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Gemüse anbauen

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Dein Ziel: Gemüse anbauen und Selbstversorger werden. Du kannst es Dir vorstellen. Dann kannst Du es auch schaffen. Wir haben Tipps rund um den Gemüseanbau für Dich.

Lesezeit 12 min. Gemüsepflanzen

Selbstversorger werden

Dein Ziel: Dein Gemüsegarten versorgt Dich und Deine Familie – auf Gemüse aus dem Supermarkt bist Du nicht mehr angewiesen. Das Ziel ist durchaus ambitioniert, denn um Selbstversorger zu werden, muss Dein Garten groß genug sein.

Als Faustregel für Selbstversorger gilt: Pro Person brauchst Du etwa 100 m 2 Gemüsegarten. Dazu kommt noch Anbaufläche für Obststräucher und Obstbäume.

Aber keine Sorge: Wenn Dein Garten so viele Quadratmeter nicht hergibt, kannst Du auf eine teilweise Selbstversorgung setzen oder Dich auf Dein Lieblingsgemüse konzentrieren.

Es müssen nicht gleich 200 m 2 sein. Starte mit Tomaten auf dem Balkon, einem Hochbeet im Garten oder einem kleinen Bauerngarten. Sammle Erfahrungen und weite dann Deinen Gemüseanbau aus. Dein eigener Gemüsegarten ist ein guter Start. Der Weg ist das Ziel.

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Gemüseanbau planen

Bevor Du Deinen Gemüsegarten anlegst, nimm Dir einen Moment Zeit, um den Gemüseanbau zu planen. Stell Dir als zukünftiger Selbstversorger z. B. folgende Fragen:

  • Wie hoch soll der Anteil an selbst angebautem Obst und Gemüse sein?
  • Welche Gemüsearten verarbeitest Du oft beim Kochen, welches Obst landet oft im Einkaufskorb?
  • Willst Du Obst und Gemüse nur frisch verarbeiten, oder auch für den Winter einkochen oder fermentieren?
  • Reicht Dir ein Gemüsegarten oder willst Du auch Getreide anbauen oder Hühner halten?
  • Wie viel Zeit hast Du täglich für die Gartenarbeit?

Die Antworten auf diese Fragen helfen Dir dabei, die passenden Gemüsesorten auszusuchen, den richtigen Standort zu finden und zu überschlagen, wie viel Platz Du brauchst.

Zeitaufwand Gemüsegarten

Für Arbeiten wie den Gemüsegarten bewässern und Unkraut jäten kannst Du – je nach Fläche und Jahreszeit – bis zu 1 Stunde täglich einplanen. Dazu kommt die Zeit, die Du für das Anlegen der Beete, Obstbaumschnitt, das Säen und die Ernte einplanen musst.

Fruchtfolge

Wichtige Fakten zum Gemüseanbau, die Du kennen solltest

Hauptkultur, Mischkultur, Fruchtfolge: Für Deine Planung spielen diese Begriffe eine wichtige Rolle. Sagt Dir noch nichts? Wir haben die wichtigsten Fakten zum Gemüseanbau für Dich.

Je nach Kulturdauer unterscheidet man die Gemüsekulturen in Hauptkulturen und Nebenkulturen.

  • Hauptkulturen sind Arten mit langer Wachstums- und Nutzungszeit, z. B. Kartoffeln, Karotten, Gurken, Tomaten, Paprika, Auberginen, ...
  • Nebenkulturen sind schnell wachsende Arten, die man nach kurzer Zeit ernten kann, z. B. Kopfsalate und Feldsalat, Kohlrabi, Spinat und Radieschen.

Säe oder pflanze entweder eine Gemüseart mit kurzer Kulturzeit und nach deren Ernte die Hauptkultur. Oder Du gehst umgekehrt vor. Spinat ist z. B. eine gute Vorkultur für Karotten, Radieschen lassen sich gut als Nachkultur auf abgeerntete Kartoffelbeete aussäen.

Bei einer Mischkultur kombinierst Du im Gemüsebeet mehrere Gemüsesorten mit Salaten und Kräutern. Ziel ist es, die Partner so auszuwählen, dass sie sich gegenseitig positiv beeinflussen und sich Schädlinge vom Hals halten.

Mischkulturen gibt es besonders oft in Hochbeeten. Deshalb gibt es in unserem Hochbeet-Ratgeber auch ausführliche Infos dazu, welche Gemüsesorten gut zusammen passen und welche Du eher nicht zusammenstecken solltest.

Noch wichtiger als eine durchdachte Mischkultur ist der jährliche Fruchtwechsel, auch Fruchtfolge genannt.

Bis auf wenige Ausnahmen empfehlen wir Dir, die Anbaufläche für die meisten Gemüsearten jedes Jahr zu wechseln. Damit beugst Du Schädlingen und Krankheiten vor und verhinderst, dass die Nährstoffe einseitig aus dem Boden entzogen werden.

Ein gängiger Fruchtwechsel im biologischen Gartenbau sieht wie folgt aus:

  1. Gründüngung (Klee-Arten, Gelbsenf, Phacelia)
  2. Starkzehrer (Kohlgewächse, Kartoffeln, Tomaten, Paprika, Mais)
  3. Mittelzehrer (Salate, Karotten, Spinat)
  4. Schwachzehrer (Kräuter, Bohnen, Erbsen, Zwiebeln)

Die Vorteile des Furchtwechsels und viele weitere Informationen findest Du unter Fruchtwechsel für eine reichliche Ernte.

Gemüsegarten anlegen

Beim Gemüsegarten anlegen gibt es ein paar Kniffe, die Dir das Leben leichter machen.

  • Suche einen sonnigen Standort für Deinen Gemüsegarten. Je mehr Sonne, desto besser das Wachstum und Aroma Deines Gemüses.
  • Lege Deine Gemüsebeete 1,30–1,50 Meter breit an. Bei dieser Größe kann ein durchschnittlich großer Mensch von beiden Seiten gut die Beetmitte erreichen. Wenn Du sehr groß oder klein bist, passe die Breite entsprechend an.
  • Dein Rücken macht Probleme? Dann setz auf Hochbeete. So kannst Du rückenschonend im Stehen arbeiten.
  • Während sich Gemüsebauern im wärmeren Süden so ziemlich jedes Gemüse anbauen können, muss der Norden klimabedingt etwas mehr auf die Auswahl des passenden Gemüses achten – oder auf ein Gewächshaus setzen.
  • Kartoffeln brauchen eine größere Anbaufläche als anderes Gemüse.
  • Bewährt für einen Nutzgarten hat sich das Prinzip des Bauerngartens. Vielleicht ist das ja auch was für Dich.

Wege im Gemüsegarten anlegen

Erst mal brauchst Du einen Hauptweg im Gemüsegarten. Der sollte so breit sein, dass Du ihn mit einer Schubkarre gut befahren kannst – also etwa 80 cm. Für die Wege zwischen den einzelnen Beeten reichen 30 cm.

Matschige Schuhe und Unkraut sind Dinge, auf die Du verzichten kannst? Roll ein Unkrautvlies aus und befestige Deine Wege. Das kannst Du z. B. mit Rindenmulch oder Kies machen. Oder Du pflastert Deine Wege im Gemüsegarten – Du hast die Wahl.

Wenn Du Deinem Gemüsegarten noch mehr Struktur geben willst, kannst Du ihn einfassen. Dafür bieten sich verschiedenen Materialien an:

  • Holz- oder Betoneinfassungen
  • Schneckenkanten und -zäune
  • niedrige Sträucher wie Ilex

Kiesweg anlegen

Lass ihn durch Deinen Garten schlängeln, wie es Dir beliebt: den Kiesweg. Wie Du Dir diesen Klassiker in Deinen Garten rieseln lässt, zeigen wir Dir in dieser Anleitung als einfache Variante und als Version mit Platten f ...mehr

Gemüsebeet vorbereiten

Bevor das erste Gemüse in Deinem Gemüsegarten sprießt kann, ist der Gartenboden dran. Bereite den Boden im Gemüsebeet vor:

  • Entferne das Unkraut. Wichtig ist, ausdauernde Wurzelunkräuter wie Brennnessel, Ackerwinde, Giersch oder Distel wurzeltief mit einem Unkrautstecher zu entfernen.
  • Noch vor dem Winter oder im zeitigen Frühjahr kannst Du einen Bodenaktivator ausbringen. Er versorgt nützliche Helfer wie den Regenwurm mit ausreichend Futter.
  • Reichere im Frühjahr stark verdichtete und lehmige Böden mit Quarzsand und Kompost an. Verbessere stark ausgelaugte oder zu sandige Böden mit Kompost und hochwertiger Gemüseerde.

Gemüsebeet vorbereiten
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Die wichtigsten Gemüsearten anbauen

Einige Gemüsesorten wie Tomaten oder Paprika ziehst Du am besten im Gewächshaus oder auf der Fensterbank vor. Andere Gemüsesorten wie Karotten oder Spinat kannst Du direkt in Deinen Gemüsegarten säen.

Unser Pflanz- und Erntekalender (PDF, 3.624 KB) zeigt Dir auf einen Blick, welches Gemüse Du wann pflanzen und ernten kannst.

Salat, Paprika, Gurken: Für die beliebesten Gemüsesorten haben wir Dir weitere Infos zusammengestellt.

Paprika pflanzen

Paprika kannst Du aus Samen ziehen. Paprika haben es gerne warm: Säe die Samen ab Mitte Januar bis März auf der Fensterbank oder im Gewächshaus aus.

Wenn die Samen keimen, kannst Du die Sämlinge mit größeren Abständen zueinander setzen, also vereinzeln. Das nennt man auch pikieren.

Ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen, kannst Du die jungen Paprika ins Freie pflanzen. Achte auf einen sonnigen und windgeschützten Platz. Paprika wachsen auch gut im Topf oder Kübel – z. B. auf dem Balkon oder der Terrasse. Das gilt übrigens auch für Peperoni.

Trotzdem werden üppige Ernten und bunte Früchte gewöhnlich nur im Gewächshaus erreicht. Grüne Früchte sind allerdings im Freiland problemlos möglich.

Paprika pflegen

  • Gieße Paprika von unten.
  • Da die Paprika mit der Tomate verwandt ist, kannst Du Tomatendünger verwenden.
  • Dünge schon die jungen Pflanzen, damit sie ausreichend mit Nährstoffen versorgt sind, wenn sie ins Freie kommen.
  • Achtung: Setze Deine Paprika-Pflanzen niemals Temperaturen von unter 10 °C aus!

Paprika ernten

Die Früchte wachsen zwar früh im Jahr, benötigen aber lange Zeit zum Reifen. Je nach Sorte dauert der Reifeprozess mehrere Wochen.

Paprika im Herbst nachreifen lassen

Wenn im Herbst die Sonne nicht mehr reicht, um Deine Paprika und Peperoni reifen zu lassen, hol sie Ende September rein. In einem Pflanzkübel kannst Du sie an einem hellen Platz nachreifen lassen.

Salat pflanzen

Du kannst Salat selber säen oder vorgezogene Pflanzen setzen. Ein Trick beim Säen: Lass die Samen in feuchtem Filterpapier an einem kühlen Ort vorquellen und in Anzuchtkästen mit Sand vermischt vorkeimen. Bei Setzlingen sollte der Blattansatz ungefähr 1 cm über der Erde sitzen.

In der Regel gilt:

Je schneller Salat wächst, umso geschmacksintensiver und zarter wird er.

Salat mag einen lockeren, humusreichen Boden und Sonne. Aber auch nicht zu viel Wärme. Denn bei Temperaturen über 15–20 °C keimt der Salat je nach Sorte nicht. Generell fördern Wechseltemperaturen die Keimung.

Salat anbauen

Salat pflegen

  • Achte darauf, ausreichend zu gießen. Der Boden sollte nicht zu lange trocken sein. Das kann dazu führen, dass der Salat schießt.
  • Vermeide stickstoffbetonte Düngungen bzw. dünge nur mit Kompost. Ansonsten besteht die Möglichkeit, dass Dein Salat zu viel Nitrat einlagert. Das steht im Verdacht gesundheitsschädlich zu sein.
  • Dein größter Endgegner sind Schnecken. Einige der beliebtesten Schneckenabwehrmethoden sind Salathauben, Schneckenzäune und Schneckenkorn.

Salat ernten

Ernte den Salat nur, wenn es trocken ist. Am besten abends bzw. wenn noch die Sonne scheint. Das vermindert den Nitratgehalt. Je nach Sorte kannst Du den ganzen Salatkopf ernten (Endivie, Kopfsalat, Eisbergsalat) oder nur einzelne Blätter pflücken (Pflück- bzw. Schnittsalat).

Zucchini pflanzen

Zucchini lieben Sonne. Und sie brauchen viel Platz. Lass mindestens 80 cm Platz zwischen den Pflanzen. Zudem fühlen sich die Kürbisgewächse in lockerem, humusreichen Boden wohl.

Ziehe die Pflanzen frühestens ab Mitte April im Gewächshaus oder auf der Fensterbank vor. Ab Mitte Mai nach dem Frost können die Pflanzen im Freien ausgepflanzt werden.

Zucchini pflegen

  • Gieße die Pflanzen regelmäßig und immer von unten – die Blätter sollten niemals nass sein.
  • Eine Mulchschicht um die Pflanze herum fördert das Wachstum. Außerdem kann diese Schicht verhindern, dass die auf dem Boden liegenden Zucchini faulen. Achte unbedingt darauf, dass der Mulch komplett abgestorben und die Mulchschicht nicht zu dick ist.
  • Als Dünger eignet sich Kompost.
  • Sorge für Schneckenschutz, denn die Früchte sind äußerst beliebt.
  • Achtung: Temperaturen unter ca. 10 °C bekommen Zucchinis gar nicht.

Zucchini ernten

Je nach Sorte können nach etwa 8 Wochen die ersten Zucchinis geerntet werden. Bei länglichen Sorten kannst Du ernten, wenn die Früchte etwa 15–20 cm lang sind.

Wenn Du regelmäßig erntest, bilden sich immer wieder neue Blüten, sodass Du über einen langen Zeitraum bis in den Herbst Zucchini ernten kannst.

Tipp: Zucchini nicht zu groß werden lassen

Lass Dir nicht zu viel Zeit bei der Ernte. Wenn die Kürbisgewächse zu groß werden, sehen sie zwar imposant aus, aber verlieren immer mehr an Geschmack. Ab einer gewissen Größe schmecken sie nur noch wässrig.

Gurken pflanzen

Mit etwa 97 Prozent Wasseranteil ist die Gurke eine kalorienarme Gemüseart. Man unterscheidet drei Sorten: Salatgurken, Einlegegurken und Schälgurken.

Gurken anbauen

Der optimale Standort für Gurkenpflanzen ist warm und windgeschützt. Ein lockerer und luftdurchlässiger, humoser Boden ist ideal.

Du kannst mit einer üppigen Ernte rechnen, wenn Du den Boden vor der Aussaat mit Stallmist düngst und tiefgründig lockerst. Gurkensamen kannst Du ab Ende April im Haus oder Frühbeet säen. Ins Freiland dürfen Gurkenpflanzen erst nach den Eisheiligen, da sie frostempfindlich sind. Nach den Eisheiligen kannst Du auch direkt ins Freiland säen.

Gurken pflegen

  • Gieße regelmäßig und immer von unten, damit die Blätter so wenig Wasser wie möglich abbekommen. Vermeide Staunässe und gieße nicht mit besonders kaltem Wasser.
  • Ein Rankgerüst hilft Deiner Gurkenpflanze beim Wachstum und erleichtert Dir später das Ernten.
  • Um Mehltau vorzubeugen, lässt Du ca. 60 cm Abstand zwischen den Pflanzen. Befallene Blätter sofort entfernen.
  • Beachte bei der Fruchtfolge im Gemüsegarten, dass Du Gurken erst wieder nach vier Jahren an der gleichen Stelle pflanzen kannst.
  • Im Kübel muss unbedingt die Erde getauscht werden, bevor Du neue Gurken säst.
  • Achtung: Gurken sollten niemals Temperaturen von unter 10 °C ausgesetzt sein.

Gurken ernten

Deine Gurken kannst Du etwa zwei Wochen nach der Blüte ernten. Die Schale der erntereifen Gurke ist glatt und gleichmäßig grün.

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Karotten pflanzen

Die Karotte ist eines der beliebtesten und bekanntesten Gemüse. Karotten sind extrem gesund, weil sie viel Beta-Carotin (das im Körper zu Vitamin A umgewandelt wird) liefern.

Karotten pflanzen

Je nach Sorte können Karotten Ende März und bis in den späten April gesät werden. Die Reihen, in die das Saatgut gestreut wird, sollten mit einem Abstand von etwa 15 cm zueinander angelegt werden. Der jeweilige Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen sollte 2–3 cm betragen. Etwas mühsam bei den feinen Samen, darum gibt's auch Saatbänder, auf denen die Samen bereits im richtigen Abstand aufgetragen sind.

Karotten pflegen

  • Gieße Deine Karotten ausreichend.
  • Zupfe regelmäßig das Unkraut zwischen den Pflanzen.
  • Im Frühling ist eine Düngung oder Anreicherung des Bodens mit Kompost empfehlenswert.

Karotten ernten

Frühe Karotten solltest Du rechtzeitig aus dem Boden holen, wenn sie noch jung und zart sind. Bei den späten (Lager-)Karotten kannst Du Dir etwas mehr Zeit lassen. Sie können länger in der Erde bleiben.

Bohnen pflanzen

Bohnen sind ganz einfach zu ziehen. Schon nach 2 Monaten kannst Du sie als Fisolen ernten. Es gibt unterschiedliche Sorten, die sich nicht nur im Geschmack, sondern auch im Wuchs unterscheiden.

Verschiedene Bohnen-Sorten

Buschbohnen werden nur etwa 30–40 cm hoch und brauchen kaum Stütze. Sie eignen sich daher auch für den Balkon oder die Terrasse. Stangenbohnen benötigen ein Rankgerüst und somit mehr Platz. Je nach Sorte sind die Hülsen oder die Kerne essbar. Bei flacheren Bohnen sind die Hülsen faserig, bei Bohnen mit runden Hülsen sind diese meist fadenlos.

Bohnen pflanzen

  • Säe erst nach dem Frost im Mai.
  • Wähle einen sonnigen, windgeschützten Standort für die Pflanzen.
  • Bohnen brauchen einen luftigen Boden, den Du mit Kompost vorbereiten solltest.
  • Bei der sogenannten Horstsaat werden sechs Bohnenkerne im Abstand von 40 cm in 2–3 cm tiefe Mulden gelegt. Sät man in Reihen, kommen die Samen mit 3 cm Abstand in die Erde.
  • Vermeide als Beet-Nachbarn von Bohnen das Pflanzen von Erbsen, Schnittlauch, Fenchel, Lauch und Zwiebeln.

Bohnen pflegen

  • Mulche im Frühsommer.
  • Gieße die Pflanzen regelmäßig.
  • Die Wurzeln abgeernteter Pflanzen kannst Du als Dünger für Folgesaaten im Boden lassen.
  • Achte auf die Fruchtfolge. Bohnen solltest Du im Folgejahr nicht an derselben Stelle anbauen.

Bohnen ernten

Nach circa 8 Wochen kannst Du die ersten Fisolen, also die noch nicht vollreifen Hülsen, ernten. Schneide oder knipse die Hülsen einfach ab. Die Hülsen wachsen immer wieder nach. Nach der ersten Ernte kannst Du 2–3 mal pro Woche bis in den Herbst neue Fisolen ernten. Bohnen erhältst Du, wenn Du die Samen in den Schoten vollkommen abreifen lässt.

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Radieschen pflanzen

Je nach Sorte kannst Du Radieschen im Frühjahr, Sommer oder Herbst aussäen. Die Haupt-Anbauzeiten sind jedoch Frühling und Herbst. Säe die Samenin etwa 1 cm Tiefe in Reihen aus, die 10 cm Abstand zueinander haben. Die einzelnen Pflanzen sollten etwa 5 cm Platz zwischen sich haben. Radieschen wachsen schnell. Schon nach einer Woche keimen die Samen.

Radieschen pflegen

  • Gieße die Radieschen ausreichend.
  • Düngen hilft den Knollen bei der Entwicklung.
  • Um Krankheiten zu vermeiden, halte bei der Fruchtfolge 3 Jahre Abstand ein.

Radieschen ernten

Nach vier Wochen kannst Du die ersten Radieschen ernten. Frühe Sorten brauchen 1–2 Wochen länger. Greif schnell zu: Wenn die Radieschen zu lange im Boden bleiben, können sie verholzen und bekommen einen seltsamen Geschmack.

Bio-Gemüse anbauen

Als Selbstversorger ist Dir wichtig, dass Deine Samen, Kräuter- und Gemüsepflanzen aus biologischem Anbau stammen? Gute Entscheidung, denn Bio Produkte bringen einige Vorteile mit sich:

  • Studien des Forschungsinstitutes für biologischen Landbau (FiBL) und des Deutschen Naturschutzrings (DNR) belegen, dass Bio-Produkte oft ernährungsphysiologisch besser als konventionell erzeugte Lebensmittel sind. Denn die getesteten Produkte weisen gegenüber denen aus konventionellem Anbau einen höheren Gehalt an Antioxidantien, Vitaminen und bioaktiven Stoffen auf.
  • Biologisch produzierte Pflanzen unterliegen strengen und vor allem unabhängigen Kontrollen.
  • Bio-Produkte sind umweltfreundlich, da eine Produktion direkt im Endverbraucherland wesentlich kürzere Transportwege bedeutet – und das belastet die Umwelt weniger.

Das sind die Merkmale von Bio-Pflanzen:

Keine Pestizide: Biologisch produzierte Pflanzen kommen gänzlich ohne Pestizideinsatz aus. Bei der Schädlingsbekämpfung werden sogenannte „Nützlinge" eingesetzt – also Insekten, bei denen Schädlinge auf dem Speiseplan stehen.

Keine Gentechnik: Bio-Pflanzen sind nicht gentechnisch verändert.

Gesunde Erde: Das für den Bio-Anbau verwendete Erdensubstrat ist torfreduziert. Verwendung von Gartenerde mit hohem Torfanteil führt nämlich zur Zerstörung von alten, über Jahrtausende gewachsenen Moorlandschaften.

Gesundes Saatgut: Das Saatgut von Bio-Pflanzen und das Saatgut der jeweiligen Mutterpflanze sind „bio". Das bedeutet, das Saatgut wurde nicht zuvor mit künstlichem Dünger oder Pflanzenschutzmitteln behandelt.

Zertifizierte Kräuter- und Gemüsepflanzen

Alle FloraSelf Bio-Pflanzen stammen aus geprüften Bioland-Betrieben. Bioland stellt höhere Ansprüche an den Gärtner, als sie nach dem EU-BIO-Standard vorgeschrieben sind. Unsere Gärtner dürfen u. a. keine mineralischen Dünger verwenden. Auch HORNBACH selbst und unsere Pflanzen-Spedition ist bio-zeritifiziert.

Nutzgarten auf dem Balkon

Auch wenn Du keinen eigenen Garten hast, musst Du nicht auf den Gemüseanbau verzichten. Schaff Dir einen Gemüsegarten auf Deinem Balkon!

Salat, Gurken, Tomaten: Es gibt viele Gemüsesorten, die Du einfach im Kübel pflanzen und auf Deinem Balkon anbauen kannst. Mittlerweile gibt es dafür auch viele nützliche Helfer, z. B. Blumentöpfe mit integriertem Rankgitter und integriertem Wasserreservoir

Ob Obst, Gemüse oder Kräuter auf dem Balkon: Unser Ratgeber hat alle Infos, die Du für einen Gemüsegarten in luftiger Höhe brauchst:

Gemüsegarten pflegen

Gemüsegarten bewässern

Gemüse ist im Sommer vor allem eins: durstig. Gerade während der Fruchtreife brauchen Tomate, Gurke & Co. besonders viel Wasser. Ein paar Tipps, damit Deine Gemüsepflanzen nicht auf dem Trockenen sitzen:

  • Gieße am besten morgens, bevor die Sonne auf die Pflanzen scheint. An besonders heißen Tagen noch einmal am späten Nachmittag oder frühen Abend gießen.
  • Einmal kräftig und durchdringend gießen ist besser als mehrmals wenig.
  • Nie über die Blätter gießen, das erhöht die Gefahr von Pilzbefall.
  • Bei Gemüse in Töpfen solltest Du das abgeflossene Wasser nach einer halben Stunde aus den Untersetzern oder Übertöpfen entfernen.
  • Die Fingerprobe ist immer noch die beste Methode um zu ermitteln, ob die Pflanze Wasser benötigt oder nicht.

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Gemüsegarten düngen

  • Bringe Kompost im Herbst des Vorjahres aus, da er sonst manche Pflanzen schädigen könnte. Reifen Kompost oder hochwertige gekaufte Erde kannst Du direkt vorm Auspflanzen ins Pflanzloch geben oder den Boden damit anreichern.
  • Im zeitigen Frühjahr kannst Du jedes Jahr einen Bodenaktivator ausbringen. Der eignet sich für jede Gemüseart.
  • Versorge Mittel- und Starkzehrer zusätzlich mit organisch-mineralischem oder rein organischem Dauerdünger. Am besten nach der Pflanzung um die Gemüsepflanze streuen und oberflächlich einarbeiten. Beachte die Wirkdauer des Düngers und bringe wenn nötig im Sommer nochmal den Dauerdünger aus. Spätestens im September ist damit aber Schluss.
  • Gemüse in Kästen oder Kübeln freut sich über eine wöchentliche Düngung mit Flüssigdünger. Verzichte dann aber auf den Dauerdünger.

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