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Hornbach Bornheim Baumarkt Öffnungszeiten
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Schön und gut. Doch diese Haltung reicht im Zuge der aktuellen Debatte um gendergerechte Sprache für viele nicht mehr aus – im Unternehmen und in der Zielgruppe. Immer mehr Menschen scheinen auch ihre Sprachgewohnheiten zu hinterfragen:

„Was sage ich da eigentlich? Welches Bild von Realität zeichne ich da?“

Realität abbilden

Der Anspruch genderneutraler Sprache ist genau das: die Realität abzubilden. Realität ist: Es gibt Frauen. Es gibt Männer. Es gibt Menschen, die sich keinem der zwei Geschlechter oder beiden zuordnen. Realität ist: Einige von ihnen setzen voller Leidenschaft Projekte um. Und einige von ihnen besorgen das Material, das sie dafür benötigen, bei HORNBACH. Realität ist: All diese Menschen will HORNBACH mit seiner Kommunikation erreichen.

Klarheit und Einheitlichkeit

Gendersternchen, Doppelnennungen, Binnen-I, oder, oder, oder: Bei der Auswahl an Möglichkeiten, gendergerecht(er) zu formulieren, war und ist der Ruf im Unternehmen nach klaren Richtlinien laut.

„Wie machen wir das bei HORNBACH denn jetzt? Wie ist es aus Unternehmenssicht richtig?“

Aber – anders als andere Unternehmen – gibt es bei HORNBACH bislang keine strikten Formulierungsvorschriften. Es liegt also weitestgehend im Ermessen der Mitarbeitenden, wie sie das, was sie zum Ausdruck bringen möchten, formulieren. Oder anders: Sie haben die Freiheit, selbst zu entscheiden, was ihnen in der jeweiligen Situation, auf dem jeweiligen Kanal und für die jeweilige Zielgruppe passend erscheint. Damit verfolgt HORNBACH weiter den Weg, den das Unternehmen in den letzten Jahren auch an vielen andere Stellen eingeschlagen hat: Weg von festen Standards, hin zu mehr Selbstverantwortung für die Mitarbeitenden.

Die Herausforderung

Die Mitarbeitenden stehen also vor der Herausforderung, im Sinne der Unternehmenshaltung geeignete Wege zu finden, um die Botschaft zu vermitteln:

„HORNBACH ist es egal, welches Geschlecht Du hast. Wir respektieren und feiern Dich für Deine Leidenschaft fürs Projekt.“

Eine weitere Hürde bildet die markenstärkende Tonalität, die HORNBACH in den letzten Jahrzenten kultiviert hat. Das Auftreten und die Sprache, die HORNBACH einsetzt, zeichnen sich insbesondere durch Klarheit, Direktheit und Unverkrampftheit aus. Wer nun konsequent genderneutral formulieren will, steckt mitten in einem Spannungsfeld:

„Wie soll ein Text mit „Macherinnen und Macher“ oder gar „Machenden“ denn noch klar, direkt und unverkrampft sein?“

Genau das ist die Schwierigkeit oder vielleicht nur das Ungewohnte, an dem sich auch die Gegnerinnen und Gegner genderneutraler Sprache häufig reiben: Sie klingt anders, holprig oder umständlich – zumindest im Vergleich zu den gelernten Ausdrucksweisen. Aber deshalb darauf verzichten? Ist es nicht das, was eine gelungene Kommunikation im Kern schon immer ausmacht: So gut es geht diejenigen Worte und Beschreibungen zu finden, mit denen das Gegenüber eine möglichst große Chance hat, zu verstehen, was gemeint ist? Und infolgedessen gut daran andocken kann? Ist es nicht das, was wir wollen: Eine starke Verbindung zu den Menschen, die ihre Projekte mit HORNBACH umsetzen?

Andocken

Es führt kein Weg daran vorbei: Wenn wir andere erreichen wollen, mit dem, was wir zu sagen haben, brauchen wir Empathie für diese Menschen. Wir können uns also wieder und immer wieder die folgenden Fragen stellen:

„Was ist meine Botschaft? Wer soll sie verstehen? Wie ticken diese Menschen? Und wie kann ich meine Botschaft für sie möglichst gut verpacken?"

Wir sind alle Teil einer Gesellschaft und sie befindet sich seit eh und je im Wandel. Das sorgt mitunter auch im Miteinander für Spannungen, die natürlicherweise dazugehören und die wir aushalten müssen. Gleiches gilt für die Tatsache, dass wir nie alle erreichen werden. Aber wir können unser Bestes tun, um die zu erreichen, die wir im jeweiligen Kontext gerade meinen.

Daher der Appell an Sie, falls Sie – in welcher Angelegenheit auch immer – mit anderen Menschen kommunizieren und zu ihnen eine Verbindung aufbauen wollen: Seien Sie sich über Ihre Botschaft klar. Seien Sie empathisch mit denen, die Sie erreichen wollen. Und schaffen Sie für sie Andock-Möglichkeiten. Ihre Sprache oder Ihre Texte müssen nicht einheitlich sein. Im Gegenteil, sie müssen individuell sein. Immer.

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