Blumenbeet anlegen

blumenbeet anlegen

Geballte Flower-Power in Deinem Garten. Ein buntes Blumenbeet sollte eigentlich in keinem Garten fehlen. Dabei kannst Du Deiner Kreativität freien Lauf lassen. Du solltest nur wissen, wie Du ein Blumenbeet anlegst und worauf Du achten musst. Ein paar grundlegende Tipps haben wir hier für Dich zusammengestellt.

Lesezeit 6 min. Blumensamen im Shop

Blumenbeet planen

Damit Dein Garten das ganze Jahr in Deinen Lieblingsfarben blüht, solltest Du die Planung des Blumenbeetes nicht vernachlässigen.

Das machst Du am besten in drei Schritten:

1. Standort und Größe festlegen

2. Auswahl und Anordnung der Pflanzen bestimmen

2. Pflegeaufwand einplanen

Dann hast Du an alle wichtigen Punkte gedacht und kannst Dich in die Arbeit stürzen.

Standort und Größe des Blumenbeets festlegen

Abhängig von der Größe Deines Gartens überlegst Du Dir, wie groß Dein Blumenbeet sein soll. Zeitgleich überlegst Du Dir auch, welche Form das Beet haben soll. Wenn der Rest Deines Gartens eher rechteckig angelegt ist, kann ein geschwungenes Beet helfen, den Garten etwas aufzulockern. Stelle sicher, dass Du alle Bereiche Deines Beets gut erreichen kannst. Also entweder die Größe anpassen oder Wege einplanen.

Der Standort Deines Blumenbeets hängt auch von der Auswahl der Blumen ab. Wenn Du vor allem Blumen mit hohem Lichtbedarf pflanzen willst, dann muss das Beet entsprechend mit Licht versorgt werden. Umgekehrt solltest Du die Pflanzen danach aussuchen, was Du für Lichtverhältnisse im Garten hast.

Auswahl und Anordnung der Pflanzen bestimmen

Grundsätze gibt es nicht, wenn es darum geht, wie Du Dein Blumenbeet gestaltest. Was Dir gefällt, ist richtig und gut. Du solltest aber darauf achten, dass die gemeinsam gepflanzten Blumen ähnliche Bedingungen an den Standort stellen. Damit Dein Blumenbeet wirklich schön wird, zeichnest Du am besten einen Plan, wo Du was hinsetzt.

Beachte auch die unterschiedlichen Blühzeiten. Du kannst Dein Beet so anlegen, dass über das ganze Jahr verteilt etwas blüht. Wäre doch schade, wenn im Sommer alles blüht und ab Herbst gar nichts mehr.

Die Blumen für Dein Beet lassen sich in verschiedene Kategorien einordnen:

  • Stauden
  • Zwiebelblumen
  • einjährige Sommerblumen
Stauden und Zwiebelblumen sind mehrjährig. Das bedeutet, wenn sie einmal gesetzt sind, hast Du wenig Arbeit damit. Einjährige Sommerblumen müssen jedes Jahr neu gesetzt werden. Das macht nicht nur Arbeit, es produziert auch Kosten. Dafür kannst Du jedes Jahr die Farben in Deinem Beet neu zusammenstellen.

auswahl und anordnung

Du kannst Dein Beet aber auch nach Farben bestücken. Dabei kannst Du entweder ähnliche Farben pflanzen, z. Bsp. verschiedene Rot-, Pink- und Rosatöne oder Du entscheidest Dich für die geballte Farbpower und packst verschiedene Farben zusammen.

Oder Du spielst mit der Wuchsform der Pflanzen: Wenn straff aufrecht wachsende Pflanzen neben leicht überhängende gesetzt werden, kommt attraktive Variation ins Blumenbeet. Spiele ein bisschen mit der Wuchsform der Blumen.

Es wirkt beispielsweise erdrückend, wenn Du nur Blumen mit sehr großen Blättern wählst.

Tipp

Wenn Du verschiedene Arten von Blumen in Deinem Beet kombinierst, solltest Du darauf achten, dass Du die großen Pflanzen nach hinten packst und die mit geringerer Wuchshöhe nach vorne. So verdecken sie sich nicht gegenseitig und rauben sich vor allem nicht das Licht.

Gartenblumen nach Standort auswählen

Es ist wichtig, dass Du Deine Auswahl der Blumen, auf deren möglichen Standort abstimmst.

Denn der richtige Standort ist ausschlaggebend für Wachstum und Gesundheit der Pflanzen. Einen Rittersporn in eine Gartenecke mit wenig Sonne zu pflanzen ist ebenso verkehrt, wie auf einen sonnigen Fleck eine schattenliebende Funkie zu setzen. Im schlimmsten Fall gehen die Blumen ein, wenn sie nicht am richtigen Standort sitzen. Licht ist ebenso überlebenswichtig wie Wasser.

standort

Hier ein paar Beispiele für schattenliebende und sonnenliebende Saisonblumen, Stauden und Zwiebelpflanzen:

  Schatten Halbschatten Sonne
Einjährige Blumen
  • Fleißiges Lieschen
  • Buntnessel
  • Eisbegonie
  • Vergissmeinnicht
  • Hawaii-Lieschen
  • Lobelie
  • Eisbegonie
  • Primel
  • Kapuzinerkresse
  • Dufsteinrich
  • Goldlack
  • Pelargonie
  • Petunie
  • Tagetes
  • Löwenmaul
  • Zinnie
  • Feuersalbei
  • Eisenkraut (Verbene)
  • Schmuckkörbchen
  • Sommeraster
Stauden
  • Wald-Geißbart
  • Immergrüne Elfenblume
  • Waldmeister
  • Leberblümchen
  • Funkie (Hosta)
  • Echtes Lungenkraut
  • Bronze-Schaumblatt
  • Wald-Schaumkerze
  • Immergrün
  • Diverse Farne
  • Eisenhut
  • Frauenmantel
  • Akelei
  • Prachtspiere
  • Bergenie
  • Glockenblume
  • Tränendes Herz (Herzerlstock)
  • viele Storchschnabel (Geranium)-Arten
  • Christrose
  • Purpurglöckchen (Heuchera)
  • Salomonsiegel
  • Rittersporn
  • Pfingstrose
  • Sonnenhut
  • Astern
  • Nelken
  • Schafgarbe
  • Mädchenauge
  • Kugeldistel
  • Schwertlilie (Iris)
  • Fetthenne
  • Viele Gräser-Arten
Zwiebelpflanzen
  • Winterling
  • Märzenbecher (Frühlingsknotenblume)
  • Anemone
  • Buschwindröschen
  • Maiglöckchen
  • Krokus
  • Cyclame
  • Narzisse
  • Tulpe
  • Dahlie
  • Kaiserkrone
  • Hyazinthe
  • Lilie
  • Zier-Lauch (Allium)

Tipp

Wenn Du noch mehr Abwechslung in Deinem Beet haben willst, kannst Du das Blumenbeet auch mit Blütensträuchern kombinieren. Dann kannst Du es an die Sträucher angrenzen lassen.

Pflegeaufwand berücksichtigen

Pflegen musst Du Dein Blumenbeet immer aber Du kannst beeinflussen, wie viel Du dort zu tun hast. Klar ist – je größer Dein Beet desto mehr Arbeit hast Du damit. Wenn Du Dich aber zum Beispiel für langsam wachsende Pflanzen entscheidest, kannst Du den Arbeitsaufwand reduzieren.

Unkraut kannst Du eindämmen indem Du ein Vlies in den Boden einarbeitest. Es lässt Wasser und Luft durch, hält aber das Unkraut im Zaum. Auch eine Mulchschicht hilft gegen Gewächse, die da nicht hin gehören.

pflege

So legst Du Dein Blumenbeet an

Der Plan für Dein Blumenbeet steht? Du hast Pflanzen ausgewählt, einen Plan gezeichnet und überlegt, wo was hin soll? Dann kann es jetzt losgehen. Ab in den Garten! Am besten legst Du Dein Blumenbeet im Frühling an, wenn der Frost durch ist und sich die Erde langsam wieder aufwärmt.

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Boden vorbereiten

Überprüfe zunächst die Eigenschaften Deines Bodens. Ist der Boden besonders lehmig und lässt wenig Wasser durch, dann solltest Du Sand und eine gute Ladung Kompost einarbeiten, dadurch wird der Boden durchlässiger und der Kompost sorgt für ein paar wichtige Nährstoffe.

Tipp

Nachdem Du den Boden bearbeitet hast, solltest Du ihn etwa eine Woche ruhen lassen. In dieser Zeit keimt noch mal das Unkraut dessen Samen an die Oberfläche gelangt sind. Du kannst sie bequem entfernen bevor Du die Blumen einpflanzt.

Blumen einpflanzen

Wenn Dein Boden bereit ist, stellst Du alle Pflanzen gemäß Deines gezeichneten Plans auf. Jetzt kannst Du noch mal korrigieren.

Wenn Du zufrieden bist, holst Du die Pflanzen aus den Töpfen und tauchst die Ballen so lange in einen Eimer mit Wasser bis keine Blasen mehr aufsteigen. Dann ist der Ballen gut mit Wasser vollgesogen.

Hebe mit einer kleinen Schaufel ein Pflanzloch aus, setze die Blume hinein und verschließe das Loch wieder. Noch etwas andrücken und schon sitzt die erste Pflanze. Noch ein kräftiger Schluck aus der Gießkanne und es geht weiter mit der nächsten.

So verfährst Du mit allen Pflanzen bis Dein Beet vollständig bestückt ist.

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Die richtige Pflege für Dein Blumenbeet

Mulchen

Eine Mulchschicht in Deinem Blumenbeet hat viele Vorteile:

  • Der Boden wird vor Hitze und Kälte geschützt.
  • Untere Schicht wird von Mikroorganismen zersetzt liefert Humus an den Boden.
  • Unkraut wird unterdrückt.

Achtung!

Nicht jede Pflanze mag Mulch. Rosen, Beetstauden und Sommerblumen mögen ihn nicht. Hier solltest Du den Boden offen lassen.

Große Pflanzen abstützen

Wenn große Pflanzen besonders viele Blüten tragen, kann es schon mal sein, dass der Stiel diese Pracht nicht auf Dauer tragen kann. Um zu verhindern, dass die Stiele knicken oder die Blüten knapp über dem Boden hängen, kannst Du den Pflanzen etwas unter die Blätter greifen.

Stützen oder kleine Rankgitter können helfen die Pflanzen aufrecht zu halten. Indem Du wenig düngst, kannst Du ebenfalls zur Stabilität beitragen, denn der Dünger sorgt für ein schnelleres Wachstum, was oft zu Lasten der Stengel geht.

Achte außerdem darauf, dass anfällige Pflanzen geschützt stehen. Bei Regen saugen sich die Blüten mit Wasser voll und werden noch schwerer.

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Gießen

Wenn Du nicht gerne gießt oder es öfter vergisst, solltest Du viele Stauden in Dein Blumenbeet pflanzen. Das Schöne an Stauden ist, dass sie keinen hohen Gießaufwand erfordern. Bei ihnen gilt die Faustregel:

Besser selten aber dann richtig gießen.

Wenn es mal länger nicht regnet, dann solltest Du mit dem Gartenschlauch nachhelfen, sonst kommen die Beete ganz gut alleine klar. Wenn Du gießt ist es besonders wichtig, dass Du durchdringend wässerst damit die Wurzeln auch tief in den Boden wachsen.

Am besten gießt Du früh morgens mit einem Pflanzstab ohne die Blätter zu stark zu benetzen.

Düngen

Den ersten Schub Dünger gibst Du Deinen Blumen direkt beim Einpflanzen mit. Dafür nimmst Du einen Beet- und Balkondünger und gibst ihn direkt ins Pflanzloch.

Blumen säen

Wenn Du Dich entscheidest Deine Blumen zu säen, dann brauchst Du beim Säen keinen Dünger. Dann verwendest Du am besten Anzuchterde, die enthält schon alles, was die Blumen zum Keimen brauchen.

Deine Blumen brauchen gerade in der Blüte besonders viele Nährstoffe. Dann solltest Du sie regelmäßig düngen. Dafür eignet sich ein Flüssigdünger sehr gut. Gerade, wenn Du Blumen mit unterschiedlichen Blühzeiten nebeneinander pflanzt, kannst Du den Flüssigdünger gezielt einsetzen und nur die Blumen versorgen, die ihn gerade brauchen.

Wie oft Deine Blumen gedüngt werden müssen, hängt etwas von den örtlichen Gegebenheiten und der Art des Düngers ab. Beachte deshalb immer die Anweisungen auf der Verpackung.

Achtung essbar!

Es gibt einige Blumen deren Blüten Du essen kannst und, die sowohl optisch als auch geschmacklich ein echtes Highlight sind. Wenn Du also zum Beispiel Lavendel, Kapuzinerkresse, Gewürz-Tagetes oder Hibiskus pflanzt, dann solltest Du nur organischen Dünger verwenden.

Rückschnitt

Nicht zu früh mit der Schere dran. Wenn die ersten Beetpflanzen welk werden ist man schnell geneigt sie zurückzuschneiden. Zügle Dich, denn damit schwächst Du die Pflanze. Sie lagert alle verwertbaren Substanzen, die sich noch in den welken Pflanzenteilen befinden in den Wurzeln ein. Wenn die Blätter dann vollständig braun sind, kannst Du sie zurückschneiden.

Am besten wartest Du bis Mitte November und schneidest dann Deine mehrjährigen Beetblumen bis auf den Boden zurück. Wenn Du alle Pflanzenreste entfernt hast, harkst Du den Boden noch mal etwas durch. Dann sind vor allem die Beetstauden bereit für den Winterschlaf.

In unserem Stauden-Ratgeber, gibt's noch mal alles Wichtige zum Schnitt und der Pflege von Stauden.

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Winterschutz

Wenn Du Dich für mehrjährige Stauden und Zwiebelblumen entschieden hast, dann sind die zwar schon für den nächsten Winter gesetzt, Du musst sie aber unter Umständen etwas schützen, damit sie gut durch den Winter kommen.

Besonders nasse Winter können für Blütenstauden und Zwiebelblumen zum Problem werden. Dann solltest Du sie mit einer dicken Schicht Laub abdecken.

Verholzende Pflanzen wie der Lavendel mögen trockene und windige Winter nicht. Sie schützt Du am besten mit einer Schicht aus Tannenreisig.

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