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Fleischfressende Pflanzen pflegen

fleischfressende pflanzen pflegen

Fleischfressende Pflanzen faszinieren mit leuchtenden Farben und interessanten Formen. Und auch deshalb, weil sie das Konzept „Tiere fressen Pflanzen“ komplett auf den Kopf stellen. Mit wohlduftenden Lockstoffen und attraktiven Farben verführen sie ihre nichts ahnende Beute und bringen sie mit ausgeklügelten Fangmechanismen zur Strecke.

Die brennendsten Fragen rund um die Räuber beantworten wir hier.

Lesezeit 8 min. Fleischfressende Pflanzen

Darwins Beweise für die Evolutionstheorie

Der britische Naturforscher Charles Darwin hat den Begriff „Insektivoren“ für „insektenfressende“ Pflanzen geprägt. Er sah die Gewächse als Beweis für seine Evolutionstheorie an.
Fleischfressende Pflanzen sind das Paradebeispiel für die evolutive Anpassung von Pflanzen an extreme Lebensräume.

Karnivoren gedeihen wunderbar in Gebieten mit nährstoffarmen Böden und teilweise sogar auf solchen, die mit Schwermetall belastet sind. Ihre Heimat sind Moore, Feuchtwiesen, oder Sandböden und glatte Felsen. Am stärksten sind Karnivoren in warmen Moorgebieten und tropischen Hochgebirgen verbreitet.

Überall dort, wo es warm und feucht ist, ist auch ihre Beute unterwegs: Wassertierchen, Fliegen & Co. Auf der Speisekarte vieler Karnivoren stehen auch Fadenwürmer, Wasserflöhe, Einzeller und andere Kleinstlebewesen. Einige größere Insektivorenarten können kleine Wirbeltiere fangen, darunter Mäuse, kleine Echsen und Frösche.

Im Laufe der Evolution haben fleischfressende Pflanzen clevere Fang- und Verdauungsmechanismen entwickelt, um sich lebenswichtige Nährstoffe wie Stickstoff anders als über den Boden zu besorgen. Hier und da nach einem Insekt zu schnappen, sichert ihnen das Überleben auf nährstoffarmen Untergründen.

Die Zusatznahrung brauchen sie nicht, lässt sie aber besser wachsen und so setzen sie sich gegen die wenigen Konkurrenten an ihrem Standort durch.

evolutionstheorie

Unterschiedliche Fallenarten

Die räuberischen Pflanzen können ihre Beute entweder aktiv oder passiv zur Strecke bringen – die Fangmethoden sind bizarr und einfallsreich! Angelockt wird das „ahnungslose Opfer“ meist mit Duftstoffen. Das Tier bleibt schließlich im klebrigen Sekret der Fangblätter hängen. Und: Die Falle schnappt zu. Der verlockende Nektar enthält oft Betäubungsmittel, damit sich die Beute nicht mehr wehren kann.

Verdaut wird der Fang mithilfe von Bakterien und Enzymen, die den menschlichen Verdauungsenzymen ähneln. Mit ihnen wird das verschlungene Tier zersetzt, und die freigesetzten Nährstoffe werden von der Pflanze aufgenommen.

Hier ein kurzer Überblick über verschiedene Fallentypen:

Sonnentau (Drosera), Fettkräuter (Pinguicula), Regenbogenpflanzen (Byblis), Wanzenpflanzen (Roridula), Taublatt (Drosophyllum), Liane Hakenblatt (Triphyophyllum) und Schusspflanzen (Stylidium) setzen ihre Beute mithilfe heimtückischer Klebefallen schachmatt. Das klebrige Sekret wird über Drüsen abgesondert, entweder direkt auf den Blättern oder über Tentakeln, mit denen die Blätter besetzt sind.

Insekten werden mit Duftstoffen angelockt und bleiben schließlich am klebrigen Sekret haften. Sich zu befreien ist aussichtslos, denn jede Bewegung des Insekts verstärkt die tödliche Wirkung der Falle. Einige Pflanzen beschleunigen den Prozess durch zusätzliche Bewegungen der Fangblätter; Enzyme sorgen für die Verdauung. Es gibt auch Insektivoren, die ihre Beute aussaugen.

klebefalle

Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula) und Wasserfalle (Aldrovanda vesiculosa) verfügen über die bekannteste Fangmethode – die Klappfalle. Die schnelle Schließbewegung des Fangkörpers, meist zwei Blatthälften, verschafft der Pflanze ihr Futter.

Sie wird durch kleine Fühlhaare auf den Blattinnenseiten ausgelöst. Erst, wenn diese Fühlhaare mehrmals berührt werden, schnappt die Falle zu – so wird verhindert, dass sie durch Regen oder Wind ausgelöst wird. War die Pflanze erfolgreich, wird das Insekt mithilfe eines Sekrets verdaut. Nach etwa acht Tagen ist der Verdauungsprozess abgeschlossen, die Klappe öffnet sich, und die unverdaulichen Reste des Snacks kommen zum Vorschein.

klappfalle

Zwergkrug (Cephalotus), Sumpfkrug (Heliamphora), Kannenpflanze (Nepenthes), Schlauchpflanze (Sarracenia) und Kobralilie (Darlingtonia) sind mit Fallgrubenfallen ausgestattet. Ihre Blätter bilden einen Hohlraum, in den das Insekt hineinfällt. Wegen der glatten Innenwände und der Enge kann sich die Beute nicht oder nur sehr schwer befreien, und die Pflanze kommt so an ein schmackhaftes Mahl.

Im unteren Schlauchbereich der Fallgrubenfalle findet die Verdauung statt. War die Pflanze erfolgreich, pumpt sie den Verdauungssaft in die Schläuche, die Schlauchwände nehmen dann die Nährstoffe auf.

fallgrubenfalle

Hier die eindrucksvollsten Exemplare von fleischfressenden Pflanzen

Herkunft

Alle 8 Arten der Gattung sind in Nordamerika beheimatet. Das Verbreitungsgebiet der Schlauchpflanze reicht von Kanada bis Florida. Sarracenien sind bei uns aufgrund ihrer Heimatgebiete bedingt bis voll winterhart.

Besonderheiten

Sarracenien zählen zu den effizientesten Insektenfängern. Sie erbeuten unterschiedliche Insektenarten, darunter Schnaken, Schwebfliegen, Stubenfliegen und Wespen. Die Schläuche der Sarracenien sind oft schon nach wenigen Tagen randvoll gefüllt.

Pflege im Sommer

Sie lieben viel Licht, frische Luft und haben nichts gegen sommerlich heiße Tage und volle Sonne. Dann färben sie sich besonders intensiv!

Pflege im Winter

Alle Arten verlangen strenge Winterruhe bei Temperaturen zwischen 5 und 8 °C. Die Schlauchpflanze ist voll winterhart und verträgt auch strenge Fröste. Sie kann draußen überwintern.

Tipp: Kein Wasser in den Schlauch gießen, hier befindet sich der Verdauungssaft!

schlauchpflanzen

Herkunft

Beheimatet ist die Venusfliegenfalle in einem kleinen Gebiet an der Atlantikküste Amerikas, in den US-Staaten North Carolina und South Carolina. Dort wächst sie in sehr sandigen, schilfgrasbewachsenen Moor- und Sumpfgebieten mit feuchtwarmem Klima. Schnee und längere Fröste sind eher selten. Im Sommer kann die Temperatur auf 35 °C steigen, die Luftfeuchtigkeit erreicht dann fast 100 Prozent. Der sandige Boden in der Heimat ist leicht sauer (pH-Wert 4–5).

Besonderheiten

Die wissenschaftliche Bezeichnung Dionaea kommt von Dione (griech.), sie ist die Mutter der griechischen Göttin Aphrodite. Grund ist die eigenwillige Schönheit der Pflanze; „muscipula“ bedeutet übrigens Mausefalle und nicht Fliegenfalle.

Pflege im Sommer

Die Venusfliegenfalle bevorzugt einen sonnigen Standort, gern auch draußen im Garten. Ohne starke Sonneneinstrahlung färben sich die Falleninnenseiten nicht rot, und im Extremfall bilden sich nur kleine Fallen.

Pflege im Winter

Winterruhe ist Pflicht. Temperaturen von 5 bis 10 °C sind ideal, wärmer als 15 °C sollte es in ihrer Umgebung nicht sein. Ältere Pflanzen vertragen durchaus leichte Fröste bis –10 °C. Von einem sogenannten Durchkultivieren (keine Winterruhe) ist abzuraten, dies kann zum Absterben der Pflanze führen.

Tipp: Die einzelne Falle kann sich bis zu sieben Mal schließen, danach stirbt sie ab. Deshalb sollte ein Blatt nicht allzu oft künstlich gereizt werden!

venusfliegenfalle

Herkunft

Nepenthes alata ist eine Hybride, deren Mutterpflanze auf Borneo und Sumatra beheimatet ist. Die tropische Art wird dort bis zu 3,5 m hoch und kann 13 cm große Kannen ausbilden.

Besonderheiten

Der Kannensaft wird von Einheimischen zum Auswaschen der Augen bei Augenkrankheiten benutzt.

Pflege

Sie benötigt genügend Licht, damit sie Kannen ausbilden kann. Bei hoher Luftfeuchte fühlt sich die Kannenpflanze besonders wohl. Auf Nachttemperaturen zwischen 10 und 16 °C ist sie eingestellt. Sie verträgt keine Dauernässe. Hybriden sind grundsätzlich unempfindlicher.

Tipp: Kein Wasser in die Kannen gießen, hier befindet sich der Verdauungssaft. Der Deckel der Kanne dient als Regenschutz, damit der Verdauungssaft nicht zu sehr verdünnt wird.

kannenpflanze

Herkunft

Weltweit verbreitete Pflanze. Frostfeste Arten findet man in ganz Europa und Nordamerika. Drosera rotundifolia, intermedia und anglica sind bei uns heimisch.

Besonderheiten

Sonnentau enthält medizinische Wirkstoffe, die in Medikamenten gegen Husten zu finden sind.

Pflege im Sommer

Der heimische Sonnentau mag es sonnig, aber nicht zu heiß. Für ein Terrarium im Haus ist er nicht geeignet.

Pflege im Winter

Bei uns beheimatete Arten überwintern draußen. Sie sind absolut frosthart. Über Winter ziehen sie sich ein und treiben im Frühjahr wieder aus.

Tipp: Für Anfänger eignen sich subtropische Arten. Dazu gehören Drosera capensis, Drosera aliciae und Drosera spathulata. Diese Arten wollen im Winter etwas kühler stehen, vertragen aber auch Zimmertemperatur, wenn genügend Luftfeuchtigkeit herrscht.

sonnentau

Fleischfressende Pflanzen richtig pflegen

Lebensmotto der Pflanzen: Viel Licht, viel Wasser und sauer macht lustig! Wenn Du diese wenigen Bedürfnisse der Insektenfänger beherzigst, dann können Karnivoren über Jahre und ohne großen Aufwand Deinen Garten bevölkern oder als aktive Insektenfänger auf der Fensterbank gehalten werden!

Wie bei jeder Pflanze gibt auch bei den Insektivoren die Herkunft Hinweise auf Standort und Pflege. Hier ein paar Pflegetipps zu fleischfressenden Pflanzen:

Der richtige Standort für fleischfressende Pflanzen

Fleischfressende Pflanzen können drinnen oder draußen auf ihre Beute warten. Bei uns verbreitete und frostharte Insektivoren können das ganze Jahr über im Garten bleiben. Exotische Exemplare solltest Du rechtzeitig ins Haus holen oder ganzjährig auf der Fensterbank halten.

Karnivoren kommen in der Natur eher in wenig bewachsenen Gebieten vor. Aus diesem Grund sind sie viel Licht gewöhnt. Das Licht ist für die Ausfärbung der Blätter nötig. Bekommen die Pflanzen zu wenig Licht, werden die Blätter schnell hellgrün und bleiben dünn.

richtiger standort

Pralle Sonne vertragen Karnivoren dagegen nicht so gut. Am Nordfenster überleben nur weniger lichthungrige Vertreter, beispielsweise die Kannenpflanze oder das unkomplizierte Fettkraut. Viel Sonne brauchen hingegen die Schlauchpflanze, Venusfliegenfalle, Sonnentau oder auch die Kobralilie. Im Winter freuen sie sich über Zusatzbeleuchtung. Das ist aber kein Muss.

Wie in den heimatlichen Mooren und Feuchtwiesen lieben es Insektivoren auch hier warm und feucht. Außer in der Winterruhe behagen ihnen angenehme 18 bis 25 °C, Temperaturen bis zu 30 °C halten sie problemlos aus. Im Sommer reicht die natürliche Luftfeuchtigkeit aus.

Im Winter sollten die Exoten in ein feuchtes Becken gestellt oder gepflanzt werden, um in der trockenen Heizungsluft nicht einzugehen. Da fast alle Fleischfresser erhöhte Luftfeuchtigkeit lieben, fühlen sie sich auch in Gefäßen wohl. Diese sollten nicht ganz geschlossen sein, sonst verbrennen die Pflanzen. Durch die Sonneneinstrahlung würde sich die Luft im Gefäß zu stark erhitzen.

Tipp: Terrarien bepflanzen mit fleischfressenden Pflanzen

Du stehst nicht auf Fische oder Echsen? Pflanze doch mal exotische Insektenfänger in ein Terrarium. Dort kannst Du ganz leicht ein feuchtwarmes Klima erzeugen und setzt die fleischliebenden Räuber gleichzeitig gekonnt in Szene. Auf jeden Fall ein Hingucker!

Die richtige Erde für fleischfressende Pflanzen

Obwohl Karnivoren mit ihren Fangfallen kleine Insekten und Spinnen erbeuten und verdauen können, brauchen sie ein paar Nährstoffe aus dem Boden – am besten gelingt Dir das mit einem speziellen Substrat. Für Pflanzen, die viel Wasser brauchen, ist ungedüngter Hochmoortorf genau das Richtige.

Ansonsten eignet sich unsere Spezialerde für fleischfressende Pflanzen von FloraSelf hervorragend.

Fleischfressende Pflanzen gießen

Wässere die Insektenfänger am besten mit Regenwasser. Das ist kalk- und salzarm. Leitungswasser ist zu hart und mineralreich. Die Karnivoren mögen die sogenannte Anstaubewässerung. Stelle hierfür den Topf in einen Untersetzer und fülle ihn bis ca. 1 cm mit Wasser auf. Diese Anstaubewässerung solltest Du nur alle 2 Tage durchführen, damit die Wurzeln nicht ständig im Wasser stehen und schließlich irgendwann anfangen zu faulen.Beim Zwergkrug und den Kannenpflanzen sollte das Substrat immer feucht sein, aber nicht nass. Bei Kannenpflanzen kann man von oben das Substrat bewässern, sie sind auch die einzigen Sorten, die es mögen, täglich besprüht zu werden. Die übrigen Karnivoren werden lieber von unten statt von oben bewässert.

Achtung! Gieße auf keinen Fall Wasser in die Pflanze hinein oder in ihre Fangorgane! Sonst werden die Verdauungssäfte verdünnt, und die Pflanze kann Nährstoffe nicht mehr richtig abbauen oder aufnehmen.

Fleischfressende Pflanzen düngen

Insektivoren sind an nährstoffarme Gebiete wie Moore und Sandwiesen angepasst und benötigen keinen Dünger! Auch eine Zusatzfütterung mit Insekten ist nicht notwendig. Die Insektenfänger versorgen sich selbst. Das „Zufüttern“ mit Fleisch aus der Küche sollte wirklich nur Beobachtungszwecken dienen! Nicht verwertete Nahrung schimmelt vor allem im Winter leicht im Inneren der Pflanze und gefährdet damit ihr Leben.

fleischfressende pflanzen im kuebel

Winterruhe

Nicht heimische Insektivoren müssen frostfrei überwintern. Wenn sie nicht schon das ganze Jahr auf der Fensterbank verbringen, solltest Du sie im Winter ins Haus holen. Temperaturen zwischen 5 und 10 °C sind ideal für die Wintermonate.

Die über der Erde befindlichen Teile der Pflanze sterben ab, und die zwiebel- knollenartige Wurzel überwintert in der Erde. Zur Not können fleischfressende Pflanzen auch in wärmeren Räumen überwintern. Das strapaziert die Pflanzen jedoch. Sie kränkeln eher und werden blühfaul. Das gilt für Dionaea, Sarracenia, winterharte Droseras, Utricularia, Pinguicula.

Heimische, winterharte Insektivoren kannst Du getrost im Garten lassen. Auch sie ziehen sich in die Wurzel zurück und treiben im nächsten Frühjahr wieder aus.

Ein Moorbeet für fleischfressende Pflanzen im Garten anlegen

Viele Insektivoren sind frosthart. Sie können also das ganze Jahr draußen verbringen. Frostharte Fettkräuter bevorzugen basischen Untergrund. Deshalb sind sie im Flachmoorbeet-Biotop bestens aufgehoben.

Alle anderen frostharten Insektivoren gehören in ein Hochmoorbeet mit einem pH-Wert unter 4 (sauer).
Du musst kein riesiges Moor in Deinem Garten anlegen, damit die lebenden Insektenfallen sich wohlfühlen. Ein alter Mörtelkübel oder Ähnliches genügt als Grundlage für ein Biotop.

Im Sommer kannst Du viele Insektivoren ins Freilandbiotop setzen. Pflanze sie einfach in Tontöpfe und versenke diese in eine Torfschicht. Die Insektenfänger werden über die wasserdurchlässige Tonwand ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt.

Im Garten blühen die exotischen Schönheiten auf und entwickeln sich zu wunderschön ausgefärbten, vitalen Pflanzen. Im Freien haben die cleveren Räuber allerdings ein paar Fressfeinde:

  • Gefräßige Schnecken schleichen sich leider oft in feuchte Biotope ein und verstecken sich im Torfmoos. Beschützen kannst Du Deine Pflanzen, wenn die Schnecken bei feuchtem Wetter in der Dämmerung ihre Verstecke verlassen. Dann können sie einfach eingesammelt werden. Gelingt das nicht, kannst Du sie mit Bierfallen fangen. Schneckenkorn tut den hochsensiblen Biotopen nicht gut. Darauf lieber verzichten.
  • Vögel bedienen sich im Frühjahr gerne an einem Moorbeet. Sie verwenden Sonnentau und Torfmoos für ihre Nester. Die fleischfressenden Pflanzen kannst Du vor ihnen schützen, indem Du das Beet im Frühjahr mit einen feinmaschigen Draht oder Netz überspannst.
  • Torfmoos (Sphagnum) kann bei guten Bedingungen – wenn Du beim Biotopbau alles richtig gemacht hast – anfangen, zu wuchern. Gewächse wie der Schattentau werden dann leicht überwuchert und sterben an Lichtmangel. Aber auch größere Pflanzen können unter das Sphagnum geraten. Um das zu verhindern, kannst Du das Torfmoos einfach gelegentlich herausschneiden.

So baust Du ein Moor für Terrasse oder Balkon

Mit wenigen Handgriffen kannst Du ein eigenes kleines Moor in einem Kübel erschaffen. Ein richtiger Hingucker für Terrasse oder Balkon!

  • Lege das Moor in einem wasserdichten Kübel an. Er sollte ca. 40 Liter fassen und min. 20 cm hoch sein.
  • Jetzt reicht es nicht, den Kübel einfach mit Torf zu füllen. Der trocknet zu schnell aus. Ein künstliches Moor muss man sich eher als Teich mit einer schwimmenden Torfschicht vorstellen. Dafür benötigst Du einige größere Kunststofftöpfe, die als Wasserspeicher dienen.
  • Bohre zuerst ringsherum kleine Löcher in die Töpfe. Stelle die Töpfe mit der Öffnung nach unten auf den Boden des Kübels. Das gewährleistet einen regen Wasseraustausch zwischen Wasserspeicher und Torfschicht. Die internen Wasserspeicher sollten den Kübel weitestgehend ausfüllen und etwa 10 cm unterhalb des Randes enden.
  • Fülle den Kübel anschließend bis zur Hälfte mit Regenwasser. Dann werden die Leerräume zwischen den internen Wasserspeichern dicht mit Torf aufgefüllt, dem Du etwas Quarzsand beimischen kannst. Verwende ausschließlich Weißtorf, einen ungedüngten, gering zersetzten Hochmoortorf. Wässere das Gemisch gut, bevor Du es einfüllst. Sonst schwimmt es an der Oberfläche und setzt sich nicht zwischen den Wasserspeichern ab.
  • Die internen Wasserspeicher müssen komplett mit Wasser gefüllt sein, notfalls noch einmal nachwässern.
  • Abschließend werden die restlichen 10 Zentimeter des Kübels mit Torf gefüllt und nochmals gewässert: Fertig ist der Moorkübel.

Das brauchst Du, um ein Kübel-Moorbeet zu bauen:

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