Schneide aus der Holzdiele zwei Wangen in der benötigten Länge zurecht. Zeichne mit einem Zimmermannswinkel die Steigungshöhe und Stufenbreite auf die Diele und schneide mit der Stichsäge die Auskerbungen. Die erste fertige Treppenwange nimmst Du als Vorlage für die zweite und zeichnest diese vorsichtig und akkurat nach.
Erfahre, worauf es bei der
Terrassentreppe planen
Bevor man mit dem Bau einer Treppe beginnt, gibt es einige baurechtliche Vorschriften und Bestimmungen, die zu beachten sind. Diese sind in der DIN 18065 festgelegt. Dort sind unter anderem die Stufenbreite, die Anordnung von Geländer und Handlauf geregelt, als auch die Steigungshöhe, um die Treppe sicher und bequem zu begehen. Dann kannst Du loslegen und Deine Terrassentreppe bauen.
| Bereich | Vorgabe nach DIN 18065 |
|---|---|
| Steigungshöhe | max. 20 cm, angenehm sind 16–18 cm |
| Auftrittstiefe | mind. 23 cm, angenehm sind 26–30 cm |
| Schrittmaßregel | 2 x Steigung + Auftritt = ca. 63 cm |
| Treppenbreite | mind. 80 cm |
| Geländerpflicht | ab > 1 m Absturzhöhe |
| Geländerhöhe | mind. 90 cm |
| Rutschhemmung | erforderlich |
| Entwässerung | erforderlich |
Holz ist eine gute Idee, wenn Du eine Terrassentreppe bauen möchtest. Holz ist ein beliebter Baustoff. Für Außentreppen ist hierfür zu beachten, dass das Holz für den Außenbereich geeignet ist und durch eine zusätzliche, am besten jährliche, Behandlung mit Holzlasuren auch wetterfest bleibt.
Zu den beliebtesten Holzarten für Deine Außentreppe zählen:
- Lärche
- Douglasie
- Thermoholz wie z. B. Thermoesche
- Robinie
Rutschhemmung ist bei Terrassentreppen extrem wichtig, vor allem bei Regen, Frost oder Algenbewuchs. Du kannst sie auf mehreren Ebenen sicherstellen:
- Passendes Holz wählen: Harthölzer oder Thermoholz sind griffiger als weiche Hölzer
- Oberfläche richtig ausführen: Geriffelte oder profilierte Stufe verwenden, Rillen quer zur Laufrichtung anordnen
- Antirutsch-Elemente einsetzen: Antirutschstreifen oder -profile an der Stufenvorderkante
- Rutschhemmende Beschichtung: Terrassenöl oder Lasur mit Antirutsch-Zusatz
- Regelmäßige Pflege: Laub, Algen und Moos entfernen
- Gefälle einplanen: Jede Stufe sollte ein Gefälle von ca. 1–2 % nach vorne haben, damit Regenwasser abläuft.
- Abstand zwischen den Stufen: 3–8 mm Fugen zwischen den Trittbohlen lassen Wasser schneller abfließen und vermeiden Staunässe.
- Dränfähiger Untergrund: Unter der Treppe Kies oder Splitt ideal statt Erde oder Beton ohne Gefälle. Betonfundamente immer mit Gefälle ausführen.
Sind Außentreppen genehmigungspflichtig?
Ob eine Außentreppe genehmigungspflichtig ist, hängt von ihrer Größe, Höhe und Lage ab. Kleine Terrassentreppen sind oft genehmigungsfrei, größere oder feste Treppen mit relevanter Absturzhöhe, Nähe zur Grundstücksgrenze oder konstruktiver Verbindung zum Gebäude können genehmigungspflichtig sein – maßgeblich ist die jeweilige Landesbauordnung.
Terrassentreppe bauen: Das brauchst Du
Terrassentreppe bauen: So geht's
Wangen für Terrassentreppe zuschneiden
Breite für Terrassentreppe festlegen
Nun liegen zwei fertige Treppenwangen vor (siehe Abb. 1). Schneide zwei Bretter in der Breite der Stufen abzüglich der Stärke der Treppenwangen zu. Die Bretter verbinden die Treppenwangen innen, am oberen und unteren Ende. Sie werden von außen mit zwei Senkkopfschrauben pro Auflagefläche befestigt.
(1) Treppenwange
(2) Brett
Treppe an Terrasse montieren
Das untere Brett liegt auf dem Boden auf, das obere lehnt an den Tragbalken Deiner Terrasse. Verschraube Terrassenbalken und das obere Treppenbrett mit 4 weiteren Senkkopfschrauben; die Löcher dafür vorbohren.
Stufenbretter an Terrassentreppe verschrauben
Jetzt kannst Du die Stufenbretter auf dem Treppengerüst mit zwei Schrauben pro Auflagefläche verschrauben. Fertig.
Geländer an Terrassentreppe anbringen
Für ein Treppengeländer bringst Du am unteren und oberen Ende der Treppe Geländerpfosten an. Diese müssen ausreichend dick sein, damit sie bei Belastung nicht abbrechen können. Damit die Pfosten genügend Stabilität erhalten, werden sie so eingesägt, dass sie mit etwa einem Drittel der Pfostenstärke auf den Stufen aufsitzen und seitlich verschraubt werden können. Jeden Pfosten an 4 Punkten fest mit der Treppenaußenseite verschrauben. Dann einen Handlauf parallel zur Treppensteigung an der Außenseite anschrauben.
Gartentreppe bauen: häufige Fragen
Üblich sind 16–18 cm Stufenhöhe, maximal erlaubt sind in der Regel 20 cm. Niedrigere Stufen lassen sich draußen sicherer und bequemer begehen.
Sie meint, dass eine Stufenhöhe von etwa 17–18 cm als besonders angenehm gilt. Grundlage ist die Schrittmaßregel für natürliches Gehen.
Empfohlen werden mindestens 80 cm Laufbreite, damit die Treppe sicher nutzbar ist. Mehr Breite erhöht Komfort und Sicherheit.
Häufig sind ungleichmäßige Stufen, zu steile Treppen, fehlende Rutschhemmung oder mangelnde Entwässerung. Auch Geländer werden oft vergessen oder zu niedrig geplant.
Möglich sind z. B. Blockstufen, Podesttreppen, Hangstufen, Gabionenlösungen oder bei geringem Höhenunterschied eine Rampe.



























