einfachsten ist es, alle Pfosten und Stangen vor der Montage zu streichen. Trage nach der Montage einen letzten Anstrich auf alle Schraubenköpfe und Endhölzer auf.
Sichtschutz selber bauen
Einen fertigen Sichtschutz aufstellen, kann jeder. Einen selber bauen nicht. Du willst, dass Dein Sichtschutz Deine Handschrift trägt? Dann erfahre hier, wie Du einen Sichtschutz aus Holz selber bauen kannst. Erfahre welche Holzarten sich dafür eignen, worauf Du achten musst und welche Vorteile Rhombusleisten mit sich bringen, inkl. Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Einen Sichtschutz aus Holz kannst Du individuell planen und an Dein Grundstück anpassen – von einfachen Lattenkonstruktionen bis zu modernen Rhombusleisten. Wichtig sind eine stabile Unterkonstruktion und witterungsbeständiges Material, damit Dein Sichtschutz dauerhaft hält. Je nach Bauweise entscheidest Du selbst, wie blickdicht oder luftig er sein soll.
Das solltest Du wissen:
- Sinnvoll bei Bedarf nach Privatsphäre im Garten, auf der Terrasse oder am Grundstücksrand.
- Weniger geeignet, wenn komplett blickdichte Lösungen ohne Pflege gewünscht sind.
- Holzarten wie Lärche, Douglasie oder Thermoholz sind für außen besonders geeignet.
- Pfosten sicher im Boden verankern (Einschlagbodenhülsen oder einbetonieren, Frosttiefe mind. 80 cm), Abstand und Höhe genau planen, ggf. Baugenehmigung einholen.
- Bauweise wählen: klassische Latten oder schräge Rhombusleisten für mehr Luftzirkulation
Fazit: Ein Holz-Sichtschutz lohnt sich, wenn Du flexibel gestalten willst und Pflege einplanst. Für wartungsarme oder absolut dichte Lösungen sind andere Materialien die bessere Wahl.
Sichtschutz selber bauen: Grundlagen
Wenn Du Deinen Sichtschutz selber bauen willst, hast Du maximale Gestaltungsfreiheit – von Maßen über Material bis zur Optik. Damit Du die passende Lösung findest, ist die Wahl des Materials entscheidend. Denn sie beeinflusst Aufbau, Pflegeaufwand und Haltbarkeit.
Grundsätzlich kannst Du Sichtschutze aus unterschiedlichen Materialien umsetzen. Sie unterscheiden sich vor allem in Optik, Aufwand und Lebensdauer.
| Material | Eigenschaften | Aufwand (Selbstbau) | Lebensdauer | Preis |
|---|---|---|---|---|
| Holz | natürlich, vielseitig, individuell, verarbeitbar | mittel (Zuschnitt & Montage notwendig) | mittel bis hoch (je nach Pflege) | mittel |
| WPC | pflegeleicht, formstabil, gleichmäßige Optik | gering (meist Steck- oder Bausystem) | hoch | mittel bis hoch |
| Metall | robust, langlebig, moderne Optik | gering (kaum DIY, meist Systeme) | sehr hoch | hoch |
| Kunststoff | leicht, günstig, wetterbeständig | gering (einfache Stecksysteme) | mittel | gering bis mittel |
- Natürliche Materialien wie Holz lassen sich flexibel zuschneiden und montieren – dadurch eignen sie sich besonders gut, um einen Sichtschutz selber zu bauen.
- Materialien wie WPC oder Metall sind zwar langlebig und pflegeleicht, werden aber meist als fertige Elemente, Bausätze oder Stecksysteme angeboten.
Sichtschutz Holz selber bauen
Wenn Du Deinen Sichtschutz individuell bauen möchtest, ist Holz in den meisten Fällen die passende Lösung:
- Flexibel anpassbar: Du bestimmst Maße, Abstände und Aufbau selbst
- Einfach zu bearbeiten: Sägen, schrauben und anpassen mit Standard-Werkzeug
- Vielfältige Optiken: von klassisch geschlossen bis modern mit Fugen
- Natürliches Material: fügt sich harmonisch in den Garten ein
Diese Anleitung zeigt, wie Du einen
- Holzart bewusst wählen: Lärche, Douglasie oder Thermoholz sind für außen besonders geeignet.
- Maße festlegen: Höhe, Länge und ggf. Eckverlauf bestimmen – so planst Du Material und Pfostenabstände korrekt.
- Untergrund prüfen: Je nach Boden kommen Einschlaghülsen oder einbetonierte Fundamente in Frage.
- Pfostenabstand planen: Üblich sind etwa 100–180 cm – größere Abstände reduzieren die Stabilität bei Wind.
- Rechtliches klären: In vielen Gemeinden sind Sichtschutze bis ca. 1,80 m genehmigungsfrei – prüfe lokale Vorgaben und Grenzabstände.
- Holzschutz einplanen: Streiche oder öle Holzbauteile möglichst vor der Montage – besonders Schnittkanten und Endhölzer.
Tipp: Plane gleichmäßige Abstände und arbeite mit Abstandshaltern – das erleichtert die Montage und sorgt für ein sauberes Ergebnis.
| Variante | Eigenschaften | Wann sinnvoll |
|---|---|---|
| Rhombusleisten | offen, hinterlüftet, modern | langlebig & hochwertig |
| Glattkantbretter | geschlossen, klassische Optik | einfache Umsetzung |
| Lamellen aus Holz | flexibel, individuell anpassbar | kreative Lösungen |
| WPC-Profile | pflegeleicht, formstabil | wenig Wartung |
Was sind Rhombusleisten?
Rhombusleisten sind spezielle Profilhölzer mit schrägem Querschnitt. Diese Bauform ist nicht nur optisch prägend, sondern übernimmt auch wichtige technische Funktionen.
Typische Eigenschaften:
- schräge Kanten (meist ca. 15° Neigung)
- horizontale oder vertikale Verlegung möglich
Vorteile von Rhombusleisten:
- Effektiver Wasserablauf: Regenwasser läuft durch die Schräge leichter ab.
- Gute Hinterlüftung: Offene Fugen sorgen für Luftzirkulation und trocknen das Holz schneller.
- Langlebigkeit: Weniger Feuchtigkeitsstau bedeutet geringeres Risiko für Verzug und Fäulnis.
- Moderne Optik: Gleichmäßige Schattenfugen sorgen für ein ruhiges, hochwertiges Erscheinungsbild.
Rhombusleisten sind besonders dann sinnvoll, wenn Du einen langlebigen, modernen Sichtschutz mit konstruktivem Holzschutz möchtest. Die offene Bauweise sorgt für weniger Feuchtigkeit im Holz und erhöht die Stabilität – bei gleichzeitig guter Blickdichte.
Wenn Du dagegen einen komplett geschlossenen Sichtschutz bevorzugst oder Kosten sparen willst, kannst Du auch auf einfache Bretter zurückgreifen – musst dann aber bei Belüftung und Feuchteschutz stärker nachbessern.
Für einen Sichtschutz mit der typischen Rhombus-Optik verwendest Du Rhombusleisten mit schrägem Profil. Alternativ kannst Du auch gerade zugeschnittene Bretter einsetzen – beachte jedoch, dass sich dadurch Optik, Wasserablauf und Hinterlüftung verändern.
Verwendest Du normales, gesägtes Holz, solltest Du es entsprechend behandeln. Ölen, wachsen, lasieren: Es gibt viele Möglichkeiten. Mehr Infos zum Thema Holzschutz findest Du im Ratgeber
| Kriterium | Rhombusleisten | Glattkantbretter / gerade Bretter |
|---|---|---|
| Profil / Aufbau | schräge Kanten, offene Fugen | gerade Kanten, meist geschlossen montiert |
| Optik | modern, mit Schattenfuge und Tiefenwirkung | klassisch, flächig oder geschlossen |
| Blickschutz | halbtransparent (je nach Abstand) | vollständig blickdicht möglich |
| Wasserablauf | sehr gut – Regen läuft durch schräge Flächen ab | eingeschränkt – Wasser kann länger stehen bleiben |
| Hinterlüftung | sehr gut – Luft zirkuliert zwischen den Leisten | gering bis mittel – je nach Aufbau |
| Haltbarkeit | hoch – weniger Feuchtigkeit im Holz | mittel – stärker abhängig vom Holzschutz |
| Pflegeaufwand | mittel (regelmäßige Pflege empfohlen) | mittel bis hoch (besonders bei Staunässe) |
| Montageaufwand | mittel – exakte Abstände und Ausrichtung wichtig | gering bis mittel – einfacher zu montieren |
| Fehlertoleranz | gering – ungleichmäßige Fugen fallen auf | höher – kleine Abweichungen weniger sichtbar |
| Materialeinsatz | etwas höher durch Unterkonstruktion und Abstand | tendenziell geringer |
| Einsatzbereich | moderne Sichtschutze, Fassaden, Designlösungen | klassische Zäune, einfache Sichtschutze |
Sichtschutz aus Rhombusleisten: Das brauchst Du
Sichtschutz selber bauen mit Rhombusleisten
Unabhängig von der gewählten Bauweise gelten einige grundlegende Prinzipien:
- Baugenehmigung: In der Regel ist ein Sichtschutz bis zu 1,80 m genehmigungsfrei. Hier gibt es aber lokale Unterschiede. Bitte informiere Dich vorher bei Deinem zuständigen Bauamt.
- Standort: Beachte den Abstand zur Grundstücksgrenze. Auch hier gibt es rechtliche Vorgaben. Um Ärger zu vermeiden, lohnt es sich vorab auch mal mit Deinem Nachbarn zu sprechen.
- Stabile Unterkonstruktion: Pfosten und Querlatten tragen die gesamte Konstruktion – hier nicht sparen.
- Hinterlüftung berücksichtigen: Holz muss „arbeiten“ können – Luftzirkulation erhöht die Lebensdauer deutlich.
- Bodenabstand einhalten: Mindestens 5 cm Abstand zum Boden verhindern Staunässe und Fäulnis
- Edelstahlschrauben verwenden: Verhindert Verfärbungen und Rostspuren im Holz.
Bitte beachte: Je geschlossener der Sichtschutz, desto höher sind Windlast und Feuchtigkeitsbelastung. Offene Systeme wie Rhombusleisten reduzieren diese Belastung konstruktiv – ideal für sehr windanfälligen Lagen.
Rhombusleisten behandeln
Bodenhülsen einschlagen
Der Sichtschutz mit Rhombusleisten wird mit Einschlagbodenhülsen im Boden verankert. Wenn der Boden sehr steinig ist oder Du noch mehr Stabilität brauchst, musst Du möglicherweise Deinen eigenen Betonsockel als Fundament gießen.
Miss alles aus und markiere mit Stöcken die Stelle, an der Du den Sichtschutz bauen willst. Platziere den ersten Bodenanker in einer Ecke und mach von da aus weiter. Schlage einen weiteren Bodenanker in die andere Ecke und am äußeren Ende ein. Versenke weitere Bodenanker mit einem Abstand von 100 cm. Verwende ein kurzes Stück Abfall als Schlagblock und versuche, die Bodenanker so gerade wie möglich zu treffen.
Pfosten in den Bodenanker setzen
Die Pfosten für Deinen Sichtschutz mit Rhombusleisten befestigst Du an den Bodenankern. Kürze die Pfosten auf die gewünschte Länge und schneide sie oben schräg, damit das Wasser gut ablaufen kann. Imprägniere auch das Endholz.
Setze dann die Pfosten in die Bodenanker ein. Mit einer Wasserwaage justieren und mit einer rostfreien Schraube in jeden Pfosten schrauben.
Rhombusleisten zuschneiden und anschrauben
Schneide die Rhombusleisten auf die gewünschte Länge und schraube sie dann auf die Pfosten. Verwende einen Distanzblock, um den gleichen Abstand zwischen allen Rippen zu bekommen. Denke aber dran, von Zeit zu Zeit mit einer Wasserwaage nachzuprüfen.
Wenn die Rhombusleisten verbunden werden müssen, mach das vor einem Pfosten (siehe Bild).
Sichtschutz gestalten
Wenn Du einen luftigen Sichtschutz willst, setze die Rhombusleisten nur auf einer Seite und mit deutlichem Abstand ein. Wenn Du mehr Sichtschutz willst, verringere den Abstand. Du kannst die Rhombusleisten auch innen und außen platzieren.
Rhombusleisten auf der Rückseite anbringen
Wenn Du die Rhombusleisten auf einer Seite verschraubt hast, kannst Du mit der anderen Seite beginnen. Platziere die Rhombusleisten versetzt, um einen straffen Sichtschutz zu bekommen. Das bedeutet, dass Du die Rhombusleisten in die Öffnung zwischen den Rhombusleisten der ersten Seite legst.
Rhombusleisten auf Gehrung zusägen
Wenn Du Dich für einen Sichtschutz über Eck entscheidest, kannst Du die Rhombusleisten auf Gehrung zusägen, um eine schöne Ecke zu bekommen.
Alternative mit einem Pfosten
Eine andere Variante ist, dass Du nur einen Pfosten in die Ecke setzt. Dann ist es am einfachsten, eine Seite zu verschieben und so von zwei Seiten in den Pfosten einschrauben zu können.
So wird Dein Sichtschutz noch stabiler
Ein an der Wand verankerter Sichtschutz ist natürlich grundsätzlich stabiler als ein völlig freistehender Sichtschutz. Wenn Du diese Möglichkeit hast, nutze sie. Du kannst auch einen Sichtschutz mit betoniertem Fundament bauen.
Pfostenkappen anbringen
Bringe abschließend Stürze über allen Pfosten an. Stürze schützen das Abschlussholz der Pfosten, sorgen für Stabilität und einen etwas bearbeiteteren Eindruck. Der Sturz kann beispielsweise aus einer breiteren, druckimprägnierten Platte bestehen, die in die schrägen Stützen geschraubt wird.
Sichtschutz mit Rhombusleisten fertigstellen
Du hast es geschafft. Dein Sichtschutz ist fertig! Du siehst, Sichtschutz selber bauen ist gar nicht schwer.
Sichtschutz selber bauen: häufige Fragen
In vielen Regionen sind Sichtschutze bis etwa 1,80 m ohne Genehmigung erlaubt. Die genauen Regeln unterscheiden sich je nach Bundesland und Kommune – prüfe das vor dem Bau.
Rhombusleisten bieten besseren Wasserablauf und Hinterlüftung. Bretter sind günstiger und einfacher zu montieren, können aber schneller Feuchtigkeit speichern.
Üblich sind etwa 8–15 mm Abstand. Je kleiner der Abstand, desto blickdichter ist der Sichtschutz.
Nicht zwingend, aber empfohlen. Holz vergraut ohne Schutz und ist stärker der Witterung ausgesetzt. Lasuren oder Öle verlängern die Lebensdauer deutlich.
Lärche und Douglasie sind besonders geeignet, da sie von Natur aus widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit sind.
Ja, das ist möglich. Allerdings verändern sich Optik, Wasserablauf und Hinterlüftung – und damit auch die Haltbarkeit.

























