Auf dieser Seite erfährst Du, wie Du richtig lüftest, um Schimmel vorzubeugen, die Luftfeuchtigkeit zu regulieren und für ein angenehmes Raumklima zu sorgen. Zunächst zeigen wir Dir die
Außerdem erfährst Du, worauf es beim
Zum Schluss findest Du die Antworten auf die
Richtig lüften: die wichtigsten Regeln
Richtig lüften sorgt für frische Luft, ein angenehmes Raumklima und hilft dabei, Schimmel zu vermeiden. Dabei kommt es nicht darauf an, ständig Fenster geöffnet zu haben. Entscheidend ist, wie und wann Du lüftest. Mit diesen einfachen Regeln bist Du auf der sicheren Seite:
- 2–4 Mal täglich stoßlüften
- Fenster komplett öffnen statt dauerhaft kippen
- Nach dem Duschen, Baden und Kochen direkt lüften
- Für Durchzug sorgen und mehrere Fenster gleichzeitig öffnen
- Im Winter kurz und kräftig lüften, im Sommer länger
- Während des Lüftens die Heizung herunterdrehen
Tipp: Achte auch auf die Luftfeuchtigkeit in Deinen Räumen. Dauerhaft zu feuchte Luft erhöht das Schimmelrisiko, zu trockene Luft kann Atemwege und Schleimhäute belasten. Einen Überblick über die optimale Luftfeuchtigkeit und Temperatur je nach Raum, gibt Dir folgende Tabelle:
| Raum | optimale Temperatur | optimale Luftfeuchtigkeit |
|---|---|---|
| Wohnzimmer & Arbeitszimmer | 20 °C | 40–60 % |
| Schlafzimmer | 16–18 °C | 40–60 % |
| Kinderzimmer | 19 °C | 40–60 % |
| Küche | 18 °C | 50–60 % |
| Badezimmer | 23 °C | 50–70 % |
| Keller | 10–15 °C | 50–65 % |
Im Badezimmer entsteht besonders viel Feuchtigkeit. Deshalb ist richtiges Lüften hier entscheidend. Was Du dabei beachten musst und wie Du die Luftfeuchtigkeit in Deinen Räumen regulierst, erfährst Du in unseren anderen Ratgebern.
Stoßlüften: So geht's
Stoßlüften ist die einfachste und wirksamste Methode, um verbrauchte Luft, Feuchtigkeit und Gerüche aus Deinen Räumen zu bekommen. Statt das Fenster lange gekippt zu lassen, öffnest Du es für wenige Minuten vollständig.
Der große Vorteil: Die Luft wird schnell ausgetauscht, während Wände, Böden und Möbel ihre Wärme weitgehend behalten. So sorgst Du für frische Luft, ohne unnötig Heizenergie zu verschwenden. So funktioniert Stoßlüften richtig:
- Fenster komplett öffnen
- Mehrere Fenster gleichzeitig öffnen, wenn möglich
- Für Durchzug sorgen (Quer- oder Ecklüftung)
- Je nach Jahreszeit unterschiedlich lange lüften
| Jahreszeit | Dauer beim Stoßlüften |
|---|---|
| Winter | ca. 5 Minuten |
| Frühjahr & Herbst | 10–15 Minuten |
| Sommer | 20–30 Minuten |
Besonders schnell geht der Luftaustausch beim Querlüften. Öffnest Du gegenüberliegende Fenster oder Türen, entsteht Durchzug und die verbrauchte Raumluft wird innerhalb weniger Minuten ersetzt.
Ein dauerhaft gekipptes Fenster sorgt zwar für etwas Luftaustausch, wirklich effektiv ist diese Methode aber nicht. Stattdessen kühlen Fenster, Laibungen und angrenzende Wandbereiche aus. Gerade im Winter kann sich dort Feuchtigkeit niederschlagen. Das erhöht das Risiko für Schimmel und treibt gleichzeitig die Heizkosten in die Höhe.
Tipp: Lieber mehrmals täglich kurz und kräftig stoßlüften als stundenlang das Fenster gekippt lassen. So bleibt die Luft frisch und Dein Zuhause angenehm warm.
Lüften im Winter
Gerade im Winter ist richtig lüften besonders wichtig. Durch Kochen, Duschen, Wäschetrocknen und sogar durchs Atmen gelangt jeden Tag Feuchtigkeit in die Raumluft. Wird sie nicht regelmäßig abgeführt, kann sich Schimmel bilden.
Die gute Nachricht: Im Winter funktioniert das Lüften besonders gut. Kalte Außenluft enthält deutlich weniger Feuchtigkeit als warme Raumluft. Beim Stoßlüften wird die feuchte Luft schnell nach draußen transportiert und durch frische, trockene Luft ersetzt.
Deshalb gilt gerade im Winter:Lieber mehrmals täglich kurz und kräftig stoßlüften als Fenster dauerhaft gekippt lassen. So bleibt die Luftfeuchtigkeit im grünen Bereich und Deine Räume kühlen nicht unnötig aus.
Tipp: Dreh die Heizung während des Stoßlüftens herunter. Sobald die Fenster wieder geschlossen sind, können Wände, Böden und Möbel die gespeicherte Wärme schnell wieder an den Raum abgeben.
- Kurz und kräftig lüften statt Fenster auf Kipp lassen.
- Die Heizung beim Lüften runterdrehen.
- Auch Gästezimmer, Abstellräume und andere selten genutzte Räume regelmäßig lüften.
- Beschlagene Fensterscheiben nicht ignorieren – sie sind ein Zeichen für zu viel Feuchtigkeit.
- Ausreichend Abstand zwischen Möbeln und Außenwänden lassen, damit die Luft zirkulieren kann.
- Nicht länger als 5 Minuten am Stück lüften.
Lüften im Sommer
Im Sommer kommt es vor allem auf den richtigen Zeitpunkt an. Lüfte möglichst früh morgens, spät abends oder nachts, wenn die Außenluft kühler ist. Tagsüber solltest Du Fenster möglichst geschlossen halten und Räume verschatten. So bleibt die Hitze draußen und das Raumklima angenehmer.
Keller lüften
Beim Keller lüften gelten andere Regeln als in Wohnräumen. Vor allem beim Keller lüften im Sommer kann falsches Lüften schnell zu Feuchtigkeit und Schimmel führen. Der Grund: Warme Außenluft kann deutlich mehr Feuchtigkeit speichern als die kühle Luft im Keller. Strömt die warme Sommerluft in den Keller, kühlt sie dort ab. Die überschüssige Feuchtigkeit schlägt sich an Wänden, Böden oder gelagerten Gegenständen nieder.
Deshalb solltest Du Deinen Keller im Sommer möglichst nur in den kühlen Morgenstunden oder nachts lüften. Tagsüber bleiben Kellerfenster besser geschlossen.
Im Winter ist die Situation anders: Die kalte Außenluft enthält wenig Feuchtigkeit und eignet sich gut, um Kellerräume zu lüften und überschüssige Feuchtigkeit abzutransportieren.
- Im Sommer früh morgens oder nachts lüften.
- An heißen und schwülen Tagen Kellerfenster geschlossen halten.
- Im Winter kannst Du den Keller auch tagsüber lüften.
- Auf muffige Gerüche, feuchte Wände oder Kondenswasser achten.
- Gelagerte Gegenstände mit etwas Abstand zur Wand aufstellen, damit die Luft zirkulieren kann.
Tipp: Nutzt Du Deinen Keller zum Waschen oder Wäschetrocknen, steigt die Luftfeuchtigkeit zusätzlich an. Lüfte dann besonders regelmäßig oder unterstütze bei Bedarf mit einem Luftentfeuchter.

Smartes Lüften
Mach Dir das Lüften einfach, lüfte smart! Es gibt mittlerweile viele technische Helfer, die Dir das richtige Lüften erleichtern.
Fensterkontakt: Leg Dir einen Fensterkontakt, ein smartes Heizungsthermostat und ein Gateway zu. Sobald Du Dein Fenster kippst oder zum Stoßlüften komplett öffnest, nimmt der Fensterkontakt Kontakt zum Gateway auf, das sorgt dann dafür, dass die Heizung automatisch runtergeregelt wird. Das funktioniert natürlich auch umgekehrt: Sobald Du das Fenster wieder schließt, dreht die Heizung auf.
Luftgütesensor: Dicke Luft braucht kein Mensch. Ein Luftgütesensor misst permanent die Luftgüte in Deinem Zuhause und zeigt Dir Verschlechterungen an, bevor Du es selbst spürst.
Klingt gut? Alles, was Du dafür brauchst, ist das SMART HOME by hornbach Gateway, die dazugehörige App und einen Luftgütesensor.


Richtig lüften mit Lüftungssystem
Richtig lüften geht auch automatisch. Lüftungssysteme sorgen für einen kontinuierlichen Luftaustausch und versorgen Deine Räume mit frischer Luft – ganz ohne regelmäßiges Fensteröffnen.
Gerade in modernen und gut gedämmten Häusern kann ein Lüftungssystem dabei helfen, Feuchtigkeit, Gerüche und verbrauchte Luft zuverlässig abzuführen. Gleichzeitig strömt frische Außenluft nach. So bleibt das Raumklima angenehm und das Risiko für Feuchtigkeitsschäden oder Schimmel wird reduziert.
- Frische Luft rund um die Uhr
- Weniger Feuchtigkeit in den Wohnräumen
- Geringeres Schimmelrisiko
- Gleichmäßiges Raumklima
- Weniger Wärmeverluste durch Wärmerückgewinnung
Viele Lüftungssysteme sind mit einem Wärmetauscher ausgestattet. Dabei wird die Wärme der Abluft genutzt, um die einströmende Frischluft vorzuwärmen. So geht weniger Heizenergie verloren und Du sparst Energiekosten.

Regelmäßig warten
Klima- und Lüftungsanlagen sollten regelmäßig gewartet werden, um eine gute Raumluftqualität zu gewährleisten zu können.
Damit ein Lüftungssystem zuverlässig arbeitet, müssen Rohre, Formteile und Verbindungen sauber aufeinander abgestimmt sein. Nur so kann die Luft effizient durch das System strömen und Energieverluste werden vermieden.
Für den Aufbau eines Lüftungssystems stehen verschiedene Komponenten zur Verfügung:
- Wickelfalzrohrefür die Luftführung
- Verbindungsmuffen und Rohrverbinder für dichte Verbindungen
- Lüftungsschellen und Montagebänder zur sicheren Befestigung
- Bundkragen und Formteile für Wand- und Deckenanschlüsse
Tipp: Achte bei der Auswahl auf passende Durchmesser und dichte Verbindungen. Das verbessert die Leistung des Lüftungssystems und reduziert Energieverluste.
Wenn Du auf ein Lüftungssystem wie den Marley Frischluft Wärmetauscher Air 4.0 setzt, kannst Du Dir unter bestimmten Voraussetzungen auch Förderungen vom Staat sichern.
Achtung: Wenn Du Dir die Förderung der BAFA sichern willst, brauchst Du für die Antragsstellung einen Energieeffizienz-Experten (EEE). Weitere Infos zum EEE und den Voraussetzungen gibt es direkt bei der
Wie Ventilatoren beim richtigen Lüften helfen
Ventilatoren ersetzen das richtige Lüften nicht, können aber dabei helfen, Luft besser zu verteilen und Feuchtigkeit aus Räumen abzuführen. Gerade in Badezimmern, Kellern oder schlecht belüfteten Räumen unterstützen sie den Luftaustausch und sorgen für ein angenehmeres Raumklima.
Je nach Einsatzbereich kommen unterschiedliche Ventilatortypen infrage:
- Schachteinbau-Ventilatoren eignen sich für den Einbau in Wand oder Decke und kommen häufig in Bad, WC oder Hauswirtschaftsraum zum Einsatz.
- Rohreinschub-Ventilatoren werden direkt in Lüftungsrohre eingebaut und unterstützen den Luftaustausch in einzelnen Räumen.
- Rohrradial-Ventilatoren bieten eine hohe Förderleistung und eignen sich besonders für Keller, Werkstätten oder Dachböden.
- Innenventilatoren helfen dabei, warme Luft gleichmäßiger im Haus zu verteilen und Temperaturunterschiede zwischen Räumen auszugleichen.
Deckenventilatoren sorgen das ganze Jahr über für mehr Wohnkomfort. Sie verbessern die Luftzirkulation und unterstützen so ein angenehmes Raumklima.
Im Sommer sorgt die Luftbewegung für eine kühlende Wirkung auf der Haut. Der Raum wird zwar nicht aktiv heruntergekühlt, fühlt sich aber oft deutlich angenehmer an.
Im Winter können viele Deckenventilatoren im Wintermodus betrieben werden, d. h. er läuft umgekehrt. Dabei wird die warme Luft, die sich unter der Decke sammelt, gleichmäßiger im Raum verteilt. So lässt sich die Heizwärme besser nutzen.
Darauf solltest Du achten:
- Ventilatorgröße passend zur Raumgröße wählen.
- Bei niedrigen Decken auf ausreichend Abstand zu den Flügeln achten.
- Für große Räume können mehrere Ventilatoren sinnvoll sein.
- Energiesparende Modelle mit DC-Motor verbrauchen besonders wenig Strom.
Tipp: Du suchst eine flexible Lösung für heiße Sommertage? Dann ist ein Standventilator oft die schnellste und unkomplizierteste Möglichkeit, für eine angenehme Luftbewegung zu sorgen.

| Raumgröße | Flügeldurchmesser |
|---|---|
| 7–13 m² | 91–106 cm |
| 13–21 m² | 122 cm |
| 21–37 m² | 127–142 cm |
| >37 m² | 152 cm |
Klimaanlagen und Klimageräte
Klimaanlagen ersetzen das richtige Lüften nicht, können aber dabei helfen, ein angenehmes Raumklima zu schaffen. Viele Geräte kühlen nicht nur die Luft, sondern können ihr auch Feuchtigkeit entziehen. Das verbessert das Raumklima und kann helfen, Feuchtigkeitsprobleme zu reduzieren.
Mobile Klimageräte lassen sich flexibel einsetzen und eignen sich besonders für einzelne Räume. Wichtig ist eine Möglichkeit, die warme Abluft nach außen zu leiten. Darauf solltest Du beim Kauf achten:
- Kühlleistung: Je größer der Raum, desto leistungsstärker sollte das Gerät sein.
- Energieeffizienz: Effiziente Geräte senken den Stromverbrauch und die Betriebskosten.
- Geräuschpegel: Vor allem in Schlaf- und Arbeitsräumen lohnt sich ein Blick auf die Lautstärke.
Tipp: Damit mobile Klimageräte effizient arbeiten, sollte die Abluft möglichst dicht nach außen geführt werden. Eine passende Fensterabdichtung hilft dabei, die gekühlte Luft im Raum zu halten.
Damit die kühle Luft drin und die warme draußen bleibt, brauchst Du noch eine passende Klimaanlagen Fensterabdichtung. Beim HORNBACH Holzzuschnitt fertigen wir Dir die passende Fensterabdichtung nach Maß an – Du brauchst nur das lichte Maß Deines Fensters und den Abluftschlauch bzw. Adapter Deiner Klimaanlage mitzubringen. Das lichte Maß am Fenster misst Du am besten wie folgt aus:
- Öffne das Fenster vollständig.
- Miss die freie Breite von Rahmeninnenkante zu Rahmeninnenkante.
- Miss die freie Höhe von der unteren bis zur oberen Rahmeninnenkante.
- Miss Breite und Höhe an mehreren Stellen und verwende jeweils das kleinste Maß.
Weitere Informationen zum Service erhältst Du beim Holzzuschnitt in Deinem Markt.
Richtig lüften: häufige Fragen
Ja, wenn die Außenluft kühler ist als die Raumluft, kann Lüften trotz 90 % Luftfeuchtigkeit sinnvoll sein. Bei warmem, schwülem Sommerwetter oder im Keller solltest Du dagegen vorsichtig sein, weil zusätzliche Feuchtigkeit ins Gebäude gelangen kann.
Einen festen Grenzwert gibt es nicht. Als Faustregel solltest Du bei über 80–90 % Luftfeuchtigkeit draußen und gleichzeitig warmen Temperaturen besonders in Kellern eher nicht lüften.
Eine Lüftungsanlage übernimmt normalerweise den Luftaustausch. Nach dem Duschen, Baden oder Kochen kann zusätzliches Lüften aber sinnvoll sein, um Feuchtigkeit schneller abzuführen.
Schimmel kann entstehen, wenn sich Feuchtigkeit an kalten Wänden, Fenstern oder hinter Möbeln sammelt. Auch Wärmebrücken oder dauerhaft feuchte Bauteile können die Ursache sein.
Die 5x5-Regel bedeutet: Fünfmal täglich für etwa fünf Minuten stoßlüften. Sie dient als einfache Orientierung, besonders während der Heizperiode.
Ja. Eine Klimaanlage kühlt die Luft und kann Feuchtigkeit reduzieren, ersetzt aber nicht immer den regelmäßigen Austausch verbrauchter Raumluft.
Beschlagene Fenster zeigen meist, dass noch zu viel Feuchtigkeit in der Raumluft ist. Häufige Ursachen sind Duschen, Kochen, Wäschetrocknen oder zu kalte Fensterflächen.
Oft wird mehr Feuchtigkeit produziert, als durch Lüften abgeführt werden kann – zum Beispiel durch Wäschetrocknen, viele Pflanzen oder häufiges Duschen. Auch ein ungünstiger Lüftungszeitpunkt oder feuchte Bauteile können die Ursache sein.










