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Ratgeber

Haus dämmen

Lesezeit 15 min.
Haus dämmen

Warum eigentlich das Haus dämmen? Ganz einfach: Bei einem nicht ausreichend gedämmten Dach oder auch einer schlecht gedämmten Fassade geht kontinuierlich eine Menge der Heizenergie verloren. Da könntest Du genauso gut Geld zum Fenster rauswerfen.

Wir geben Dir hier die wichtigsten Infos und Tipps rund um die Hausdämmung beim Sanieren.

Warum dämmen?

Wenn Dein Haus nicht ausreichend gedämmt ist, geht eine große Menge Energie fürs Heizen verloren. Und umgekehrt bleiben bei einer schlechten Wärmedämmung die Räume im Sommer nicht kühl, sondern heizen sich bei starker Sonneneinstrahlung auch sehr schnell auf.

Ein ungedämmtes Haus verbraucht pro m² Wohnfläche 4- bis 6-mal so viel Heizmittel wie ein nach modernen Standards gemäß EnEV (Energieeinsparverordnung) gedämmtes Haus.

Bei einem nur schlecht gedämmten Haus ist es immerhin noch 2- bis 3-mal so viel. Das macht sich allerdings ebenfalls finanziell deutlich bemerkbar. Mit einer guten Dämmung kannst Du also Energie und somit bares Geld sparen und tust gleichzeitig noch was für die Umwelt.

Jährliche Wärmeverluste bei einem Einfamilienhaus ohne bzw. mit Wärmedämmung

Waermeverluste

Qualität des Wärmeschutzes
Um die Qualität des Wärmeschutzes eines Hauses zu beurteilen, braucht man den Wärmedurchgangskoeffizienten der Bauteile, auch U-Wert (früher K-Wert) genannt.

Bauteil Sehr schlecht Schlecht Mittel Gut Sehr gut
Dach ≥ 1,00 0,60 0,30 0,22 ≤ 0,15
Massivwand ≥ 1,50 0,80 0,40 0,30 ≤ 0,20
Fenster 5,20 3,50 1,80 1,40 ≤ 1,20

Werterhalt durch Dämmung

Du hast Dich für das Projekt Hausdämmung entschieden. Doch was bringt Dir das alles? Investitionen in die Hausdämmung bedeuten:

  • mehr Wohnkomfort im Haus durch angenehme Wärme im Winter oder Kühle im Sommer
  • geringere Energiekosten
  • Klimaschutz durch Schonung der Ressourcen
  • Werterhalt bzw. sogar Wertsteigerung des Hauses

Gerade in Zeiten steigender Energiekosten nimmt die Bedeutung energiesparender Gebäude zu. Bei einer Vermietung oder beim Verkauf der Immobilie macht sich das besonders bemerkbar. Für ein Haus mit vergleichsweise geringen Energiekosten ist der Marktwert höher als für ein schlecht gedämmtes Haus. Auch hier machen sich also Investitionen in die Wärmedämmung des Hauses bezahlt.

Dabei umfasst die Hausdämmung viele verschiedene Bereiche, wie z. B.:

  • die Dachdämmung – von außen oder von innen – angefangen von der Dämmung des eigentlichen Daches bis hin zur Dämmung der obersten Geschossdecke
  • die Fassadendämmung
  • die Dämmung der Rollladenkästen
  • die Dämmung der Kellerdecke
Eine große Bedeutung kommt dabei der Auswahl der richtigen Dämmstoffe zu.

Unterstützung durch Fördergelder

Du kannst für Dein Projekt Außendämmung einen Zuschuss von 15 % über die BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) für „Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle“ beantragen. Hierfür musst Du vorab einen Energieeffizienz-Experten ins Boot holen.Ausführliche Informationen und Voraussetzungen findest Du unter Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle.

Oftmals ist es mit der reinen Dämmung des Daches oder der Fassade nicht getan. Wenn die Dämmung im Zuge einer Komplettsanierung zum Effizienzhaus in Frage kommt, bietet sich ebenfalls eine weitere Fördermöglichkeit an: ein zinsgünstiger Kredit der KfW (Programm 261) über die BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude) der KfW. Ein Energieberater muss hierfür eingebunden sein. Der Kredit kann nicht direkt beim Zuschussportal beantragt werden, sondern muss über einen Finanzdienstleister abgeschlossen werden. Ausführliche Informationen bekommst Du unter der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) der KfW.

Vom Dach bis zum Keller wird alles gedämmt

Besonders große Energieverluste gibt es in älteren Häusern, deren Dächer nicht gedämmt sind. Da kannst du auf dem Dachboden oft auf die blanken Ziegeln schauen. Klar, dass da besonders viel Wärme flöten geht. Beim Thema Dach dämmen gibt es schon einfache Maßnahmen, die wirklich etwas bewirken können.

Ein weiterer Energie-Killer ist der Keller. Da der unter der Erde liegt, ist es dort auch deutlich kühler. Logisch und zum Teil ja auch gewünscht. Nur soll diese Kühle auch im Keller bleiben und nicht in die Wohnräume nach oben wandern. Damit das nicht passiert, kannst Du Deine Kellerdecke dämmen.

Und auch die Fassade trägt zur gesamten Energieeffizienz des Hauses bei. Mit einer zusätzlichen Hülle bleibt es drinnen wärmer als ohne diese Hülle. Also auch hier gibt es enorme Potenziale vor allem bei älteren Häusern.

Dach dämmen

Wenn Dein Dach nicht richtig gedämmt ist, kann eine große Menge an Energie fürs Heizen verloren gehen. Wie Du Dein Dach richtig dämmst und welche Materialien und Werkzeuge Du dazu brauchst, bekommst Du in der Anleitung d ...mehr

Den richtigen Dämmstoff auswählen

Daemmaterialien

Der eine vertraut bei der Hausdämmung Mutter Natur, der andere der Industrie. Beide bieten so einiges an Material für die Hausdämmung. Wichtig ist, dass das gewählte Material nicht brennbar oder wenigstens schwer entflammbar ist.

Auch atmungsaktiv muss es sein, damit das Haus nicht „schwitzt“, denn es muss seine „Winterjacke“ auch im Sommer tragen.

Nicht alle Dämmstoffe, die man innen verwenden kann, eignen sich auch für die Außendämmung. Achte daher bei der Sanierung auf den empfohlenen Anwendungsbereich vor der Auswahl des Dämmstoffes.

Zudem solltest Du Dir vor der Auswahl folgende Fragen stellen:

  • Soll der Dämmstoff nur Wärme im Haus halten oder zusätzlich Schallschutz bieten und sommerliche Hitze abhalten?
  • Stellst Du im Rahmen der Sanierung besondere ökologische Ansprüche an das Material?
  • Wie viel darf die Wärmedämmung für das Haus kosten?
  • Wo soll der Dämmstoff eingesetzt werden und gibt es dort besondere Anforderungen an das Material?

Besonders verbreitet und beliebt: Schaumstoff und Mineralfasern
Hartschaumstoffplatten aus EPS (bekannt als Styropor) kommen bei vielen Bau- und Sanierungsprojekten zum Einsatz. Das hat gleich mehrere Gründe: Das Material auf Erdölbasis ist leicht, beständig, hat einen hohen Dämmwert und lässt sich einfach verarbeiten – also ideal für die Wärmedämmung des Hauses.

Auch Mineralwolle wird als Dämmstoff bei einer Sanierung häufig eingesetzt. Bei der Zwischensparrendämmung des Daches lässt sie sich leicht verarbeiten. Sie kommt aber auch bei der Fassadendämmung zum Einsatz. Sie wird entweder aus Glas oder Stein hergestellt.

Natürliche Dämmstoffe als Alternative
Flachs, Hanf, Holz oder Zellulose, Schafwolle und sogar Schilf können als Wärmeschutz den energetischen Zustand eines Hauses verbessern. Die Naturmaterialien bieten meist einen leicht schlechteren Dämmwert als synthetische oder mineralische Dämmstoffe. Dafür sind sie nachhaltig. Feuchtebeständigkeit oder Widerstand gegen Feuer bieten Naturdämmstoffe in der Regel nicht ausreichend.

Dämmung für den Härtefall
Es gibt Stellen am Haus, wo Dämmstoffe einiges aushalten müssen: zum Beispiel ständige Feuchtigkeit, Mikroorganismen, sogar dem Druck des Erdreichs müssen manche Dämmstoffe standhalten können. Diese Stoffe müssen für den sogenannten erdberührten Bereich geeignet sein. Sie müssen nicht nur einen hohen Dämmwert bieten, sondern auch all diesen Zusatzanforderungen trotzen. Geeignet sind für solche Härtefälle beispielsweise: Der mineralische Dämmstoff Schaumglas (Foam Glass) und der synthetische Dämmstoff extrudierter Polystyrol-Hartschaumstoff (XPS).

Einblasdämmstoffe – Hohlräume sicher ausfüllen
Mach mal zu, es zieht! Vor allem alte Decken oder zweischalige Mauerwerke von alten Häusern weisen Hohlräume auf, die ausgefüllt sein müssen, um den Wärmeschutz zu verbessern. Für diese Aufgabe im Rahmen einer Sanierung gibt es eine Vielfalt an Einblasdämmstoffen – von losem Polystyrol-Granulat über Steinwolle oder SLS 20 bis hin zu Zelluloseflocken oder Naturfasern. Die Einblasdämmung eigent sich für Dachdämmungen, Kriechböden, Zwischendecken, Keller und zweischaliges Mauerwerk.

Da sich die Dämmstofftechnik ständig weiterentwickelt, empfehlen wir, immer nach aktuellen Informationen Ausschau zu halten. Sprich gerne unsere Mitarbeiter in Deinem Markt an!

Was bedeutet WDVS?

Im Folgenden verwenden wir häufig die Abkürzung "WDVS". Das bedeutet "Wärmedämmverbundsystem". Mehr darüber erfährst Du hier.

Die unterschiedlichen Dämmstoffe habe alle ihre Vor- und Nachteile. Damit Du herausfinden kannst, welcher für Dein Projekt der richtige ist, haben wir alles in eine Übersicht gepackt.

Definitionen: Eigenschaften von Dämmstoffen

Wärmedurchgangskoeffizient/U-Wert

Der Wärmedurchgangskoeffizient wird durch die Wärmeleitfähigkeit und Dicke der verwendeten Materialien bestimmt. Dabei spielen die Wärmestrahlung und die Konvektion an den Oberflächen eine entscheidende Rolle.

Der U-Wert wird in W/(m²K) angegeben. Er gibt die Wärmemenge an, die in einer Sekunde durch einen Quadratmeter eines Bauteils hindurchgeht, wenn der Temperaturunterschied zwischen Innen- und Außenluft 1 K (Kelvin) beträgt. Je kleiner der U-Wert, desto besser, weil weniger Wärme durch das Bauteil geleitet wird.

Wärmeleitfähigkeit

Je besser ein Baustoff die Wärme leitet, desto stärker entweicht sie nach außen. Die Wärmeleitfähigkeit (λ) gibt an, welcher Wärmestrom in Watt (W) durch ein Bauteil von 1 Meter (m) Dicke bei einer Temperaturdifferenz von 1 Kelvin (K) übertragen wird. Sie hat die Einheit WmK. Für den Bau eines Niedrigenergiehauses empfiehlt sich z. B. ein Dämmstoff, dessen Wärmeleitfähigkeit bei lediglich 0,035 W/mK liegt und das bei Dämmdicken von mehr als 16 cm.

Wärmeleitgruppe

Die Wärmeleitgruppe (WLG) gibt die Durchlassfähigkeit eines Materials für einen Wärmestrom an. Je kleiner der Wert, desto besser die Wärmedämmung. So kann bei gleicher Dicke eine bessere Wärmedämmung erzielt werden. Dies ist bei Altbauten mit geringer Sparrendicke wichtig.

Bsp.: WLG 032 erzielt eine Verbesserung der Wärmedämmung zu WLG 035 bei gleicher Dicke um ca. 9 %. WLG 035 erzielt eine Verbesserung der Wärmedämmung zu WLG 040 bei gleicher Dicke um ca. 14 %.

Übrigens: Die Ziffern der Gruppe beziehen sich auf die Nachkommastelle der Wärmeleitziffer: Ein Stoff mit der Wärmeleitfähigkeit 0,020 ist in der WLG 020.

Wärmedurchlasswiderstand

Der Wärmedurchlasswiderstand (R), früher 1/Λ, wird in m²K/W gemessen und ergibt sich aus der Schichtdicke des Materials (d), geteilt durch die Wärmeleitfähigkeit (λ) => R = d/λ.

Dieser Widerstand entsteht, wenn ein homogenes Bauteil bzw. eine homogene Bauteilschicht dem Wärmestrom bei einer Temperaturdifferenz von 1 Kelvin auf einer Fläche von 1 m² zwischen seinen Oberflächen entgegensetzt. Somit ist er der Kehrwert des Wärmedurchlasskoeffizienten.

Schallschutz

Das Schallschutzvermögen eines Dämmstoffes hängt im Wesentlichen von dessen Beschaffenheit ab. Hier gilt die Faustregel: Je offenzelliger und flexibler das Materialgefüge (z. B. Mineralwolle), desto besser der Schallschutz.

Brandschutz

Je nach ihrem Brandverhalten werden Baustoffe in Baustoffklassen eingeteilt. Dafür gibt es zwei Einteilungen. Einmal die nationale nach DIN 4102-1, und einmal die europäische nach EN 13501-1.

Die nationale Einteilung reicht von A1 (nicht brennbar) bis zu B3 (leicht entflammbar). Die europäische Einteilung ist etwas kleinteiliger und reicht wieder von A1 (nicht brennbar) bis Gruppe F (leicht entflammbar). Dazwischen gibt es viele Abstufungen.

Fenster austauschen

Du dämmst Deine Fassade und hast noch alte Fenster? Durch Fenster mit schlechten Dämmwerten geht auch jede Menge Heizenergie verloren. Überleg Dir, ob Du im Rahmen der Hausdämmung auch in neue Fenster investierst.

Rollladenkasten dämmen

Rollladenkästen sind häufig die große Lücke in der Fassadendämmung, die zu Wärmeverlusten und Schimmelbildung führt. Deshalb solltest Du auch hier dämmen und ggf. sanieren. Hilfreiche Tipps dazu bekommst Du im folgenden Ratgeber.

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