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Tapezieren

Tapezieren

Tapetenwechsel? Ja, aber welche Tapete soll es werden? Papiertapeten, Vliestapeten, Glasfasertapeten, Fototapeten oder 3D-Tapeten? Unifarben oder gemustert? Wir zeigen Dir, worauf Du achten solltest.

Lesezeit 12 min.

Die richtige Tapete finden

Wer seine Wände verschönern will, greift oft zur Tapete. Denn das Tapezieren geht auch Ungeübten leicht von der Hand. Aber Augen auf, beim Tapetenkauf: unterschiedliche Eigenschaften und Verarbeitungstechniken kannst Du Dir zunutze machen.

Wie Du die richtige Tapete findest erfährst Du hier – lasse Dich inspirieren und dann ran ans Tapezieren!

Tapetenart Eigenschaften Verarbeitung
Vliestapete
  • hochwertig und formstabil
  • kratz- und stoßfest
  • restlos trocken abziehbar
  • dimensionsstabil (Träger aus Zellstoff/Textilfaser)
  • robust und reißfest
  • große Designvielfalt
  • einfach, schnell und sauber durch Wandklebetechnik
  • in Verbindung mit Vliestapetenkleister wieder leicht zu entfernen
  • für Anfänger bestens geeignet
Papiertapete
  • atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend
  • bedruckt oder/und geprägt
  • überstreichbar
  • einfache Verarbeitung
  • anfängerfreundlich
Raufasertapete
  • atmungsaktiv und formstabil (Vlies)
  • sehr robust
  • gesundheitlich und ökologisch unbedenklich – größter Anteil ist Recyclingpapier (Blauer Engel)
  • lange Haltbarkeit
  • vielseitig einsetzbar
  • mehrfach überstreichbar
  • Trägermaterial aus Papier oder Vlies mit den jeweiligen Vorteilen
  • sehr einfache Verarbeitung
  • für Anfänger bestens geeignet
Glasfasertapete
  • sehr robust und strapazierfähig
  • für Räume mit hoher Beanspruchung (z. B. Gewerbe)
  • verrottungsfest
  • wasserfest und feuchtigkeitsunempfindlich
  • schwer entflammbar
  • muss überstrichen werden
  • schwierige Verarbeitung
  • für Fortgeschrittene
  • Glasgewebekleber direkt auf die Wand auftragen
  • mit Handschuhen arbeiten!
Malerglasvlies
  • Basis für Wandgestaltung oder glatte Wände
  • strapazierfähiges Material für Renovierungsarbeiten und im Trockenbau
  • rissüberbrückender Untergrund
  • wasserfest
  • muss überstrichen werden
  • verrottungsfest
  • dimensionsstabil
  • schwer entflammbar
  • schnelle und einfache Verarbeitung durch Wandklebetechnik
  • für Anfänger bestens geeignet
Malervlies & Renoviervlies
  • ideal, um Wände und Decken zu glätten
  • geeigneter Untergrund für Spachteltechniken; Spachtel kann wieder entfernt werden
  • geeignet zum Überstreichen und als tadelloser Untergrund für hochwertige Tapeten
  • kann einfach von der Wand trocken abgezogen werden
  • hochstabil und reißfest, dadurch rissüberbrückend
  • dimensionsstabil
  • Tapezieren ohne Einweichzeit
  • schnelle und einfache Verarbeitung durch Wandklebetechnik
  • für leichtes Tapezieren „Stoß-an-Stoß“
  • für Anfänger geeignet
Fototapete
  • realistisch wirkende Szenen des Lebens, der Natur
  • fotografische und künstlerische Motive
  • großformatig und wandfüllend
  • Vlies-Fototapete vereint die Vorteile der Vliestapete mit der Fototapete
  • mittelschwere Verarbeitung
  • für Anfänger mit Vorkenntnissen geeignet
  • passgenauer Ansatz wichtig
  • Planung der Raumaufteilung wichtig
3D-Tapete
  • Vliestapete mit Muster aus Spezialgranulat
  • zahlreiche Muster auswählbar (Linien, Kreise, Rechtecke etc.)
  • Granulat nimmt Farbe intensiver auf als der Rest der Tapete - dadurch entsteht durch Überstreichen ein dreidimensionaler Effekt
  • 1 x tapezieren und 1 x streichen
  • später trocken abziehbar
  • rissüberbrückend
  • einfach, schnell und sauber durch Wandklebetechnik
  • für Anfänger geeignet

Vliestapeten für einen schnellen Tapetenwechsel

Mit Vliestapeten hast Du bei der nächsten Renovierung leichtes Spiel, denn Vliestapeten in guter Qualität und in Kombination mit dem richtigen Kleister (Vliestapetenkleister) lassen sich einfach und schnell von der Wand abziehen. Ein klarer Vorteil, wenn Du öfter frischen Wind in die eigenen vier Wände bringen willst.

Tapeten Zu den Artikeln

Richtig tapezieren

Bevor es losgehen kann, solltest Du Dich mit notwendigen und nützlichen Tapezierwerkzeugenausstatten, z. B. Tapezierbürste, Tapetenkleister, Eimer, Cutter, Wasserwaage, Senklot etc.

Als erstes solltest Du Deine Wände vorbereiten, indem Du Risse, Löcher und Flecken beseitigst. Danach empfehlen wir eine Grundierung – für perfekte Ergebnisse.

Jetzt geht's ans Tapezieren: Wie Du dabei vorgehst, zeigen Dir die folgenden Anleitungen, inkl. Video und praktischen Schritt für Schritt-Illustrationen, zum genauen Nachlesen. Wähle die Anleitung passend zu Deiner Tapetenauswahl.

Tapezierzubehör Zu den Artikeln

Tapetenbedarf ermitteln

Tapetenbedarf ermitteln

Überlege, wieviele Tapetenrollen Du benötigst, so kannst Du effektiv einkaufen und musst später nicht noch mal in Deinen HORNBACH Markt, um zu viel gekaufte Rollen zurück zu bringen bzw. fehlende Rollen neu zu kaufen.

Nutze den Tapetenrechner, um die benötigte Tapetenmenge noch schneller und einfacher zu berechnen!

Eurorollen sind 0,53 m breit und 10,05 m lang. Eine Rolle reicht also für ca. 5 qm Wand- oder Deckenfläche. Rechne für die Wandflächen wie folgt:
Raumumfang [m] x Raumhöhe [m] : 5 = Anzahl Eurorollen

Der Verschnitt ist bei dieser Formel berücksichtigt.

Raufasertapeten sind 0,53 cm breit und 33 m oder 25 m lang. Eine 33-m-Rolle reicht also für ca. 17 qm, eine 25-m-Rolle für ca. 13 qm. Rechne für die Wandflächen wie folgt:
Raumumfang [m] x Raumhöhe [m] : 17 = Anzahl-Raufaser-Rollen mit 33 m
Raumumfang [m] x Raumhöhe [m] : 13 = Anzahl-Raufaser-Rollen mit 25 m

Gut zu wissen

Achte beim Einkauf darauf, dass die ausgewählten Tapetenrollen aus einer Produktionscharge stammen. Du erkennst das an der aufgedruckten Los-, Anfertigungs- oder Chargennummer auf jeder Rolle. Bei unterschiedlichen Chargen können leichte Farb- oder Musterabweichungen auftreten, die sich manchmal erst an der Wand unschön bemerkbar machen. Daher lieber eine Rolle mehr kaufen und wenn sie übrig ist, wieder in den Markt zurückbringen.

Achte auch auf die Tapetensymbole. Sie stehen für verschiedene Eigenschaften der Tapete und geben an, wie sie zu verarbeiten ist.

Prüfe also vor dem Kauf, ob sich Deine Wunschtapete für Dein Vorhaben eignet.

Hier findest Du beispielsweise auch Angaben zum Rapport, den Du bei der Mengenangabe berücksichtigen musst.

Was ist der Tapetenrapport?

Bei gemusterten Tapeten ist der Rapport zu beachten, damit sich auf der Wand am Ende nicht ein ganz anderes Muster ergibt als ursprünglich geplant. Entweder hat die Tapetenbahn auf der Rückseite Markierungen, an denen erkennbar ist, wo Du ansetzen musst. Oder Du muss beim Zuschneiden die Bahnen auf die Vorderseite umdrehen, auf Stoß aneinanderlegen und markieren, wie die Bahn zugeschnitten werden muss, damit das Muster aneinander passt.

Heb den Verschnitt auf! Den kannst Du gut gebrauchen, wenn Du um Fenster, Türen oder Heizkörper tapezieren musst.

Nummeriere die zugeschnittenen Bahnen auf der Rückseite durch, damit Du sie später in der richtigen Reihenfolge an die Wand tapeziest.

Tapetensymbole im Überblick

Problemstellen tapezieren

Beim Tapezieren wirst Du zwangsläufig mit kniffligen Hindernissen konfrontiert: Türen, Durchgänge, Fenster, Steckdosen, Heizkörper oder gar das ganze Treppenhaus. Doch keine Angst, HORNBACH hat eine Lösung für jede Problemzone. Hier erfährst Du, wie Du mit kniffligen Stellen in den eigenen vier Wänden umgehst. Also, worauf wartest Du?

Fensternischen tapezieren

Fensternischen tapezieren

  • Die letzte Bahn vor dem Fenster zur Leibung oder zum Rahmen plus etwas Sicherheitszugabe abmessen.
  • Tapeziere an das Fenster heran und drücke die zugeschnittene Tapete leicht auf den Rahmen und um die Ecke der Leibung.
  • Die Konturen von Rahmen, Fensterbank, Leibung etc. drücken sich durch.
  • Mit einer kleinen Schere oder einem Cuttermesser alle Ecken und Kanten sauber einschneiden und nach innen klappen.
  • Über der Fensternische verfährt man ähnlich: Bahnen zuschneiden plus Leibungstiefe und Zugabe.
  • Am Rahmen den Überhang der Tapete nach altbewährter Methode sauber abschneiden.

Tueren tapezieren

Türen tapezieren

  • An Türen wird von einer Seite herantapeziert.
  • Die letzte Bahn vor dem Türrahmen auf die richtige Breite zurechtschneiden und dabei etwas Überstand lassen.
  • Diesen dann beim Tapezieren der Bahn an den Rahmen andrücken, mit dem Scherenrücken markieren, wieder abziehen und exakt am Falz abschneiden.
  • An der oberen Ecke des Türrahmens die Tapete ein Stückchen einschneiden, so dass sich der Überstand der Ecke anpasst – die Tapete ist oberhalb des Türrahmens genau um das Stück des Überstands breiter.
  • Versuche nicht, Mustertapeten von beiden Seiten den Türzargen anzunähern – das ergibt niemals einen Musteranschluss. Deswegen sollte man Türen auch nicht als Anfangspunkt der Tapezieraktion nehmen.

Treppenhaus tapezieren

Treppenhaus tapezieren

  • Baue zuerst eine Arbeitsplattform – Du musst schließlich alle möglichen Enden der Wände erreichen.
  • Stelle eine Leiter auf eine untere Stufe der Treppe und lehne sie an die Kopfwand, während eine ausklappbare Leiter auf dem Podest weiter oben steht.
  • Mit einem Gerüstbodenbrett verbindest Du eine obere Sprosse der unteren Leiter mit einer unteren Sprosse der oberen Leiter.
  • Wenn die zu überbrückende Lücke größer als 1,5 m ist, nimm zwei Bretter übereinander.
  • Binde die Bretter ordentlich fest, damit auf keinen Fall etwas wackelt.
  • Stelle zwei Helfer dazu ab, die Leitern zu sichern. Diese Konstruktion musst Du während der Arbeit umstellen und variieren, um an alle Stellen der Wände zu kommen. Sicherer ist ein richtiges Gerüst.
  • Beginne mit der längsten Bahn und arbeite von dort aus treppauf und treppab. Am unteren Ende jeder Bahn schneidest Du den Überstand entlang der Fußleiste oder des Treppenrahmens nach altbewährter Methode ab.

Lichtschalter Steckdosen tapezieren

Lichtschalter und Steckdosen tapezieren

  • Bevor Du hier irgendetwas tust, schalte an der Sicherung den Strom ab.
  • Dann schraube die Blenden von den Lichtschaltern und Steckdosen ab.
  • Du tapezierst einfach drüber. Achte dabei darauf, einen Abdruck in der Tapete zu hinterlassen.
  • Wenn der Kleister getrocknet ist, schneide die Elemente frei.
  • Die Tapete wird hier nun x-förmig eingeschnitten – aber nur so weit, dass das Loch später nicht unter der Blende herausschaut.
  • Die dreieckigen Tapetenstreifen abschneiden und die Blende wieder anbringen. Ein sauberer, glatter Übergang!

Lampenanschluss an der Decke tapezieren

Lampenanschluss an der Decke tapezieren

  • Fest installierte Lampenhaken und ähnliches werden umrandet, indem man an sie herantapeziert, die Tapete dann an der entsprechenden Stelle bis zum Ende aufschlitzt und in Streifen um den Haken herumtapeziert.
  • Die beiden Streifen ganz normal fertig anbringen.
  • Befindet sich der Gegenstand ziemlich nah am Rand der Bahn, kannst Du die Bahn auch zur Seite hin aufschlitzen und ihn so umfassen.
  • Den Tapetenrand am Gegenstand sauber abschneiden, am besten mit einer Tapetenschere.
  • Bei einzukleisternden Tapeten muss der Zuschnitt vor dem Einweichen passieren.

Heizung tapezieren

Heizung tapezieren

  • Die Heizung muss aus und kalt sein, wenn Du daran arbeitest.
  • Tapeten hinter einen Heizkörper zu bringen, kann schwierig sein, besonders dann, wenn er eng an der Wand hängt. Messe genau ab, wo Halterung und Rohre in die Wand gehen.
  • An diesen Positionen musst Du die Tapete vertikal einschlitzen und in Streifen weiter tapezieren. Hinter dem Heizkörper tapezierst Du am besten, indem Du kleine Tischdeckengewichte an die Tapete hängst und sie so hinter die Heizung gleiten lässt.
  • Mit einer langstieligen Rolle oder ähnlichem die Tapete hinter dem Heizkörper vorsichtig festdrücken und senkrecht gerade ziehen.

Sicherungskasten tapezieren

Sicherungskasten tapezieren

  • Einen Sicherungskasten kann man nicht abschrauben. Also muss er ausgespart werden.
  • Messe seine exakte Position aus und schneide an der entsprechenden Stelle die Tapete(n) kreuzförmig ein, mache das Loch 1-2 mm größer, als der Kasten ist.
  • So minimierst Du die Gefahr, dass die Tapete beim Einpassen reißt.
  • Wenn Du die entsprechende Bahn anbringst, stülpst Du die eingeschnittene Stelle vorsichtig über den Kasten.
  • Dann werden die dreieckigen Stücke abgeschnitten und die Ränder rund um den Kasten mit einem Nahtroller gefestigt.

kanten tapezieren

Kanten tapezieren

  • Wenn kein Kantenschutz beim Bau mit eingemörtelt wurde, kann man Ecken mit einem Winkelprofil schützen.
  • Es gibt solche Schutzschienen in den verschiedensten Farben und Materialien. Am unauffälligsten ist ein dünner PVC-Winkel.
  • Klebe diesen vor dem Tapezieren mit Kontaktkleber auf die Mauer und verspachtle die Übergänge zur Wand bündig. Dann kann übertapeziert werden.

Tipp

Um Dübel-Löcher, die Du wieder benutzen willst, zu markieren, stecke einen Zahnstocher oder ein kopfloses Streichholz so tief in den Dübel, dass es noch ein bisschen heraussteht. Beim Tapezieren wird sich das Hölzchen durch die Tapete bohren und Dir so die Stelle anzeigen. Bei sehr robusten Tapetentypen funktioniert dieser Trick leider manchmal nicht.

Kleister anrühren – so funktioniert’s

Fülle einen Kleistereimer mit der vorgegebenen Menge an kaltem Wasser. Rühre den Tapetenkleister zügig ein. Dafür verwendest Du am besten ein Rührholz.

Achte auf das Mischverhältnis von Wasser und Kleister. Das variiert je nach Tapete und Tapeziertechnik. Details findest Du auf der Verpackung.

Der Hersteller gibt auch Angaben, wie lange Du den Kleister rühren sollst. Wie viel Wasser Du für die angegebene Menge Kleisterpulver benötigst, entnehme bitte der Tabelle auf der Kleisterpackung. Achtung: Die Regel, den Kleister mit warmem Wasser anzurühren, ist veraltet.

Im Anschluss lässt Du den Kleister laut Herstellerangaben etwas ruhen. Bei den meisten Kleisterprodukten sind das etwa 15 bis 30 Minuten. Der Kleister quillt in dieser Zeit auf. Zum Schluss wird der Kleister nochmals gerührt, bis er gut vermengt und dickflüssig ist.

Kleister anrühren

Welcher Kleister für welche Tapete?

Manche Tapetenmaterialien erfordern spezielle Tapetenkleister; da verliert man schnell den Überblick – deshalb findest Du hier eine Übersicht über die Materialien, die geeigneten Kleister und deren fachgerechte Verarbeitung. Produktempfehlungen unterstützen Dich bei der Kaufentscheidung – damit Dein Projekt später ganz locker von der Hand geht. Yippie!

Material Kleister Verarbeitung
Papier Normalkleister Tapete einkleistern und einwirken lassen
Vlies Vliestapetenkleister Wand einkleistern
Vinyl
  • Papierträger = Tapete einkleistern
  • Vliesträger = Wand einkleistern
Struktur
Textil
Raufaser
Glasfaser Glasgewebekleber Wand einkleistern
Kleber & Kleister Zu den Artikeln

Kleister entfernen

Ist der Kleister an der falschen Stelle gelandet? Kein Problem! Kleisterreste lassen sich einfach mit klarem Wasser und einem Tuch oder einem Schwamm abtupfen. Die verwendeten Arbeitsgeräte und Tücher lassen sich ebenfalls leicht mit kaltem Wasser reinigen.

Kleister aufbewahren

Der Kleister muss trocken und luftdicht verschlossen gelagert werden. Das Pulver ist unter den eben erwähnten Voraussetzungen ca. 24 Monate haltbar. Der angerührte Kleister lässt sich mindestens 2 bis 3 Tage aufbewahren. Jeder weitere Tag lässt ihn dünnflüssiger und schließlich unbrauchbar werden. Solange der Kleister jedoch dickflüssig ist, kann man ihn verarbeiten.

Kleister entsorgen

  • Angetrocknete Kleisterreste werden über den Hausmüll entsorgt.
  • Nicht ausgehärtete Kleisterreste werden zur kommunalen Sammelstelle gebracht.
  • Restentleerte Gebinde aus Karton können dem Altpapierrecycling zugeführt werden. Gebinde aus Kunststoff können Sie mit der Wertstoffsammlung (z. B. Gelbe Tonne/Gelber Sack) entsorgen.

Allgemeine Sicherheitshinweise

Während und nach der Verarbeitung solltest Du für eine gründliche Belüftung sorgen. Bei Kontakt mit den Augen oder der Haut sofort gründlich mit Wasser abspülen. Bewahre den Kleister für Kinder unzugänglich auf und atme den Spritznebel nicht ein, wenn Du den Kleister maschinell verarbeiten.

Gestaltungsideen: kreativ tapezieren

Die Auswahl der Tapete erfolgt in erster Linie nach dem persönlichen Geschmack. Aber auch die Raumsituation sollte bei der Tapetenwahl berücksichtigt werden! Ein Raum mit vielen großen Fenstern benötigt eine andere Gestaltung als eine kleine dunkle Kammer und meterhohe Altbauwohnungen mit Stuck an der Decke wirst Du sicherlich anders dekorieren, als einen modernen Neubau.

Lass Dich von den aktuellen Tapetenkollektionen inspirieren und nutze den Raumplaner, um die unterschiedliche Wirkung der Tapeten zu beobachten. Welche Tapeten passen in welchen Raum – hier findest Du Antworten.

Wähle eine Tapete, die zur Einrichtung passt! Am besten nimmst Du beim Tapetenkauf ein Foto oder anderes Farbmuster mit.

Raumproportionen optisch ändern

Bei großen, glatten Wandflächen kommen große Muster gut zur Geltung. Bei kleinen, verwinkelten Räumen sind eher kleinformatige Muster zu bevorzugen. Große Muster wirken hier eher erdrückend. Aber auch ungewönliche Kombinationen sind denkbar und machen einen Raum interessant.

3D Tapeten wirkungsvoll in Szene setzen

3D-Tapeten wirkungsvoll in Szene setzen

Mit Tapeten lassen sich nicht nur Wände verkleiden. Mit einer ordentlichen Portion Phantasie und ein wenig handwerklichem Geschick kannst Du regelrechte Kunstwerke schaffen. Gerade 3D-Tapeten hinterlassen durch ihr dreidimensionales Design einen bleibenden Eindruck, aber Du kannst die folgenden Ideen auch mit jeder anderen Tapete realisieren.

Wenn Du eine Leinwand tapezierst, erhältst Du im Handumdrehen ein Bild, dass Du an eine einfarbig gestaltete Wand hängen kannst und so das Tapetenmuster einer anderen Wand aufgreifen kannst – durch die Wiederholung des Musters wirkt der Raum harmonisch.

Tapeziere doch mal Möbelstücke, also z. B. ihre Schubladen oder Türen. Damit kannst Du Dir auch den Wiederholungseffekt zu Nutze machen.

Klingt komisch, aber tapezier doch mal Treppen und Decken! Ja, Du hast richtig gelesen. Das geht! Einfach die Vorderkante der Trittstufe (Setzstufe) mit Tapete bekleben und schon hast Du einen Blickfang im sonst so tristen Treppenhaus! Tapezierte Zimmerdecken kommen gerade in Altbauwohnungen mit hohen Räumen besonders zur Geltung.

So funktioniert der 3D-Effekt

Das Prinzip der überstreichbaren Tapeten ist einfach, aber genial: Auf die Vliestapeten ist mit einem Spezialgranulat ein Muster aufgedruckt. Das Granulat nimmt Farbe intensiver auf als der Rest der Tapete – so entsteht beim Überstreichen mit Ihrer Wunschfarbe ein dreidimensionaler Effekt.

Zum Überstreichen eignen sich alle hochwertigen Dispersions-, Latex- oder Acrylfarben. Was Du mit 3D-Tapeten alles machen kannst, zeigt die Inspiationsstrecke „Gestaltungsideen mit Tapeten“.

Tapeten entfernen

Zeit für einen Tapetenwechsel! Bevor Du Dir Gedanken über die neue Wandgestaltung machst, brauchst Du einen Untergrund, der trocken, sauber und glatt ist. Damit schaffst Du eine Basis, die Dir die weitere Verarbeitung von Tapete, Farbe und Co. erleichtert.

Auch wenn Du nur die Tapete entfernst – ein wenig Dreck fällt immer an. Am besten evakuierst Du Deine Möbel, rollst den Teppich ein, schraubst alles ab, was sich abschrauben lässt und klebst den Rest mit Kreppband ab. Große und unbewegliche Gegenstände sowie den Boden deckst Du z. B. mit einer robusten Plane ab – dann kann’s losgehen.

Tapete entfernen
Tapetenablöser Zu den Artikeln

Spaltbare Tapeten entfernen

Mit etwas Glück ist die alte Tapete „spaltbar“, d. h. ihre obere Schicht lässt sich mühelos abziehen. Suche, wie beim Abziehen eines Aufklebers, am unteren Ende der Tapete einen Anfang und ziehe die obere Schicht der Tapete gleichmäßig nach oben ab.

Die untere Schicht kann dranbleiben – sie bildet einen idealen Untergrund für Deine neue Tapete, vorausgesetzt, sie hat sich ebenmäßig abziehen lassen, ohne dass Papierfetzen zurückgeblieben oder Löcher entstanden sind.

Wenn die Trägerschicht keine glatte Oberfläche aufweist, solltest Du die Schäden reparieren. Nur so schaffst Du einen idealen Untergrund für die weitere Verarbeitung.

Ist die Trägerschicht zu stark beschädigt, sollte sie entfernt werden. Trage warmes Wasser mit ein paar wenigen Spritzern Spülmittel mit einer Rolle oder einer Bürste gleichmäßig auf die restliche Tapete auf und lassen es 10 bis 15 Minuten einwirken. Achte darauf, dass das Wasser vollständig eingezogen ist. Wenn die letzte Schicht der Tapete anfängt, Blasen zu schlagen, kannst Du sie einfach mit einem festen Spachtel abschieben.

Hartnäckige Tapeten entfernen

Wer schon einmal einen Altbau renoviert hat, der weiß, wie störrisch eine alte Tapete sein kann – sie ist so standhaft, dass man sie kaum von der Wand lösen kann. Aber keine Panik, mit der richtigen Technik und dem geeigneten Werkzeug bekommst Du auch die widerspenstigste Tapete von der Wand!

Tapeten perforieren

Sehr dicke und wasserabweisende Tapeten sollten vorher mit einer Stachelwalze perforiert werden. Dadurch entstehen viele kleine Löcher, durch die das Lösungsmittel besser in die Tapete eindringen und so von hinter den Kleister lösen kann.

In solchen Fällen greifst Du am besten zu einem Tapetenlöser und weichst damit die tapezierte Wand ein. Verteile das Lösungsmittel mit einer Rolle oder einer Bürste gleichmäßig auf der ganzen Wand, und lasse es einweichen.

Nach 15 bis 20 Minuten Einwirkzeit können die Tapetenbahnen abgezogen werden. Hartnäckige Stellen immer wieder einweichen und mit einem festen Spachtel Stück für Stück abkratzen.

Tapeten mit Dampf entfernen

Setze auf heißen Dampf, wenn sich alte Tapeten absolut nicht lösen lassen oder Du keine Lust hast, sie mühselig von der Wand zu kratzen.

Gerade für Problemstellen hat sich der Dampftapetenablöser bewährt. Stark verwinkelte Wohnungen, Räume mit Dachschrägen und tapezierte Zimmerdecken stellen Dich nicht nur beim Tapezieren auf eine harte Geduldsprobe, sondern auch, wenn Du die Tapeten wieder entfernen musst – wer möchte schon stundenlang über Kopf oder in der Hocke arbeiten?

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