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Schädlinge und Ungeziefer im Garten

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Schäden vorbeugen durch die richtige Pflanzenauswahl

Vorbeugen ist besser als das Nachsehen haben. Schütze Deine Pflanzen von Anfang an, indem Du nachfolgende Faktoren berücksichtigen:

  • Achte schon beim Kauf der Pflanze auf Resistenzzüchtung und Robustheit.
  • Kaufe nur kräftige und gesunde Pflanzen.
  • Verwende nur Qualitätssaatgut, wenn möglich mit Krankheitsresistenzen.
  • Berücksichtige Bodenbeschaffenheit und Standort, denn jede Pflanze hat andere Ansprüche.
  • Denke an eine gute Bodenvorbereitung und Bodenbearbeitung.
  • Pflanze und säe immer mit genügend Abstand, sodass die Pflanze beim Wachsen genügend Platz hat.
  • Dünge und pflege Deine Pflanzen nach ihren Ansprüchen. Übermäßiges Düngen macht Pflanzen anfälliger, zu viel oder zu wenig Wasser lässt die Pflanze eingehen.
  • Beachte bei der Planung Fruchtfolgen und Nachbarschaften der Kulturen.
  • Fördere die Ansiedlung von Nützlingen, indem Du ideale Bedingungen für Deine Pflanzen schaffst.
  • Achte stets auf die Hygiene und entferne Grünschnitt, Erntereste, etc. immer ordnungsgemäß.
  • Untersuche Deine Pflanzen regelmäßig auf mögliche Befälle von Schädlingen oder sonstige Störungen.

Was sind Fungizide und wie wirken sie?

Fungizide sind chemische bzw. biologische Substanzen zur Bekämpfung von Pilzen und Sporen. Je nach Wirkstoff wird der Befall abgetötet oder das Wachstum vorübergehend verhindert. Sie finden überwiegend als Pflanzenschutzmittel ihre Anwendung – aber auch zur Bekämpfung von Schadpilzen wie z. B. Schimmelpilz oder Hausschwamm.

Wie entsteht eine Pilzerkrankung?

Pilzsporen werden durch Menschen, Tiere, Wassertropfen und Wind verbreitet.

Wenn Pilzsporen auf ein Pflanzgewebe treffen, können diese keimen – Feuchtigkeit (z. B. Regen, Nebel oder Tau) begünstigt das Wachstum.

Bei idealen Voraussetzungen bildet sich ein Keimschlauch, der dann in das Pflanzengewebe eindringt und sich dort mithilfe eines Myzels wurzelartig ausbreitet. Das Pilzmyzel ernährt sich von den Pflanzenzellen, zerstört sie und bildet Sporenträger, die wiederum neue Sporen bilden. So kann sich die Erkrankung vermehren und weitere Pflanzen infizieren.

Tipp: Schadpilze entwickeln sich im mikroskopischen Bereich und sind vorerst mit dem bloßen Auge nicht erkennbar. Erst wenn sich der Pilzbefall ausbreitet, hinterlässt er seine Spuren. So können z. B. Blatt- und Spitzendürre, Echter Mehltau, Braunrost, Schwarzfäule, Knospenbräune und -sterben, Kräuselkrankheit, Schokoladen- oder Braunfleckenkrankheit auftreten.

Wie wirken Fungizide?

Belagsfungizide wirken vorbeugend, indem sie auf das Pflanzgewebe vollständig aufgetragen werden und so einen Schutzfilm bilden. Wenn Pilzsporen nun auf das Pflanzgewebe treffen und unter den oben beschriebenen Bedingungen anfangen zu keimen, bilden sie einen Keimschlauch. Sobald dieser mit dem Schutzfilm in Berührung kommt, tötet der Wirkstoff ihn ab und verhindert so die Ausbreitung einer Pilzinfektion. Fungizidbehandlungen müssen in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, da die Wirkstoffe abgebaut bzw. abgewaschen werden – zudem bilden sich durch das Wachsen der Pflanze immer wieder neue unbehandelte Stellen.

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Mit Herbiziden gegen Unkraut

Herbizide gehören zu den wirtschaftlich wichtigsten Pflanzenschutzmitteln. Dabei handelt es sich um synthetische Substanzen, die zur Unkrautbekämpfung eingesetzt werden. Es gibt selektive Herbizide, die nur bei bestimmten Pflanzen wirken, und Breitbandherbizide, die bei vielen Pflanzen anschlagen.

Warum Unkraut vernichten?

Ganz gleich welche Art von Garten Dein Grundstück schmückt, Unkraut ist ein unangenehmer Begleiter. Sie sehen im Blumenbeet nicht nur unschön aus, sondern buhlen zusammen mit Deinen Zierpflanzen um Wasser, Nährstoffe und Licht. Auch Nutzpflanzen können dabei den Kürzeren ziehen, wodurch sich die Ernte minimieren kann.

Wie wirken Herbizide?

Systemische Blattherbizide werden mit Wasser verdünnt und auf das Unkraut aufgesprüht. Die Pflanze nimmt den Wirkstoff auf und verteilt diesen über den Saftstrom – er wiederum zerstört die Pflanzenzellen. Das Unkraut vergeht.

Tipp: Vorauflauf-Herbizide können vor oder während der Saat eingesetzt werden. Nachauflauf-Herbizide werden dagegen erst nach der Bildung der ersten Keimblätter verwendet.

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Kein Glyphosat bei HORNBACH

Die Debatte um das Herbizid Glyphosat wird seit einigen Jahren geführt. Wir haben sämtliche glyphosathaltige Mittel – auch Mischprodukte – ausgelistet und alternative Produkte aufgenommen. Auch Pflanzenschutzmittel mit Neonicotinoiden wurden komplett ausgelistet, um den Bienenschutz aktiv zu fördern.

Insektizide verantwortungsvoll einsetzen

Insektizide sind Pestizide, chemische Substanzen zur Bekämpfung von Insekten in den unterschiedlichsten Entwicklungsstadien. Insektizide werden umgangssprachlich auch Insektenvertilgungsmittel oder Insektenvernichtungsmittel genannt.

Warum Insekten vernichten?

Wenn sich schädliche Insekten wie z. B. Blattläuse, Schildläuse, Kartoffel- und Borkenkäfer im Garten ansiedeln, solltest Du rechtzeitig eingreifen. Tust Du das nicht, können sie sich schnell vermehren und zu einem unkontrollierbaren Problem ausarten, an dem Ihre Pflanze zugrunde geht.

Nützliche Insekten wie z. B. Bienen, Hummeln, Ameisen oder Marienkäfer solltest Du auf jeden Fall verschonen. Sie sind für das Ökosystem in Deinem Garten und darüber hinaus sehr wichtig!

Wie wirken Insektizide?

Insektizide unterscheidet man in drei Giftarten:

  • Atemgift – wirkt über die Atemwege
  • Fraßgift – wirkt über den Magen-Darm-Trakt
  • Kontaktgift – wirkt durch Berührung

Diese Pflanzenschutzmittel werden als Spray, Tinktur, Pulver oder Granulat angeboten. Demnach werden Insektizide entweder direkt auf den Schädling gesprüht (Kontaktwirkung) oder man behandelt die betroffene Pflanze (Systemische Wirkung).

insektizid

So wendest Du Pflanzenschutzmittel richtig an

Wir haben Dir hier die 10 wichtigsten Regeln beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln zusammengestellt, die Du beachten solltest:

  1. Lies die Gebrauchsanweisung vor der ersten Anwendung sorgfältig durch.
  2. Halte die vom Hersteller empfohlenen Mengen ein. Viele Produkte sind in Dosierverpackungen bzw. mit Dosierhilfen erhältlich. Sie erleichtern das Abmessen und vermeiden unnötiges Verschütten.
  3. Während der Anwendung nicht essen, trinken oder rauchen.
  4. Halte unbedingt die Wartezeiten ein. Die Wartezeit ist sich in der Regel nur für Nutzpflanzen relevant. Sie weisen auf die Zeit hin, die von der letzten Anwendung bis zur Ernte verstreichen muss.
  5. Warte auf Windstille und kühle Temperaturen. Pflanzenschutzmittel sollten nicht bei Temperaturen über 25 C° angewendet werden. Windstille vermeidet das unnötige Verwehen der Spritzbrühe. Nicht vor Regen anwenden.
  6. Vermeide Restmengen. Restmengen dürfen nicht in den Abfluss gegossen werden. Verdünne diese im Verhältnis 1:10 und verteile die Restmenge auf die betroffenen Pflanzen.
  7. Reinige gründlich alle verwendeten Geräte. Spülwasser auf den zuvor behandelten Flächen im Garten ausbringen. Spülwasser nicht in Toilette, Kanalisation oder Gewässer entsorgen!
  8. Wasche nach der Anwendung die Hände und alle Körperteile, die mit dem Pflanzenschutzmittel in Berührung gekommen sind, gründlich mit Wasser und Seife. Wenn nötig wechseln und waschen Sie auch Ihre Kleidung.
  9. Bewahre Pflanzenschutzmittel stets verschlossen und im Originalbehälter an einem sicheren Ort auf. Halten Sie Kinder und Haustiere fern und bewahre die Gebinde nicht in der Nähe von Lebens- und Futtermitteln auf.
  10. Entsorge Produktreste am Schadstoffmobil oder gebe sie bei einer geeigneten Sammelstelle für Sonderabfall der Gemeinde ab. Genaue Informationen erhälst Du bei der Stadt- oder Kreisverwaltung. Restentleerte Verpackungen, Packungen und Behälter im Wertstoff-Container entsorgen.

pflanzenschutzmittel richtig anwenden

Unbedingt beachten!

Herbizide dürfen nur innerhalb gärtnerisch genutzter Anlagen und nicht in Gewässernähe angewendet werden. Auf Freilandflächen bedarf es einer Sondergenehmigung. Auch versiegelte, abschwemmungsgefährdete Wege und Plätze sowie Garagenauffahrten sind von der Anwendung ausgeschlossen.

Umweltfreundliche Unkrautbekämpfung ohne Chemie

Wir bieten Alternativen zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Über deren Wirkungsweise und Anwendung werden unsere Kunden ausführlich informiert.
HORNBACH setzt hier gezielt auf sachkundige Beratung durch gut geschulte Mitarbeiter. In unserem Sortiment findest Du Produkte zur:

  • vorbeugenden Unkrautbekämpfung
  • thermischen Unkrautbekämpfung
  • mechanischen Unkrautbekämpfung

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Schädlinge an Buchsbäumen

Vorsicht Buchsbaum-Besitzer! Buchsbäume haben es zurzeit nicht gerade leicht. Den immergrünen Klassikern drohen gleich drei Gefahren:

  • Im Südwesten Deutschlands tritt vermehrt wieder der Buchsbaumzünsler auf. Diese Raupen fressen die Blätter ab und verbreiten sich stark.
  • Überwiegend im Norden Deutschlands greift das Buchsbaum-Triebsterben um sich – ein Pilzbefall, bei dem im Endstadium die Buchsblätter absterben.
  • Europaweit verbreiten sind zudem die Buchsbaumblattflöhe.

schaedlinge an buchsbaeumen

Buchsbaumzünsler

Wo der Buchsbaumzünsler auftaucht, hinterlässt er selten mehr als abgenagte Pflanzengerippe.

Ein Albtraum für all diejenigen, die Liebe und Mühe in die Aufzucht und Pflege ihrer Buchsbäume gesteckt haben.

Der Buchsbaumzünsler (Cydalimaperspectalis) ist ein ostasiatischer Kleinschmetterling, der 2006 das erste Mal in Deutschland auftauchte – zunächst in Baden-Württemberg und am Oberrhein, später in Hessen und Nordrhein-Westfalen. Es wird vermutet, dass der Pflanzenschädling durch den internationalen Handel mit Baumschulware nach Deutschland gelangt ist.

Der milde Winter hat dem BuchsbaumzünslerRückenwind bei der Verbreitung gegeben. In vielen Buchsbäumen haben die Raupen gut getarnt überwintert. Nach dem Frühlingserwachen beginnt das große Fressen. Natürliche Feinde hat der Schädling kaum. Viele Vögel mögen die Raupen nicht fressen, weil sie durch den Buchs Bitterstoffe aufgenommen haben.

buchsbaumzuensler

So schadet der Buchsbaumzünsler den Buchsbäumen

Die Gefahr für die Buchsbäume sind die Raupen der Schmetterlingsart. Sie sind gelbgrün bis dunkelgrün und haben eine prägnante schwarze und weiße Streifenmusterung, mit schwarzen Punkten, weißen Borsten und schwarzem Kopf. Die Raupen können bis zu fünf Zentimeter lang werden. Sie fressen zuerst die Blätter, dann auch die grüne Zweigrinde von den Buchsbäumen ab.

An den Blättern befallener Pflanzen bleiben lediglich die Blattrippen oder der Blattstiel sowie Reste von vertrockneten, hellbeigen Blattgewebes übrig. Die ganze Pflanze ist von einem Gespinst umgeben. Hellgrüne Kotkrümel sind im Gespinst und unter der Pflanze sichtbar. Bei sehr starkem Fraß können einzelne Triebe oder gar die ganze Pflanze absterben.

So bekämpfst Du den Buchsbaumzünsler

Vorbeugend Pflanzenschutzmittel zu spritzen, hilft nichts. Umso wichtiger ist es, die grünen Raupen frühzeitig zu entdecken. Behalte daher Deine Buchsbäume gut im Blick. Kontrolliere sie dafür regelmäßig, da der Zünsler im Laufe des Jahres mehrere Generationen entwickelt. Bei dieser Kontrolle biegst Du die Zweige vorsichtig auseinander, um auch im Pflanzeninneren nachzuschauen, da die Raupen im Blattwerk gut getarnt sind.

Die Falter legen die Eier im Inneren der Pflanzen ab und die sich daraus entwickelnden Raupen fressen sich dann von innen nach außen vor.

Es gibt klassische Insektizide gegen Buchsbaumzünsler. Auch einige biologische Mittel können gegen den Schädling wirksam sein. Vorausgesetzt, die Raupen sind noch nicht zu groß.

Bei geringem Befall kannst Du die Raupen auch von Hand absammeln oder aber die Gespinste mit einer Gartenschere rauschneiden. Hierzu brauchst Du lediglich ein Leergefäß und bei Bedarf Handschuhe. Diese Methode ist allerdings nur bei kleinen Einzelbüschen wirklich machbar.

Abgelesene Raupen und befallene Büsche solltest Du nie auf den Kompost werfen. Entsorge sie fest verpackt in einer Plastiktüte im Hausmüll.
Von der mechanischen Bekämpfung mit Laubsaugern und Hochdruckreinigern ist eher abzuraten - auch wenn dies in einigen Medien empfohlen wird. Der zarte Neuaustrieb der Buchsbäume wird durch den starken Druck eines Hochdruckreinigersmöglicherwiese geschädigt. Schneide die Gespinste der Raupen stattdessen mit Gartenscheren heraus.

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Was ist das Buchsbaum-Triebsterben?

Neben den Buchsbaumzünsler-Raupen hat es auch ein Pilz namens Cylindrocladiumbuxicolar auf Buchsbäume abgesehen. Dieser Pilz ist für das Buchsbaum-Triebsterben verantwortlich, das sich seit einigen Jahren in Deutschland ausbreitet – und vor allem im Norden Deutschlands schon verheerende Folgen in Gärten, auf Friedhöfen, in Baumschulen oder auch in Parkanlagen angerichtet hat.

buchsbaum triebsterben

Das Schadbild des Buchsbaum-Triebsterbens

Ob der Pilz Deine Buchsbäumen erwischt hat, erkennst Du im frühen Stadium an einzelnen dunkelbraunen Blättern. Die dunkelbraunen Längsstreifen an den Trieben werden schnell größer und fließen zusammen. Auf den Unterseiten der Blätter bilden sich zudem viele kleine weiße Sporenlager. Die befallenen Blätter fallen im Endstadium der Pflanzenkrankheit ab, sodass die Pflanze zunehmend kahler wird. Bei hoher Luftfeuchtigkeit tritt vor allem auf den herabgefallenen Blättern ein dichter weißer Sporenrasen auf. Wenn Du das beobachten kannst, ist die Infektion mit Cylindrocladiumbuxicola sehr wahrscheinlich. Eindeutige Klarheit erhältst Du allerdings nur durch Laboruntersuchungen.

Maßnahmen gegen das Buchsbaum-Triebsterben

Schneide bei leichtem Pilzbefall die betroffenen Sträucher sofort kräftig zurück. Desinfiziere die Schere anschließend sehr gründlich z. B. mit Spiritus. Auch alle herabgefallenen Blätter musst Du unbedingt aus dem Beet entfernen. Die Sporen sind auch noch nach mehreren Jahren ansteckend. Behandle die Pflanzen nach jedem Rückschnitt – auch nach dem normalen Formschnitt – umgehend mit einem Pilzbekämpfungsmittel (Fungizid). Wenn Du den neuen Austrieb mehrmals im Abstand von 10 bis 14 Tagen behandelst, kannst Du die jungen Triebe vor einer erneuten Infektion schützen.

Dem Buchsbaum-Triebsterben vorbeugen

Wichtig sind ein sonniger, luftiger Standort. Achte auf eine ausgewogene Wasser- und Nährstoffversorgung und gieße die Buchsbäume von unten und nicht über die Blätter, damit diese nicht unnötig feucht werden. An schwülen Sommertagen solltest Du die Pflanzen nicht zurückschneiden, denn die verletzten Blätter kann der Pilz leichter eindringen.

Widerstandsfähiger gegen den Pilzbefall sind alle stärker wachsenden Buchssorten wie Buxussempervirens Arborescen und Elegantissima sowie schwach wachsende Sorten des Kleinblättrigen Buchsbaums (Buxusmicrophylla) wie Herrenhausen und Faulkner. Sehr anfällig sind dagegen der beliebte Einfassungsbuchs (Buxussempervirens Suffruticosa) sowie die Einfassungs-Sorte Blauer Heinz. Geschnittene Pflanzen trocknen wegen ihres dichten Wuchses nicht so leicht ab und sind daher grundsätzlich anfälliger als ungeschnittene.

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Was sind Buchsbaumblattflöhe?

Auch Buchsbaumblattflöhe sind eine Gefahr für Buchsbäume. Diese Tiere sind europaweit verbreitet und befallen ausschließlich Buchsbäume.

Schadbild bei Buchsbaumblattflöhen

Haben Buchsbaumblattflöhe eine Pflanze befallen, krümmen sich die Blätter löffelartig nach oben bzw. nach innen. Der Befall tritt vor allem an den Triebspitzen auf. Ein Erkennungszeichen ist es, wenn Du weiße watteartige Ausscheidungen der hellgrünen Larven siehst sowie gelegentlich klebriger Honigtau an den Pflanzen hängt. Auf den Honigtauausscheidungen des Schädlings siedeln sich Rußtaupilze an.

Der dadurch entstehende, schwarze Belag sieht hässlich aus und schwächt die Pflanze. Die befallenen Blätter fallen im Endstadium der Pflanzenkrankheit ab, sodass die Pflanze zunehmend kahler wird. Bei hoher Luftfeuchtigkeit tritt vor allem auf den herabgefallenen Blättern ein dichter weißer Sporenrasen auf. Wenn Du das beobachten kannst, ist die Infektion mit Cylindrocladiumbuxicola sehr wahrscheinlich. Eindeutige Klarheit erhälst Du allerdings nur durch Laboruntersuchungen.

Maßnahmen gegen Buchsbaumblattflöhe

Schneide, wenn möglich, die Blattgallen bzw. befallenen Triebspitzen im Spätsommer/Herbst heraus oder kürze die Pflanzen insgesamt leicht ein. Kontrolliere die Pflanzen außerdem regelmäßige auf Befall. Im Frühjahr kannst Du direkt und gezielt Insektizide anwenden.

Alternativen zum Buchsbaum

Du bist gebeutelt vom Buchsbaumzünsler oder vom Buchsbaum-Triebsterben und suchst nach einer Alternative zu Buchsbäumen? Es gibt auch andere immergrüne Sträucher mit buchsbaumähnlichem Aussehen, beispielsweise die Immergrüne Heckenkirsche/Heckenmyrte oder die Sorten des Berg-Ilex. Oder schaue doch mal in unseren Märkten oder in unserem Onlineshop nach weiteren alternativen Freilandpflanzen!

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Nacktschnecken bekämpfen

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Unter Nacktschnecken versteht man eigentlich eine große Gruppe unterschiedlicher Schneckenarten aus verschiedenen Familien, die ihr ursprüngliches Gehäuse weitgehend reduziert haben. Im normalen Sprachgebrauch meint man meistens die Spanische Wegschnecke, einer der größten Quälgeister überhaupt im Garten. Ursprünglich ist sie in Südfrankreich und auf der Iberischen Halbinsel beheimatet und verbreitet sich seit den 70ern rasant in Europa.

Insbesondere nach milden Wintern und unter feuchtwarmen Bedingungen kann die Vermehrung der Nacktschnecken extreme Ausmaße annehmen und massive Probleme sowohl in der Landwirtschaft, als auch vor allem im eigenen Garten verursachen. Aufgrund des bitteren Schleims werden Nacktschnecken von den meisten Gartenbewohnern, wie Igel oder Kröten, verschmäht.

Nacktschnecken besitzen eine sogenannte Raspelzunge, die mit winzigen Zähnchen besetzt ist. Damit können sie junge Gemüse- und Zierpflänzchen komplett abfressen. An älteren Pflanzen erkennt man Schnecken am charakteristischen Lochfraß. Zu den Lieblingsspeisen der Schnecken im Garten zählen beispielsweise Salatblätter, Erdbeerfrüchte und Tagetes.

Zum Glück gibt es einige effektive Mittel und Methoden, mit denen Du die Anzahl an Nacktschnecken in Deinem Garten zumindest stark reduzieren kannst.

nacktschnecken vorbeugen

Nacktschnecken vorbeugen

Gieße wenn möglich nur morgens, damit Blätter und Boden im Laufe des Tages abtrocknen können. Mulche nur sehr dünn und nicht mit frisch abgestorbenen Pflanzenresten, da Du damit den Schnecken zusätzliche Nahrung und einen angenehmen Schlafplatz bietest. In „gefährdeten“ Lagen (entlang von Hecken, feuchten Orten) eher keine Lieblingsspeise der Schnecken pflanzen.

Setze am besten Schneckenzäune ein! Damit hältst Du Schnecken effektiv ab und kannst gleichzeitig Dein Beet eingrenzen.

Biologische Bekämpfung von Nacktschnecken

Die Bierfalle ist das klassischste aller Hausmittel und hat sich auch grundsätzlich bewährt. Durch den Duft des Bieres werden Schnecken (leider auch solche mit Häuschen) magisch angezogen, fallen in das eingelassene Gefäß und ertrinken. Das Problem dabei: Auf dem Weg zur Bierfalle richten die Nacktschnecken noch Fraßschäden an und legen womöglich Eier ab.

Eine händische Entfernung als “harmloseste“ aller Methoden ist möglich, wenn auch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Starte die Schneckensuche auf jeden Fall erst zur Dämmerung, wenn die meisten Schnecken aktiv sind.

Gegenmaßnahmen

Die häufigste Art der Bekämpfung ist das Schneckenkorn, auch als Molluskizid bezeichnet. Die darin enthaltenen Lockstoffe ziehen die Schnecken an und Bitterstoffe halten Haustiere und Igel davon ab das Schneckenkorn zu fressen. Einerseits gibt es Eisen-III-Phosphat, das auch im Biolandbau zugelassen ist. Es bewirkt einen sofortigen Fraßstopp, die Schnecken ziehen sich in ihr Rückzugsquartier bzw. in den Boden zurück und verenden dort.

Dann gibt es noch Schneckenkorn auf Basis von Metaldehyd. Es ist regenfester und sehr effektiv, jedoch schleimen die Schnecken durch Wasserentzug unmittelbar nach der Aufnahme des Korns sehr stark, wodurch unschöne Schleimspuren auf den Pflanzen auftreten können. Dadurch lässt sich aber auch feststellen, wo der Befallsdruck wie stark ist.

Tipps zur Verwendung von Schneckenkorn:

  • Bringe das Korn sowohl in den Beeten, als auch rundherum sowie entlang beliebter Rückzugsquartiere wie Hecken aus.
  • Streue das Korn auf jeden Fall breitwürfig (nicht auf einzelne Haufen!).
  • Schneckenkorn hält nicht ewig, es muss immer wieder neu ausgebracht werden, besonders nach intensiven Regenfällen.

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