Bevor Du Deine Küchenfronten streichen kannst, sind ein paar Vorbereitungen nötig. Küchenmöbel lassen sich nur sauber lackieren, wenn sämtliche Griffe abgeschraubt wurden. Schraube auch die Küchenfronten ab, damit Du sie zum Lackieren flach auf einen Arbeitstisch oder auf Böcke legen kannst. Sind viele Teile zu demontieren? Dann nummeriere sie vorher, damit Du später nichts verwechselst.
Küchenmöbel streichen
Küchenmöbel streichen ist eine einfache Möglichkeit, Deiner Küche ohne große Kosten einen frisches Aussehen zu verpassen. Mit der richtigen Vorbereitung und passenden Farben kannst Du alte Küchenschränke modern und individuell gestalten. Hier erfährst Du, worauf es beim Küchenfronten streichen wirklich ankommt.

Küchenmöbel streichen: Das brauchst Du
Küchenmöbel lackieren: Vorbereitung
Griffe und Fronten abschrauben
Anlauger für Küchenfronten mischen
Zuerst wird der Anlauger für die Küchenfronten im Verhältnis 1:10 bis 1:15 mit klarem Wasser vermischt. Entferne mit diesem Gemisch und einem Schwamm, Pinsel oder einer Bürste sämtliche Verschmutzungen. Alternativ kannst Du auch eine ammoniakalische Netzmittelwäsche aus 3 Teilen Wasser, 1 Teil Salmiakgeist und 1 Tropfen Spülmittel verwenden. Dieses Mittel darf nicht eintrocknen und wird deshalb nach kurzer Einwirkzeit mit Wasser gründlich abgewaschen. Glaseinsätze in den Küchenfronten werden mit Folie abgeklebt.
Schäden an Küche ausbessern
Hat die zu lackierenden Küchenfronten mechanische Schäden? Dann bessere sie mit Lackspachtel und einem Japanspachtel aus. Lass den Spachtel anschließend etwa 24 Stunden durchtrocknen.
Küchenfronten anschleifen
Nun werden die Küchenfronten mit Schleifpapier (180er Körnung) angeschliffen. Wickle dazu das Schleifpapier um einen Schleifklotz oder spann es in einen Handschleifer ein. Entferne anschließend den Schleifstaub gründlich; dazu die Oberfläche trocken absaugen oder abkehren.
Küche streichen ohne Schleifen
Wenn Du keine Lust auf langes Schleifen hast, wirst Du die Farben von Miss Pompadour lieben. Dank ihrer speziellen Grundierung, die Du vor der eigentlichen Farbe auftragen musst, kannst Du nämlich direkt losstreichen – ganz ohne mühsames Abschleifen. Die Grundierung sorgt dafür, dass der Lack trotzdem super hält, sogar auf glatten oder hochglänzenden Oberflächen.
Anschlussstellen zur Wand abkleben
Sollen nicht nur die Fronten der Küchenmöbel lackiert werden, sondern auch der Korpus? Dann klebe die Anschlussstellen zur Wand hin mit Kreppband ab. Klebe auch alle anderen Bereiche ab, die keine Farbe abbekommen dürfen. Schütze den Fußboden mit Malerkrepp oder Malervlies und die Arbeitsplatte mit Abdeckfolie.
Küchenmöbel streichen: Schritt für Schritt
Küchenfronten grundieren
Verwende beim Küchenmöbel Streichen als Grundbeschichtung ein 3in1-Produkt, das Grundierung, Haftvermittler und Vorlack in einem ist. Geeignet ist zum Beispiel ein Acryl-Multigrund, eine matte Universalgrundierung auf Wasserbasis, erhältlich in Weiß, Beige und Grau. Für einen weißen Deckanstrich wird auch eine weiße Grundierung empfohlen. Welche Grundierung zu Deinem Deckanstrich passt, erfährst Du in der Farbtabelle „Lack-Finder“. Verwende nur Werkzeuge, die zum Anstrichsystem passen.
Zuerst wird die Innenseite der Fronten gestrichen, falls Du sie streichen möchtest, danach die Außenseite. Rühre den Acryl-Multigrund gut durch und gib ihn in eine Farbwanne. Trage die Grundierung mit einer feinporigen Schaumstoffrolle auf und streiche den Decklack mit einem Lackpinsel mit Kunststoff- oder Mixborsten.
Grundierung anschleifen
Lass die Grundierung 8 Stunden durchtrocknen. Danach werden die Küchenfronten mit feinem Schleifpapier (400er Körnung) oder mit einem Schleifvlies vorsichtig geschliffen. Entferne danach den Schleifstaub wieder restlos von der Fläche.
Küchenfronten streichen
Nun wird als Zwischenbeschichtung ein Decklack aufgetragen, z. B. ein Hybrid-Lack. Rühre den Lack gut durch und gib ihn in eine Farbwanne. Lackiere zuerst die Kanten und schmale Bereiche mit einem Lackierpinsel mit Kunststoff- oder Mixborsten, danach die Flächen mit einer feinporigen Schaumstoffrolle – arbeite immer nass in nass, damit sich keine Farbansätze bilden.
Lass die Zwischenbeschichtung mindestens 12 Stunden trocknen. Danach ein letztes Mal mit feinem Schleifpapier (400er Körnung) leicht anschleifen. Entstaube die Fläche wieder gründlich und trage denselben Decklack wie zuvor noch einmal auf, dieses Mal aber als Schlussbeschichtung.
Küchenschränke überstreichen
Küchenschränke streichen kannst Du genauso wie die Küchenfronten: an schmalen Stellen und Kanten wieder mit dem Pinsel, auf den Flächen wie gewohnt mit der Schaumstoffrolle – und mit demselben Schichtaufbau.
Türen und Griffe an Küche montieren
Die Oberflächen erreichen ihre volle Endhärte und damit ihre endgültige Belastbarkeit erst nach etwa 28 Tagen. Du kannst die Türen und Griffe aber schon vorsichtig montieren, wenn der Lack gut durchgetrocknet ist.
Küchenmöbel streichen: häufige Fragen
Ja, Küchenmöbel lassen sich gut überstreichen – wichtig sind gründliche Reinigung, Anschliff und eine passende Grundierung.
Lackieren ist langlebiger und robuster, Folieren ist schneller, günstiger und bietet mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Was besser ist, hängt von Deinem Budget und der gewünschten Haltbarkeit ab.
Ja, auch beschichtete Fronten kannst Du streichen, wenn Du sie leicht anschleifst und einen geeigneten Haftgrund verwendest.
Ja, man kann Arbeitsplatten streichen, aber besonders bei Holz ist es oft nicht zu empfehlen, da sie stark beansprucht werden und dadurch die Farbe schnell Schaden nehmen kann.
Ja, Holzküchen lassen sich sehr gut streichen. Sie benötigen gründliches Schleifen und eine passende Grundierung























