Rasen pflegen und bewässern

Rasen pflegen und bewaessern

Was Grashalme wollen! Eine Rasenfläche besteht aus Millionen Einzelpflanzen. Jedes Pflänzchen für sich wäre den täglichen Trittbelastungen der Benutzer nicht gewachsen. Erst durch die Vielzahl der Pflanzen verteilt sich die Belastung. Sorge dafür, dass die Gemeinschaft der Halme stark zusammenhält und fit bleibt.

Lesezeit 9 min. Rasensamen im Shop

Rasen mähen, aber richtig

Wer richtig mäht, hat länger was von seinem Rasen. Nichts kann einer Rasenanlage mehr schaden, als zu spätes Mähen.

Wer mit dem Rasenmähen zu lange wartet, hat nämlich das Problem, dass die schnellwüchsigen Unkrautsorten sich verstärkt ausbreiten. Sie brauchen Platz und verdrängen die Rasenpflanzen.

Also lieber einmal öfter mähen, als zu wenig. Wie oft, hängt ganz von der Wachstumsgeschwindigkeit des Rasens ab:

  • In der Hauptwachstumszeit Mai bis Juni mähst Du am besten zweimal die Woche.
  • In den anderen Monaten reicht es aus, wenn Du einmal die Woche den Rasenmäher auspackst. Ab November bis ca. Ende Februar musst Du gar nicht mähen.

Rasen maehen

Regeln für die richtige Schnitthöhe

  • Die Schnitthöhe sollte zwischen 4 und 6 cm liegen.
  • Wenn der Rasen nach dem Mähen wieder 4 bis 5 cm gewachsen ist, solltest Du wieder ran.
  • Zierrasen kannst Du etwas kürzer schneiden; je nach Bodenbeschaffenheit darf er 2,5 bis 4 cm kurz sein.
  • Während Hitze- und Trockenperioden stellt Du die Schnitthöhe am Rasenmäher am besten ca. 1,5 cm höher ein als sonst. So vermeidest Du, dass der Rasen austrocknet.
  • Bist Du mal nicht zum Mähen gekommen, dann mach nicht den Fehler den Rasen sofort auf die normale Höhe zurückzuschneiden. Das schadet ihm. Schneide Rasen nie um mehr als die Hälfte der Grashöhe zurück! Lieber nach wenigen Tagen noch mal mähen.
  • Für den Rasen ist es am besten, wenn Du ihn immer mit der gleichen Schnitthöhe bearbeitest.

Rasenmäher Zu den Artikeln

Info

  • Rasenmäher mit Hintenauswurf und angehängtem Container können beim Mähen geschoben oder gezogen werden.
  • Wähle die Schnitthöhe so, dass der Luftstrom im Gehäuse das Mähgut leicht in den Container transportieren kann. Bei zu tief eingestellter Schnitthöhe ist der Luftwirbel zu gering sodass der Container nicht richtig gefüllt wird oder das Gehäuse verstopft.
  • Während Du mähst, können die Lüftungsschlitze des Containers verstopfen. Dadurch verringert sich der Luftaustritt und der Füllgrad des Containers sinkt.
  • Reinige deshalb den Container nach jedem Mähen.

Rasen düngen - wann, wie und womit?

Duengen

Warum überhaupt Rasen düngen? Gesunder Rasen wächst im Laufe eines Jahres so stark, dass pro Quadratmeter 3 bis 6 kg Schnittgut anfallen. Bei diesem Wachstum entzieht der Rasen dem Boden stets Nährstoffe und laugt ihn aus. Es entstehen kahle Stellen, Moos und Unkraut breiten sich aus.

Wenn Du diese Anzeichen bei Deinem Rasen bemerkst, ist das ein deutliches Indiz dafür, dass ihm wichtige Nährstoffe fehlen. Mit Rasendünger kannst Du solche „Schönheitsfehler" vermeiden oder sie ausbügeln. Im Dünger sind die wichtigsten Nährstoffe für den Rasen enthalten: Stickstoff, Phosphor und Kalium.

Wann ist der beste Zeitpunkt, um den Rasen zu düngen?

  • Am besten düngst Du im Frühjahr (beim ersten Graswachstumsschub im März) und im Herbst. Bei Zierrasen, der wenig beansprucht wird, ist das ausreichend.
  • Die Spielwiese wird hingegen deutlich mehr belastet. Bei solchen Grasflächen kannst Du Deinen Rasen bis zu vier Mal im Jahr mit Zusatznährstoffen unterstützen.
  • Im Mai kannst Du beispielsweise, noch einmal düngen, dann bleibt Dein Rasen den Sommer über richtig schön grün.
  • Im September kannst Du den Graspflanzen noch einen stärkenden Düngerschub verpassen, damit die Pflanzen gut durch den Winter kommen.

Achtung: Eher Flüssigdünger bzw. Herbstrasendünger verwenden - die Pflanzen sollten vor dem Winter nicht mehr zu viel Stickstoff bekommen - Stickstoff verringert die Frostresistenz.

So düngst Du Rasen richtig

  • Bevor Du den Dünger einstreust, solltest Du die Erde auflockern, beispielsweise durch Vertikutieren. Dann kann das Regenwasser besser zu den Wurzeln durchdringen.
  • Achte darauf, das Düngemittel gleichmäßig zu verteilen. Ein Streuwagen kann dabei behilflich sein.
  • Flüssigdünger verteilst Du am besten mit der Gießkanne.
  • Wichtig: Nach dem Düngen musst Du den Rasen ausgiebig bewässern! Denn die Nährstoffe gelangen nur in Wasser aufgelöst zu den Rasenpflanzen.

Welcher Duenger

Welchen Rasendünger muss ich verwenden?

Es ist gar nicht so einfach, sich vor den Regalen mit Düngemitteln zurechtzufinden. Die Auswahl ist groß. Frag einen Mitarbeiter in Deinem HORNBACH Markt um Rat. Aber grundsätzlich unterscheidet man Rasendünger in Herbst- und Frühjahrsdünger.

Die Sorten unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Nährstoffzusammensetzung:

  • Im Frühjahr brauchen Rasenpflanzen vor allem Stickstoff.
  • Im Herbst braucht der Rasen Kalium.
  • Sehr strapaziertem Rasen tun im Sommer beide Rasendüngersorten gut.
  • Wenn Du es Dir einfach machen willst, nimmst Du einen Rasenlangzeitdünger, der in einem besonderen Verhältnis zusammengesetzt ist und über eine längere Zeitspanne wirkt.

Rasendünger Zu den Artikeln

Vertikutieren - Auch der Rasen braucht Luft

Vertikutieren

Durch schlecht abgekehrtes, eingemulchtes Schnittgut in Verbindung mit flachwachsendem Unkraut verfilzt und vermoost die Grasnarbe im Laufe der Zeit.

Daher empfehlen wir, zweimal im Jahr zu vertikutieren: einmal im späten Frühjahr, einmal im späten Sommer.

In diesen Zeiten sind die Temperaturen nicht allzu hoch. Damit entstehen keine Trockenschäden und das Wachstum der Rasengräser wird nach dem Vertikutieren gefördert.

Tipp

Nach dem Vertikutieren sollte Dein Rasen unbedingt ein paar Wochen geschont werden, damit er sich wieder vollständig regenerieren kann.

Vertikutieren bedeutet lüften

Jeder Rasen braucht Belüftung, besonders schwere Böden, die das Wasser aufstauen, und stark beanspruchte Rasenflächen. Denn durch starke Beanspruchung verdichtet sich die Rasenoberfläche und der Rasen vermoost und verfilzt. Der Wurzelbereich leidet dadurch unter Luftmangel.

Das hat zur Folge, dass der Rasen sich nur kümmerlich entwickelt. In diesem Fall wählst Du die Arbeitstiefe des Rasenlüfters so, dass die Rasenfläche nur leicht angeritzt wird. Die Messer durchtrennen das Wurzelwerk, was den Rasen zu stärkerem Wachstum anregt.

Vertikutieren 2

So vertikutierst Du Deinen Rasen richtig

Beim Vertikutieren - was soviel bedeutet wie „vertikal schneiden" - trennen die Messer des Vertikutiergerätes den Rasenfilz auf. Dadurch kann der Rasen wieder besser „atmen" und auch die Wasser- und Düngerzufuhr funktioniert dann wieder einwandfrei.

  • Kürze Deinen Rasen auf ca. 2 – 4 Zentimeter.
  • Bitte nur trockenen Rasen vertikutieren! Der Boden sollte trocken, aber nicht knochentrocken sein, denn in zu harte Böden können die Vertikutiermesser nicht eindringen.
  • Die Räder oder die Messer des Vertikutierers sollten so eingestellt sein, dass die Grasnarbe etwa drei Millimeter tief eingeritzt wird.
  • Führe das Gerät in einem gleichmäßigen, schnellen Tempo über die Fläche. Bleibe mit einer Vertikutiermaschine nicht stehen, sonst schaltet sich das Gerät aus.
  • Ist Dein Rasen gepflegt, dann brauchst Du nur in eine Richtung zu vertikutieren. Beim nächsten Vertikutieren arbeitest Du dann versetzt zur vorherigen Richtung. Wurde die Rasenfläche mehrere Jahre vernachlässigt, vertikutierst Du einmal in Längs- und nochmal in Querrichtung.
  • Es kann sein, dass nach dem Vertikutieren kahle Stellen zurückbleiben. Die solltest Du neu einsäen.
  • Bei warmem, trockenem Wetter bewässere den Rasen nach dem Vertikutieren gut. Gönn ihm nach der Prozedur ein paar Wochen Pausezur Regeneration.
  • Das Vertikutiergut solltest Du von der Rasenfläche entfernen. Du kannst es kompostieren.
  • Nach dem Vertikutieren ist eine kräftige Nährstoffzufuhr - also Dünger - wichtig.
  • Der Rasen sollte vorzugsweise einmal im Frühjahr und noch einmal im Herbst vertikutiert werden.

Beim Vertikutieren können nicht fest verwurzelte Gräser herausgeschnitten werden. Deswegen: frisch angelegte Rasenflächen nie vertikutieren! Warte lieber 2 – 3 Jahre. Dann ist der Rasen robuster.

Ein Vertikutierer braucht Platz im Schuppen. Wenn Du den nicht hast, kannst Du ihn auch einfach zweimal im Jahr ausleihen und den Platz im Schuppen sparen.

mietservice 1

Mietservice

Unser Partner Boels stellt als Mietservice professionelle Werkzeuge und Maschinen bereit.

Zum Service

So funktioniert das Rasenlüften

Nachdem Du schön vertikutiert hast, wird Dein Rasen geflüftet. Dem Grün geht es besser, wenn es mal eine Frischluftzufuhr bekommt. Fachleute nennen diesen Vorgang aerifizieren.

Der Rasen kann entweder mit einer speziellen Lüftungsgabel oder mit einem motorisierten Rasenlüfter aerifiziert werden. Bei beiden Geräten werden mit röhrenförmigen Zylindern Löcher in den Boden gedrückt. Danach wird der Aushub sauber entfernt.

  • Bei kleinen Flächen reicht zum Lüften in der Regel die Lüftungsgabel.
  • Für größere Flächen eignet sich natürlich eher eine motorisierte Variante.

Lüften tut der Rasenfläche gut - es ist wie eine Art Peeling. Egal, ob der Rasen viel oder wenig belastet wird, verdichtet sich die Erde unter den Pflanzen nach und nach und wird immer stärker zusammengedrückt. Dadurch gelangt weniger Sauerstoff in den Boden.

Unter diesem Sauerstoffmangel und der Enge leidet das Wurzelwachstum des Rasens. Deshalb ist das Lüften eine wichtige Pflegemaßnahme. Zudem kann Regenwasser nicht mehr so gut in den Untergrund abfließen. Die schädliche Folge ist Staunässe.

Moose und Algen haben leichtes Spiel und nehmen den Rasenpflanzen noch mehr Platz weg. Damit es gar nicht erst soweit kommt oder um diesen Zustand zu ändern, solltest Du ab und an „durchlüften“.

Tipp

Du kannst das ganz Jahr Deinen Rasen „durchlüften“ und es spricht auch nichts dagegen das Ganze zwei Mal im Jahr zu machen.

Vertikutierer & Rasenlüfter Zu den Artikeln

Erste Hilfe - Rasen reparieren

Allgemeine Ursachen

Aufgehellte, gelbe oder kahle Stellen im Rasen haben oftmals allgemeine Ursachen, die mit Standort, Bodenbeschaffenheit oder Lichtverhältnissen zusammenhängen können.

Ursache Maßnahme
Nährstoffmangel (Gelbe Halmspitzen, blassgrüner Rasen, Unkrautwuchs) Rasen düngen (Flüssigdünger und Langzeitdünger) oder ggf. pH-Wert korrigieren (nach vorangegangener Überprüfung)
Lichtmangel Speziellen Schattenrasen anbauen; bei sehr starker Beschattung bzw. hohem Wurzeldruck entweder Schattenspender, wie Bäume beseitigen oder alternative Bepflanzung bzw. Bodenbedeckung andenken
Staunässe und/oder feuchte Flächen

Wasserdurchlässigkeit erhöhen (z.B. Drainage anlegen oder Boden auflockern, vertikultieren, besanden)
Ausgetrockneter Rasen

Rasen nicht zu kurz schneiden, Trockenrasen anbauen; an sehr trockenen Stellen mit hohem Wurzeldruck (z.B. unter Fichten) Immergrün u.a. anbauen

Rasenkrankheiten entfernen

Wenn Dein Rasen Symptome aufweist, die nicht auf allgemeine Ursachen zurückzuführen sind, dann könnte es eine der folgenden Krankheiten sein.

Keine Panik - mit den richtigen Maßnahmen kriegst Du Deinen Rasen wieder gesund.

Moos und Unkraut drängeln sich gerne zwischend die Rasenpflanzen. Aber mit Unkraut- und Moosvernichter bekommst Du Deinen Rasen wieder in den Griff:
  • Unkraut- und Moosvernichter einfach in der angegebenen Dosierung auftragen.
Achtung: Nur selektive Unkrautvernichter verwenden und Gebrauchsanleitung beachten!

  • Dann das braun gewordene Moos bzw. abgestorbene Unkraut mit der Harke entfernen.
  • Am besten gleichzeitig düngen oder kombinierte Rasendünger plus Unkrautvernichter verwenden.
  • Um weiterem Unkraut- und Mooswachstum vorzubeugen, achtest Du am besten auf eine gute Pflege: Regelmäßig bewässern und düngen, den Rasen nicht zu kurz schneiden (nicht unter 4 cm), im Frühjahr vertikultieren.
  • Durch eine Bodenanalyse und eine Überprüfung der örtlichen Gegebenheiten kann die Ursache für die Vermoosung ausgemacht und gegebenenfalls beseitigt werden. Bei zu niedrigen pH-Werten empfiehlt sich eine Aufkalkung.
  • Moose fühlen sich besonders in schattigen Lagen wohl. Daher ist es empfehlenswert, in schattigeren Lagen spezielle Schattenrasen-Mischungen zu verwenden.
Akkordeon Unkraut und Moos

Beschreibung: 2-5 cm große Pilze auf dem Rasen, die ringförmig angeordnet sind und im Boden ein wasserundurchlässiges Pilzgeflecht (Myzel) bilden. Der Rasen ist im Bereich der Pilze manchmal bereits abgestorben.

Auftreten: Häufig in nährstoffarmen, sandigen oder verdichteten Böden, in denen das Bodenleben fehlt sowie in verfilztem Rasen.

Bekämpfung: Je nach Intensität des Auftretens sind unterschiedliche Maßnahmen notwendig.

  • Leichtes Auftreten: Sofortige, stickstoffbetonte Düngung (Flüssig- und Langzeitdünger), Bodenstruktur verbessern durch Aktivierung des Bodenlebens um die Humusbildung zu beschleunigen und Beseitigung von Bodenverdichtungen.
  • Mittleres Auftreten: Tiefenlockerung durchführen, das Mycel muss so tief wie möglich durchstoßen werden sowie Durchführung aller Maßnahmen, die bei leichtem Auftreten empfohlen werden.
  • Starkes Auftreten: Tiefgründige Entfernung des Rasens und Neuanlage.

Akkordeon hexenring

Beschreibung: Schwarzer Blaualgen-Belag zwischen den Rasengräsern.

Auftreten: Vor allem in milden Wintern aufgrund von länger anhaltender feuchte Witterung sowie milden Temperaturen, bevorzugt auf verdichteten Böden mit Staunässe.

Bekämpfung:

  • Entferne den Algenbelag durch Vertikultieren und Harken.
  • Bringe kalibetonten Rasendünger aus, zum Beispiel FloraSelf Select Herbstrasendünger.
  • Verbessere mit Bodenaktivatoren, Kompost und Erden die Bodenstruktur.
  • Mach den Boden bei stärkeren Verdichtungen durchlässiger. Das gelingt Dir duch eine gleichmäßige Besandung.

Beschreibung: Eine Nassfäuleerkrankung des Rasens; zunächst kleine, kreisrunde Flecken, die bis zu 30 cm Durchmesser groß werden können. Die Gräser werden braun, matschig und sterben ab. Außen ist teilweise ein rosa-weißes Mycel sichtbar.

Auftreten: Schneeschimmel kommt an sich häufig vor (im abgestorbenen Rasenfilz, als Mycel oder Konidie) und wird erst dann zum Problem, wenn mehrere befallsfördernde Faktoren zusammenspielen:

  • Längere Bedeckung des Rasens mit Schnee und Laub
  • Staunässe und dichter Rasenfilz
  • Temperaturschwankungen, v.a. wechselnde Temperaturen um den Gefrierpunkt
  • Mildere Winter (Ausbleiben der Winterruhe, die vor Befall schützt)
  • Zu starke Stickstoffversorgung sowie Kalkung vor dem Winter

Bekämpfung: Eine direkte Bekämpfung ist nicht möglich, da der Fungizideinsatz auf Rasenflächen in Haus- und Kleingärten verboten ist. Gewöhnlich verschwinden die Flecken jedoch bei wärmeren Temperaturen, auf jeden Fall solltest Du infizierte Bereiche sofort harken. Vorbeugend kannst Du einige Maßnahmen treffen:

  • Verbessere die Belüftung des Bodens zum Beispiel indem Du im Frühjahr und Spätsommer vertikutierst. Entferne abgefallenes Laub direkt vom Rasen.
  • Erhöhe vor allem bei lehmigen Böden die Durchlässigkeit indem Du nach dem Vertikultieren Rasensand einstreust. Stark verdichtete Böden solltest Du drainieren.
  • Reduziere das Infektionsrisiko: Verwende im Herbst ausschließlich kalibetonte Herbstrasendünger und verzichte auf eine Kalkung (der pH-Wert sollte nicht über 6,5 liegen). Säe an windstillen, schattigen Lagen nur Schattenrasen aus oder verzichte ganz auf Rasen.

Grundsanierung für den Rasen

Ist der ganze Rasen in einem schlechten Zustand, sollte er komplett saniert werden.

So geht’s:

  • Mähen: Und zwar so kurz wie möglich, also in der niedrigsten Schnitthöheneinstellung.
  • Vertikutieren: Am besten mehrmals in Quer- und in Längsrichtung. Je gründlicher, desto besser. Nur so bekommt der Rasensamen überall direkten Bodenkontakt. Die Vertikutiertiefe der Höhe der verfilzten Schicht anpassen. Rasenfilz vollständig entfernen.
  • Saatgut und Dünger ausbringen
  • Torfschicht verteilen: Die sanierte Fläche mit einer dünnen Torfschicht abdecken.
  • Gießen: Die Rasenfläche darf in den ersten drei Wochen nicht austrocknen. Eine tägliche Beregnung – und der Rasen ist bald wieder wie neu!

Sommer - heiße Phase für den Rasen

Rasen im Sommer

Er war eigentlich so schön grün. Aber nach ein paar heißen Sommermonaten ist Dein Rasen eher braun und stoppelig? Das muss nicht sein. Wenn Du weißt, worauf Du achten musst, kannst Du Deinen Rasen mit einem satten Grün durch den Sommer bringen.

Unsere 6 Profitipps zeigen Dir, wie es geht.

Richtig viel gießen ist schon mal der erste Schritt zu gesundem Rasen. Gerade an heißen Tagen wässerst Du am besten früh morgens so lange, bis sich mehrmals hintereinander Pfützen auf jeder Stelle des Rasens gebildet haben.

Ist das nicht Wasserverschwendung? Im Gegenteil. Wenn Du regelmäßig ausreichend wässerst, musst Du nicht so oft gießen. Wenn Du seltener aber durchdringend wässerst kann das Wasser auch die Rasenwurzeln erreichen und verdunstet nicht gleich an der Oberfläche.

Achte darauf, dass der Rasen nicht ständig feucht ist und gib ihm Zeit zu trocknen! Denn eine zu hohe Feuchtigkeit kann zu Rotspitzigkeit im Rasen kommen - eine Pilzkrankheit, die überwiegend in den Sommermonaten vorkommt und sich durch unregelmäßige Flecken mit gelben bis braunen Grashalmen kenntlich macht.

Sind die gelben Stellen einmal da, braucht Dein Rasen Pflege und vor allem Zeit sich zu regenerieren!

Der trockene Schnitt sollte zunächst mit einem Rechen entfernt werden, damit der Boden und die gesunden Grünflächen mit ausreichend Luft und auch Licht versorgt werden. Sonst kann es passieren, dass vertrocknetes Grün schimmelt und den Rasen „erstickt“. Zusätzlich musst Du ausreichend bewässern und düngen.

Um die Toleranz des Rasens gegenüber Trockenheit zu erhöhen, empfehlen wir Dir kaliumbetonte Dünger, wie Herbstrasendünger, anzuwenden. Nach ca. 2 Wochen sollte er dann wieder dicht und grün wachsen.

Ist auch nach 2 Wochen noch keine Besserung in Sicht, solltest Du an den kahlen und gelben Stellen gezielt nachsäen. Dein Rasen braucht jetzt die richtige Mischung aus Saatgut und Dünger. Beim Saatgut haben sich Trockenrasen-Mischungen bewährt.

Denk bitte daran, dass insbesondere zu viel Düngemittel Deinem Rasen schaden kann. Setze deshalb besser auf Rasenlangzeitdünger! Der wirkt am besten, wenn Du ihn in den Boden einarbeitest, bevor Du den neuen Rasen säst. Wenn Du Flüssigdünger verwendest, solltest Du ihn erst einige Wochen nach der Keimung anwenden.

In unserem Onlineshop gibt's spezielle „Rasen-Sorglos-Pakete".

Haben die Tipps 1 - 3 nicht geholfen, solltest Du die Bodenqualität bzw. den pH-Wert mit Hilfe eines Teststreifens überprüfen.

  • Bei einem pH-Wert von >7 spricht man von einem basischen Boden.
  • Ein pH-Wert < 7 ist hingegen ein Anzeichen für einen sauren Boden.
  • Liegt der pH-Wert sogar < 5,5 solltest Du den Boden kalken.
  • Auch bei einem pH-Wert > 6,5 solltest Du den Boden nicht kalken, da Pflanzen so kein Eisen aufnehmen können.

Senken kannst Du den Wert mit versauernd wirkendem Dünger, wie z.B. Ammonsulfat, Torf oder Tannennadeln.

Schon direkt nach dem Winter kannst Du Deinem Rasen etwas Gutes tun. Das macht sich auch im Sommer bemerkbar.

Mähe ihn zum Beispiel nicht gleich, sondern lass ihn erst mal etwas auswachsen. Allerdings solltest Du Laub direkt nach dem Winter entfernen, denn ein mit Laub abgedeckter Rasen kann nicht atmen und wird nicht mit ausreichend Licht versorgt.

Am besten beseitigst Du das Laub schon während dem Herbst, denn auch im Winter braucht der Rasen Lichteintrahlung.

Manchmal ist weniger mehr! Gelbe oder braune Flecken sind meist die Folge von zu kurzem Schneiden oder Mähen.

Ideal ist eine Rasenhöhe zwischen 3,5 cm und 5 cm, im Schatten solltest Du den Rasen nicht kürzer als 4 cm schneiden.

Rasen bewässern

Wasser ist das A und O für einen gesunden und damit schönen Rasen. Aber Du hast wahrscheinlich wenig Lust mit der Gießkanne Deine ganze Rasenfläche zu wässern. Und das am besten noch zweimal am Tag. Keine Sorge - es gibt Alternativen!

Impulskreisregner
Gartenbewässerung Zu den Artikeln

Neu angelegten Rasen bewässern

Egal, ob Du Deinen Rasen frisch gesät oder ausgerollt hast, das Wichtigste ist jetzt: Wasser! In den ersten 3-4 Wochen muss der neue Rasen gleichmäßig feucht gehalten werden!

Bewässere den Rasen, indem Du den Wasserstrahl nach oben richtest, damit das Wasser von oben herabregnet - wie ein leichter Sommerregen. So werden die neuen Rasensamen nicht unkontrolliert weggeschwemmt und das Wasser hat die richtige Temperatur, weil es an der Luft noch ein wenig erwärmt wird.

Wichtig

Sei sanft! Gerade, wenn Du Deinen Rasen gesät hast, solltest Du einen zu harten Wasserstrahl, der direkt auf die neue Rasenfläche gerichtet ist, vermeiden!

Regelmäßige Rasenbewässerung

Faustregel: Wenn Dein Fußabdruck auf dem Rasen sichtbar bleibt, solltest Du zum Gartenschlauch greifen! Denn dann reicht der Wassergehalt nicht mehr aus, um die einzelnen Grashalme wieder aufzurichten.

Wie die meisten Pflanzen, findet es auch der Rasen nicht toll, wenn er unregelmäßig gewässert wird. Also erst Dürre, dann Überschwemmung, kommt nicht gut an.

  • Beim Rasen sollte eine ausreichende Bewässerung bis tief zu den Wurzeln vordringen, d. h. ca. 10 bis 15 Liter pro qm Rasenfläche.
  • Im Bereich von Bäumen, üppigen Bepflanzungen oder sonstigen wasserdurstigen Gartenbewohnern solltest Du den Rasen noch intensiver bewässern.

Genaue Angaben für die perfekte Wassermenge bei der Rasenbewässerung gibt es nicht. Um zu wissen, wie viel Du gießen musst, solltest Du Deinen Boden kennen. Böden, die sehr lehmhaltig und daher nicht durchlässig sind, müssen nicht so häufig gegossen werden. Dann musst Du nicht mal im Hochsommer jeden Tag wässern.

Dann kann sich das Wasser nämlich stauen und die Wurzeln der Rasenpflanzen verfaulen. Dann hilft nichts mehr, dann ist der Rasen hin. Ist der Boden in Deinem Garten sehr durchlässig, also sandig oder steinig, dann brauchst Du mehr Wasser.

Rasenpflegekalender

Damit Du nicht den Überblick verlierst, wann Dein Rasen welche Pflege braucht, gibt's unseren Rasenpflegekalender. So vergisst Du nicht, wann Du düngen, mähen oder vertikutieren musst.

Rasenkalender

Smarte Gartenbewässerung

Smart geht auch im Garten. Steuere die Bewässerung oder den Rasenmäher ganz bequem von unterwegs. So erwarten Dich keine bösen Überraschungen, wenn Du aus dem Urlaub zurückkommst.

Das GARDENA smart system ermöglicht es Dir, immer und von überall zu steuern, was in Deinem Garten abgeht.

Themen, die Dich auch interessieren könnten

Wir verwenden Cookies. Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr erfahren
x
nach oben