Stauden pflanzen: Übersicht
Dieser Ratgeber beschäftigt sich konkret damit, wie Du Stauden pflanzt und pflegst. Darunter fallen auch Themen wie:
Wenn Du noch bei der Planung Deines Staudenbeets bist, dann ist unser Ratgeber Staudenbeet anlegen, der richtige für Dich. Hier erfährst Du alles, was Du wissen musst, um ein Staudenbeet zu planen und anzulegen.
Stauden pflanzen
Stauden pflanzen ist nicht schwer. Egal, ob Staudenbeet vorbereiten oder spätere Anwachspflege für Stauden. In diesem Kapitel erfährst Du, wie Du dabei vorgehen sollst. Los geht's!
Entferne alle Wurzelunkräuter wie Löwenzahn, Quecke und Giersch. Bei letzteren hilft Dir zum Ausstechen eine Grabegabel am besten. Wie Du die verschiedenen Unkräuter bestimmst und am effektivsten entfernst, erfährst Du in unseren Ratgebern zu diesem Thema.
Bist Du das Unkraut los, dann lockerst Du den Boden spatentief bzw. gräbst ihn 30 cm tief um.
Je nach Bodenbeschaffenheit kannst Du Kompost oder einen anderen Bodenaktivator einarbeiten, um ihn mit Nährstoffen anzureichern.
Mit der Harke ziehst Du das Beet glatt und markierst mit Vogelsand die einzelnen Pflanzflächen entsprechend Deinem Beetplan.

Bevor Du die Stauden pflanzt, solltest Du sie durchdringend wässern und den Ballen etwas anlockern. Die Tiefe der Pflanzlöcher richtet sich nach der Höhe des Topfballens. Setze Stauden nur so tief ein, dass der Topfballen max. 1 cm mit Erde bzw. Mulch bedeckt ist.
Tipp: Eine Mulchschicht von 5–7 cm ist ideal, um den Boden lange feucht zu halten.
Stauden pflanzen mit Unkrautvlies
Wenn Du Dir das Unkraut jäten sparen möchtest, lege vor dem Pflanzen Deiner Stauden ein Unkrautvlies auf das Beet. Ritze das Vlies kreuzförmig ein (z. B. mit einem Teppichmesser), um die Stauden in die Erde zu setzen. Ein atmungsaktives und wasserdurchlässiges Gewebevlies ist optimal.

Damit Deine Stauden gut anwachsen, solltest Du sie die ersten 3–4 Wochen einmal wöchentlich an regenfreien Tagen kräftig gießen. Im Sommer erhöht sich die Gießrate je nach Witterung auf 2–3 mal pro Woche.
Kontrolliere das Beet einmal im Monat auf Wildkräuter und jäte ggf. ab. Hast Du Deine Stauden im Spätherbst gepflanzt, deckst Du die Jungpflanzen über den Winter mit einem Gartenvlies oder Tannenreisig ab. So verhinderst Du Frostschäden.
Manchmal hebt es die Stauden über den Winter aus der Erde. In diesem Fall solltest Du sie spätestens im Frühjahr wieder gut andrücken.
Stauden schneiden
Verpass Deinen Stauden einen neuen Schnitt. Die Vorteile sind zahlreich: Unter anderem stärkst Du sie für den Winter, hältst sie länger gesund und sorgst für schöne Blüten.
Der richtige Zeitpunkt und die Art des Schnitts variieren je nach Staude. Hier bekommst Du einen Überblick über die verschiedenen Schnittmöglichkeiten.
Wichtig: Nicht alle Stauden remontieren, d. h. blühen mehrmals im Jahr
Zeitpunkt für den Schnitt: unmittelbar nach der Blüte
So geht's:
- Schneide sämtliche Pflanzenteile ca. 5–10 cm über dem Boden ab
- Guter Zeitpunkt zum düngen.
Ausnahmen:
- Schneide den Blütenstiel des Rittersporns (Delphinium) etwa eine Handbreit über dem Boden ab.
- Schneide beim Storchschnabel (Geranium) die verwelkten Blütenstängel bis auf eine Handbreit ab.
- Schneide beim Lavendel (Lavendula) die verwelkten Blütenstände mit einer Heckenschere um etwa 1/3 Länge zurück. Lass die beblätteren Seitenzweige stehen.
Vorteile:
- Fördert je nach Sorte einen zweiten Blütenflor.
- Verhindert den Neuaustrieb bzw. die Selbstaussaat der Stauden.
Geeignete Stauden:
- Frauenmantel (Alchemilla mollis)
- Feinstrahlastern (Erigeron Hybride)
- Katzenminze (Nepata)
- Zier- und Steppensalbei (Salvia nemorosa)
Ausnahmen:
- Rittersporn (Delphinium Hybride)
- Storchschnabel (Geranium z. B. 'Rozanne', x magnificum, himalayense)
- Lavendel (Lavendula angustifolia)
Zeitpunkt für den Schnitt: unmittelbar nach der Blüte
So geht's:
- Schneide das alte Laub ca. 30 cm über dem Boden ab.
- Schneide ggf. die Samenstände aus.
Vorteile:
- fördert einen vitalen Neutrieb und eine zweite Laubbildung
- beugt Pilzkrankheiten und dem Verwelken vor
- Lebensdauer der Stauden erhöht sich
- verhindert die Selbstaussaat, wenn Du die Samenstände entfernst
Geeignete Stauden:
mittelhohe, im Frühjahr blühende Stauden wie u. a.:
- Kaukasus-Vergissmeinnicht (Brunnera)
- Schafgarbe (Achillea)
- Frauenmantel (Alchemilla)
- Akelei (Aquilegia)
Ausnahmen:
Polsterstauden wie u. a.:
- Schleifenblume (Iberis)
- Steinkraut (Alyssum)
- Polsterphlox (Phlox subulata)
Zeitpunkt: Mitte/Ende Mai
So geht's:
- schneide die komplette Pflanze auf ca. 1/3 Länge über dem Boden zurück
Vorteile:
- fördert die Bildung neuer Seitenknospen und stärkerer, üppigerer Blüten
Geeignete Stauden:
hohe Beetstauden wie u. a.:
- Astern (Aster)
- Sonnenbraut (Helenium)
- Indianernessel (Monarda)
- Flammenblume (Phlox)
- Staudensonnenblumen (Helianthus)
- Fetthenne (Sedum)
Zeitpunkt: Juli
So geht's:
- schneide die Staude auf ca. 30–40 cm Länge zurück
Vorteile:
- fördert die Abwehrkräfte der Stauden im Winter
- fördert die Bildung von Überwinterungsrosetten
Geeignete Stauden:
kurzlebige, empfindliche Stauden wie u. a.:
- Malerblume bzw. Kokarden (Gaillardia)
- Prachtkerze (Gaura)
Zeitpunkt: Frühjahr
So geht's:
- schneide die Staude bis auf den Boden zurück
- Seggen (Carex) und Schwingel (Festuca) kämmst Du aus und erhältst die ausgetriebenen Blätter.
Vorteile:
- Samenstände bieten Vögeln und Insekten im Winter Nahrung
- fördert die Winterhärte
Geeignete Stauden:
- Gräser
- Seggen (Carex-Arten)
- Schwingel (Festuca-Arten)
Zeitpunkt: Herbst
Ausnahme: bei Christrosen (Helleborus) vor der Blüte im Dezember
So geht's:
- Schneide vorbeugend das Laub bodennah auf ca. 10 cm Länge ab und entferne es in der Mülltonne.
- Im Falle eines Pilzbefalls (zeigt sich z. B. in braunen Flecken auf den Blättern) schneide das Laub bodennah auf ca. 10 cm Länge ab und entsorge es in der Mülltonne.
Vorteile:
- beugt Pilzerkrankungen vor: Es verhindert, dass die Pilze im Boden überwintern und sich im Frühjahr neu ausbreiten.
- Dämmt bestehende Pilzerkrankungen ein.
Geeignete Stauden:
- Pfingstrosen (Paeonien)
- Astern (Aster)
- Rittersporn (Delphinium)
- Indianernessel (Monarda)
- Flammenblume (Phlox)
- (Steppensalbei) Salvia nemorosa
- Christrose (Helleborus) s. o.
Stauden pflegen
Die gute Nachricht: Im Gegensatz zu vielen anderen Beet- und Balkonpflanzen hast Du mit Stauden relativ wenig Arbeit, wenn sie am richtigen Standort gepflanzt sind.
Du darfst dennoch regelmäßig Gießkanne und Harke schwingen, um Dein Staudenbeet gesund und wildkrautfrei zu halten. Die richtige Pflege ist besonders in den ersten zwei Jahren wichtig, solange die Pflanzendecke im Beet noch nicht geschlossen ist.
Das ist zu tun:
- Einmal im Monat entfernst Du sämtliche Wildkräuter wie Giersch, Löwenzahn & Co mit samt der Wurzel. Nutze dazu eine Grabegabel, einen Distelstecher oder eine Schaufel.
- Denk daran, den Boden möglichst wenig zu bearbeiten. Frisch geharkt, bietet die Erde die idealen Wachstumsbedinungen für Springkraut, Gräser und andere unerwünschte Wildkräuter. Außerdem trocknet der Boden schneller aus.
- Bringe eine Mulchschicht von mind. 3–5 cm aus. Mulch verhindert den Wildkrautwuchs und steigert die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens.
- Ein guter Mulch für Staudenbeete ist Kompost oder Rindenhumus. Bevor Du Rindenhumus ausbringst, dünge den Boden mit Hornmehl bzw. Hornspänen vor, um den Stickstoffgehalt der Erde zu erhöhen. Zu Rindenmulch raten wir erst ab dem zweiten Standjahr der Stauden.
- Hohe Stauden wie Stauden-Sonnenblumen (Helianthus) und solche mit schweren Blüten wie Pfingstrosen (Paeonien) befestigst Du an einer Staudenstütze oder einem Pflanzstab. So verhinderst Du, dass Sie umknicken oder schief wachsen. Staudenstützen bringst Du im Frühjahr an, solange die Pflanzen noch niedrig sind.

Stauden düngen
Die meisten Stauden kommen ohne zusätzlichen Nährstoffe aus. Vorausgesetzt, Du hast Sie am richtigen Standort gepflanzt. Dennoch kann es hin und wieder hilfreich sein, Dünger ins Staudenbeet einzuarbeiten, z. B. um einen ausgelaugten Boden zu reaktivieren.
Der optimale Zeitraum, um Deine Stauden zu düngen, liegt zwischen März und September. Die restlichen Monate sind die Temperaturen für die Bodenlebewesen, die ihn zersetzen, meist zu niedrig. Bleibt zu viel des Düngers ungenutzt, würde das aufgrund einer zu hohen Konzentration an Stickstoff unser Grundwasser mit Nitrat verunreinigen. Besser also, Du düngst nur bei Bedarf.
Tipp: Bei empfindlichen Stauden wie der Buschmalve (Lavatera) genügt es, wenn Du sie einmalig im Frühjahr mit einem Volldünger düngst. Starkzehrer wie z. B. der Flammenblume (Phlox) und Stauden, die in Sandböden wachsen, wiederum vertragen eine Nachdüngung im Juni.
Generell gilt beim Düngen Deiner Stauden die Faustregel: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.
Bei den meisten fest verwachsenen Staudenbeeten bedeutet das, dass Du sie höchstens einmal jährlich im März nach dem Rückschnitt und Jäten der Beete düngst. Außer bei Steppen- und Präriestauden. Hier reicht es, wenn Du sie max. alle paar Jahre mit neuen Nährstoffen versorgst.
Je nach Pflanzenart ist ein organischer Dünger (z. B. für Steppen- und Präriestauden) oder ein mineralischer Staudendünger geeignet. Arbeite ihn gut in die Erde ein und gieße ggf. die Erde an. Das fördert die Düngewirkung.
Schattenliebende Stauden wie Eisenhut (Aconitum) oder Herbst-Anemonen (Anemone), die unter Gehölzen oder an Gehölzrändern wachsen, sind mit einer regelmäßigen Zugabe von Lauberde oder etwas Rindenkompost ausreichend bedient.
Eine natürliche Düngevariante ist ein gut abgelagerter Gartenkompost. Dieser sollte 1–4 Jahre alt sein. Du kannst ihn einmal im Frühjahr zur Bodenverbesserung oder vor der Neuanpflanzung im Staudenbeet ausbringen.

Stauden gießen
Du lässt niemanden auf dem Trockenen sitzen. Erst recht nicht Deine Stauden.
Faustregeln beim Stauden gießen:
- lieber seltener, dafür durchdringend wässern
- immer direkt auf den Boden zielen – das Laub lässt Du trocken
- je weniger Wurzeln die Staude im Verhältnis zur Verdunstungsfläche hat, desto regelmäßiger und ausgiebiger musst Du gießen

Junge Stauden solltest Du die ersten Monate nach der Pflanzung, je nach Witterung, etwa alle 2–3 Tage kräftig gießen. Ältere Stauden brauchen für gewöhnlich nur in extremen Trockenphasen Wasser. Dass Deine Pflanzen durstig sind, erkennst Du am Laub, das zuerst blass wird und dann schlaff herunter hängt. Wenn Du rechtzeitig gießt, raffen sich die Stauden schnell wieder auf.
Die beste Tageszeit zum Gießen Deiner Stauden ist am Morgen. Zur Mittagsstunde würde das Wasser zu schnell verdunsten, während ein feuchtes Beet am Abend Nacktschnecken anlockt und Pilzkrankheiten begünstigt.
Wichtig: Nicht wundern. Manche Stauden reagieren zeitverzögert mit gelben bzw. braunen Blättern und Laubabfall auf die Trockenheit.
Jungpflanzen kannst Du etwa 1 l Wasser geben.
Bei älteren Pflanzen legst Du nach einer langen Hitze- bzw. Trockenphase den Gartenschlauch für ca. 10 min ans Beet und lässt den Boden um die Pflanzen herum beregnen.
Es gibt natürlich Stauden, die auf trockene Standorte spezialisiert sind und bei richtiger Pflanzung nur wenig Wasser benötigen. Dazu gehören mediterrane Sorten, graublau belaubte Stauden oder solche mit einer Wachsschicht auf den Blättern.
Das Wasserbedürfnis vieler Stauden kannst Du an ihren Blättern ablesen. Eine Übersichtstabelle findest Du hier.
| Laubart | Wasserbedarf |
|---|---|
| Wenig, kleines und hartes Laub | wenig bis gar nicht gießen |
| Großes, weiches und hellgrünes Laub | öfter gießen |
| Graulaubige Pflanzen, inkl. Verdunstungsschutz | wenig gießen |
| Blatt mit Wachsschicht (z. B. Iris), inkl. Verdunstungsschutz | wenig gießen |
| Dicklaubige Pflanzen (Sukkulente, Sedum und Sempervivum); gut auf Trockenheit eingestellt | wenig gießen |
| Üppiges Laub | viel gießen |
Die meisten Stauden sind winterfest und treiben mehrjährig aus. Viele bodennahe Sorten sind zudem immergrün und zeigen das ganze Jahr Blätter.
Dass das funktioniert, liegt daran, dass die Pflanzen ihre Energie über den Winter in sogenannten Überdauerungsorganen bündeln. Diese können über oder unter der Erde liegen, z.B. in Form von Rhizomen, Knollen, Zwiebeln oder Stolonen (Ausläufern). Abgestorbene Pflanzenreste solltest Du deshalb erst ab Anfang März entfernen. Sie schützen die Stauden vor der Kälte.
Tipp: Empfindliche Stauden und Jungpflanzen deckst Du zusätzlich mit Tannenreisig oder einem Gartenvlies ab.
Diese Stauden sind robust:
- Kugeldistel (Echinops ritro)
- Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris)
- Kaukasusvergissmeinnicht (Brunnera macrophylla)
- Katzenminzen (Nepeta x faassenii, Nepeta racemosa)
- Herbstastern (Aster novae-angliae, Aster novi-belgii)
- Farne (Athyrium filix-femina, Dryopteris filix-mas)
- Ziergräser (Calamagrostis x acutiflora, Molinia)
Stauden überwintern
Es gibt Stauden, die sich besser zum Überwintern eignen als andere. Was Du bei der Auswahl von winterharten Stauden berücksichtigen musst, erfährst Du im Ratgeber Staudenbeet anlegen.
Ein guter und natürlicher Winterschutz für Stauden ist altes Laub. Schneide deshalb Stauden im Herbst nur in Ausnahmefällen zurück (z.B. bei einem Pilzbefall). Das abgefallene Laub lässt Du am besten liegen bis die Frostgefahr vorüber ist.
Immergrüne Stauden, wie u. a. Wermut (Artemisia), Salbei (Salvia officinalis) oder Thymian (Thymus), kannst Du in schneearmen Wintern mit Dauerfrösten zusätzlich mit einer dünnen Laubdecke oder Tannen- bzw. Fichtenreisig abdecken. Die Stauden erfrieren zwar nicht, können unter der Wintersonne aber vertrocknen.
Schädlinge an Stauden bekämpfen
Läuse sitzten meistens ab Juni im Staudenbeet. Da kommt man als Gärtner nicht drum herum. Meistens reicht es, wenn Du die Insekten mit einem Taschentuch abstreifst oder die befallenen Pflanzenteile abschneidest. Im Sommer, wenn die Anzahl von Nützlingen wie den Marienkäfern zunimmt, löst sich das Problem oft von selbst. Die haben die Läuse im wahrsten Sinne zum Fressen gern. Willst Du nicht solange warten, gibt es für Dich mehrere Möglichkeiten.
Viele Macher schwören auf Knoblauch. Setze ein paar Zehen ins Beet oder in den Topf. Der Geruch vertreibt die Läuse im Nu.
Alternativ kannst Du die befallenen Staudenblätter mit einer selbst gemachten Pflanzenjauche besprühen. Das riecht nicht unbedingt gut, ist aber wirksam. Sowohl eine Brennnessel- als auch Rainfarnjauche ist denkbar.
Rezept Brennnesseljauche:
- 500 g frische oder 200 g getrocknete Brennnesselblätter kleinschneiden und mit ca. 5 l Wasser in einen Eimer geben.
- Etwas Kompost oder Gesteinsmehl dazumischen – wirkt geruchshemmend.
- Eimer mit Jutesack abdecken und den Mix zwei Wochen lang gären lassen.
- Zweimal täglich umzurühren. Sobald keine Blasen mehr aufsteigen, ist die Jauche fertig.
- Seih die Blätter ab, füll die Jauche in eine Sprühflasche und verdünne sie im Verhältnis 1:10 mit Wasser.
- Damit sprühst Du die befallenen Stauden ein.
Rezept Rainfarnjauche:
- 300–500 g frischen Rainfarn oder 30–50 g getrockneten zerkleinern und mit 10 l Wasser übergießen.
- Jauche 1–2 Wochen ziehen lassen und täglich umrühren.
- Die Jauche ist fertig, wenn sie nicht mehr schäumt.
- Jauche 1:10 mit Wasser verdünnen und auf die befallenen Stauden sprühst.
Wenn Du keine eigene Jauche ansetzen möchtest, kannst Du Deine Stauden auch mit einem biologischen Schädlingsabwehrmittel auf Rapsöl- oder Kaliseifen-Basis besprühen.

Eine der größten Plagen im Staudenbeet sind Schnecken. Manche Arten wie der Rittersporn (Delphinium) sind bei Schnecken besonders beliebt. Sie fressen die Wurzeln noch vor dem Austrieb ab. Um die Schnecken schnellstmöglich aus Deinem Beet zu vertreiben, solltest Du frühzeitig Abwehrmaßnahmen ergreifen. Welche das sind, erfährst Du in unserem Ratgeber.
Starke Stauden, starkes Gartenjahr
Um Pilze, Milben, Echter Mehltau und andere Krankheitserreger abzuwehren, kannst Du anfällige oder wiederholt erkrankte Stauden mit einer natürlichen Pflanzenstärkung bzw. sogenannten Grundstoffen unterstützen. Sie fördern die Gesundheit und Abwehrkräfte der Stauden.
Häufige Fragen zu Stauden
Wir empfehlen, Stauden nicht vor dem Frühjahr zu schneiden. Das alte Laub dient den Pflanzen als Kälteschutz. Eine Ausnahme stellen Stauden-Pfingstrosen. Bei diesen entfernst Du das Laub bodennah, um im Falle eine Pilzerkrankung eine Wiederansteckung zu verhindern. Es genügt, wen Du hier das abgefallene Laub aufsammelst.
Manche Stauden wie die Iris (Sibirica) oder Astern verkahlen über die Jahre von innen. Um die Pflanzen zu verjüngen, gräbst Du sie mit der Grabegabel aus, trennst die frischen Seitentriebe ab und setzt diese ins Beet. Das alte braune Ballenstück entsorgst Du auf dem Kompost.
Andere Stauden wie die Indianernessel (Monarda) oder der Sonnenhut (Echinacea) entwickeln mit der Zeit immer weniger Blüten. In diesem Fall hilft es, die Stauden zu teilen und somit das Blütenwachstum neu anzuregen. Zerteile den Ballen mit der Hand oder dem Spaten und pflanze sie in ein mit Kompost aktiviertes Beet.
Wenn eine Staude zu breit oder hoch wird, sodass sie ihren Beetnachbarn denn Platz bzw. die Show stiehlt, ist es Zeit sie umzupflanzen.
Stauden umpflanzen: wann?
- Frühlingsblüher im Herbst
- Herbstblüher im Frühling
- Sommerblüher im Frühling oder Herbst
Stauden umpflanzen: wie?
Der Umfang der Blätter bildet den Radius. Mit der Grabegabel oder der Gartenschaufel stichst Du kreisförmig um den Blätterradius in die Erde und hebst die Staude heraus. Wichtig ist, dass Du die Staude im neuen Pflanzloch genauso tief wie im alten einsetzt und durchdringend angießt.
Tipp: Du kannst das Pflanzloch zuvor mit Kompost oder Hornspänen aufbereiten und zum Gießen einen Gießrand um die Staude formen.
Stauden im Garten sind äußerst robust, vielseitig, langlebig und nützlich, da sie Insekten anziehen und teilweise auch essbar sind. So hast Du, sobald sie einmal gepflanzt sind, direkt mehrere Jahre Freude an den Pflanzen.
Damit Dein Staudenbeet möglichst harmonisch ist, solltest Du die Wahl Deiner Stauden aufeinander abstimmen. Sie sollten sowohl in Blütezeit, als auch in Standortansprüchen und Farben zusammenpassen. Hier sind ein paar beispielhafte und schöne Kombinationen:
- Pracht-Storchschnabel, Pfingstrosen, Türken-Mohn und Frauenmantel
- Purpur-Wiesenkerbel, Purpurglöckchen und Sterndolde
- Steppen-Salbei, Katzenminze und Kugeldistel
Prinzipiell gibt es bei der Größe Deines Staudenbeets keine Einschränkungen. Du solltest lediglich darauf achten, dass die einzelnen Pflanzen genug Platz zum Wachsen und Gedeihen haben.
Bodendecker im Staudenbeet sind eine gute Möglichkeit, wenn Du Unkraut unterdrücken möchtest und Deinen Boden gleichzeitig vor Erosion schützen willst. Gut geeignet sind z. B. Teppich-Knöterich, Wollziest, Purpurglöckchen oder Bärenfell-Schwingel.
Konzept für den Staudengarten gefällig?
Wenn Du Dein Staudenbeet neu anlegst oder umgestaltest, überlege Dir vorab ein Konzept, das sowohl von den Grundlagen her als auch zu Dir passt. Wenn Du dabei Unterstützung brauchst, wende Dich gerne an unsere Kollegen im Markt. Sie helfen Dir, Deinen Staudengarten strukturiert und einzigartig zu gestalten.












