Wenn Du einen Terrassenbelag auswählen möchtest, gibt es einige Dinge zu berücksichtigen. Vor allem musst Du Dir über die Nutzung Deiner Terrasse im Klaren sein. Wir unterstützen Dich im Kapitel
Terrassenbeläge im Vergleich
Terrasse Bodenbelag – bei der Auswahl des Materials spielen viele Kriterien eine Rolle: Nutzbarkeit, Qualität, Preis, ökologische Gesichtspunkte, Wetterbedingungen und natürlich die Optik.
Beim Geschmack musst Du selbst entscheiden. Hier können wir Dich höchstens zu Deiner Wahl inspirieren. Abgesehen von der Optik unterscheiden sich Terrassenbeläge vor allem hinsichtlich Pflegebedarf und Wetterbeständigkeit.
Wir haben einige Vor- und Nachteile verschiedener Terrassenböden und Materialien für Dich gegenübergestellt. Verschaffe Dir einen ersten Eindruck und hole Dir Terrassenboden Ideen ab.

Terrassen aus Holz
Holz ist ein natürlicher Werkstoff – und damit ein gern genutzter Terrassenbelag. Wir geben Dir einen kurzen Überblick über beliebte Terrassenboden Ideen mit unterschiedlichen Holzarten.
Besondere Eigenschaften:
- tropisches Hartholz
- FSC®-zertifiziert
- Äste: astarm
- Verzug: mittel
- Harzhaltigkeit: keine
- Strapazierfähigkeit/Härte: sehr hart
- Vorteile: dauerhaftes Holz, perfektes Gartenholz, hohe Resistenz gegen Pilzbefall
- Bearbeitung: unbedingt vorbohren
- geeignet für Anstrich: mittelmäßig
- evtl. austretende Holzinhaltsstoffe: rötlich/braun in den ersten Monaten
- Dauerhaftigkeitsklasse (DKL) nach DIN EN 350-2*: DKL 2

Besondere Eigenschaften:
- unbehandeltes Nadelholz
- Äste: fein- bis grobästig
- Verzug: hoch
- Harzhaltigkeit: mittel–hoch
- Strapazierfähigkeit/Härte: mittel–hart
- Vorteile: gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, angenehm zu verarbeiten, gute statische Eigenschaften
- Bearbeitung: vorbohren empfohlen
- geeignet für Anstrich: mittelmäßig
- evtl. austretende Holzinhaltsstoffe: Harze möglich
- Dauerhaftigkeitsklasse (DKL) nach DIN EN 350-2*: DKL 3–4

Besondere Eigenschaften
- thermobehandeltes Laubholz
- Äste: astarm
- Verzug: sehr gering
- Harzhaltigkeit: keine
- Strapazierfähigkeit/Härte: hart
- Vorteile: hohes Stehvermögen, edler gleichmäßig dunkler Farbton
- Bearbeitung: vorbohren empfohlen
- geeignet für Anstrich: gut
- evtl. austretende Holzinhaltsstoffe: anfängliches Ausbluten bzw. Auswaschen dunkler Pigmente möglich
- Dauerhaftigkeitsklasse (DKL) nach DIN EN 350-2*: DKL 3–4

Besondere Eigenschaften:
- kesseldruckimprägniertes Holz
- Äste: grobästig
- Verzug: mittel
- Harzhaltigkeit: mittel–hoch
- Strapazierfähigkeit/Härte: mittel
- Vorteile: gutes Preis-Leistungsverhältnis, angenehm zu verarbeiten, hohe Resistenz gegen Pilzbefall
- Bearbeitung: vorbohren empfohlen
- geeignet für Anstrich: gut
- evtl. austretende Holzinhaltsstoffe: Imprägniersalze, Harze
- Gebrauchsklasse (GKL) nach DIN 68800*: GKL 3

Besondere Eigenschaften:
- tropisches Hartholz
- bei langsamer Trocknung sehr formstabil
- hohe Haltbarkeit und Härte
- hohe Resistenz gegen Pilzbefall
- FSC®-zertifiziert
- Äste: astarm
- Verzug: wenig bis mittel
- Harzhaltigkeit: keine
- Strapazierfähigkeit/Härte: sehr hart
- Vorteile: dauerhaftes Holz, hohe Resistenz gegen Pilzbefall, vereinzelt optisch ansprechender Riegelwuchs, gleichmäßiger Faserverlauf
- Bearbeitung: unbedingt vorbohren
- geeignet für Anstrich: mittelmäßig
- evtl. austretende Holzinhaltsstoffe: rötlich/braun in den ersten Monaten möglich
- Dauerhaftigkeitsklasse (DKL) nach DIN EN 350-2*: DKL 1

* Dauerhaftigkeitsklassen: Die natürliche Dauerhaftigkeit gibt die relative Widerstandsfähigkeit (Resistenz) einer Holzart gegen Angriff bzw. Abbau durch Pilze, Insekten und Schädlinge im Meerwasser an. Sie wird nach EN 350 durch fünf Dauerhaftigkeitsklassen (DHK) angegeben: 1 = sehr dauerhaft; 2 = dauerhaft; 3 = mäßig dauerhaft; 4 = wenig dauerhaft; 5 = nicht dauerhaft. In EN 350-2 sind DHK für in Europa bedeutsame Holzarten angegeben. Die DHK einer Holzart bezieht sich dabei immer auf das Kernholz. Quelle: Institut für Holztechnologie Dresden gGmbH
* Gebrauchsklassen: Gebrauchsklassen (GK), bisher auch als Gefährdungsklassen bezeichnet, beschreiben die Nutzungsbedingungen (Einbausituation) von Holzbauteilen mit der entsprechenden Gefährdung durch Pilze, Insekten und Schädlinge im Meerwasser, die insbesondere von der Holzfeuchte im Gebrauchszustand abhängt. GK sind in EN 335 und in der Holzschutznorm DIN 68800 vereinfacht wie folgt definiert: GK 0 bis GK 2 = unter Dach, GK 3 = bewittert, ohne Erdkontakt; GK 4 = im Erd- oder Süßwasserkontakt; GK 5 = im Meerwasserkontakt. Quelle: Institut für Holztechnologie Dresden gGmbH
Du möchtest wissen, wie man eine Unterkonstruktion für Holzterrassen herstellt und worauf man dabei achten muss? Die Informationen findest Du im Ratgeber
FSC®-Lizenzcode
Die HORNBACH Baumarkt AG ist unter dem FSC®-Lizenzcode FSC-C010062 zertifiziert
Terrassenbeläge aus WPC
Was bedeutet WPC eigentlich?
WPC ist die englische Abkürzung für Wood-Plastic-Composite, d. h. Holz-Polymer-Werkstoff. Es besteht aus einer Kombination von Holzfasern und einem umweltfreundlichen, thermoplastischen Bindemittel. Die Farbe der Dielen ist daher einheitlich und ergibt nach dem Verlegen eine einheitliche und ruhige Fläche.
Vorteil: WPC-Terrassendielen lassen sich sehr leicht verarbeiten und verlegen. Hohlkammerprofile sind leichter als massive WPC-Dielen und können daher gut transportiert werden.
Ohne Pflege verblasst im Laufe der Zeit allerdings die Farbe der Dielen. Deinen Terrassenbelag zu pflegen lohnt sich also immer!
- Material: Verbundwerkstoff
- Farbton: in diversen Farbtönen erhältlich
- Gewicht pro Kubikmeter: ca. 350 kg
- Äste: astfrei
- Verzug: sehr gering
- Harzhaltigkeit: keine
- Strapazierfähigkeit/Härte: hart
- Vorteile: keine Äste, keine Risse, kein Abschiefern (Barfußdiele), kein Streichen notwendig, homogene Farboberfläche, PVC-frei, 100% recyclebar
- Bearbeitung: Clipsystem, kein Bohren nötig
- Geeignet für Anstrich: gut
- Evtl. austretende Holzinhaltsstoffe: keine

Terrassenbeläge aus GCC
GCC steht für German Compact Composite. Terrassendielen die so gekennzeichnet sind bestehen aus einem innovativen Holz-Polymer-Werkstoff und bestehen aus Nadelholz (45 %), Recycling-Material (30 %) sowie Polymeren und Additiven (25 %).
Terrassenbeläge aus GCC sind vom
Terrassen aus Naturstein
Der härteste Terrassenbelag für draußen ist der Naturstein. Bei Terrassen aus Naturstein sind viele Verlegemuster möglich für eine individuelle Gestaltung. Mit der richtigen Pflege und Imprägnierung überdauern Steinterrassen Generationen.
Hier Infos zu einigen beliebten Terrassensteinarten:
Die besonderen Merkmale:
- Naturgespaltene Oberfläche mit handgeschlagenen Kanten
- weißgelber bis ockergelber Naturstein mit zum Teil leicht roséfarbige Einschlüssen
- warmer, kontrastreicher Naturstein
- Vorteile: rutschhemmende Oberfläche, frostfest bei Splittverlegung
- Bearbeitung: Steinsäge, Nass- oder Trockenschnitt

Die besonderen Merkmale:
- Naturgespaltene Oberfläche mit handgeschlagenen Kanten
- Besonders rutschhemmende Oberfläche
- Strapazierfähiger Belag in warmen Grautönen
- Vorteile: rutschhemmende Oberfläche, frostfest bei Splittverlegung
- Bearbeitung: Steinsäge, Nass- oder Trockenschnitt

Die besonderen Merkmale:
- Oberfläche leicht antik mit gerundeten Ecken und Kanten
- Traumhaft warme, sonnige Ausstrahlung
- Vorteile: offenporig, frostfest bei Splittverlegung
- Bearbeitung: Steinsäge, Nass- oder Trockenschnitt

Die besonderen Merkmale:
- Oberfläche leicht antik mit gerundeten Ecken und Kanten
- Edle Optik durch homogene Cremetöne
- Vorteile: offenporig, frostfest bei Splittverlegung
- Bearbeitung: Steinsäge, Nass- oder Trockenschnitt

Die besonderen Merkmale:
- gelb-brauner Kalkstein mit leicht poriger Oberfläche, zum Teil noch Muscheln
- echtes Stück Natur für Deinen Garten
- Vorteile: geschlossenporig, frostfest bei Splittverlegung
- Bearbeitung: Steinsäge, Nass- oder Trockenschnitt

Die besonderen Merkmale:
- Oberfläche geflammt, lange Lebensdauer
- Kanten gesägt, frostsicher, tausalzbeständig
- Vorteile: rutschhemmende Oberfläche, viele Verlegemöglichkeiten
- Bearbeitung: Steinsäge, Nass- oder Trockenschnitt

Je nach Art, Form und Größe der Steine lassen sich unterschiedliche Muster verlegen. Natursteine mit polygonalen Formen wie zum Beispiel Porphyrplatten folgen dabei ganz eigenen Regeln: Die willkürlichen Formen der Steine wirken am Schluss wie locker zusammengestellt – eine kleine Herausforderung für den Verleger!
Verlegemuster Terrassenboden Ideen – entdecke hier, was möglich ist und lass Dich inspirieren:
- Zuerst wird die Platte gewässert und anschließend der Schnitt rundum angezeichnet.
- Schneide die Platte von der Rückseite mit dem Winkelschleifer und einer Diamanttrennscheibe ein und drehe sie danach um.
- Von der Vorderseite ebenfalls entlang der Markierung einschneiden, bis sich die Platte sauber teilen lässt.
- Der Schleifstaub kann Flecken verursachen, darum nach dem Durchtrennen die Plattenstücke mit klarem Wasser abwaschen.
Terrasse Bodenbelag: Schnittkante verstecken
Du solltest die Platten immer so verlegen, dass diese Schnittkante nicht auffällt, denn diese wird nie ganz exakt sein. Gut geeignet dafür ist die Verbindung zum Gebäude. Hier wird der Übergang mit einem dauerelastischen Dichtungsmittel ausgeführt oder die Kante durch ein Profil überdeckt.
Kombinierte Holz-Stein-Terrasse
Diese Variante eignet sich für alle, die die Vorteile verschiedener Terrassenboden-Materialien miteinander kombinieren möchten oder ihre bestehende Terrasse erweitern möchten. Neben Holz und Stein lassen sich beispielsweise auch WPC und Feinsteinzeug hervorragend als Terrassenbelag miteinander kombinieren.
Der richtige Aufbau
Bei der Kombination Holz/Stein ist eine entsprechend hohe Unterkonstruktion für den Holzbelag und ein relativ flacher Unterbau für die Granitplatten wichtig. Die unterschiedlichen Höhen kannst Du mit Randsteinen ausgleichen.
Tipps für Kombi-Terrassenböden
- Dein Terrassenbelag kann nur so stabil werden wie der Untergrund vorbereitet ist. Zum Verdichten der Fläche kannst Du Dir einen Handrüttler kostengünstig über den
ausleihen. Du solltest ein Gefälle von 2 % vom Haus weg berücksichtigen. - Randsteine helfen, den Holz- und Steinbelag zu trennen und die Terrasse sauber einzugrenzen. Sie werden in ein Betonbett gesetzt und um den Holzbelag etwas tiefer gesetzt. So können die Holzdielen so auf den Randsteinen verlegt werden, dass man sie nicht mehr sieht.
- Wenn die Randsteine fest sitzen, kannst Du den weiteren Terrassenbau angehen.
Terrassen aus Beton
Terrassenplatten aus Beton sind vielseitig in ihrer Form- und Farbgebung. Durch die unterschiedlichen Oberflächen und Verlegemuster kannst Du Deinen Terrassenboden individuell gestalten.
Betonplatten sind zudem pflegeleicht, frostsicher, extrem langlebig und eignen sich für höchste Belastungen. Spezielle Oberflächenversiegelungen machen den Terrassenbelag aus Beton sogar unempfindlicher gegen Schmutz und Moos. Außerdem sind Betonplatten preisgünstig und leicht zu verlegen.

Terrassen aus Feinsteinzeug
Ein Terrassenbelag aus Feinsteinzeugfliesen ist sehr pflegeleicht, robust und hält lange, dank neuen Technologien in der Oberflächenbeschaffenheit. Die Oberflächen gibt es in Naturstein-Optik bis zu Beton- oder Holzoptik. Die wichtigsten Vorteile:
- Die Fliesen auch bei Nässe rutschfest (mindestens Rutschhemmungsklasse 9).
- Sehr frostbeständig durch geringe Wasseraufnahme von Feinsteinzeug.
- Feinsteinzeugplatten sind perfekt rechteckig bzw. quadratisch und lassen sich somit einfach und schnell verlegen.
- Leicht zu reinigen, fleckenbeständig und benötigen kaum Pflege.
Wichtig: Für einen dauerhaft schönen Terrassenbelag ist das richtige Verlegen der Fliesen entscheidend. Sonst kann der Belag im Winter oder bei starken Temperaturschwankungen beschädigt werden.
Tipps für den Fliesenkauf
Wähle für Deine Terrasse mindestens Fliesen 1. Sortierung, Abriebgruppe 4 oder 5 sowie mindestens Rutschhemmungsklasse R9. Lohnt sich, Qualität zahlt sich aus!
Fliesen für den Außenbereich
Wind, Wetter, Hitze, Kälte. Fliesen im Freien müssen einiges aushalten. Umso wichtiger ist es, dass Du bei der Auswahl der Fliesen darauf achtest, dass die Qualität stimmt und die Fliesen richtig verlegt sind.
Eine ordentlich geflieste Terrasse ist:
- sehr pflegeleicht
- robust
- langlebig
- bietet einen hohen Nutzungsfaktor
- hohe Trittsicherheit und Rutschfestigkeit (mind. Rutschhemmungsklasse 9) auch bei Nässe
Hinweis: Frostbeständige Fliesen überstehen bei fachgerechter Verlegung auch harte Winter oder starke Temperaturschwankungen ohne Schäden.
Verlegetechniken
Abhängig von der Wahl des Terrassenbelages stehen entweder das Verschrauben (sichtbare Befestigung) oder unterschiedliche verdeckte Befestigungen zur Verfügung. Du solltest also zuerst Deinen Wunsch-Terrassenbelag festlegen und dann eine passende Befestigungsmethode wählen.
Endlosverlegung
Für die Endlosverlegung sind nur Terrassendielen mit Keilnut und Keilfeder geeignet. Mit diesem Verbindungssystem können Flächen in unbegrenzter Größe verlegt werden.
An den Stirnseiten lassen sich die Terrassendielen fugendicht verbinden. Das überstehende Reststück am Ende jeder Reihe wird abgesägt und an den Anfang der nächsten Reihe gesetzt. Am besten sollte die Keilnut-Feder-Verbindung auf einem Tragbalken hergestellt werden.

Untergründe
Soll die Terrasse auf einem bestehenden Betonuntergrund entstehen, hat man leichtes Spiel. Dann kann man direkt mit dem Terrassenbau beginnen. Oft ist das aber nicht der Fall. Dann gilt es, zu wissen, was zu tun ist.
| Steinterrassenbelag | Verlegung möglich auf... |
|---|---|
| Polygonalplatten | Mörtelbett (darauf achten, dass der Mörtel für die Platten geeignet ist), als Unterbau vorzugsweise ein Betonboden |
| Naturstein | Splittbett, Stelzlager, Drainmörtelbett, Mörtelbett (darauf achten, dass der Mörtel für die Platten geeignet ist) |
| Betonplatten | Splittbett, Mörtelbett, Drainmörtelbett, z.T. auch Stelzlager möglich |
| Feinsteinzeug | vorzugsweise Stelzlager, aber auch Splittbett, Mörtelbett, Drainmörtelbett |
Die Platten werden vom Rand aus verlegt, damit die Splittfläche nicht betreten werden muss.
(1) Terrassenplatte
(2) Fugensplitt
(3) Pflastersplitt
(4) Frostschutzmaterial
(5) Randstein
(6) Betonkeil
1. Unterbau
- Der Untergrund muss für eine einwandfreie Verlegung tragfähig und frostsicher sein – kürzlich aufgeschüttetes Erdreich und Lehmböden sind hierfür nicht geeignet.
- Stelle ein wasserdurchlässiges Erdplanum mit Gefälle zur Entwässerung oder Drainage her. Ist das maschinell verdichtete Erdplanum ausreichend wasserdurchlässig, kannst Du auf den Einbau einer besonderen Frostschicht verzichten.
2. Tragschicht
- Bringe in die zu verlegende Fläche auf der Frostschutzschicht eine mindestens 20 cm starke verdichtungsfähige und wasserdurchlässige Kies- oder Splittschicht auf (kapillarbrechende Schicht).
- Verdichte anschließend diese Schicht maschinell (abrütteln).
3. Ausgleichsbett:
- Bringe auf die Tragschicht ein Splittbett von ca. 5 cm Stärke auf. Kalkhaltige Splitte können zu Verfärbungen führen. Am besten geeignet ist ein Basalt- oder Granitsplitt ohne Eisenanteile der Korngröße 4/8.
- Achte darauf, dass durch andere Baumaßnahmen keine Fremdkörper wie Nägel, Eisenspäne etc. das Splittbett verunreinigen. Diese können die Oberseite der Natursteinplatten verfärben. Ziehe das Splittbett mit einer geraden Latte sauber ab.
- Nimm bei Belägen mit unterschiedlichen Stärken die Durchschnittsstärke von 3 cm. Das Splittbett wird dann während der Verlegung der einzelnen Platten verringert oder erhöht.
4. Verlegung der Bodenplatten:
- Verlege wegen natürlicher Farb- und Oberflächenschwankungen immer aus verschiedenen Paletten gleichzeitig.
- Bei Natursteinen mit naturgespaltenen Oberflächen oder handgeschlagenen Kanten wird mit einer Fugenbreite von ca. 1 cm verlegt.
- Bei den Einzelformaten in Travertinen kann die Fuge bis auf ca. 3 mm reduziert werden. Bei den Römischen Verbänden ergibt sich der Fugenabstand durch das Verlegemuster.
- Die Bodenplatten nicht maschinell abrütteln, sondern gegebenenfalls mit einem Gummihammer leicht anklopfen.
- Die Fugen bleiben offen oder können mit Quarzsand (Körnung der Fugengröße anpassen) ausgekehrt werden.

Der Vorteil von Drainmörtel ist, dass das Ausgleichsbett an der Luft aushärtet. Dadurch wird es fest, bleibt aber weiterhin wasserdurchlässig.
Der Aufbau ist ähnlich wie bei der Splittbettverlegung. Hierzu bitte die Aufbauangaben des Drainmörtelherstellers beachten. Der verwendete Drainmörtel muss für Naturstein (auf Trassbasis mit über 40 % Trassanteil) geeignet sein.
Um eine ausreichende Haftung zwischen dem Drainmörtel und den Platten zu erreichen, wasche vor dem Einklopfen die Plattenrückseite mit sauberem Wasser ab und bringe eine Haftbrücke auf.
Ziehe immer nur so viel Drainmörtel auf, wie Du die Platten verlegen kannst, bevor das Aushärten des Mörtels einsetzt. Die Fugen müssen wasserdurchlässig bleiben und dürfen daher nicht fest verfugt werden.
Verlegt man Terrassenplatten in ein Mörtelbett, spricht man auch von einer gebundenen Bauweise. Wie die robuste Variante funktioniert, erklären wir hier.
1. Unterbau:
- Der Untergrund muss für eine einwandfreie Verlegung tragfähig, wasserdurchlässig und frostsicher sein – kürzlich aufgeschüttetes Erdreich oder Lehmboden sind hierfür nicht geeignet.
- Vor der Tragschicht solltest Du eine mindestens 10 cm starke Schotterschicht (0/30 mm) mit einem Gefälle von mind. 2 % zur Entwässerung oder Drainage einbringen und maschinell abrütteln. Diese Schicht trägt dazu bei, dass die Betontragplatte aus dem Bereich der Bodenfeuchtigkeit herausgehoben und dabei die Frostanfälligkeit der Terrasse vermindert wird.
2. Tragschicht:
- Die Tragschicht wird aus einer ca. 15 cm dicken Betonplatte hergestellt. Die genaue Stärke, Armierung und eventuelle Dehnfugen richten sich nach der Größe der Fläche bzw. nach dem Untergrund.
- Die Betonplatte sowie letztendlich die verlegten Bodenplatten müssen ein Gefälle von mindestens 2 % von Gebäuden aus abfallend zur Drainage oder Entwässerung aufweisen. Die Oberfläche der Betonplatte muss ohne Risse, sauber, haftfähig und ausreichend fest sein. Die Haftung zwischen Beton und Mörtelbett kann durch eine Kontaktschicht verbessert werden.
3. Ausgleichsbett:
- Bringe auf die Betonplatte ein Mörtelbett von ca. 3 cm Stärke auf. Der verwendete Mörtel muss für Naturstein geeignet sein (auf Trassbasis mit einem Trassanteil von mind. 40 %). Damit der Natursteinverlegemörtel auf den Platten optimal haftet, wasche vor dem Einklopfen die Plattenrückseite mit sauberem Wasser ab und bringe eine Haftbrücke auf.
- Ziehe immer nur so viel Mörtel auf, wie Du Platten verlegen kannst, bevor das Aushärten des Mörtels einsetzt.
- Achte darauf, dass die Platten gänzlich im Mörtelbett aufliegen und sich unter den Platten keine Hohlräume bilden.
4. Verlegung der Bodenplatten:
- Verlege wegen natürlichen Farb- und Oberflächenschwankungen immer aus verschiedenen Paletten.
- Die Fugenbreite sollte nicht unter 5 mm sein.
- Beläge mit naturgespaltenen Oberflächen bzw. handgeschlagenen Kanten benötigen eine breitere Fuge.
- Die Fuge wird mit einem Fugenmörtel, der für Naturstein geeignet ist, geschlossen.
- Dehnungsfugen, die bereits in der Tragschicht vorkommen, müssen sich auch im Mörtelbett und im Belag fortsetzen.
- Achte beim Verlegen von Terrassenplatten immer darauf, dass diese nicht verschmutzt werden. Mit einer Folie kannst Du bereits verlegte Platten schützen.
- Lagere noch nicht verlegte Platten ebenfalls geschützt.

Tipp: Datenblätter beachten
In den Datenblättern der Hersteller findest Du in der Regel Hinweise zur Verlegung des Steinterrassenbelags, also welcher Untergrund dafür geeignet ist und welche Materialien zur Verarbeitung verwendet werden sollten.
Terrassenbelag auswählen: häufige Fragen
WPC-Dielen sind in der Regel teurer als Fliesen für die Terrasse. WPC ist allerdings extrem langlebig und witterungsbeständig.
Am pflegeleichtesten für Deine Terrasse ist ein Belag aus WPC oder Feinsteinzeug.
Besonders unempfindlich sind Feinsteinzeugplatten für die Terrasse. Da sie glasiert sind, nehmen sie überhaupt kein Wasser auf und sind leicht zu reinigen.









































































































