
Pflastersteine verfugen
Du willst Pflastersteine verfugen? Dann hast Du verschiedene Möglichkeiten: Verfugen mit Sand und Verfugen mit Fugenmasse – wasserdurchlässig oder wasserundurchlässig. Was Du brauchst und wie die verschiedenen Varianten funktionieren, zeigen wir Dir in dieser Anleitung.

Pflastersteine verfugen: Überblick
Wie Pflastersteine verfugen fachgerecht funktioniert, zeigen wir Dir auf dieser Seite anhand von drei Verfahren:
Die Anleitung klärt – ob je nach Belastung und Untergrund – Sand, Kunstharz- oder Zementmörtel geeignet ist. Für jede Methode gibt es eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung – vom Wässern oder Anrühren über das Einbringen des Mörtels bis zum Abkehren überschüssigen Materials und Reinigen der Fläche.
Warum Pflastersteine verfugen?
Wenn Du Pflastersteine verfugen möchtest, hast Du die Wahl zwischen den wasserdurchlässigen und wasserundurchlässigen Verfahren. Beide Wege haben Vor- und Nachteile. Die folgende Tabelle soll Dir helfen, das für Dich passende Verfahren zu finden.
| Vorteile | Nachteile | |
|---|---|---|
| Wasserdurchlässiges Verfugen |
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| Wasserundurchlässiges Verfugen |
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Welcher Sand oder Fugenmörtel für Pflastersteine?
Wenn Du die Pflastersteine mit Sand verfugen willst, dann musst Du darauf achten, auch den richtigen Sand zu nehmen:
- Klassischer Fugensand hat eine Körnung von 0 bis 2 mm.
- Geeignet für Terrassen, Gartenwege und Sitzplätze.
- Als unkrauthemmende Variante mit mineralischen Zusatzstoffen erhältlich.
- Nicht geeignet: Spielsand, Lehmsand und Strand- oder Quarzsand.
Wenn Du große Flächen an Pflastersteinen verfugen willst, dann lohnt es sich vielleicht, den Fugensand im Big Bag zu kaufen.

Pflasterfugenmörtel gibt es mit zwei unterschiedlichen Bindemitteln – Kunstharz oder Zement.
Vorteile sind ein Federeffekt, wenn der Belag stark belastet wird, und eine hohe Frostresistenz.
Fugenmörtel auf Zementbasis solltest Du auf Flächen verwenden, die stark belastet und z. B. einer hohen Verkehrslast ausgesetzt sind. Durch den Zement wird die Bewegung der Steine minimiert. Wenn Du Fugenmörtel auf Zementbasis nutzt, solltest Du die Platten auf dem Untergrund auch mit Bettungsmörtel verkleben. Ansonsten können Deine Pflastersteine schnell kaputt gehen.
Pflastersteine verfugen: Das brauchst Du
Pflastersteine mit Sand verfugen
Fugenmaterial wählen
Verwende für das Verfugen Deiner Pflastersteine getrockneten Fugensand. Er sollte als solcher ausgewiesen sein – Spielsand eignet sich nicht.
Fugensand hat eine Körnung von 0 bis 2 mm. Der Sand muss frei von Lehm und organischen Bestandteilen sein – also keine Pflanzenreste o. ä.
Pflaster vor dem Verfugen abrütteln
Bevor Du Deine Pflastersteine verfugen kannst, musst Du die Fläche mit einer Rüttelplatte mit Schutzmatte gründlich abgerüttelt haben. Dann sitzen die Pflastersteine schon fest und können sich durch das Einkehren des Fugensandes nicht mehr verschieben.
Sand aufbringen
Jetzt wird es denkbar einfach. Du schüttest den Fugensand großzügig auf die Fläche und kehrst ihn mit einem Straßenbesen diagonal zur Steinfuge ein.
Ziel ist es, die Fugen bis ganz nach unten zu füllen.
Fugen verdichten
Kehre den Sand mehrfach nach, bis wirklich alle Fugen sichtbar gefüllt sind. Du kannst die Fläche auch leicht mit Wasser einschlämmen. Stelle die Düse des Gartenschlauchs auf einen sanften Sprühstrahl und wässere die Fläche.
Der Wasserstrahl darf nicht zu hart sein, sonst spülst Du den eingekehrten Sand wieder aus den Fugen raus.
Nach dem Trocknen kehrst Du wieder Sand ein.
Oberfläche reinigen
Fege den überschüssigen Sand vollständig ab. Je nach Art der Pflastersteine können die feinen Sandkörner Schlieren hinterlassen. Bei manchen Pflastersteinen spielt das keine Rolle.
Nachsanden – sehr wichtig
In den nächsten Tagen und vermutlich Wochen musst Du regelmäßig nachsanden. Die Fugen setzen sich und Du musst erneut Sand einkehren.
Das Nachsanden musst Du ein paar Mal wiederholen bis die Fugen wirklich dauerhaft gefüllt und damit stabil sind.
Unkraut vorbeugen
Wenn du sicherstellen willst, dass so wenig Unkraut wie möglich in den Fugen wächst, dann kannst Du zu unkrauthemmendem Fugensand greifen.
Pflastersteine wasserdurchlässig verfugen
Voraussetzungen für wasserdurchlässiges Verfugen
Zum Verfugen der Pflasterfläche mit wasserdurchlässigem Pflasterfugenmörtel Fix muss die Fläche einige Voraussetzungen erfüllen:
- Die Fugenbreite muss zwischen 8 mm und 30 mm betragen.
- Der Unterbau unter dem Pflaster muss wasserdurchlässig sein.
- Bei nicht befahrenen Flächen reicht eine Fugentiefe von 20 mm, bei befahrenen Flächen ist eine Fugentiefe von mindestens 30 mm nötig.
Pflasterbelag reichlich wässern
Wässere die Fläche, bis der Pflasterbelag vollständig gesättigt ist – das kann bis zu 10 Minuten dauern. Dabei lässt sich auch beurteilen, ob der Untergrund das Wasser ableiten kann: Es darf kein Wasser in den Fugen stehen bleiben. Der Belag muss vollständig gesättigt sein, damit kein Bindemittel des Pflasterfugenmörtels in den Stein eindringen und so zu einer Glanzbildung führen kann.
Welche Außentemperatur beim Verfugen?
Behalte das Thermometer im Blick: Die Temperatur sollte beim Verfugen der Pflastersteine mindestens 5 °C betragen. Das gilt auch für die ersten Trocknungstage. Wenn möglich, vermeide auch das Verfugen bei über 30 °C und direkter Sonneneinstrahlung.
Pflasterfugenmörtel Fix bereitstellen
Der Pflasterfugenmörtel Fix beginnt bei Kontakt mit Sauerstoff sofort abzubinden. Je nach Temperatur hast Du von da an ca. 45 Minuten Zeit, um das angebrochene Gebinde zu verarbeiten. Nimm den Vakuumbeutel aus dem Eimer und schneide ihn unmittelbar vor dem Verfugen mit einem Cuttermesser auf.
Pflasterfugenmörtel verteilen
Verteile das Material mit einem Gummischieber in die Fugen. Der Gummischieber sollte nicht breiter sein als 50 cm. Arbeitet Ihr zu zweit? Dann kann Dein Helfer oder Deine Helferin das Fugenmaterial mit Wasser in die Fugen einschlämmen, während Du schon das Material an der nächsten Stelle mit dem Gummischieber verteilst. Am Ende müssen die Fugen vollständig mit Fugenmaterial gefüllt sein. Das Material hält auch ausgiebiges Bewässern aus und bindet anschließend vollständig ab.
Überschüssigen Pflasterfugenmörtel abkehren
Kehre das überschüssige Fugenmaterial auf der Steinoberfläche mit einem Straßenbesen diagonal zum Fugenverlauf gründlich ab – ist das Material erst einmal abgebunden und ausgehärtet, lässt es sich nur sehr schwer mechanisch entfernen.
Kantenfase freilegen
Viele Betonsteine werden mit einer Kantenfase hergestellt. Diese muss beim Verfugen freibleiben und darf nicht oberflächenbündig verfugt werden. Diese leichte Vertiefung im Fugenmaterial erreichst Du beim Abkehren des überschüssigen Fugenmaterials mit dem Straßenbesen.
Pflastersteine wasserundurchlässig verfugen
Pflasterfugenmörtel anrühren
Wenn die Fläche mit Pflasterfugenmörtel wasserundurchlässig verfugt werden soll, ist eine Fugenbreite von 5 bis 50 mm nötig. Misch den Fugenmörtel z. B. mit einem Wendelrührer in einem Eimer an. Wenn der Mörtel danach eine fließfähige Konsistenz hat, kannst Du ihn mit einer Messkanne hohlraumfrei in die Fugen einbringen.
Überschüssigen Pflasterfugenmörtel abtragen
Anschließend wird das überschüssige Material mit einem Gummischieber abgeschabt und die Fläche mit einem Schwammbrett gereinigt.
Mörtelschlieren entfernen
Sind nach dem Verfugen mit Pflasterfugenmörtel noch Mörtelschlieren auf der abgetrockneten Steinoberfläche zu sehen? Diese Schlieren kannst Du mit Zementschleierentferner entfernen – beachte dabei die Anwendungshinweise zu dem Produkt.
Pflastersteine verfugen: häufige Fragen
Ja. Pflastersteine kannst und solltest Du auch verfugen. Erst wenn sie verfugt sind, bekommt die Fläche die nötige Stabilität. Es gibt aber unterschiedliche Verfahren, mit denen Du Deine Pflastersteine verfugen kannst.
Entscheide Dich bei der Wahl des Fugenmaterials für unkrauthemmenden Pflasterfugenmörtel oder Fugensand. Verarbeite Dein Fugenmaterial sorgfältig und verdichte es so gut, wie möglich.
Dauerhaft unkrautfrei bleibt Pflaster zwar selten, aber mit korrekt verfüllten Fugen und regelmäßiger Pflege reduzierst Du den Bewuchs deutlich.
Zum Verfugen von Pflastersteinen eignen sich vor allem diese Materialien:
- Fugensand: klassisch, wasserdurchlässig und gut für schmale Fugen – muss aber regelmäßig nachgefüllt werden.
- Brechsand oder Splitt: stabiler als runder Sand, gut für breitere Fugen und stärker belastete Flächen.
- Unkrauthemmender Fugensand: reduziert Unkrautwuchs, bleibt aber wasserdurchlässig.
- Pflasterfugenmörtel: besonders fest und langlebig, gut für Terrassen, Einfahrten und breite Fugen.
Wichtig: Das Material muss zur Fugenbreite, zur Belastung der Fläche und zur Wasserdurchlässigkeit des Pflasters passen.





















