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Gartenteich anlegen und pflegen

Gartenteich KV

Ein Teich bringt Leben in Deinen Garten. Viele kleine und große Tiere nennen ihn ihr Zuhause, Vögel baden sich darin, Fische schnappen nach Futterflocken. Und Du? Du blickst stolz auf das, was Du erschaffen hast.

Wir haben hier für Dich viele interessante Infos zusammengestellt, wenn Du einen Gartenteich anlegen willst.

Lesezeit 12 min. Teichbau im Shop

Gartenteich anlegen – So planst Du richtig

Von der Idee zum Teich. Was für ein Teich soll es denn werden? Wie groß darf er sein? Willst Du auch darin baden oder sollen anspruchsvolle Zuchtfische darin schwimmen? Naturteich oder japanischer Zierteich? Folienteich oder Fertigteich?

Darüber solltest Du Dir vorher Gedanken machen:

  • Zeichne Dir eine Skizze Deines Gartens und probier verschiedene Varianten aus, wo der Teich hinpassen könnte.
  • Sicherheitsaspekte: Bei Unfällen ist immer der Teichbesitzer haftbar. Als Kindersicherung gibt es spezielle Sicherungsgitter oder Zäune.
  • Gibt es einen Stromanschluss in der Nähe des Teichstandorts für Pumpe, Filter, etc.?
  • Fischteiche müssen gefiltert und gereinigt werden, da die Exkremente der Fische den Teich überdüngen und schnell zum „Kippen" bringen.
  • Große Steine gehören an den Teichrand, nicht ins Wasser. Sie speichern zu viel Wärme, was die nächtliche Regenerierung behindert.
  • Es müssen mindestens drei unterschiedlich tiefe Zonen angelegt werden. Die Tiefwasserzone sollte dabei mindestens 1 m tief sein, damit die Fische überwintern können.
    Die Übergänge zwischen den einzelnen Zonen sollten möglichst sanft sein. Wenn sie zu steil sind, hält sich dort keine Erde und Pflanzen können sich nicht ansiedeln.

Schema Gartenteich

So wählst Du den Standort Deines Teichs aus:

Ein Teich ist ein empfindliches kleines Ökosystem. Deshalb kommt der Auswahl des Standorts große Bedeutung zu. Hier einige grundlegende Kritierien für Deine Standortwahl:

  • Nicht unter Bäumen: Herabfallende Nadeln und Blätter übersäuern den Teich, was einer Vergiftung gleichkommt. Außerdem macht es ganz schön Arbeit, das Zeug immer rauszufischen.
  • Genug Wind: Wind durchmischt das Teichwasser, was für die Wasserqualität wichtig ist.
  • Ebenes Gelände: Rund um den Teich sollte das Gelände einigermaßen eben sein, damit weder überschüssiges Regenwasser aus dem Garten in den Teich läuft (Übersäuerung!) noch der Teich beim Überlaufen den halben Garten überflutet.
  • Ausreichend Licht und Schatten: 6 Stunden Sonne am Tag sind ideal für die Pflanzen zum Wachsen, mehr sollte aber auch nicht sein, damit sich der Teich nicht so stark aufheizt. Denn das fördert das Algenwachstum und kann letztlich zu Sauserstoffmangel und im schlimmsten Fall zu Fischsterben führen.
  • Teichart: Leg einen naturnahen Teich mit Fischen und anderen Wasserbewohnern an einem ruhigen Plätzchen an, etwas abseits des Hauses und der häufig benutzten Gartenwege, damit die Tiere nicht zu viel Stress bekommen (2).
    Ein fischfreier Teich mit aufwendigen Wasserspielen, schönen Pflanzen und Dekoelementen hingegen kommt in der Nähe der Terrasse, nicht zu nah am Haus (Feuchte!), besser zur Geltung (1).

Standort Gartenteich

Neben diesen Aspekten solltest Du Dir aber auch solche Fragen stellen:

  • Wo passt der Teich optisch gut hin?
  • Stören nächtliche Froschkonzerte unterm Schlafzimmerfenster?
  • Können Kinder von der Terrasse aus in den Teich hineinfallen?

Folienteich oder Fertigteich?

Mit einem fertigen Teichbecken hast Du den Teich an einem Samstagnachmittag angelegt, noch ehe die Gäste zum Kaffee und Kuchen kommen. Leider brauchen die Pflanzen etwas länger zum Anwachsen, sonst könntest Du glatt behaupten, den Teich hättest Du schon immer gehabt.

Für größere Teiche und vor allem individuell gestaltete Gartenteiche sind Folienteiche allerdings die bessere Alternative.

  Fertigteich Folienteich
Vorteile
  • schnell und unkompliziert eingebaut
  • v.a. für kleine Teiche (>4qm) ideal
  • ideal für große Teichsysteme
  • kann auf die Gegebenheiten vor Ort angepasst werden
  • individuelles Design möglich
  • Tiefwasserzone kann entsprechend ausgebaut werden
Nachteile
  • vom Hersteller vorgegebene Form und Größe
  • Übergänge zwischen den Pflanzzonen manchmal sehr steil
  • Tiefwasserzone teilweise nicht tief genug
  • kann nicht auf Gegebenheit vor Ort angepasst werden
  • Bau relativ (zeit-)aufwändig
  • gründliche Planung nötig
  • Teichfolie kann reißen oder durch spitze Gegenstände beschädigt werden.

Folienteich: Welche Folien gibt's?

Die Teichfolie muss das Gewicht des Wassers halten können. Je tiefer ein Teich ist, umso dicker muss die Folie sein. Verschiedene Materialien stehen zur Auswahl.

Art Eigenschaft Stärke Einsatz
PVC-Folie
  • leicht zu verlegen und zu verkleben
  • passt sich gut an den Untergrund an
  • indivuelle Formen realsierbar
  • nicht sehr umweltverträglich
  • 1 mm
  • 1,5 mm
  • 2 mm
  • Bei reinem Sandboden
  • Teichtiefe ab 2,5 m
  • Bei Wurzeln und Steinen im Boden, für Schwimm- oder Badeteiche
PE-Folie
  • sehr umweltverträglich
  • UV-beständig
  • nicht so leicht zu verarbeiten, schwer zu reparieren
  • vor allem für Teichprofis geeignet
  • 1 mm
  • 1,5 mm
  • Klärteiche, Biogasanlagen, Baustellenabdichtungen, etc.
EPDM-Folie
  • synthetischer Kautschuk
  • strapazierfähig (hält etwa 30 Jahre)
  • gut zu verarbeiten
  • enthält keine Weichmacher (für die Haltung von empfindlicheren Teichbewohnern)
  • etwas teurer als PVC- oder PE-Folie
  • 1 mm
  • > 1mm (Herstellerabhängiges Maß)
  • Gartenteiche
  • Schwimmteiche

Der Sandwichaufbau eines Folienteichs

A. Pflanzgewebe
B. Teichfolie
C. Schutzflies
D. Sandschicht
E. Erdreich

Sandwichaufbau Folienteich

Anleitungen zum Teich Bauen

Trendthema: Terrassenteich

Ein Gartenteich braucht Platz. Wer den nicht hat, für den könnten Terrassenteiche eine interessante Lösung sein. Die Mini-Teiche passen auf so gut wie jede Terrasse und auf größere Balkone.

Teichtechnik

Je größer der Teich ist, desto leichter kann ein biologisches Gleichgewicht entstehen, das den Teich selbst reinigt und Pumpen, Filter oder gar biochemische Mittel überflüssig macht. Allerdings gilt das nicht für große Teiche oder Teiche mit hohem Fischbestand!

Teichpumpen

Eine Teichpumpe dient in erster Linie dazu, Teichwasser umzuwälzen oder Wasser an eine gewünschte Stelle zu befördern. Sie hat nicht automatisch eine reinigende Wirkung. Es gibt aber Kombinationen aus Pumpen und Filter.

Verschiedene Teichpumpen für verschiedene Zwecke:

  • Filter-/Umwälzpumpe: Durch das Umwälzen des Wassers, was bei natürlichen Gewässern der Wind erledigt, wird das Teichwasser mit Sauerstoff angereichert. Gleichzeitig haben diese Pumpen meist einen Filter, der Schmutz und Schwebeteilchen entfernt.
  • Bachlauf-/Wasserfallpumpe: Damit das Wasser aus dem Teich wieder zur „Quelle“ des Baches gelangt, muss es dort hinaufgepumpt werden. Eine Filteranlage ist oft integriert. Die Förderleistung der Pumpe ist abhängig von Höhe und Breite des Bachlaufs bzw. Wasserfalls. Je höher und breiter der Bachlauf/Wasserfall, desto mehr Wasser muss eine Pumpe in der Stunde transportieren.
  • Belüftungspumpe: Sie wird trocken und oberhalb des Wasserspiegels aufgestellt, damit kein Wasser durch die Schläuche ins Gerät gelangen kann. Sie saugt Luft an und verteilt den Sauerstoff über Auströmöffnungen im Wasser.
  • Wasserspielpumpe: Meist betreiben diese Geräte nicht nur ein Wasserspiel, sondern sind mit einem Filter kombiniert. Die Förderleistung der Pumpe richtet sich nach Spritzhöhe und Spritzbreite. Je höher und breiter der Spritzeffekt, desto mehr Wasser muss eine Pumpe in der Stunde transportieren.
Die Teichpumpen können für den Betrieb innerhalb und außerhalb des Wassers ausgerichtet sein. Wir empfehlen so genannte Dauerläufer, denn diese befördern eine hohe Wassermenge, ohne viel Energie zu verbrauchen. Zudem sind sie geräusch- und vibrationsarm und nahezu wartungsfrei.

Tipps

  • Ansauge- und Auslassstelle müssen so weit wie möglich voneinander entfernt sein.
  • Die Leistung der Pumpe errechnet sich aus Teichoberfläche, Teichtiefe und Teichinhalt. Mit steigender Anzahl von Fischen sinkt die Leistung einer Pumpe. Für einen Fischteich mit 20 qm Oberfläche und einer Tiefe von 1 m bedarf es z.B. einer Pumpenleistung von 5 000 l/h. Für einen gleich großen Teich ohne Fische schafft es die Pumpe, 10 000 l/h zu fördern.

Standort der Teichpumpe

Meistens stellt man die Teichpumpe innerhalb des Gartenteichs auf. Stell sie aber nicht direkt auf den Teichgrund, denn angesaugter Schlamm könnte den reibungslosen Betrieb gefährden. Stell besser einen Ziegelstein auf den Grund und platzier die Pumpe darauf.

Außerhalb des Teichs stellt man die Pumpe in einen Pumpenschacht. Die Pumpe muss hier unterhalb des Wasserspiegels platziert werden. Ein Saug- und ein Druckschlauch werden mit der Pumpe verbunden und in den Teich geführt. Die Schlauchverbindung zum Wasser kann mit Steinen kaschiert werden. So kannst du die Pumpe reinigen und warten, ohne dass sie aus dem Wasser genommen werden muss.

Oxydator

Der Oxydator ist eine stromsparende, umweltfreundliche und praktische Alternative zur Belüftungspumpe. Das Gerät aus Spezialkeramik bildet Sauerstoff, ohne dabei das im Wasser befindliche Kohlenstoffdioxid auszutreiben. Man legt den Oxydator in den Teich. Wenn er leer ist und wieder aufgefüllt werden muss, treibt er von selbst an die Oberfläche.

Teichfilter

Teichfilter

Fischteiche müssen gefiltert und gereinigt werden, da die Exkremente der Fische den Teich überdüngen und schnell zum „Kippen" bringen. Eine solche Filteranlage zieht nicht nur den groben Schmutz aus dem Wasser, sondern kann es auch mit Sauerstoff anreichern und den Nitrat- und Stickstoffhaushalt regeln. Dazu platziert man Zu- und Ablauf so, dass eine kleine Strömung im Teich entsteht und das Wasser optimal gefiltert werden kann.

Teichfilter gibt es in verschiedenen Ausführungen. Beliebt sind Außenfilter, die das Wasser in mehreren Stufen reinigen und außerhalb des Teiches installiert werden. Durch eine Pumpe sind sie mit diesem verbunden.

Du kannst auch einen Vorfilter an Deine Teichpumpe anschließen, der den Reinigungsaufwand der Pumpe erheblich verringert.

Beachte

Der Schwamm, der einer Pumpe vorgelagert ist, ist KEIN ausreichender Teichfilter. Dieser dient nur dazu, grobe Partikel aufzufangen, damit die Pumpe nicht verstopft. Er klärt aber keine Algen, Schadstoffe und Mikroorganismen aus dem Wasser.

UV-Teichklärer

Dieses Gerät bestrahlt durch eine Röhre laufendes Wasser mit UV-Licht, was die Schmutzpartikelchen, Algen und Mikroorganismen abtötet. Ihre Reste werden anschließend ausgefiltert. Deswegen sollte der Teichklärer immer vor den Teichfilter geschaltet werden. Der Teichklärer reduziert so die Keimbelastung und die Eintrübung des Wassers im Teich.

Allerdings unterscheidet das Gerät nicht zwischen nützlichen und schädlichen Mikroorganismen, deswegen ist es wichtig, die Leistungsstärke des Geräts auf Teichvolumen und Fischbesatz abzustimmen. Als Richtwerte gelten:

  • Fischfreier Teich: 0,5-1 Watt pro 1000l Wasser
  • Fischteich: 3Watt pro 1000l Wasser
  • Koiteich: 5 Watt pro 1000l Wasser

Ist die Strahlung zu stark, entsteht viel zu klares Wasser, das die Sonnenstrahlen bis in die Tiefe durchlässt. Fische und Frösche können einen Sonnenbrand bekommen. Ein anderes Problem ist, dass die Mikroorganismen, deren Job die natürliche Reinigung des Wassers ist, nun fehlen, was wiederum eine künstliche Reinigung notwendig macht.

Ist die Leistungsstärke zu gering, kann die Keimbelastung für die Fische zu hoch werden und ihr Immunsystem belasten.

Bedenke, dass das Wasser im Sommer etwas trüber ist – das ist völlig normal.

Das einfallende Licht färbt alle im Wasser schwimmenden organischen Stoffe mit Chlorophyll ein. Dadurch bekommt das Wasser eine grünbraune Farbe.

Teich bepflanzen

Wie wähle ich Pflanzen für meinen Teich aus? Und was muss ich beim Setzen von Teichpflanzen beachten?

Beachte bei der Teichbepflanzung die verschiedenen Teichzonen. Sie zu kennen, macht die Planung und Durchführung um einiges leichter:

Teichzonen

A. Uferzone: Diese kann hin und wieder überschwemmt werden und bildet den Übergang zwischen Teich und Garten. Hier kannst du z.B. Schachbrettblume und Wiesenknöterich pflanzen.

B. Feuchtzone: Sie ist bis 15 cm tief. Hier wachsen Uferpflanzen, die nicht zu tief im Wasser stehen möchten, wie z.B. die Sumpfdotterblume, Sumpfkalla und Wasserminze.


C. Sumpfzone: 15–50 cm tief. Dieser Bereich ist biologisch extrem wichtig. Hier gedeihen die wichtigsten Sumpf- und Wasserpflanzen wie das Schilfrohr.

D. Tiefzone: Sie ist 1 m und tiefer. Hier überwintern Fische, gedeihen Seerosen und leben kleine Tierchen und Organismen im Schutz der Dunkelheit des trüben Wassers. Sonnenlicht vertragen sie nicht. Je tiefer der Teich ist, desto eher bleibt er auch im Sommer kühl genug, um ausreichend Sauerstoff im Wasser zu halten und das Algenwachstum einzudämmen. Typische Unterwasserpflanzen sind Tausendblatt, gelbe Teichrose und dickblättrige Wasserpest.

Teichpflanzen setzen

  • Bepflanze Deinen Teich am besten zwischen März und Juni, damit die Wasserpflanzen bei milden Temperaturen und viel Sonne optimal anwachsen können.
  • Beginne in der Tiefwasserzone und arbeite dich ans Ufer vor.
  • Am besten setzt man die Teichpflanzen in Pflanzkörbe und –taschen aus Kokoswolle, die mit Nährboden gefüllt sind. Die Kokoswolle verhindert, dass die Nährstoffe ausgespült werden.
  • Leg als Untergrund für die Pflanzkörbe eine Schicht Sand an.
  • Senk die Körbe mit den Pflanzen für die tieferen Zonen vorsichtig ab und bedeck sie mit Sand.
  • Gruppiere hoch wachsende Pflanzen am Rand, als Hintergrund für ihre niedrigeren Kollegen. Im ersten Jahr werden die Pflanzen noch nicht so stark wachsen. Mach Dir keine Sorgen, das ist normal.
  • Setz im ersten Jahr noch keine Schwimmpflanzen ein, denn die anderen Pflanzen brauchen so viele Nährstoffe, dass für die schwimmenden Freunde nicht mehr genug Nahrung im Wasser verbleibt.
  • Grab die Teichpflanzen in der Ufer-Sumpf-Zone in eine Sandschicht ein, bis die Pflanztaschen nicht mehr zu sehen sind.
  • Stark wuchernde Pflanzen solltest du später immer wieder auslichten, sonst verdrängen sie alles andere und Dein Teich ist im Nu zugewachsen.
Die angegebenen Zahlen über die Wassertiefe der Teichpflanzen sind Maximalwerte, grab sie deshalb tendenziell flacher ein.
Teichpflanzen setzen

Algen im Teich bekämpfen

Algen wuchern am liebsten in der Sonne im kalkhaltigen Wasser. Deswegen sollte man ihnen durch Nährstoffentzug und Schatten vorbeugen. Dafür braucht man keine Chemie, setz lieber auf bestimmte Pflanzen und Tiere, die sich als Algenbekämpfer eignen:

  • Schnecken entziehen dem Wasser den Kalk, um daraus ihr Gehäuse zu bauen und weiden den Algenteppich von Steinen ab.
  • Schwimmblattpflanzen halten mit ihren Blättern das Wasser kühl. Einige Pflanzen wie Tannenwedel oder Krebsschere entziehen dem Teichwasser besonders viele Nährstoffe.
  • Unterwasserpflanzen wie u.a. die Wasserpest oder das Hornkraut versorgen das Wasser besonders gut mit Sauerstoff.
Wichtig ist, dass gar nicht erst zu viele Nährstoffe ins Wasser gelangen! Gib deshalb auf keinen Fall Humus oder Pflanzenerde in den Teich, denn die Teichbepflanzung soll ihre Nährstoffe hauptsächlich aus dem Wasser beziehen.

Fische für den Gartenteich

In einem Teich tummelt sich so einiges: Neben Frosch und Libelle sagen sich hier auch Kleinstorganismen gute Nacht. Welche Teichbewohner Du Dir allerdings selbst aussuchen kannst, sind die Fische.

Teich Fische
Beachte, dass Fische erst nach etwa einem Jahr in den Teich gesetzt werden, nämlich dann, wenn das Ökosystem des Teiches stabil ist.

Fische verschmutzen zwar in der Regel nicht das Wasser (das kommt auf die Größe des Teiches und die Anzahl und Art der Fische an), wenn man sie aber viel füttert, kann das durchaus zu einer Kontaminierung des Teiches führen.

Deshalb sollten sich die Teichfische am besten von dem ernähren, was im Teich angeboten wird. Zusätzlich solltest Schnecken ansiedeln – etwa 5 Stück pro qm Wasseroberfläche – denn sie sind erstklassige Wasserreiniger. Kleine Teiche und besonders Koi- oder Goldfischteiche kommen allerdings nicht ohne Filteranlage aus.

Fische Gartenteich

Fische richtig füttern

Futter bei die Fische! Zwar sind Fische keine Ernährungsfreaks, aber sie schätzen, genauso wie wir, eine ausgewogene Ernährung. Einseitige und falsche Fütterung führt zu Krankheiten wie Darmentzündung, Fettleber, Stressanfälligkeit und Immunschwäche.

Das Fischfutter sollte Folgendes in ausreichender Menge enthalten:

  • Proteine (Eiweiße) für Wachstum und Energieversorgung: 12 der in Proteinen enthaltenen Aminosäuren sind für Fische lebensnotwendig. Die können sie über andere Fische und Pflanzen aufnehmen.
  • Fette für Wachstum, Gesundheit, Färbung und Stoffwechsel der Fische: Am besten eignen sich Wasserlebewesen als Fettquelle.
  • Kohlenhydrate: Stärke, Zellulose und Zucker sind die wichtigsten Kohlenhydrate. In Fischfutter sind sie erhitzt worden, damit die Fische sie leichter aufnehmen können als in roher Form in Pflanzenteil.
  • Vitamine und Mineralien für das Immun- und Stoffwechselsystem: Ein Mangel führt hier zu Schäden am gesamten Organismus des Fischs.

Gutes Futter hat seinen Preis, das gilt auch für die Trockennahrung. Das Fischfutter sollte vakuumverpackt sein und einen gut sitzenden, fest verschließbaren Deckel haben.

Verschiedene Fische – unterschiedliche Bedürfnisse
Unterschiedliche Fische brauchen auf ihre Lebens- und Ernährungsweise zugeschnittenes Futter.

  • Fische, die am Teichboden leben, brauchen Futter, das rasch zu ihnen herabsinkt, ehe die anderen Fische es fressen.
  • Fische, die viel an der Oberfläche abhängen, wollen auch dort fressen. Das Futter muss also eine Weile schwimmen.
  • Lebendfutter bietet in natürlicher Form eine Menge an Stoffen, die Fische brauchen. Manchen Fischen macht das Suchen und Jagen nach Würmern im Schlamm Spaß. Lebendfutter muss frisch und kühl gelagert sein. Kauf nichts Verdorbenes oder Abgestorbenes!

Fische fuettern

Teich pflegen zu verschiedenen Jahreszeiten

Je nach Jahreszeit stehen verschiedene Aufgaben an, um den Teich in Schuss zu halten.

Frühling

  • Im März steht eine Generalreinigung des Teichs an: tote Pflanzenteile, Laub und Co. müssen entfernt werden. Beschneide zudem wuchernde Pflanzen oder pflanze sie gegebenenfalls um.
  • Bis Mai kannst Du dann neue Pflanzen setzen. Manchmal muss auch das Wasser im Teich teilweise ausgetauscht und aufgefüllt werden.
  • Wenn der Teichschlamm überhand genommen hat und dadurch zu viele Nährstoffe ans Wasser abgegeben werden, kannst Du den Teichschlamm auch teilweise absaugen. Aber nur, wenn dies wirklich nötig ist und Verlandung droht, denn im Teichschlamm wohnen viele Kleinstlebewesen, die für das Ökosystem des Teiches wichtig sind!
    Manche Geräte geben das Wasser direkt zurück in den Teich, so dass diese nicht verloren geht.

Teich pflegen Fruehling

Sommer

  • Fisch in den Sommermonaten die Fadenalgen mit Rechen oder Keschern ab.
  • Behalte den Schädlingsbefall an Pflanzen im Auge.
  • Und füll bei zu starker Verdunstung das Wasser auf.

Teich pflegen Sommer

Herbst

  • Sobald die Wassertemperatur unter 10 °C fällt, hören Fische auf zu fressen und ziehen sich in die Tiefe zurück. Ab dem Zeitpunkt also aufhören zu füttern!
  • Wenn die Fische nicht im Teich überwintern können, müssen sie herausgeholt werden. Ebenso holt man überwinternde Pflanzen und Teichgeräte heraus.
  • Pumpen NIE trocken überwintern, sondern in einem Wassereimer.
  • Schneide zu groß gewordene und wuchernde Seerosen und Rohrkolben aus. Einige verwelkte Stängel für den Gasaustausch unterm Eis aber stehen lassen.
  • Tote Pflanzenreste und Laub immer wieder abfischen, damit nicht zu viel rottendes Material das ökologische Gleichgewicht im Winter belastet oder ein Laubnetz benutzen.

Teich pflegen Herbst

Winter

  • Trotz der Winterruhe setzen Mikroorganismen Stoffe um, was zur Gasbildung führt. Damit diese entweichen können, lässt man Schilfstängel, Pflanzenstiele oder Strohbündelchen im Wasser, die ein paar Stellen eisfrei halten. Die hohlen Schilfrohre dienen auch Insekten als Winterquartier.
  • Keine Löcher ins Eis hacken, denn das erschreckt die Fische und kann sogar ihre Schwimmblase zerstören.
  • Fische, die im Haus überwintern, stehen an einem frostsicheren Ort mit Tageslicht, damit sie den Tagesablauf mitbekommen. Simuliere Tag und Nacht notfalls mit einer Lampe. Wechsel das Wasser regelmäßig. Gegebenenfalls kannst Du die Pumpe hier sogar weiter betreiben. Füttern musst Du nur, wenn die Fische bei einer Wassertemperatur über 10 °C überwintern.

Teich pflegen Winter

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