Auf dieser Seite erfährst Du, wie Du richtig heizt, Heizkosten sparst und für ein angenehmes Raumklima sorgst. Wir zeigen Dir die
Außerdem erfährst Du, wie Du durch die richtige Raumtemperatur und regelmäßiges Lüften
Zum Schluss zeigen wir Dir weitere Möglichkeiten, Energie zu sparen – von der Abdichtung von Fenstern und Türen bis hin zu
Richtig heizen: Die wichtigsten Grundlagen
Richtig heizen bedeutet nicht, die Heizung möglichst weit aufzudrehen. Wer richtig heizt, spart Heizkosten, sorgt für ein angenehmes Raumklima und beugt Schimmel vor. Entscheidend sind die richtige Raumtemperatur, passende Thermostateinstellungen und ein gleichmäßiges Heizverhalten. Die wichtigsten Regeln fürs richtige Heizen im Überblick:
- Wohnräume auf etwa 20 °C beheizen
- Schlafzimmer mit 16–18 °C etwas kühler halten
- Thermostat nicht unnötig hochdrehen, meist reicht Stufe 3
- Heizung nachts oder bei Abwesenheit nur um 4–5 °C absenken
- Heizkörper nicht mit Möbeln oder Vorhängen verdecken
- Mehrmals täglich stoßlüften statt Fenster dauerhaft gekippt halten
- Heizkörper regelmäßig entlüften
- Raumtemperatur möglichst konstant halten, um Schimmel vorzubeugen
Ob und wann Du heizen solltest, hängt von der Dämmung Deines Hauses ab. Während ältere Gebäude schneller auskühlen, halten moderne und gut gedämmte Häuser die Wärme deutlich länger.
| Baujahr und Art des Gebäudes | Ab welcher Außentemperatur sollte geheizt werden? |
|---|---|
| Altbau vor 1977 | 15-17°C |
| Neubau von 1977-1995 mit Dämmung | 14-16°C |
| Neubau ab 1995 | 12-15°C |
| Niedrigenergiehaus | 11-14°C |
| Passivhaus | 9-11°C |
Auf welcher Stufe sollte die Heizung stehen?
Eine höhere Thermostatstufe macht den Raum nicht schneller warm. Sie legt lediglich fest, welche Temperatur erreicht werden soll. Für Wohnräume reicht meist Stufe 3 aus.
Die Thermostatstufen Deiner Heizung entsprechen in etwa den folgenden Temperaturen:
- Stufe 1: ca. 12 °C
- Stufe 2: ca. 16 °C
- Stufe 3: ca. 20 °C
- Stufe 4: ca. 24 °C
- Stufe 5: ca. 28 °C
Für die meisten Wohnräume sind 20 °C ausreichend. Im Schlafzimmer reichen meist 16 bis 18 °C, während es im Bad etwas wärmer sein darf. Schon 1 °C weniger Raumtemperatur kann den Energieverbrauch um etwa 6 % senken.
| Zimmer | Temperatur | Luftfeuchtigkeit |
|---|---|---|
| Wohn- & Arbeitszimmer | 20 °C | 40–60 % |
| Schlafzimmer | 16–18 °C | 40–60 % |
| Kinderzimmer | 19 °C | 40–60 % |
| Küche | 18 °C | 50–60 % |
| Badezimmer | 23 °C | 50–70 % |
| Keller | 10–15 °C | 50–65 % |
Über Nacht oder wenn Du nicht zu Hause bist, solltest Du die Heizung nicht komplett ausschalten. Senke die Temperatur stattdessen um etwa 4 bis 5 °C ab. So kühlen die Räume nicht aus und die Heizung muss später nicht mit hohem Energieaufwand nachheizen.
Magst Du es warm, wenn Du nach Hause kommst? Dann hilft Dir ein programmierbares Thermostat. Das kann ab einer bestimmten Uhrzeit die Temperatur hoch oder runter regeln. So hast Du es nicht nur ausreichend warm, sondern sparst auch Energie.
Richtig heizen im Winter
Im Winter kommt es nicht darauf an, möglichst viel zu heizen, sondern die Wärme im Haus zu halten und Heizenergie gezielt einzusetzen. Mit den richtigen Einstellungen bleibt es angenehm warm und die Heizkosten steigen nicht unnötig.
- Räume gleichmäßig beheizen: Auch wenig genutzte Räume sollten nicht komplett auskühlen. Halte die Temperatur möglichst konstant und vermeide große Temperaturschwankungen zwischen einzelnen Räumen. Das spart Energie und reduziert das Risiko von Feuchtigkeit und Schimmel.
- Rollläden und Vorhänge nachts schließen: Über Fenster geht besonders viel Wärme verloren. Schließe deshalb Rollläden, Vorhänge oder Plissees bei Einbruch der Dunkelheit. So bleibt die Wärme länger im Raum und die Heizung muss weniger nachheizen.
- Stoßlüften statt dauerhaft kippen: Öffne die Fenster im Winter mehrmals täglich für 5 bis 10 Minuten vollständig. So wird feuchte Luft schnell ausgetauscht, ohne dass Wände und Möbel auskühlen. Gekippte Fenster führen dagegen oft zu unnötigen Wärmeverlusten.
- Heizkörper freihalten: Vorhänge, Möbel oder Verkleidungen können verhindern, dass sich die Wärme im Raum verteilt. Halte den Bereich vor dem Heizkörper möglichst frei, damit die Heizung effizient arbeiten kann.
Richtig heizen gegen Schimmel
Schimmel entsteht oft dort, wo warme Raumluft auf kalte Oberflächen trifft und Feuchtigkeit kondensiert. Mit der richtigen Raumtemperatur und regelmäßigem Lüften kannst Du Schimmelbildung wirksam vorbeugen.
- Räume nicht auskühlen lassen: Vor allem im Winter solltest Du Wohnräume gleichmäßig beheizen. Sinkt die Raumtemperatur dauerhaft zu stark ab, kühlen auch Wände und Ecken aus. Dort kann sich Feuchtigkeit sammeln und Schimmel entstehen.
- Temperaturunterschiede vermeiden: Halte die Temperatur zwischen den Räumen möglichst konstant und lasse Türen zu kühleren Räumen geschlossen. Große Temperaturunterschiede fördern die Bildung von Kondenswasser an Wänden und Fenstern.
- Luftfeuchtigkeit im Blick behalten: Für ein gesundes Raumklima sollte die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen meist zwischen 40 und 60 % liegen. Ein Hygrometer hilft Dir dabei, Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Auge zu behalten.
- Richtig lüften gegen Schimmel: Lüfte mehrmals täglich für einige Minuten bei weit geöffneten Fenstern. So wird feuchte Luft schnell nach draußen transportiert, ohne dass Wände und Möbel auskühlen. Dauerhaft gekippte Fenster sind im Winter keine gute Lösung.
Heizkosten sparen mit Thermostaten
Mit dem richtigen Thermostat kannst Du Deine Heizung effizienter steuern und Heizkosten sparen. Erreicht ein Raum trotz korrekter Einstellung nicht die gewünschte Temperatur oder bleibt der Heizkörper dauerhaft heiß, kann ein Austausch sinnvoll sein. Thermostate sollten außerdem nach etwa 10 bis 15 Jahren überprüft und bei Bedarf ersetzt werden.
Manuelle Thermostate halten die eingestellte Temperatur zuverlässig und eignen sich für Räume mit gleichbleibender Nutzung.
Programmierbare Thermostate regeln die Temperatur automatisch nach Deinem Tagesablauf. So wird nachts oder während Deiner Abwesenheit weniger geheizt, ohne dass Du auf Komfort verzichten musst.

Smarte Thermostate sind die Ausbaustufe. Hier kannst Du über eine App auf Deinem Smartphone von überall die Temperatur zuhause regulieren. Das bietet maximale Flexibilität und Kontrolle und spart viel Energie. Allerdings ist ihre Anschaffung kostenintensiver, denn Du musst nicht nur in die Thermostate sondern auch in die Basis für ein Smart Home System investieren. In unserem Ratgeber zu Smart Home erfährst Du mehr darüber.


Wärmeverlust am Heizkörper reduzieren
In vielen älteren Häusern sitzen Heizkörper in Wandnischen. Da die Außenwand dort oft dünner ist, geht ein Teil der Heizwärme direkt nach draußen verloren.
Mit Dämm- oder Reflexionsplatten hinter dem Heizkörper hältst Du mehr Wärme im Raum. Die Nachrüstung ist meist schnell erledigt und eignet sich häufig auch für Mietwohnungen.

Heizungsanlage optimieren
Werden manche Räume schnell warm, während andere trotz laufender Heizung kühl bleiben? Dann kann ein hydraulischer Abgleich sinnvoll sein. Dabei wird die Wärmeverteilung in Deinem Heizsystem optimiert, sodass jeder Heizkörper genau die benötigte Menge Heizungswasser erhält.
Ohne hydraulischen Abgleich fließt oft zu viel Wasser zu den Heizkörpern in der Nähe der Heizung und zu wenig zu weiter entfernten Räumen. Das führt zu ungleichmäßigen Temperaturen und einem höheren Energieverbrauch.
Beim hydraulischen Abgleich werden Heizkörper, Thermostatventile und die Heizungsanlage aufeinander abgestimmt. So wird die Wärme gleichmäßig im Haus verteilt, die Heizung arbeitet effizienter und Heizkosten können reduziert werden.
Über Fenster geht viel Wärme verloren. Hast Du keine Rollläden, können Thermorollos oder Wabenplissees helfen, die Wärme länger im Raum zu halten. Thermorollos verfügen über eine spezielle Beschichtung, während Wabenplissees durch ihre Luftkammern einen isolierenden Effekt erzeugen.

Eine gut gewartete Heizungsanlage arbeitet effizienter und verbraucht weniger Energie. Lass Deine Heizung regelmäßig vom Fachbetrieb prüfen und entlüfte Heizkörper, sobald sie gluckern oder nicht mehr gleichmäßig warm werden.
Auch die Warmwasserbereitung verursacht Energiekosten. Wie Du beim Duschen, Händewaschen und im Haushalt Wasser und Energie sparen kannst, erfährst Du in unseren Ratgebern rund um Wasser sparen und Warmwasseraufbereitung.
Undichte Fenster und Türen lassen Wärme entweichen und treiben die Heizkosten in die Höhe. Mit Dichtungen an Fenstern, Türen oder Rollladenkästen kannst Du Zugluft reduzieren und die Wärme länger im Haus halten.
- Selbstklebende Dichtungen sind einfach anzuwenden und eine schnelle und effektive Lösung zum Einsparen von Energie und Heizkosten. Sie werden rundum in den Zargenfalz eingeklebt.
- Kalte Luftströme an der Türunterseite können mit dem Ankleben einer Bürstendichtung am Türblatt verhindert werden.
- Bodendichtungen arbeiten mit Magneten oder Druckfedern und sind die montageaufwendigsten Dichtungsvarianten. Bei geschlossener Tür schließen beide Varianten absolut dicht.
Langfristig Heizkosten sparen
Um langfristig Energiekosten beim Heizen zu sparen, gibt es verschiedene Sanierungsmaßnahmen die Du umsetzen kannst. Da diese nicht nur zeit-, sondern auch kostenaufwendiger sind, lohnt es sich, Dich vorab über das realistische Energiesparpotenzial der einzelnen Maßnahmen und die staatlichen Fördermöglickeiten zu erkundingen. Für den Umstieg auf eine Wärmepumpe oder einen Fenstertausch gibt es zahlreiche Förderprogramme. Mit unserem Fördermittelkonfigurator bekommst Du nach einer kurzen Online-Abfrage eine Übersicht mit den passenden Förderungen und deren Voraussetzungen für Dein Projekt.
Ist Deine Heizungsanlage in die Jahre gekommen, kann ein Austausch den Energieverbrauch deutlich senken. Moderne Heizsysteme arbeiten effizienter und können langfristig Heizkosten sparen. Welche Lösung für Dein Zuhause geeignet ist, hängt unter anderem vom Gebäude und Deinem Wärmebedarf ab. Infos zur Beratung und Montage von Wärmepumpen findest Du im folgenden Ratgeber:
Viele moderne Split-Klimaanlagen können nicht nur kühlen, sondern auch heizen. Möglich macht das die integrierte Wärmepumpentechnik. Vor allem in gut gedämmten Gebäuden oder in der Übergangszeit kann das eine energieeffiziente Ergänzung zur klassischen Heizung sein.
Richtig heizen: häufige Fragen
Halte die Raumtemperatur möglichst konstant, stelle das Thermostat passend ein und vermeide dauerhaft gekippte Fenster. Regelmäßiges Stoßlüften und freie Heizkörper sorgen dafür, dass sich die Wärme optimal im Raum verteilt.
Senke die Raumtemperatur um 1 °C, nutze Thermostate sinnvoll und vermeide unnötige Wärmeverluste über Fenster, Türen oder verdeckte Heizkörper. Oft reichen schon kleine Veränderungen im Alltag, um spürbar Heizkosten zu sparen.
Nein, aber Du solltest sie auch nicht komplett ausschalten. Senke die Temperatur bei Abwesenheit oder nachts um etwa 4 bis 5 °C ab, damit die Räume nicht auskühlen.
Die sparsamste Einstellung hängt von der gewünschten Raumtemperatur ab. Für Wohnräume reicht meist Stufe 3 aus, das entspricht etwa 20 °C.
Nein, Stufe 1 entspricht nur etwa 12 °C und ist für dauerhaft genutzte Wohnräume meist zu niedrig. Dadurch können Räume auskühlen und das Risiko für Feuchtigkeit und Schimmel steigen.


















