Kahle Stellen im Rasen müssen nicht bleiben. In diesem Ratgeber erfährst Du, wann sich das Nachsäen lohnt, wie Du die
Ursachen für kahle Stellen im Rasen erkennen
Kahle Stellen im Rasen entstehen selten ohne Grund. Wer die Ursachen kennt, kann gezielt gegensteuern – und entscheidet besser, ob eine Nachsaat überhaupt notwendig ist. Zu den häufigsten Auslösern zählen Nutzung, Trockenheit, Schatten sowie Probleme mit dem Boden. Bevor Du nachsäst, verstehe Deinen Rasen und schau Dir den Grund für die kahlen Stellen an:
Wichtig ist jedoch: Nicht jede kahle Stelle erfordert sofort eine Nachsaat. Kleinere Lücken können sich unter guten Bedingungen von selbst schließen. Erst wenn größere Flächen betroffen sind oder die Ursachen dauerhaft bestehen, lohnt sich ein gezieltes Nachsäen.
Dann solltest Du besser das Projekt Rasen komplett neu anlegen, starten:
Rasen nachsäen: Zeitpunkt & Auswahl Saatgut
Säe Deinen Rasen am besten nach, wenn die Bedingungen stimmen – dann wächst er auch. Optimal ist das Frühjahr von Ende April bis Mai, noch bevor die erste große Wachstumsphase startet. Alternativ klappt’s genauso gut im frühen Herbst: mehr Feuchtigkeit, mildere Temperaturen.
Wichtig für den Erfolg: Der Boden muss mindestens 10 °C warm sein – und Nachtfrost ist ein klares No-Go. Für die Keimung fühlen sich Rasensamen bei 16 bis 23 °C am Tag am wohlsten, nachts sollten es mindestens 12 °C sein. Wird der Boden heißer als 40 °C, ist Schluss mit Wachstum – vor allem, wenn die Hitze länger anhält.
Eine Rasennachsaat ist eine spezielle Mischung. Du kannst sie zum Ausbessern, allerdings nicht zum Neuanlegen Deines Rasens nutzen. Sie enthält spezielle Gräser, die einem alten, ausgedünnten Rasen fehlen. Nachsaatmischungen sind auf Regeneration ausgelegt.
Beim Kauf einer Rasennachsaat solltest Du darauf achten, dass
- sie einen hohen Anteil (ca. 80 %) an Deutschem Weidelgras (Lolium perenne) hat – das wächst besonders schnell und ist regenerationsfähig
- die Rasennachsaat RSM-zertifiziert ist
"RSM" steht für Regel-Saatgut-Mischungen und zeichnet in diesem Fall Rasennachsaaten aus, die zuverlässig keimen und lange haltbar sind. Überwacht werden der Qualitätsstandards von Saatmischungen durch die Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e. V. (FLL). Die Anforderungen richten sich nach dem Saatgutverkehrsgesetz.
Tipp: Achte auf gute Qualität Deiner Nachsaatmischung, schlechtes Saatgut vermiest Dir die ganze Arbeit, die Du in Deinen Rasen gesteckt hast. Bei abgelaufenen Rasensamen sinkt die Keimfähigkeit der Samen.

Wie lange dauert die Keimung der Rasennachsaat?
Je nach Gräsersorte und Wachstumsbedingungen kann die Keimdauer Deines Rasens unterschiedlich ausfallen. I. d. R. benötigen die meisten Sorten zwischen 6–28 Tagen, um zu keimen. Bei Deutschem Weidelgras (Lolium perenne) z. B. sind es ca. 7–15 Tage.
Rasen nachsäen - so geht's
Der kahle, vermooste Rasen hat Dir lange genug die Aussicht ruiniert. Mit dieser Anleitung zum Rasen nachsäen wird Deine Rasenfläche wieder dicht und grün.
Zum Nachsäen Deines Rasens brauchst Du:
Rasen für die Nachsaat mähen und vertikutieren
Krempel die Ärmel hoch. Mäh Deinen Rasen so kurz wie möglich. Alter Rasen klaut Licht, Wasser und Nährstoffe. Danach vertikutierst Du die Erde an den kahlen Stellen mehrmals in Längs- und Querrichtung bzw. harkst die Grasnarben auf. Das hat den Vorteil, dass der Boden besser belüftet wird und mehr Nährstoffe aufnehmen kann.
Entferne Wildkräuter, Moos und Rasenfilz – wenn Du eh dabei bist, am besten vom gesamten Rasen.
Boden für die Rasennachsaat vorbereiten
Um zu verhindern, dass Dein Rasen bei zu großer Nässe verschlammt und sich verdichtet, gehe folgendermaßen vor:
- Mische in einen schweren, lehmigen Boden etwas Sand. Das sorgt für eine gute Drainage.
- Vermische sandigen Boden mit Tonmehl. So finden die Rasensameneinen besseren Halt und können Wurzeln schlagen.
- Der optimale PH-Wert für Deinen Rasen liegt bei 5,5 - 6,5. Ist Dein Boden zu sauer, denke ans Kalken. Eine Bodenanalyse kann Dir Klarheit bringen.
Tipp: Für einen ebenmäßigen Rasen lohnt es sich, ihn nach dem Vertikutieren einzuebnen. Löcher kannst Du mit sandigem Oberboden auffüllen, Erdhügel abtragen.
Streu die Rasennachsaat gleichmäßig aus. Bei kleineren Kahlstellen genügt das Verteilen per Hand. Bei größeren Rasenflächen lohnt sich der Einsatz eines Streuwagens. Um sicherzustellen, dass Dir beim Rasen nachsäen kein Flecken entgeht, lauf einmal längs und einmal quer über die Rasenfläche. Je nach Saatgut brauchst Du ca. 15–25 g/m². Bei der Nachsaat solltest Du eher oben im Bereich bleiben, damit Lücken schneller schließen.
Tritt die Samen vorsichtig fest. Oder harke sie etwas ein und drück sie dann mit einer Walze in den Boden. Die Rasennachsaat braucht Erdkontakt zum Wachsen.
Schütze Rasensamen vor Vögeln
Vögel lieben Rasensamen. Decke die nachgesäten Löcher im Rasen mit einem feinen Gitter oder Vlies ab.
Damit Dein Rasen sprießt, bracht er in den nächsten Tagen und Wochen regelmäßig Wasser. Gieße die Aussaat mit einem leichten Strahl, um zu verhindern, dass die Samen weggeschwemmt werden.
Halte die Rasensamen bis zur Keimung (i. d. R. ab ca. 6 Tagen) dauerhaft feucht. Bei trockener Witterung solltest Du die Rasenfläche gleich 1–2x täglich bewässern. Vermeide Staunässe, das fördert Pilzkrankheiten. Ist Dein Boden humusarm, bring eine dünne Schicht Rasen- bzw. Gartenerde aus. Das hilft, dass die Rasensamen nicht so schnell austrocknen. Danach genügt das regelmäßige Gießen bis zum ersten Schnitt.
Wichtig: Den nachgesäten Rasen solltest Du in der ersten Wachstumsphase nicht betreten.
Nachgesäten Rasen mähen
Nach vier Wochen dürfte Dein Rasen auf ca. 8–10 cm Höhe gewachsen sein. Das ist Dein Startsignal. Mähe den neuen Rasen einmal pro Woche. Beim ersten Mal sind ca. 5–6 cm ideal. Danach kannst eine Schnitthöhe von 6–7 cm in Schattenlage und 3–4 cm in Sonnenlage ansetzen. Mähst Du Deinen Rasen zu früh, sind die einzelnen Halme noch nicht richtig mit dem Boden verwurzelt und können abreißen.
Nachgesäten Rasen düngen
Denk daran, den Rasen nach dem ersten Mähdurchgang und nach der ersten Keimung mit einem stickstoffhaltigen Langzeitdünger zu düngen. Das fördert den Austrieb und Dein Rasen wird dicht und grün. Ausnahme: Spezieller Starterdünger kannst Du direkt vor oder mit der Aussaat einsetzen. Nach ungefähr 4–6 Wochen ist der Rasen kräftig genug, um normal darauf gehen zu können.
Saatgutreste lagern
Wenn Du Rasen nachsäst, behalte etwas Saatmischung. So kannst Du später kahle Stellen mit derselben Sorte ausbessern und ein gleichmäßiges Bild erhalten. Lagere das Saatgut trocken und geschützt. Bleiben keine Reste übrig, notiere Dir Produktname oder Mischung, um die passende Nachsaat schnell nachkaufen zu können.
Rasen nachsäen: Verbrannten Rasen retten
Dein Rasen besteht nach einigen heißen Wochen im Sommer mehr aus braunen Stoppeln als kräftigen Halmen? Da bist Du nicht allein! Die gute Nachricht ist: Rasen ist zäh. Selbst wenn die Halme vertrocknet oder verbrannt sind, bleiben die Wurzeln intakt und treiben mit genügend Wasser neu aus.
Prüfe dennoch zuerst, ob die Wurzeln Deines Rasens noch intakt sind. Steche dafür ein kleines Stück Rasen ca. 15 cm tief aus und schau Dir an, ob die Wurzeln noch intakt sind. Sind die Wurzeln komplett ausgetrocknet, ist der Rasen nicht mehr zu retten. In der Regel sind die Wurzeln jedoch sehr robust und gesund, dann kannst Du Deinen Rasen retten.
Bereit für die ultimative Rasenreparatur?

- Düngen: Herbstrasendünger versorgt den Rasen mit wichtigen Nährstoffen und stärkt ihn für die Regeneration sowie den Winter. Er versorgt ihn mit ausreichend Stickstoff und Kalium. Letzteres dient als eine Art natürliches Frostschutzmittel und macht Deinen Rasen fit für kältere Tage.
- Vertikutieren: Damit entfernst Du abgestorbene Gräser und lockerst den Boden. So gelangen mehr Sauerstoff und Nährstoffe an die Wurzeln. Kahle Stellen kannst Du anschließend nachsäen.
- Bewässern: Halte den Rasen gleichmäßig feucht, damit neue Gräser wachsen können. Am besten morgens wässern und Staunässe vermeiden. Pass die Bewässerung an die Witterung an. Mit einem Rasensprenger oder Sprinkler hältst Du Deinen Rasen einfach und gleichmäßig feucht.
Erst Düngen, dann vertikutieren in zeitlichem Abstand
Warte mit dem Vertikutieren bis ca. zwei Wochen nach dem Düngen. Düngst und vertikutierst Du ihn regelmäßig, wird Dein Rasen mit den Jahren widerstandsfähiger.

Rasen nachsäen: Was tun bei Rasenkrankheiten?
Ist Dein Rasen geschwächt, haben Pilze, Viren und Bakterien leichtes Spiel. Pilze sind unter den Rasenkrankheiten besonders knifflig. Sie leben im Boden oder im Rasenfilz. Lichtmangel, eine hohe Feuchtigkeit oder ein unterernährter Rasen sind für sie ein gefundenes Fressen.
Was Du dagegen tun kannst, um Deinen Rasen zu schützen? Achte auf eine gute Rasenpflege. Das beugt Rasenkrankheiten vor.
Solltest Du doch mal eine befallene Rasenstelle bei Dir im Garten entdecken – nur Mut! Hier erfährst Du, welche Rasenkrankheiten es gibt und wie Du schnell und effektiv dagegen vorgehen kannst.
Ursache 1
Helle, bleiche Flecken mit bis zu 5 cm Durchmesser können für die Rasenkrankheit Dollarflecken (siehe Bild oben) sprechen. Als typische Sommerkrankheit tritt sie zwischen Temperaturen von 25–30° C auf, oder nach kühlen Nächten mit Morgentau. Bei Tau weisen die Flecken ein weißes, fadenförmiges Gespinnst auf – ein klassisches Pilzmerkmal. Grund für einen Ausbruch sind häufig ein Nährstoffmangel oder eine allgemeine Bodentrockenheit.
Das kannst Du tun:
Dollarflecken kannst Du nur vorbeugend behandeln. Bei einem akuten Befall stich die betroffenen Rasenstellen aus und säe einen neuen Rasen nach.
Ansonsten gilt:
- im Sommer ausreichend düngen
- morgens durchdringend wässern (das Gießen am Abend unbedingt vermeiden!)
- Deinen Rasen vertikutieren, um den Rasenfilz zu entfernen
Ursache 2
Auch bei der Rasenkrankheit Blattflecken weist der Rasen unregelmäßige, helle Flecken auf. Wenn Du näher ran gehst, siehst Du, dass die Halme rote bis braune Flecken mit weißlichen Stellen haben. Die verantwortlichen Pilze können bei Temperaturen von 10–30° C auftreten. Grund ist oft eine Überdüngung mit einem zu stark konzentrierten Stickstoffdünger, anhaltende Feuchtigkeit, Lichtmangel oder ein zu tiefer Rasenschnitt.
Das kannst Du tun:
Blattflecken kannst Du nur vorbeugend behandeln. Bei einem akuten Befall stich die betroffenen Rasenstellen aus und dann heißt es dort Rasen nachsäen.
Ansonsten gilt:
- vertikutiere und lüfte Deinen Rasen regelmäßig
- achte darauf, dass der Rasen vollständig getrocknet ist, bevor Du Gartenmöbel o. ä. darauf abstellst
- erhöhe zeitweise die Schnitthöhe beim Mähen
- achte beim Düngen mit Stickstoffdüngern auf eine gemäßigte Dosierung

Wenn Du auf Deinem Rasen unregelmäßige, gelbliche Flecken mit rötlichem Gespinnst vorfindest, ist er womöglich von Rotspitzigkeit befallen. Die Rasenkrankheit tritt vor allem im Sommer und Herbst bei 15–20° C und hoher Luftfeuchtigkeit auf. Grund für den Fall ist häufig ein Nährstoffmangel.
Das kannst Du tun:
Bei ersten Anzeichen von Rotspitzigkeit genügt es, wenn du sofort einen Langzeitdünger ausbringst. Ca. 4–6 g/m2 Stickstoff sind optimal. Die befallenen Gräser treiben neu aus.
Unregelmäßige, braune Flecken in Deinem Rasen sind meist ein Anzeichen für Wurzelfäule. Die Gräser wirken faulig und schleimig. Sie lassen sich leicht rausziehen. Dann sieht man, dass die Wurzeln zerstört und dunkel sind. Wurzelfäule tritt häufiger beim Neuanlegen oder Nachsäen eines Rasens auf. Der Grund sind Trockenstress, eine anhaltend hohe Luftfeuchtigkeit oder Staunässe. Auch Nährstoffmangel oder ein niedriger pH-Wert können den Pilzbefall befördern.
Das kannst Du tun:
- reduziere die Feuchtigkeit, d. h. weniger bewässern
- achte besonders darauf, dass der Rasen am Abend trocken ist
- vertikuriere und lüfte den Rasen, entferne sämtlichen Rasenfilz
- falls noch nicht getan, stärke Deinen Rasen mit einem Langzeitdünger

Schwarze Flecken zwischen den Rasengräsern deuten auf Blaualgen-Belag hin. Er tritt vor allem in milden Wintern aufgrund von länger anhaltender feuchte Witterung sowie milden Temperaturen, bevorzugt auf verdichteten Böden mit Staunässe, auf.
Das kannst Du tun:
- Entferne den Algenbelag durch Vertikultieren und Harken.
- Bringe kalibetonten Rasendünger aus, zum Beispiel FloraSelf Select Herbstrasendünger.
- Verbessere mit Bodenaktivatoren, Kompost und Erden die Bodenstruktur.
- Mach den Boden bei stärkeren Verdichtungen durchlässiger. Das gelingt Dir durch eine gleichmäßige Besandung.
Schleimige Ablagerungen in Nestform deuten auf Schleimpilze hin. Die Rasenkrankheit tritt vor allem im Sommer bei feuchtwarmen Wetter auf. Z. B. wenn eine zu dicke Schicht von Rasenfilz die Belüftung des Rasens verhindert. Schleimpilze kannst Du nicht direkt bekämpfen. Die gute Nachricht ist: Musst Du auch nicht. Der Pilz verschwindet nach einigen Tagen bis Wochen von selbst wieder. Dem Pilz vorbeugen ist dennoch eine gute Idee.
Das kannst Du tun:
- vertikutiere den Rasen und entferne regelmäßig den Rasenfilz
- versorge Deinen Rasen regelmäßig mit einem Langzeitdünger
An den faulig-feuchten Flecken mit ca. 5–25 cm Durchmesser, braunem Rand und grauer Mitte erkennst Du Schneeschimmel. Die Rasenkrankheit tritt vor allem im Winterhalbjahr ab ca. September auf, wenn die Temperatur kühl (0–8° C) und die Luftfeuchtigkeit hoch ist. Besonders hoch ist das Risiko, wenn Dein Rasen länger von Schnee bedeckt ist.
Das kannst Du tun:
- vermeide eine zu hohe Feuchtigkeit bzw. Staunässe, d. h. reduziere ggf. das Gießen bzw. beschränke es auf die Morgenstunden
- hilfreich ist das Düngen mit einem Herbstdünger; das enthaltene Kalium und Magnesium stärken Deinen Rasen für die kalte Saison
- im Frühjahr heißt es dann ranklotzen: vertikutiere die betroffenen Stellen gründlich bis auf die Grasnarbe, säe an den kahlen Stellen eine Rasennachsaat nach und bestreue sie mit ca. 2–3 cm Sand

Gelbbraune Nester sind ein Zeichen für einen Befall mit Rost. Das Problem bei dieser Rasenkrankheit ist, dass der Pilz mit der Zeit seine Sporen verbreitet. Diese wirken wie kleine Staubwolken und lassen sich an anderen Rasenstellen nieder. Rost tritt vor allem bei anhaltend warmen Wetter (20–30° C), einem Wasser- oder Nährstoffmangel auf.
Das kannst Du tun:
- gieße regelmäßig am Morgen, sodass die Halme bis zum Abend abgetrocknet sind
- versorge Deinen Rasen mit einem Langzeitdünger -– Stickstoff und Kalium machen Deinen Rasen widerstandsfähiger für den Winter
- regelmäßiges Vertikutieren sorgt für eine gute Belüftung
- wenn du die befallenen Stellen mähst, entsorge sofort das Schnittgut – so verhinderst Du, dass sich die Sporen über den Mäher ausbreiten
- entferne ggf. Sträucher oder Bauten, die zu viel Schatten auf den Rasen werfen

Bei 2-5 cm großen Pilzen auf dem Rasen, die ringförmig angeordnet sind und im Boden ein wasserundurchlässiges Pilzgeflecht (Myzel) bilden, handelt es sich um Hexenringe. Der Rasen ist im Bereich der Pilze manchmal bereits abgestorben. Sie treten häufig in nährstoffarmen, sandigen oder verdichteten Böden, in denen das Bodenleben fehlt sowie in verfilztem Rasen, auf.
Das kannst Du tun:
- Leichtes Auftreten: Sofortige, stickstoffbetonte Düngung (Flüssig- und Langzeitdünger), Bodenstruktur verbessern durch Aktivierung des Bodenlebens um die Humusbildung zu beschleunigen und Beseitigung von Bodenverdichtungen.
- Mittleres Auftreten: Tiefenlockerung durchführen, das Mycel muss so tief wie möglich durchstoßen werden sowie die Durchführung aller Maßnahmen, die bei leichtem Auftreten empfohlen werden.
- Starkes Auftreten: Tiefgründige Entfernung des Rasens und Neuanlage.

Achtung vor der Chemiekeule
Auf Chemikalien wie Fungizide solltest Du nur im äußersten Notfall zurückgreifen. Also nur dann, wenn die Gefahr besteht, dass die gesamte Rasenfläche von der Rasenkrankheit befallen und zerstört wird. So stellst Du sicher, dass wichtige Mikroorganismen im Boden erhalten bleiben.
Rasen nachsäen: häufige Fragen
Ja, grundsätzlich schon – aber für ein gutes Ergebnis sollte der Boden vorher leicht aufgelockert und die Samen anschließend leicht eingearbeitet oder angedrückt werden, damit sie Kontakt zur Erde haben und besser keimen.
Ja, das ist möglich – am besten wird der Sand nach dem Nachsäen dünn aufgetragen. Rasensamen sollten nur dünn mit Erde oder Sand bedeckt werden. Eine Schicht von etwa 0,5–1 cm reicht aus, damit die Samen vor dem Austrocknen geschützt sind und besser keimen. Die Samen bleiben so an Ort und Stelle, werden leicht bedeckt und keimen gleichmäßiger.
Am besten zuerst düngen und dann nachsäen – so sind die Nährstoffe direkt verfügbar, sobald die neuen Samen keimen.
Ja, das geht – besonders bei lückigen Stellen. Wichtig ist, den Rasen vorher kurz zu mähen und die Fläche leicht aufzurauen, damit die Samen Bodenkontakt bekommen und besser keimen.
Für einen dichteren Rasen solltest Du die Samen gleichmäßig und eher etwas großzügiger ausbringen. Wichtig ist, die Fläche vorher kurz zu mähen, leicht aufzurauen und die Samen anschließend anzudrücken. Danach gut wässern und in den ersten Wochen konstant feucht halten, damit möglichst viele Samen keimen.
Nach einer Neusaat kannst Du in der Regel nach etwa 6–8 Wochen nachsäen – sobald der junge Rasen angewachsen ist und erste Lücken sichtbar werden. Wichtig ist, dass die Gräser bereits mehrmals gemäht wurden und stabil genug sind.
Ja, aber nicht sofort – nach der Unkrautvernichtung solltest Du je nach Mittel einige Tage bis Wochen warten. Achte unbedingt auf die Angaben des Herstellers, damit die Nachsaat nicht beeinträchtigt wird und gut keimen kann.
Ja, leichter Regen ist sogar ideal – er hält den Boden feucht und unterstützt die Keimung. Bei starkem Regen solltest du jedoch warten, da die Samen weggespült werden können.
Nachsäen + leichter Regen = optimaler Start
Das kann mehrere Gründe haben: Oft fehlt den Samen der Bodenkontakt, es wurde zu wenig gewässert oder der Boden ist zu trocken. Auch falscher Zeitpunkt (zu kalt oder zu heiß), zu alte Samen oder starker Konkurrenzdruck durch bestehenden Rasen können die Keimung verhindern.




















