Terrarientiere halten

Terrarientiere halten

Spinne, Schlange oder doch lieber Echse? Du stehst auf alles, was kreucht und fleucht und keine lästigen Tierhaare in deinem Heim hinterlässt?
Hier stellen wir Dir die wichtigsten Infos zu Terrarientieren und Terrarieneinrichtung vor.

Lesezeit 7 min.

Die beliebtesten Terrarientiere

Fast alle Terrarientiere sind wechselwarme Tiere, d.h. ihre Körpertemperatur wird von der Temperatur ihrer Umgebung und der Sonneneinstrahlung beeinflusst. Die Tiere regeln ihre Körpertemperatur selbst, indem sie – je nach Bedarf – kältere oder wärmere Zonen aufsuchen und dort verweilen. Nur durch diese Regulierung können ihr Stoffwechsel und das Verdauungssystem optimal arbeiten. Darum solltest Du bei der Haltung und Unterbringung der Terrarientiere unbedingt auf eine möglichst artgerechte Einrichtung des Terrariums und das bestmögliche Klima achten.

Reptilien als Terrarientiere

Reptilien (von lateinisch „reptilis“ = „kriechend“) sind eine Klasse der Wirbeltiere am Übergang zwischen niederen und höheren Wirbeltieren. Sie zeichnen sich durch einen langen Schwanz, ein echsenartiges Aussehen und schleimlose Hornschuppen aus, die ihren Körper bedecken. Im Gegensatz zu Amphibien schlüpfen sie als Lungenatmer oder werden als solche geboren. Sie haben kein Larvenstadium. Beliebte Reptilien für die Haltung im Terrarium sind unter anderen:

  • Boas, Tiger-/Königspythons
  • Korn-, Erd- oder Königsnattern
  • Wasseragamen, Bartagamen
  • Leopardgeckos, Warane, Chamäleons, Anolis
  • Stachel- oder Stachelschwanzleguane
  • Pantherschildkröte oder Griechische Landschildkröte

Reptilien als Terrarientiere

Amphibien als Terrarientiere

Amphibien oder Lurche bilden stammesgeschichtlich die älteste Klasse der Landwirbeltiere. Ihr Name leitet sich vom griechischen „amphíbios“ = „doppellebig“ ab. Amphibien haben nämlich ein Larvenstadium im Wasser und leben erst nach der Metamorphose von Kiemen- zu Lungenatmern an Land. Aber auch an Land brauchen sie noch viel Feuchtigkeit, damit sie Sauerstoff und Wasser über die Haut aufnehmen können. Deswegen sollte in ihrem Terrarium eine hohe Luftfeuchtigkeit herrschen. Die beliebtesten Amphibien für die Haltung im Terrarium sind:

  • Laubfrösche oder Pfeilgiftfrösche
  • Kröten
  • Unken

Amphibien als Terrarientiere

Insekten und Spinnentiere als Terrarientiere

Insekten und Spinnentiere gehören zur Familie der Gliederfüßler, dem artenreichsten Stamm der Tiere. Weit über eine Million Arten gehören dazu. Im Terrarium werden meist folgende Exemplare gehalten:

  • Vogelspinnen (z. B. Martinique Vogelspinne, Rotknievogelspinne, Goldstreifenvogelspinne)
  • Wüstenskorpione
  • Heuschrecken (z. B. Stabheuschrecke, Gespensterheuschrecke)
  • Gottesanbeterinnen

Spinnentiere als Terrarientiere

Woran erkenne ich ein gesundes Terrarientier?

Beim Kauf der Terrarientiere solltest Du auf Folgendes achten:

  • geschlossenes Maul, frei von schmierigen Belägen oder Schaum
  • saubere Augen, die nicht zu tief in den Augenhöhlen liegen
  • Haut ohne Auffälligkeiten wie Wunden oder Beulen; sie sollte nicht zu faltig sein und Rippen oder Wirbel sollten nicht allzu stark sichtbar sein
  • Speziell bei Echsen auf vollständig gehäutete Zehen achten, sonst können Abschürfungen die Folge sein
  • Bei Schildkröten auf einen gesunden und harten Panzer achten, nur bei Jungtieren darf der Panzer ggf. weich sein
  • Bei Spinnen darauf achten, dass sie noch alle acht Beine und keine weißlichen, pilzartigen Stellen am Körper haben. Eine „Glatze“ am Hinterleib stellt kein gesundheitliches Problem dar.

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Terrarientiere richtig füttern

Terrarientiere füttern

Terrarientiere benötigen artgerechtes und hochwertiges Futter, das den natürlichen Ernährungsgewohnheiten weitestgehend entspricht. Eine unzureichende Ernährung kann Mangelerscheinungen wie Rachitis oder ernährungsbedingte Krankheiten wie Fettleber oder Nierengicht zur Folge haben.

Viele Terrarientiere fressen lebende Tiere, da ihre Sinnesorgane auf Bewegungen und Körperwärme von Beutetieren (z. B. Vögel oder Kleinsäuger) reagieren. Diese Tiere solltest Du, bis auf wenige Ausnahmen, an „Ersatzfutter“ gewöhnen. So kannst Du beispielsweise Schlangen auch tote Mäuse füttern, wenn Du sie vorab auf 37-40 Grad erwärmst.

Weitere gängige Futtertiere sind z. B.: Heuschrecken, Schaben, Grillen, Heimchen, Würmer und mehr. Da es in der Natur weitaus mehr Angebot an tierischer Beute gibt, solltest Du die Futterart öfter mal wechseln, um Mangelerscheinungen vorzubeugen.

Zudem kannst Du die Futtertiere vor der Verfütterung noch „pimpen“, indem Du diese etwa zwei Wochen in speziellen Futtermischungen hältst, die mit Mineralien, Ballaststoffen und Co. angereichert sind, die das Terrarientier dann automatisch mit frisst.

Die Vegetarier unter den Terrarientieren, wie z. B. grüne Leguane oder europäische Landschildkröten, kannst Du mit Wiesenkräutern, Salaten, Keimlingen, zerkleinertem Gemüse etc. glücklich machen. Zudem gibt es spezielles Fertigfutter, das Du den Pflanzenliebhabern anbieten kannst. Dieses sollte proteinarm sowie faser- und ballaststoffreich sein .

Wassergetier und Fische sind die Lieblingsspeise der meisten Wasserschildkröten. Auch „totes Futter“ wie Wasserpflanzen oder auch tote Fische werden sich die Allesfresser gerne mal einverleiben. Darum gestaltet sich die Ernährung von Wasserschildkröten recht einfach; für sie gibt es auf deren Bedürfnisse zugeschnittene Futtermischungen in Form von Sticks, Tabletten oder getrockneten Wassertieren.

Die richtigen Futtermengen und -intervalle

Je nach Tierart unterscheiden sich die Menge pro Mahlzeit und die zeitlichen Abstände zwischen den Fütterungen.

  • Jungtiere solltest Du in den ersten Wochen meist täglich füttern.
  • Bei älteren Tieren reicht es aus, wenn Du sie 2- bis 3-mal pro Woche fütterst.
  • Schlangen benötigen ihre Fütterungseinheiten nur in sehr großen Abständen.
  • Die Futtermenge muss dem jeweiligen Tier angemessen sein. Viele Tiere fressen auf Vorrat, auch wenn sie – anders als in der Natur – im Terrarium bei Dir keine Mangelzeiten erleben. Darum nicht übermäßig füttern, das kann speziell bei Wüstentieren zur Verfettung führen.

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Terrarium einrichten

Terrarium einrichten

Mit einem Terrarium kannst Du Dir eine faszinierend andere Welt in unsere Breiten holen. Beim Einrichten eines Terrariums gibt es allerdings einiges zu beachten. Wir haben Dir die wichtigsten Infos zu verschiedenen Terrarientypen, zu den Klimabedingungen im Terrarium und zur richtigen Einrichtung zusammengestellt.

Arten von Terrarien

Je nach Art des Terrarientiers ist die Haltung in einem Wüsten-, Regenwald- oder sogar in einem Aquaterrarium notwendig. Du solltest für Deine Tiere einen möglichst naturnahen Lebensraum schaffen, damit sie gesund bleiben und sich bei Dir zuhause fühlen.

In Wüsten- oder Trockenterrarien werden Tiere gehalten, die aus de Wüste oder der Savanne stammen. Die Temperatur im Wüstenterrarium beträgt je nach Tier tagsüber ca. 28 bis 32 Grad, punktuell bis 38 Grad und nachts 20 bis 22 Grad bei einer Luftfeuchtigkeit von 45 bis 60 %. Der Bodengrund, die Rückwandgestaltung und Einrichtung sollten an das jeweilige Tier angepasst werden.

Wesentliche Bestandteile beim Einrichten eines Wüsten- bzw. Trockenterrariums:

Bodengrund

Hierfür eignen sich alle Arten von Sand (rot, gelb, weiß). Roter Sand kann beispielsweise modelliert werden, da er feucht geliefert wird. Tiere, die gerne graben, können so Höhlen im Sand anlegen, nachdem er getrocknet ist.

Dekoration

Je nach Bedürfnis der Tierart kannst Du das Terrarium mit Steinaufbauten (mit oder ohne Höhlen) und Hölzern dekorieren. Befestige Steinaufbauten mit speziellem Silikon (z. B. Aquariensilikon), damit sich die Tiere nicht verletzen können. Achte bei der Einrichtung der Dekoration auf das Gesamtgewicht des Terrariums und die Statik des Aufstellplatzes.

Pflanzen

Passende Pflanzen ergänzen das Terrarium und machen es optisch perfekt. Lebende Pflanzen fallen bewegungsfreudigen und größeren Tieren allerdings schnell zum Opfer, daher ggf. künstliche Terrarienpflanzen einsetzen. Zudem solltest Du aufgrund der Verletzungsgefahr keine echten Kakteen verwenden.

In Regenwald- oder Tropenterrarien werden Tiere und Pflanzen gehalten, die aus den feuchten Tropen stammen. Je nach Bewohner sollte die Temperatur im Regenwaldterrarium tagsüber ca. 20 bis 30 Grad bei einer Luftfeuchtigkeit von 80 bis 90 % und nachts 20 bis 22 Grad bei einer Luftfeuchtigkeit von 100 % betragen. Der Bodengrund, die Rückwandgestaltung und Einrichtung sollten der natürlichen Umgebung des jeweiligen Tiers nahekommen und an seine Bedürfnisse angepasst werden.

Wesentliche Bestandteile eines Regenwaldterrariums:

Bodengrund

Hierfür eignen sich spezielle Terrarienerde für feuchte und halbfeuchte Terrarien oder z. B. auch Bodensubstrate aus Pinienrinde.

Dekoration

Setze im Regenwaldterrarium feuchtigkeitsresistente Äste als strukturierende Elemente ein. Auch Korkrinde, Holzwurzeln und diverse Pflanzen und Lianen aus Kunststoff eignen sich als Klettergerüste bei Klettergelüsten. Weitere Gestaltungselemente sind flache Steine, die Du an die Wände kleben kannst, und Pflanzelemente aus Kokosfasern. Auch Äste, die mit Aufsitzerpflanzen dekoriert werden, sind echte Hingucker.

Pflanzen

Der Einsatz von Pflanzen ist besonders wichtig für die naturgetreue Ausstattung des Regenwaldterrariums. Übertreibe es aber nicht mit der Anzahl – Du willst Deine Tiere schließlich noch zu Gesicht bekommen. Prinzipiell sind alle Pflanzen für das Terrarium geeignet, die Du auch gerne auf Deiner Fensterbank platzierst – im Zweifel einfach den Fachmann fragen. Für Tiere mit Haftfingern, wie z. B. Geckos, sind Pflanzen mit großen und glatten Blättern empfehlenswert.

Wasserfall und Co.

Wasserbehältnisse oder kleine Wasserfälle machen jedes Regenwaldterrarium perfekt. Viele Bewohner eines solchen Terrariums bevorzugen bei der Wasseraufnahme bewegtes Wasser, wie z. B. das Chamäleon. Plane bei der Installation der Wasseranlagen in jedem Falle Ausstiegsmöglichkeiten für die Tiere mit ein. Zudem musst Du einen Wasserfilter installieren. Bei Wasserstellen bis zu 50 Litern reicht ein Innenfilter, bei größeren solltest Du über die Anschaffung eines Außenfilters nachdenken.

Tipp:

  • Bedenke bei all der Einrichtungseuphorie, dass Aufbauten und Dekoration den Bedürfnissen der Tiere gerecht werden und einfach zu reinigen sind.

Diese Art von Terrarium ist im Prinzip eine Kombination von Regenwaldterrarium mit einem Aquarium. Das Aquaterrarium bzw. Paludarium ist aufgrund des hohen Wasseranteils perfekt für die Haltung und Pflege von Wasserschildkröten geeignet.

Bei der Einrichtung und Pflege des Wasserteils solltest Du Dich nach den Vorgaben für die Aquariumpflege richten. In Sachen Technik benötigst Du zusätzlich zur Ausstattung des Regenwaldaquariums noch einen Aquarienheizer sowie Außenfilter.

Standort für das Terrarium

  • Mit wenigen Ausnahmen ist jeder Raum als Standort für ein Terrarium geeignet. Platziere es am besten dort, wo Du Deine neuen Haustiere in Ruhe und gemütlich beobachten kannst.
  • Achte darauf, dass das Terrarium nicht in der prallen Sonne steht, um eine Überhitzung zu vermeiden.
  • Wenn Du hitzeempfindliche Tiere in dem Terrarium halten möchtest, sollte das Terrarium im Sommer nicht in einer sehr warmen Dachgeschosswohnung stehen – das kann den Tieren schaden.
  • Je nach Größe des Terrariums sollte der Standort des Terrariums tragfähig und stabil sein und das Gewicht des Terrariums inkl. Inhalt tragen können.
  • Denke bei der Standortwahl an Deinen Rücken! Die Pflege des Terrariums sollte ohne große Verrenkungen möglich sein.

Klima im Terrarium

Das Klima im Terrarium ist ein entscheidender Faktor, damit sich die Tiere wohlfühlen können. Mit der richtigen Terrariumtechnik kannst Du das typische Klima für die Tiere nachstellen.

Die wichtigsten Klimafaktoren im Terrarium sind:

  • Temperatur (Luft- und Bodentemperatur und auch lokale Stellen mit hohen Temperaturen)
  • Beleuchtung (Dauer und Intensität der Beleuchtung und Lichtqualität), da die Bewohner von Terrarien zumeist wechselwarme Tiere sind
  • relative Luftfeuchtigkeit
  • Be- und Entlüftung des Terrariums

In der Regel sinkt die relative Luftfeuchtigkeit, je länger Beleuchtung und Heizung in Betrieb sind.

Bei kleinen Terrarien kann es zu schnellen Änderungen der Klimawerte kommen. Durch entsprechende Regeltechnik müssen darum die Klimawerte immer wieder reguliert und optimal eingestellt werden. Kleine Terrarien sollten außerdem nur mit einer Bodenheizung (ca. 15 oder 7,5 W) ausgestattet werden.

Bei größeren Terrarien geht eine Veränderung des Klimas nicht so schnell vonstatten. Zudem lassen sich hier leicht Zonen mit unterschiedlichen Temperaturen schaffen, so dass die Bewohner des Terrariums je nach Bedarf die entsprechend angenehmsten „Klimazonen“ aufsuchen können.

Klima im Terrarium
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Terrarien beheizen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Terrarien zu beheizen. Hier einige Tipps, je nachdem, welche Terrarienart Du hast.

Heizart Wüstenterrarium Regenwaldterrarium
Heizmatten Statte eine Hälfte des Wüstenterrariums mit einer Heizmatte aus (Herstellerangaben bei der Anbringung beachten!), die andere „unbeheizte“ Hälfte bietet den Tieren eine Rückzugsmöglichkeit, falls es ihnen mal zu heiß wird. Darum die Heizmatte nie mittig auslegen. Wähle für Regenwaldterrarien eine „milde“ Bodenheizung, um relativ gleichmäßige Temperaturen im Terrarium zu erreichen. Kalkuliere bei der Heizleistung auch die Erwärmung durch die Beleuchtung mit ein.

Bei größeren Terrarien kannst Du ggf. auch an den äußeren Seitenwänden Heizmatten anbringen, um die optimale Temperatur zu erreichen. Innen sollten die Wände dann nicht durch Dekorationselemente „verbaut“ sein.
Heizsteine / Heizstäbe Heizsteine sind für dämmerungs- oder nachtaktive Terrarientiere als Wärmeplätze zu empfehlen, da sich deren Oberfläche auf angenehme 30–45 Grad erwärmt. Wenn Du Wasserelemente im Terrarium verbaut hast, solltest Du einen Heizstab für Aquarien einsetzen.
Spot- und Heizstrahler Installiere einen Spotstrahler als Wärmestrahler auf der Seite mit der Heizmatte, damit sich die Tiere dort „sonnen“ können. Spotstrahler mit farbkorrigiertem Glas sind besonders ideal, da dadurch verschiedene Temperaturzonen geschaffen werden können.

Als moderate Quelle für Strahlungswärme eignen sich Keramikstrahler. Achte auf die richtige Wattzahl und eine sichere Installation der Heizstrahler. Nachts sorgen rote Glühlampen in angepasster Stärke für Beleuchtung und Beheizung im Wüstenterrarium, tagsüber Glühlampen mit farbkorrigiertem Spektrum für kleinere Terrarien.
Für „Sonnenanbeter“ wie Schildkröten solltest Du noch zusätzlich einen Spotstrahler als künstliche Sonnenquelle installieren.

Beleuchtung im Terrarium

Die Leuchtmittel für Terrarien sollten ein möglichst ausgeglichenes Spektrum an Licht bieten. Achte darauf, dass auch größere Terrarien mit ausreichend Licht versorgt werden. Das kannst Du z. B. durch den Einsatz hochwertiger Reflektoren erreichen.

Kalkuliere bei der Planung der Beleuchtung auch die Erwärmung und somit den Einfluss auf die Heizleistung mit ein! Leuchtstoffröhren haben beispielsweise eine geringe Wärmeentwicklung. Glühlampen hingegen setzen einen Großteil der aufgenommenen Energie in Wärme um und nur einen geringen Teil in Licht.

Wichtig für die Beleuchtung von Terrarien ist auch die Versorgung mit UV-Licht. Hier unterscheiden sich wieder Wüsten- und Regenwaldterrarium voneinander:

Wüstenterrarium
Wüstenterrarientiere benötigen eine sehr helle Beleuchtung mit einem hohen Anteil an UV-Licht. UV-B ist für die Anregung der Vitamin-D3-Synthese notwendig, UV-A für die der Pigmentierung.

Regenwaldterrarium
Die Bewohner von Regenwaldterrarien, insbesondere Amphibien, benötigen, im Vergleich zu den Tieren im Wüstenterrarium, vergleichsweise wenig UV-Licht, denn in der freien Natur wird ihr Lebensraum von Pflanzen beschattet.

Tipp zum Energiesparen

  • Um Energiekosten bei Heizung und Beleuchtung zu sparen, kannst du das Terrarium dämmen. Hierfür die Seitenscheiben mit entsprechenden Dämmmaterialien und den Boden mit Schaumstoffunterlagen ausstatten, um die Wärmeabgabe des Terrariums zu mindern.
  • Eine Heizung und deren Heizleistung sollte im Terrarium immer so dimensioniert sein, dass die Tiere nicht „gekocht“ werden, falls die Regeltechnik ausfallen sollte! Kalkuliere generell die Heizwirkung der installierten Beleuchtung mit ein.
  • Kontrolliere Temperatur und Feuchtigkeit im Terrarium regelmäßig mit entsprechenden Instrumenten.
  • Denke bei der Einrichtung eines Regenwaldterrariums an Filtersysteme für Wasserteile und ggf. eine Wasserpumpe für einen kleinen Wasserfall im Terrarium.

Terrarium reinigen und pflegen

Je nachdem, wie viele und welche Tiere Du in Deinem Terrarium hältst, ist der Zeitaufwand für die Reinigung des Terrariums größer oder geringer.

Bei Schlangen, die nur alle zwei bis drei Wochen gefüttert werden müssen, oder bei der Haltung von Einzeltieren fallen weniger Reinigungsarbeiten an als bei Tieren, die häufig gefüttert und/oder in großen Gruppen gehalten werden.

Für eine einfache und gründliche Reinigung sollte Dein Terrarium nicht mit Dekoelementen überladen sein und die Einrichtungselemente sollte man leicht herausnehmen können.

So reinigst Du Dein Terrarium:

  • Getrockneten Kot und Futterreste (in Wüstenterrarien) mit einer speziellen Pinzette oder Greifzange aufnehmen.
  • Einrichtungs- und Dekoelemente heiß abwaschen und mit einer Bürste reinigen.
  • Scheiben mit geeigneten Bürsten, Schwämmen, Klingenreinigern und lauwarmem Wasser putzen.
  • Reinige gründlich und regelmäßig, denn Hygienemangel kann den Tieren schaden und/oder eine komplette neue Einrichtung des Terrariums erforderlich machen.

Wichtig

Die Scheiben des Terrariums nicht mit aggressiven Reinigungsmitteln behandeln, es könnten giftige Rückstände zurückbleiben! Verwende bei starken Verschmutzungen oder Kalkresten spezielle biologische Reinigungsmittel.

Terrarium pflege

Wasserpflege im Terrarium

Viele Tiere, die aus den feuchten Tropen stammen, benötigen einen besonders hohen Grad an Feuchtigkeit. Vor allem dünnhäutige Amphibien, aber auch Reptilien verlieren Wasser über Atmung und die Haut. Gleichzeitig nehmen Amphibien Wasser fast ausschließlich über die Haut auf.

Darum solltest Du im Terrarium regelmäßig, am besten morgens, Wasser versprühen – auch in Wüstenterrarien. Viele Tiere können dadurch einen Großteil ihres Flüssigkeitsbedarfs decken. Darüber hinaus solltest Du für entsprechende Tiere eine Trink- und ggf. Bademöglichkeit im Terrarium einrichten. Ein regelmäßiger Wasserwechsel versteht sich hier von selbst.

Beim Wasserwechsel und der Wasserpflege solltest Du Folgendes beachten:

  • Trinkgefäße täglich reinigen und mit frischem Wasser befüllen.
  • Bei der Befüllung größerer Wasserstellen und Wasserfälle spezielle Wasseraufbereiter einsetzen.
  • Wasserfilter installieren: Je nach Größe der Wasserstelle reicht ein Innenfilter (bis zu 50 Liter), bei größeren ist ggf. ein Außenfilter erforderlich.
  • Ein regelmäßiger Wasserwechsel sollte alle zwe Wochen erfolgen. Hierbei ca. 30 % des alten Wassers gegen frisches, entsprechend aufbereitetes Wasser austauschen.

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