Vor der Markisenmontage muss sichergestellt sein, dass der Untergrund für die Befestigung geeignet ist, wie hier ein Betonsturz. Richte Dich bei der Montage immer nach den Angaben des Markisenherstellers. Mit der langen Richtlatte stellst Du sicher, dass der Beton eben ist; erst dann kannst Du loslegen.
Auf dieser Seite erfährst Du alles Wichtige rund um die Markisenbefestigung an der Wand. Zu Beginn hilft Dir eine
Markisenbefestigung: Checkliste
Bevor Du Deine Markise montierst, solltest Du ein paar wichtige Punkte prüfen. Denn nicht jede Wand ist automatisch für eine Markisenbefestigung geeignet. Mit dieser Checkliste klärst Du Schritt für Schritt, ob und wie die Montage möglich ist.
- Rechtliche Rahmenbedingungen prüfen: Wohnst Du zur Miete oder in einer Eigentümergemeinschaft, brauchst Du in der Regel eine Genehmigung. Auch Abstandsflächen oder nachbarschaftliche Vorgaben können eine Rolle spielen.
- Denkmalschutz und örtliche Vorgaben beachten: Steht das Gebäude unter Denkmalschutz oder gibt es eine lokale Gestaltungssatzung, kann die Montage eingeschränkt oder nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt sein. Das betrifft oft Befestigungsart, Größe oder Farbe der Markise.
- Fassadenaufbau genau prüfen: Entscheidend ist, wie Deine Fassade aufgebaut ist. Während massive Wände meist problemlos geeignet sind, erfordern gedämmte Fassaden spezielle Befestigungssysteme. Wichtig ist: Die Markise muss im tragenden Untergrund verankert werden – nicht in der Dämmung.
- Tragfähigkeit der Wand einschätzen: Eine Markise übt nicht nur durch ihr Eigengewicht, sondern auch durch Wind erhebliche Kräfte aus. Die Wand muss diese Lasten dauerhaft aufnehmen können und ausreichend Befestigungspunkte bieten.
- Statik und Windlast berücksichtigen: Große Markisen oder Montage in erhöhten, windanfälligen Lagen stellen besonders hohe Anforderungen. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, einen Fachbetrieb oder Statiker hinzuzuziehen.
- Montagehöhe und Platzbedarf planen: Prüfe, ob genügend Montagehöhe vorhanden ist und ob Fenster, Türen, Fallrohre oder Balkone im Weg sind. Auch der Neigungswinkel der Markise sollte von Anfang an mitgedacht werden.
Markise an der Wand montieren: Das brauchst Du
Markise an der Wand montieren vorbereiten
Untergrund fürs Markise montieren prüfen
Hinweis zur Montage am Fertighaus
Wenn Du eine Markise an Deinem Fertighaus befestigen möchtest, sind die Befestigungspunkte mit dem Fertighaushersteller abzustimmen.
Markise ausmessen
Lege die Markise so ab, dass das lange Tragrohr zur Wand zeigt und die Rückseite nach oben. Miss dann die komplette Länge der Markise und übertrage dieses Maß an die Wand. Öffne die Verpackung mit einer Schere; auch die Verpackungsfolie nur mit einer Schere öffnen. Mit einem Cutter-Messers kannst Du leicht den Stoff beschädigen.
Markisenhalterung anbringen
Die benötigten Konsolen sind im Lieferumfang der Markise enthalten. Stecke die Konsolen auf das Tragrohr und richte sie mittig und mit einheitlichem Abstand zum Rand aus.
Montagelöcher übertragen
Übertrage die Position der Montagelöcher in den Konsolen auf eine Maurerschnur oder eine lange Richtlatte – diese muss mindestens die Länge der Markise haben. Danach kannst Du die Konsolen wieder abnehmen.
Oberes Bohrloch anzeichnen
Lege nun die Höhe der Bohrlöcher fest: Halte dazu eine Konsole an die Wand, zum Beispiel unten bündig mit dem Betonsturz. Zeichne die Höhe des oberen Bohrlochs an.
Position der Bohrlöcher bestimmen
Lege die Richtlatte an dieser Markierung an, richte sie passend an der Wand aus und bringe sie in die Waage. Markiere nun die Position der oberen Bohrlöcher.
Mit der Wasserwaage Bohrlöcher bestimmen
Für das Markieren der unteren Bohrlöcher nimmst Du eine Konsole als Schablone, richtest sie mit der Wasserwaage aus und überträgst die Position der Bohrlöcher auf die Wand.
Mutter auf Schwerlastanker montieren
Montiere auf dem Schwerlastanker die Mutter mit Unterlegscheibe. Stelle den Abstand von vorne so ein, dass er zur Konsole passt; berücksichtige dabei die Materialdicke der Konsole zuzüglich Unterlegscheibe und Mutter. Hier sind es z. B. 28 mm. Der Abstand zum anderen Ende des Gewindes plus etwas Zugabe ist das Maß für die Bohrtiefe. Halte dieses Maß ein, weil überstehende Gewinde den Stoff der Markise beschädigen können. Falls das Gewinde nach der Montage dennoch übersteht, muss es nachträglich gekürzt werden.
Bohrlöcher bohren
Jetzt werden die Bohrlöcher gebohrt: Wenn Du z. B. bei der Montage 12-mm-Schwerlastanker verwendest, benötigst Du einen 12-mm-Steinbohrer. Die Bohrlochtiefe entspricht der eben gemessenen restlichen Gewindelänge des Schwerlastankers. Bohre etwas tiefer, als der Schwerlastanker in das Loch eingeschlagen wird. Markiere dazu die erforderliche Tiefe auf dem Bohrer oder nutze einen Anschlag an der Bohrmaschine. Reinige die Bohrlöcher vom Bohrstaub, z. B. durch Ausbürsten, Ausblasen oder Aussaugen.
Schwerlastanker fixieren
Schlage die Schwerlastanker mit einem Plastikhammer bis zum eingestellten Anschlag in die Bohrlöcher. Verwende keinen Metallhammer, der könnte das Gewinde beschädigen. Drehe danach die Muttern mit Unterlegscheiben wieder ab.
Konsole verschrauben
Stecke die Konsolen auf die Gewindebolzen und verschraube sie mit Unterlegscheiben und Muttern. Drehe die Muttern zuerst nur leicht an und richte die Konsolen mit der Wasserwaage aus.
Muttern anziehen
Jetzt werden die Muttern endgültig angezogen: Wie fest Du sie anziehen musst, steht in der Anleitung der Markise.
Ausrichtung der Konsolen prüfen
Lege noch einmal die Richtlatte an die Konsolen an und prüfe, ob sie in einer Flucht und waagerecht ausgerichtet sind. Bei Bedarf musst Du einzelne Konsolen noch einmal lockern und die Höhe korrigieren. Durch die Langlöcher lassen sich die Konsolen in der Höhe verschieben. Prüfe abschließend, ob alle Schrauben nach Herstellervorgabe angezogen sind.
Markise an der Wand montieren: So geht's
Markise an der Wand befestigen
Jetzt wird die Markise auf die Konsolen gesteckt: Dazu brauchst Du je nach Markisengröße einen oder mehrere Helfer. Beachte, dass Markisen mit Motor auf einer Seite schwerer sind. Die Leitern müssen rutschfest und eben stehen und ein sicheres Arbeiten ermöglichen.
Markise mit Tragrohr ausrichten
Stecke die Markise mit dem Tragrohr in die Halterungen und richte sie mittig aus.
Sicherungsplatte einschieben
Vor dem Tragrohr wird in jede Konsole eine Sicherungsplatte eingeschoben...
Sicherungsplatte fixieren
... und mit einer Schraube mit Mutter gegen Herausrutschen gesichert.
Markise einstellen
Um die Markise einzustellen, muss sie ausgefahren werden. Eine elektrische Markise musst Du dazu mit dem Stromnetz verbinden; dazu kannst Du eine Steckdose nutzen. Den endgültigen festen Anschluss muss ein geprüfter Elektriker vornehmen.
Gelenkarme der Markise entlasten
Ein Helfer hebt die ausgefahrene Markise vorne an, um die Gelenkarme beim Einstellen zu entlasten. Mit einer Wasserwaage kann die Einstellung geprüft werden.
Klemmschrauben der Markise lösen
Löse die beiden Klemmschrauben seitlich am Gelenkarm.
Neigung des Gelenkarmes der Markise bestimmen
Dann stellst Du mit den unteren Stellschrauben die Neigung des Gelenkarmes ein. Wenn alles passt, die Klemmschrauben wieder festziehen und die Markise einfahren.
Markise an der Wand befestigen: häufige Fragen
Du befestigst die Markise mit Wandkonsolen und Schwerlastankern im tragenden Mauerwerk. Wichtig ist, dass Du nicht in der Dämmung, sondern im festen Untergrund montierst.
Ja, das geht, aber nur mit speziellen Befestigungen, die die Last ins dahinterliegende Mauerwerk ableiten. Der Klinker selbst ist nicht tragfähig genug.
Meist liegt die Montagehöhe bei etwa 2,50 bis 3,00 m, abhängig von Ausfall und Neigung. So hast Du genug Durchgangshöhe und eine gute Beschattung.
Das ist nur möglich, wenn Du in massive, tragende Holzbalken montierst. Bei Holzfassaden brauchst Du oft eine zusätzliche Unterkonstruktion oder eine alternative Befestigung.





















