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Die richtige Zimmerpflanze finden

Zimmerpflanzen

Nichts ist schlimmer als ein kalt und leblos eingerichtetes Zuhause? Finden wir auch. Bring Leben und Natur in die Bude!

Hier findest Du hilfreiche Tipps für die Pflanzenauswahl und Ratgeber rund um Zimmerpflanzen: Von prächtig blühenden Orchideen bis hin zu Exoten wie fleischfressenden oder luftreinigenden Pflanzen oder Bonsai.

Lesezeit 6 min. Zimmerpflanzen

Pflegeleichte Zimmerpflanzen

Pflanzen richtig zu pflegen, das heißt vor allem: Kenne ihre Bedürfnisse. Jede Pflanze stellt eigene Ansprüche an:

  • Licht
  • Temperatur
  • Feuchtigkeit
  • Substrat

Überlege Dir vor dem Kauf, wo Du die Zimmerpflanze hinstellen oder hinhängen möchtest und beachte die Gegebenheiten dort. Den Standort und vor allem die Pflegezeit, die Du in die Pflanze investieren kannst, solltest Du bei der Kaufentscheidung miteinfließen lassen.

Mach Dir auch Gedanken darüber, ob Du eine Blattpflanze möchtest oder ob die Pflanze jedes Jahr wieder Blüten bringen soll. Solchen Dauerpfleglingen stehen Pflanzen mit kurzer Kulturzeit gegenüber.

Ganz ohne Pflege überlebt keine Pflanze! Einige Arten sind aber robuster als andere und eignen sich daher für Menschen ohne grüne Daumen eher.

Die nachfolgenden Pflanzen verzeihen den einen oder anderen Pflegefehler, etwa das Austrocknen des Topfballens, und können das ganze Jahr über in der Wohnung stehen.

Wir geben Dir hier einen Überblick über die beliebtesten und interessantesten Zimmerpflanzen:

Pflanze Wasserversorgung Lichtverhältnisse Temperaturen
Bogenhanf (bot. Sansevieria) Die Erde sollte eher trocken als zu feucht sein. wächst auch in Räumen mit wenig Licht Zwischen 15 und 23 Grad Celsius
Grünlilie (bot. Chlorophytum) Sie macht so gut wie alles mit. Die Grünlilie stammt aus Südafrika und ist eine der einfachsten Pflanzen für den Topf. Notfalls hält sie Trockenheit genauso stand wie Ertränkungsversuchen. Braucht viel bis mittelmäßig viel Licht Zwischen 15 und 23 Grad Celsius
Kentiapalme, Howea-Palme (bot. Howea) Die Kentiapalme gehört zu den robustesten Palmen-Arten. Sie hat nur einen mäßigen Wasserbedarf, daher sollte sie nicht zu stark gewässert werden. Vor dem nächsten Gießen sollte die Erde abgetrocknet sein. Am besten eignet sich entkalktes Wasser oder Regenwasser. keine direkte Sonne, halbschattiger Standort ideal Zwischen 15 und 23 Grad Celsius
Schusterpalme (bot. Aspidistra) Die Schusterpalme ist eine robuste und pflegeleichte Zimmerpflanze. Sie braucht nur selten Wasser und kommt mit geringer Luftfeuchtigkeit oder Zugluft zurecht. braucht wenig Licht und wächst auch in dunkleren Ecken problemlos Zwischen 15 und 23 Grad Celsius
Zamioculcas (bot. Zamioculcas) Die Pflanze stammt aus Ostafrika. Seit Jahren zählt sie zu den beliebtesten Zimmerpflanzen, wegen ihrer klaren Struktur, aber auch, weil sie extrem pflegeleicht ist. Sie braucht wenig Wasser und hat keine Probleme mit Staunässe. Sonnig bis halbschattig. Direkte Sonne vermeiden. Zwischen 15 und 23 Grad Celsius
Orchidee (Phalaenopsis) Die aus Südostasien stammende Schönheit ist verhältnismäßig pflegeleicht: Schon lange wird sie züchterisch bearbeitet, um sie an ein Leben im Topf anzupassen. Man muss sie wenig gießen oder regelmäßig tauchen. Staunässe sollte man aber vermeiden. Sonnig bis halbschattig Zwischen 15 und 25 Grad Celsius
Aloe Vera (bot. Aloe vera) Die Aloe vera, auch Wüstenlilie genannt, ist äußerst robust und pflegeleicht. Sie benötigt wenig Wasser. Es schadet ihr nicht, sie erst zu gießen, wenn sie kurz vor dem Vertrocknen ist und ihre Blätter beginnen, bräunlich zu werden.

Nur Staunässe mag sie nicht, deshalb sollte die Erde locker und sandig sein und der Topf ein Abfließen des überschüssigen Gießwassers ermöglichen.
Sonnig bis halbschattig Zwischen 20 und 25 Grad Celsius
Einblatt (bot. Spatiphyllum) Das Spatiphyllum, so der botanische Name, soll die Raumluft verbessern. Obendrein braucht die Pflanze wenig Aufmerksamkeit.
Sie sollte nur regelmäßig gegossen werden, aber bitte ohne Staunässe. Sie mag hohe Luftfeuchtigkeit und regelmäßiges Einsprühen.
halbschattig bis schattig, verträgt keine pralle Sonne. Zwischen 15 und 23 Grad Celsius
Dieffenbachie (bot. Dieffenbachia) Großes Laub mit heller Zeichnung macht die Dieffenbachie interessant. Die Dieffenbachie ist eine der größeren Pflanzen und wird bis zu einem Meter hoch. Du solltest sie regelmäßig gießen
und dabei kein zu kaltes Wasser verwenden.
keine direkte Sonne. Halbschattiger, aber heller Standort ist ideal. Zwischen 18 und 25 Grad Celsius
Fensterblatt (bot.Monstera) Das Fensterblatt kommt sehr gut mit zu wenig Feuchtigkeit zurecht. Ideal ist es aber, wenn Du im Frühjahr und Sommer viel gießt, ohne dabei stehendes Wasser zu verursachen. Im Winter braucht das Fensterblatt weniger Wasser. Da der natürliche Lebensraum der Pflanze der Urwald ist, kommt die Pflanze mit ganz unterschiedlichen Lichtverhältnissen aus, bevorzugt jedoch einen hellen Standort ohne direktes Sonnenlicht. Bei Zimmertemperatur fühlt sie sich besonders wohl. Sie verzeiht aber auch mangelhafte Lichtverhältnisse. Zwischen 18 und 23 Grad Celsius
Elefantenfuß, Flaschenbaum, Wasserpalme (bot. Beaucarnea ) Weitere Bezeichnungen sind Wasserpalme und Flaschenbaum. Passend, denn der Elefantenfuß zählt zu den pflegeleichten Pflanzen, da er Wasser für längere Zeit in seinem Stamm speichern kann.
Die exotische Art von Sukkulenten kommt also mit sehr wenig Wasser aus.
Auch in Bezug auf Zimmertemperatur und Lichtverhältnisse ist er unkompliziert, gedeiht jedoch besonders prächtig an einem sonnigen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Zwischen 15 und 28 Grad Celsius
Drachenbaum (bot. Dracaena) Er kommt mit wenig Wasser zurecht. Im Frühjahr und Sommer kannst Du Deinen Drachenbaum etwas häufiger gießen, dabei jedoch unbedingt Staunässe vermeiden und alle zwei bis drei Wochen einen Flüssigdünger hinzugeben.
Im Herbst und Winter kannst Du weniger häufig gießen. Sprühe die Blätter der Pflanze regelmäßig mit Wasser ein, um vor allem bei trockener Heizungsluft das Raumklima zu verbessern.
Als Zimmerpflanze hat der Drachenbaum geringe Lichtansprüche und kann in Wohnräumen daher an vielen Standorten gehalten werden. Sorten mit sehr kleinen, schmal verlaufenden Blättern benötigen etwas mehr Licht. Direkte Sonne solltest Du vermeiden. Zwischen 15 und 25 Grad Celsius
Yucca Palme, Palmlilie (bot. Yucca) Die Yucca ist keine Palme. Sie gehört zu den Spargelgewächsen und sieht nur aus wie eine Palme. Selbst Anfänger können bei ihr nicht viel falsch machen.
Gieße die Yucca nur wenig und auch nicht allzu oft - während der Wachstumsperiode einmal pro Woche bis sogar einmal alle zwei Wochen reichen vollkommen aus – im Winter noch seltener. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden.
An einem hellen, sonnigen und luftigen Standort gedeiht die Yucca-Palme bei Zimmertemperatur sehr gut. Halbschatten wird jedoch toleriert. Bei zu wenig Licht und einem ausgetrockneten Substrat können die Blätter vertrocknen. Zur Überwinterung benötigt sie einen hellen, aber kühlen Platz (5 bis 10 °C). Zwischen 15 und 25 Grad Celsius

Beliebte Zimmerpflanzen

Palmen

Aloha, bei Palmen kommt sofort Sommerlaune auf! Kein Wunder, die Pflanze ist in subtropischen und tropischen Gebieten zuhause. Palmen sind holzig, nur selten verzweigt, ihre Blätter sind meist gefiedert oder fingerförmig zusammengesetzt.

Zimmerpflanzen Palmen

Hier einige Tipps zur Pflege:

  • Standort: Ältere Palmen können ohne Weiteres in der vollen Sonne stehen. Junge Pflanzen –und das sind Zimmerpflanzen meistens – müssen im Sommer vor praller Sonne geschützt werden. Viel Licht ist zwar notwendig, aber zu viel Sonne schadet. Im Sommer können Palmen ruhig auch mal raus gestellt werden auf einer nicht zu sonnigen, aber geschützten Terrasse beispielsweise.
  • Pflanzgefäß: Palmen wurzeln tief und sollten daher in schmale, hohe Töpfe gepflanzt werden.
  • Gießen: Der Wurzelballen sollte immer gleichmäßig feucht bleiben. Vermeide auf jeden Fall Staunässe!
  • Raumklima: Palmen sind eigentlich robuste Pflanzen. Dennoch ist es nicht leicht, sie über Jahre im Zimmer zu halten. Manche Arten vertragen trockene Zimmerluft relativ gut. Andere reagieren empfindlich darauf, wenn die Luftfeuchtigkeit zu gering ist.

Info: Palmfarne sind keine Palmen

Palmen

Palmfarne sind eigenartige Pflanzen, die es schon seit 200 Millionen Jahren auf unserer Erde gibt. Sie sehen aus wie Palmen, stehen aber, was die Fortpflanzung anbelangt, den Farnen und Koniferen nahe. Als Zimmer- oder besser Kübelpflanzen wird hauptsächlich die Art Cycas revoluta kultiviert. Das ist eine nicht leicht zu pflegende, aber besonders dekorative Pflanze.

Farne

Farne sind uralte Kinder des Waldes. Sie besiedeln schattige Plätze unter Bäumen, wachsen aus Felsritzen und hausen an Plätzen, an denen die Sonne kaum hingelangt.

Wenig Lichtbedarf und eine Vorliebe für hohe Luftfeuchtigkeit: Kein Wunder, dass die Pflanze Einzug in unsere Badezimmer gehalten hat.

Besonders der Geweihfarn, dessen Wedel tatsächlich an Elchgeweihschaufeln erinnern und von einer Wachsschicht überzogen sind, wird gerne in Bäder gestellt – oder gehängt.

Auch andere Farne sind beliebte Zimmerpflanzen, die vor allem durch ihre filigranen, immergrünen Wedel überzeugen, aber auch weil sie nicht so viel Pflege benötigen. Man gießt die Pflanze oder besprüht die Wedel in der Regel mit einem sehr feinen Nebel aus kalkarmem Wasser und schneidet hin und wieder alte Wedel ab.

Zimmerpflanzen Farne

Die meisten Farne mögen kein direktes Sonnenlicht, da die zarten Wedel recht schnell versengt werden können. Sie bevorzugen dunklere und schattigere Standorte. Oft eignen sich Farne daher für Plätze, die aufgrund der Lichtverhältnisse für die meisten anderen Zimmerpflanzen nicht in Frage kommen.

Um ein gleichmäßiges und rundes Wachstum der Farne zu fördern, drehe den Topf alle drei bis vier Tage ein wenig. Dadurch wachsen sie nicht einseitig, denn alle Wedel drehen sich zum Licht hin.

Für die meisten als Zimmerpflanzen gepflegten Farne ist eine mittlere Raumtemperatur zwischen 18-25 °C ideal. Sollten die Temperaturen einmal unter 18 °C sinken, so ist dies auch kein Anlass zur Sorge. In der Regel vertragen die meisten Farne Temperaturen bis 9 °C ohne Schaden zu nehmen.

Bis die Temperaturen wieder steigen, stellen die Farne das Wachstum ein und gehen in eine Ruheperiode über. Bei Temperaturen über 22 °C sollte man die Farne mindestens einmal pro Tag mit zimmerwarmem Wasser fein besprühen.

Bromelien

Die Ananasstaude ist wohl die bekannteste und markanteste Bromelie. Die einzigartige Blattmaserungen und extravagante Blütenpracht ließen die Bromelien zu einem Dauerbrenner unter den Zimmerpflanzen werden. Verrückt, denn alle Bromelien blühen nur einmal und sterben dann langsam ab.

Nichtsdestotrotz: Die schöne Vergängliche ziert etliche Räume!

Vor allem Vriseen und Guzmannien werden massenhaft angeboten. Auch die Lanzenrosette erlebt aktuell einen Boom. Recht exotisch ist die Pflege dieser Zimmerpflanzen. Die besonderen Ansprüche der Ananasgewächse ergeben sich aus der Anpassung an den Lebensraum. Viele Bromelien wachsen in tropischen Regenwäldern – zusammen mit Orchideen – in den Baumkronen. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet reicht von den Südstaaten der USA über die Karibik bis in weite Teile Südamerikas.

Zimmerpflanzen Bromelie

Einige Tipps zur Pflege von Bromelien:

  • Gieße regelmäßig mit weichem Wasser. Das Substrat darf nicht austrocknen und muss ebenfalls gegossen werden.
  • Die meisten Bromelien nehmen das Wasser nicht über Wurzeln auf, sondern über die Blatttrichter. Das Wasser wird in den Trichter und die Blattachseln der Pflanze gegossen.
  • In den Wintermonaten kannst Du etwas weniger gießen.
  • Im Sommer können die meisten Bromelien ins Freie und vertragen etwas mehr Wasser.
  • Halte den Erdballen möglichst klein. Die Pflanze muss nur selten umgetopft werden.
  • Wenn nach der Blüte die alten Blatttrichter absterben, bilden sich seitlich neue Ableger. Diese lässt man so lange weiterwachsen, bis sie etwa halb so groß sind wie die ursprüngliche Pflanze.
  • Als Substrat ist für Bromelien eine Mischung aus Orchideen- und normaler Blumenerde am besten.
  • Dünge das Substrat regelmäßig in den warmen Monaten.

Zwiebel- und Knollengewächse

Diese Pflanzen speichern in Zwiebeln und Knollen Nahrungsstoffe und können daher nach einer Ruheperiode sofort austreiben. Die Zwiebeln und Knollen kann man während der Ruhezeit aus der Erde nehmen und trocken aufbewahren.

Klassisch sind Blumenzwiebeln für draußen geeignet. Aber einige Zwiebel- und Knollengewächse sind gut für die Zimmerkultur geeignet und liegen vor allem wieder voll im Trend.

Ausgetriebene Zwiebeln als Dekoelement erzeugen in den Wintermonaten durch ihre leuchtend grünen Farben etwas Ersatz-Frühlingsstimmung.

Wer also im Winter nicht aufs Gärtnern verzichten will, kann sich die Blumenzwiebeln schnappen und in unterschiedliche Vasen, Tassen oder Töpfe pflanzen. Besonders beliebt sind einzelne unterschiedliche Zwiebel-Töpfe als Arrangements. Hierbei werden die Blumenzwiebeln nur bis zur Hälfte in die Erde gesetzt oder direkt ohne in eine Vase.

Besonders beliebt für diese Art von Dekoration sind Hyazinthen, Tulpen und Narzissen, welche unabhängig von Farben miteinander gemischt werden können. Frisch ausgetriebene Zwiebeln im Glas sind auch ein schönes Gastgeschenk.

Zwiebeln im Glas ziehen

Für eine schöne Zwiebelvase brauchst Du folgende Dinge:

  • eine große flache Glasschale oder -vase
  • Hyazinthen-, Tulpen- oder Narzissenzwiebeln
  • evtl. Steine

Damit die Blumenzwiebeln Wurzeln bilden können, müssen diese in Kontakt mit Wasser sein. Die Zwiebeln selbst dürfen nicht mit dem Wasser in Berührung kommen, da diese faulen können. Man kann Steine in das Gefäß geben, Wasser einfüllen und die Zwiebel auf die Steine setzen.

Wenn mehrere Zwiebeln in eine Schale kommen, sollten sie sich nicht berühren, und es muss darauf geachtet werden, dass mindestens zwei bis drei Zentimeter Platz zwischen den Zwiebeln bleibt.

Das Gefäß mit den Zwiebeln sollte dann für ca. einen Monat an einen kühlen, dunklen Ort gestellt werden. Danach dürfen die Schalen an einem hellen Ort stehen. Da die Blüten in Richtung Sonnenlicht wachsen, sollte die Schale immer wieder gedreht werden.

Zimmerpflanzen Blumenzwiebeln

Standorte für Zimmerpflanzen

Zimmerpflanzen Fenster 2

Viele Zimmerpflanzen stehen an einem Fenster, weil sie viel Licht benötigen. Auf welche Bedingungen muss man dort aber achten, damit sie sich wohl fühlen?

  • Einfach-, Doppel-, Dreifachverglasung: Je dünner das Glas, desto kälter wird es am Fenster. Und umgekehrt, kann es am gut isolierten Glas auch recht warm werden. Beachte dies bei der Auswahl der Pflanzen, die du ans Fenster stellst.
  • Größe der Fensterbank: Viel hängt von der Größe der Fensterbank oder des - simses ab. Handelt es sich um einen schmalen Sims aus Holz oder Stein (Marmor), der nicht nahtlos ans Fenster anschließt, kann warme Luft vom darunterliegenden Heizkörper zu beiden Seiten aufsteigen. Etwas besser ist eine fest in der Fensterkonstruktion integrierte Bank, da die Warmluft hier nur an einer Seite aufsteigen kann.
  • Die Breite der Fensterbank ist auch entscheidend. Je breiter die Bank, umso günstiger, weil die aufsteigende Warmluft die Pflanzen dann nicht direkt trifft.
  • Gardinen: Je nach Fensterisolierung halten zugezogene Gardinen unter Umständen die Wärme von der Fensterbank ab, weshalb man sie bei wärmeliebenden Pflanzen nicht zuziehen sollte. Bei Pflanzen, die dagegen einen kühlen Standort mögen, können sie isolierend gegen Wärme sein.
    • Um sicherzugehen, misst Du am besten die Temperatur über der Fensterbank mit einem Thermometer und gleichst sie mit den Bedürfnissen der jeweiligen Pflanze ab.
  • Himmelsrichtungen: Lichtbedürftige Pflanzen sollten an einem Südfenster, eventuell auch Ost- oder Westfenster stehen. Solche, die weniger Licht brauchen, an einem Nordfenster. Nur wenige Pflanzen kommen mit direkter oder gar praller Sonneneinstrahlung zurecht.

Zimmerpflanzen Bad

Viele Pflanzen benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit. In Badezimmern und Küchen finden sie diese oft eher als in anderen Räumen. Ist es auch hell genug, so kann man hier sehr gut einige Gewächse unterbringen.

Während Badezimmer in Altbauten leider meist zu dunkel sind, haben sie in neuen Häusern oft große Fenster. Vor allem tropische Pflanzen, die Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit lieben, sind dort geradezu in ihrem Element.

In Küchen entwickelt sich viel Wasserdampf. Manche Pflanzen mögen das. Aber nur solche, die es auch verkraften können, wenn die Luft mal heißer wird.

Zimmerpflanzen Fenster

Dielen oder Flure sind oft wenig beheizt. Vor allem im Winter ist es in der Regel dort kühler. Ideal für Pflanzen ist eine Wintertemperatur zwischen 10 und 16 °C. Fast alle Gewächse, die eine winterliche Ruhezeit benötigen, lassen sich in solche Räume bestens halten.

Wichtig ist aber, dass ausreichend Licht da ist und diese Pflanzen nicht zu feucht gehalten werden. Auf kalte Zugluft reagieren manche Pflanzen empfindlich.

Zimmerpflanzen Haengepflanzen Raum

Unter den Zimmerpflanzen gibt es viel Hänge- und Kletterpflanzen. Sie können sehr gut an Mauern oder Raumteilern wachsen, wenn sie dort mit genügend Licht versorgt werden. Gelegentlich muss man mit Rankhilfen nachhelfen, da nur wenige Pflanzen selbstklimmende sind.

Hänge- oder Ampelpflanzen bringt man in ihrem Gefäß am besten so hoch an, dass sie ihre langen Triebe ungehindert entwickeln können.

Ausgesprochene Ampelpflanzen oder Schlinger werden in entsprechenden Pflanzgefäßen auf dem Boden oder an beliebiger, ausreichend heller Stelle aufgestellt und die Triebe an geeigneten Klettergerüsten hochgeleitet. Wichtig ist bei diesen Pflanzen, die Triebe so zu lenken, dass sie in ausreichendem Maße vom Licht getroffen werden.

Zimmerpflanzen Schlafzimmer

Von Zimmerpflanzen im Schlafzimmer wird gerüchtehalber abgeraten. Es heißt, diese würden dem Schläfer den Sauerstoff und damit den erholsamen Schlaf rauben. Nun, die meisten Grünpflanzen nehmen aufgrund der fehlenden Photosynthese tatsächlich Sauerstoff auf anstatt ihn zu produzieren – aber die Mengen sind so gering, dass Du schon einen ganzen Urwald anlegen müsstest, um irgendwelche Effekte zu verspüren.

Daher: Verschönere Dein Schlafzimmer guten Gewissens mit Grünpflanzen!

Dafür aber machen Grünpflanzen – stark duftende Blühpflanzen solltest Du aus dem Schlafzimmer tatsächlich heraushalten – diesen Raum wohnlicher. Insbesondere eine Yucca-„Palme“, die ja eigentlich gar keine Palme ist, verschönert kahle Ecken und verschafft dem Auge einen grünen Ruhepol. Achte nur darauf, dass die Pflanze genug Licht bekommtund entsprechend dem Lichteinfall gegossen wird. Während der Wintermonate ist es sogar sinnvoll, die Yucca aus dem Wohn- ins Schlafzimmer zu räumen – die Pflanze braucht eine Winterpause bei kühleren Temperaturen, weshalb sie im oftmals nicht oder nur wenig beheizten Schlafzimmer besser aufgehoben ist.

Tipps & Tricks
Manche Grünpflanzen produzieren sogar nachts Sauerstoff, weshalb sie speziell fürs Schlafzimmer empfohlen werden. Dazu gehören beliebte Zimmerpflanzen wie Bogenhanf, Ficus (Birkenfeige), Bergpalme oder Einblatt.

Zimmerpflanzen Kinderzimmer

Zimmerpflanzen sind ein einfaches Mittel, das Kinderzimmer behaglich zu gestalten und die Luftqualität zu verbessern. Gleichzeitig unterstützen sie die Gesundheit, das psychische Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit der Kinder.

Und das gilt nicht nur in Schulen und Kindergärten, sondern auch im Kinderzimmer daheim. Schließlich setzen sogar Therapeuten inzwischen die entspannende Wirkung von Pflanzen in ihrer Arbeit mit Kindern, die unter dem Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS) leiden, ein.

Der Kontakt mit Pflanzen und der Natur macht Kinder ruhiger und aufnahmefähiger. Sie zu versorgen und sich zu kümmern fördert das Verantwortungsgefühl und die Kreativität. Kinder können Natur beim Gärtnern unmittelbar erfahren. Sie lernen, dass aus einem kleinen Keim eine große Pflanze entstehen kann und dass sie die vielleicht sogar essen können. Und das alles, weil sie sich um die Pflanze gekümmert haben!

Heute schon gegossen? Kinder lernen bei der Beschäftigung mit und der Pflege von Zimmerpflanzen Verantwortungsgefühl: Wie viel Wasser benötigt die Pflanze? Darf sie in der Sonne stehen? Die Kinder erfahren so, dass eine Pflanze ein Lebewesen ist. Je nach Alter der Kinder ist die Unterstützung der Eltern bei der Pflege wichtig. Mit der Zeit achten Kinder und Jugendliche vermehrt eigenverantwortlich auf die Pflanzen und pflegen sie zunehmend selbstständig.

Kinder lernen durch Erfahrung und mit allen Sinnen, sie „begreifen“ im wahrsten Sinne des Wortes. Beim Säen und Pflanzen mit den Händen die Erde spüren, beobachten, wie lange es dauert, bis ein Samen keimt, fühlen, ob die Erde feucht ist, an der Blüte riechen und die Kresse im Salat und die Minze im Tee schmecken. Das sind unmittelbare Erfahrungen, die Kinder mit Pflanzen machen können. Sie ergänzen jeden Biologie- und Sachkundeunterricht sinnvoll. Ganz nebenbei lernen Kinder vieles über Pflanzenarten und Naturveränderungen – oder warum wirft die Birkenfeige plötzlich ihre Blätter ab?

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