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Richtig sägen mit Handsägen

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Mit Spänen in den Haaren und Schweiß auf der Stirn erweckst Du ein neues Projekt zum Leben. Strom und Benzin brauchst Du dafür nicht. Du erschaffst es mit Deinen Händen. HORNBACH greift Dir dabei unter die Arme und verrät Dir, welche Handsäge Du dafür brauchst und wie Du sie effizient einsetzt.

Lesezeit 7 min. Handsägen
Der nächste Kleiderschrank, die neuen Küchenstühle oder das erste eigene Gartenhaus. Was ist Dein Projekt?

Beim Arbeiten mit einer Handsäge solltest Du ein paar Dinge beachten, damit Dein Projekt ganz locker von der Hand geht. Hier findest Du alles, was Du über Handsägen wissen musst.

Welche Handsäge für was?

Die erste Frage lautet: Was willst Du sägen? Holz, Metall oder Kunststoff? Die größte Auswahl an Handsägen gibt’s für die Holzbearbeitung. Grobe oder feine Zuschnitte, Kurven oder Rundungen: Wie so oft entscheidet Dein Projekt, welches Werkzeug das richtige ist. Form und Sägeblatt machen den Unterschied.

Achte auf einen guten Handgriff – insbesondere bei zeitaufwändigen Arbeiten – Deine Säge sollte angenehm in der Hand liegen. Ideal sind Griffe, die mit einem bestimmten Winkel versehen und zum Anzeichnen des Werkstückes verwendet werden können.

Du brauchst eine(n)... ...wenn Du…
Fuchsschwanz … Balken und Bretter sägen willst und einen echten Alleskönner suchst.
Bügelsäge … feine oder grobe Schnitte in Holz bis zu einem bestimmten Durchmesser vornehmen möchtest.
Laubsäge … sehr fein arbeiten möchtest, zum Beispiel mit Sperrholzplatten.
Feinsäge … präzise arbeiten willst, etwa für Zapfen- und Blattverbindungen.
Furniersäge Laminat zuschneiden willst. Alternativ bietet sich der Laminatschneider an.
Dozuki … Zapfen oder Ähnliches präzise zusägen willst.
Kataba … feine Schnitte ausführen möchtest, ohne dass dich ein Bügel stört.
Ryoba ... eine Säge für Quer- und Längsschnitte suchst.
Kugihiki … Dübel sägen möchtest.
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Holz sägen

Vom Garten bis ins Wohnzimmer: Holz gibt es fast überall und ebenso vielfältig wie die Sorten sind die Projekte, die Du damit umsetzen kannst. Als Baustoff überzeugt es mit Natürlichkeit und einer ansprechenden Optik – wenn die Schnittkanten nicht stören. Als Bauholz muss es Belastungen aufnehmen und maßgerecht geschnitten sein. Die Säge sollte daher immer zum Holz und zum Projekt passen, damit Dein Werk am Ende alle Anforderungen erfüllt.

Balken und Äste sägen.

Fürs Grobe brauchst Du Sägen, die Dein Projekt nicht in Schranken verweisen. Der Fuchsschwanz hat keinen Bügel und mit einer Blattlänge von bis zu 350 mm durchtrennst Du kräftige Balken ebenso wie störrische Äste im Garten. Balken für das Terrassendach oder die Kellerbar sind damit schnell geschnitten. Wenn das Holz insgesamt dünner ist, eignen sich auch Bügelsägen. Beide Sägen zeichnen sich durch eine starke Schränkung der Sägezähne aus – das sorgt für einen breiten Schnitt, in dem sich die Säge nicht festsetzt.

Bügelsägen Zu den Artikeln
holz saegen

… und wenn das Blatt doch einmal steckenbleibt? Fast jeder Gärtner kennt es: Der überflüssige Ast ist fast ab, da geht es plötzlich weder vor noch zurück. Der Grund sind seitliche Kräfte, die auf das Sägeblatt ausgeübt werden – entweder durch einen schiefen Schnitt oder durch das Eigengewicht des Holzes. Die beste Vorbeugung ist daher, den Schnitt gerade auszuführen, hier hilft ein Vorzeichnen. Alternativ vor dem Schnitt Gewicht abtragen, etwa durch Einkürzen des Asts. Wenn es dazu zu spät ist, hilft meist ein Entlastungsschnitt rechts oder links von der eingeklemmten Säge. Manchmal lässt sich der Schnittkanal verbreitern, indem Du leichten Druck auf das Holz ausübst.

Bleibt das Sägeblatt ständig stecken, obwohl Du alles richtig machst? Dann ist die Schränkung verschoben oder das Blatt ist stumpf. Dann schaffst Du Dir am besten ein neues Sägeblatt an.
Handsägeblätter Zu den Artikeln

Laminat, Parkett und Sockelleisten sägen

Du möchtest, dass Dein Laminat akkurat im Raum liegt. Schiefe Schnitte oder fransige Kanten sind nicht nur ein Dorn unter dem Fuß, sondern auch im Auge. Feinsägen sind deshalb die Helfer der Wahl. Sie haben eine geringere Schränkung und eine feine Zahnung. So entstehen glatte, präzise Schnitte.

laminat saegen
Feinsäge Zu den Artikeln

Modellbau und Feinarbeiten

modellbau feinarbeiten

Dein Maß ist der Millimeter? Dann hast Du höchste Ansprüche an Präzision. Mit einer Laub- oder Feinsäge erschaffst Du Feinarbeiten, die Dich zufriedenstellen. Diese Sägen haben eine besonders feine Zahnung und eine minimale Schränkung. Deine Schnitte ziehen sich dank ihnen millimetergenau durch das Material.

Handsägen für Metall

Ob Kupferrohre, Übergangsprofile aus Aluminium oder Zierleisten aus Edelstahl – wenn es glänzt, greif zur Metallsäge. Im Grunde genommen handelt es sich hier um eine Bügelsäge mit einem besonders feinen Sägeblatt. Die Produkte sind teilweise extrem handlich. Einige Handsägen für Aluminiumprofile haben eine Blattlänge von gerade einmal 150 mm.

Handsägen für Beton

Beton und Yton sind hart. Wenn Du massives Material sägen willst, brauchst Du eine Handsäge mit gehärtetem Sägeblatt. Sie nutzt sich nicht so schnell ab. Du erkennst sie an den extragroßen Zähnen.

Handsägen für Kunststoff

Bei Kunststoffrohren und Plastikleisten gilt: Fein ist Trumpf! Schnapp Dir einen Fuchsschwanz, eine Furnier-, Fein- oder Japansäge mit feiner Zahnung, dann kann nichts schiefgehen.

Metallsägen Zu den Artikeln Japansäge Zu den Artikeln

Zahnung und Schränkung

Wenn Feinsäge draufsteht, kannst Du auch mit einer feinen Zahnung rechnen. Das Gleiche gilt bei Ast- oder Porenbetonsägen – der Name ist Programm. Manchmal ist es aber nicht ganz klar, für welche Materialien sich die Sägen überhaupt eignen. Dann solltest Du den Sägen auf den Zahn fühlen.

Je mehr Zähne pro Zentimeter, desto feiner der Schnitt.
Saegen zahnung Grobe oder Feine zahnung

Handsägen für Baumstämme brauchen eine grobe Hobelzahnung. Pro Zoll hat das Sägeblatt also maximal sieben Zähne. Zwischen den Zahnreihen befinden sich außerdem Spanräumer, welche die oftmals noch feuchten Späne aus der Schnittfuge befördern. So bleibt die Säge nicht stecken.

Sägen mit Spitzzahnung graben sich beim Ziehen und Stoßen ins Holz. Vor allem Feinsägen sind mit diesen Zähnen ausgestattet.

Das Sägen auf Stoß und Zug sorgt für Tempo. Wenn Du aber richtig schnell arbeiten möchtest, brauchst Du eine Säge mit dreifach geschliffenen Zähnen. Einen robusten Balken aus Konstruktionsvollholz für Deinen Carport kriegst Du damit schnell durch.

Du findest darüber hinaus aber noch viele weitere Zahnungen. Sägen mit Universalzahnung sägen z. B. nur auf Stoß und meistern Quer- und Längsschnitte gleichermaßen gut. Reißzähne mit flachen Kanten sind absolute Längsschnittexperten. Wichtiger als die Form sind aber die Größe und Anzahl der Zähne.

Je größer die Zähne, desto gröber und schneller der Schnitt.

Manche Materialien kannst Du aber nur mit feinen bzw. sehr feinen Zahnungen schneiden. Handsägen für Aluminium oder andere NIchteisenmetalle sollten ungefähr 24 Zähne pro Zoll haben.

Welche Zahnung brauchst Du ... Zähne/Zoll
... zum Grobquersägen 3,5–7
... zum Normalsägen 7–9
... zum Feinsägen 9–13
... für besonders feine Holzarbeiten 13–16

Wähle die passende Zahnungsart für Dein Projekt.

Schränkung schnell erklärt

Die meisten Zähne europäischer Sägen sind geschränkt, das heißt, dass sie abwechselnd nach links und rechts zeigen. Das stellt sicher, dass die Schnittfuge breiter als die Säge ist und verhindert, dass die Säge klemmt.

Richtig sägen – so geht's

Du stehst vor Deinem Werkstück und hast die richtige Säge in der Hand. Das ist schon mal die halbe Miete. Um einen geraden und sauberen Schnitt hinzubekommen, musst Du aber ein paar Dinge beachten.

Wir stellen Dir die 5 goldenen Regeln des Sägens vor ...

1. Gefühl geht vor Kraft.

Lass das Gewicht der Säge für Dich arbeiten und presse sie nicht ins Holz. Versuch die aufgewendete Kraft ohne Verlust auf die Säge und dann auf das Werkstück zu übertragen. Nutze die volle Länge des Sägeblattes aus. Das spart Kraft und sorgt für gerade Schnitte.

richtig saegen kraftverteilung halb

Ergonomie beim Sägen

Ein ergonomisch geformter Handgriff unterstützt nicht nur die richtige Handhaltung, sondern beugt auch Verletzungen vor. Gerade bei längeren Sägearbeiten kann eine falsche Handhaltung zur schnellen Ermüdung führen. Ideal sind Griffe mit einem 90° und 45° Winkel zum Anzeichnen des Werkstückes.

2. Anreißen ist besser als wegschmeißen.

Zeichne die Schnittstelle immer vorher an. Nutze dafür einen dünnen Stift und markiere Balken und Bretter nicht nur oben, sondern auch an den Kanten. Säge zuerst die Ecke, die weiter weg von Dir ist. Die Säge sollte in einem leichten Winkel zur Werksstückoberfläche gehalten werden. Kümmere Dich dann um die andere Ecke und halte die Säge anschließend parallel zur Werkstückoberfläche. Sei bei den letzten Zentimetern besonders vorsichtig und halte das Endstück fest.

3. Der Finger führt die Säge.

Beim Ansägen passieren die meisten Fehler. Ist das Sägeblatt einmal schief im Holz, lässt sich der Schnitt nur schwer korrigieren. Stabilisiere das Sägeblatt also mit der Seite Deines Zeigefingers.

Setze bei Metall eine Kerbe, bevor Du die Säge anlegst. Verwende dafür eine Feile. So rutschst Du nicht ab.

4. Handgelenk und Unterarm bilden eine Linie.

So gelingen gerade Schnitte. Zudem überträgst Du die Kraft auf diese Weise am besten auf das Werkstück und Du arbeitest, ohne zu ermüden.

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5. Keine Ecken ohne Gehrungslade!

Wenn Kanten und Ecken aufeiandertreffen brauchst Du eine Gehrungslade. Dann klappt's auch mit dem Winkel wie aus dem Mathe-Lehrbuch. Du spannst das Werkstück ein und lässt Dich von der Schiene zu einem sauberen Schnitt führen. Es gibt Gehrungsladen in unterschiedlichen Ausführungen für verschieden dicke Materialien. Auf diese Weise lassen sich Holz, Kunststoff und viele andere Werkstoffe in präzisen Winkeln trennen.

Innenecke oder Außenecke?

Bei Innenecken liegt die lange Seite an der Wand an. Bei Außenecken ist es die kürzere Seite. Dieser Unterschied ist vor allem bei reliefierten und folierten Sockelleisten wichtig, denn sie lassen sich nicht beliebig drehen und wenden. Das solltest Du vor dem Sägen beachten.

Sägen pflegen

An Deiner alten Säge hängen Schweiß und ein ganzer Haufen Erinnerungen. Rost hat auf ihr nichts zu suchen. Du möchtest noch viele Projekte mit ihr vollenden und irgendwann gibst Du sie stolz an Deine Kinder weiter.

Gutes Werkzeug will benutzt werden. Gutes Werkzeug will aber auch gepflegt werden. Befreie Deine Säge also stets von Holzresten, nachdem Du mit ihr gearbeitet hast. Ein trockenes Tuch erledigt den Job in den meisten Fällen. Ab und an verfängt sich aber klebriges Harz zwischen den Zähnen. In diesem Fall solltest Du zu einem Harzlöser greifen, damit putzt Du das Sägeblatt wieder blank.

Ein verrostetes Sägeblatt zerstört die Zahnspitzen und vermindert die Leistungsfähigkeit. Dann schaff Dir lieber eine neue an. Neue Sägen werden mit rostfreien Sägeblättern gefertigt!
Saegen pflegen

Tipps zur Lagerung

Wellness für Deine Säge: Wenn Du die Säge für längere Zeit lagern möchtest, verpasst Du ihr am besten eine Ölbehandlung. Falls es sich um eine Bügelsäge handelt, solltest Du zudem Spannung von dem Sägeblatt nehmen. Das schont Rahmen und Blatt.

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