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Pfade zum Erfolg

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HORNBACH ist sehr daran interessiert, wichtige Fach- und Führungspositionen mit engagierten Kräften aus den eigenen Reihen zu besetzen. Eine Reihe von Förderprogrammen, Schulungen und Qualifizierungen sind dabei behilflich. Doch eine günstige Situation, viel Leidenschaft und eine gewisse Portion Mut können von Vorteil sein.

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Von Anfang an ernst genommen

„Ich wusste schon nach wenigen Wochen, dass ich unbedingt von HORNBACH übernommen werden will“, erinnert sich Stefan Vogel an das Jahr 1997. Vogel ist 17 Jahre alt, interessiert sich für den Handel, kennt den Bornheimer HORNBACH-Markt durch unzählige Einkäufe an der Seite seines Vaters und startet hier die Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann im Zentraleinkauf. Von Anfang an fühlt er sich ernst genommen, darf bereits im ersten Lehrjahr an den Lieferantengesprächen teilnehmen, an der Seite der Merchants. „Mich hat deren Job fasziniert, die großen Gestaltungsmöglichkeiten, der Einfluss auf das Sortiment, aber auch der enge Kontakt zu den Märkten, zum Verkauf.“

Nach der Ausbildung startet Stefan Vogel die Fortbildung zum „geprüften Handelsfachwirt“, die HORNBACH in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer ermöglicht. Zahlreiche Führungskräfte des Unternehmens haben dieses Programm in jungen Jahren durchlaufen. Und Vogel hat Spaß am Lernen, nimmt auch als Sachbearbeiter im Einkauf und als Merchant-Assistent an Schulungen und Trainings teil, beispielsweise um das eigene Verhandlungsgeschick zu optimieren. Und dann wird 2004 bei HORNBACH eine Stelle als Merchant frei. Kleiner Wermutstropfen: nicht in Deutschland.

Stefan Vogel wagt den Schritt, verlässt für den „Traumjob“ erstmals die Heimat und stellt nach wenigen Monaten verblüfft fest, dass es ihm in der Schweiz richtig gut gefällt. Heute ist er regionaler Einkaufsleiter dieser wichtigen Region, führt ein Team von 36 Mitarbeitern. Es ist ihm nicht ganz leicht gefallen, die Detailarbeit loszulassen, aber er schätzt den fachlichen Austausch mit den Kollegen aus der Zentrale und den Regionen, die strategische Arbeit am Gesamtsortiment und an der Preisführerschaft. „Flache Hierarchien, kurze Wege und das tolle Wir-Gefühl bei HORNBACH“ bedeuten ihm nach wie vor viel. Und er bemüht sich darum, Nachwuchskräfte aufzubauen. „Ich finde es wichtig, frei werdende Stellen mit Top-Kräften aus den eigenen Reihen besetzen zu können“, sagt er und denkt dabei sicher auch ein wenig an den eigenen Weg.

Stefan Vogel, 38, Regionaler Einkaufsleiter Schweiz

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Mit HORNBACH mitgewachsen

Als Andrea Dreßendörfer vor 35 Jahren ihre Ausbildung zur Bürokauffrau in der Zentralverwaltung in Bornheim beginnt, ist HORNBACH mit fünf Bau- und Gartenmärkten im Südwesten Deutschlands noch ein kleiner regionaler Handelsbetrieb. Nach ihrer Ausbildung startet sie zunächst in der Abteilung für Rechnungserfassung und -prüfung. Mit der Expansion des Unternehmens Richtung Nord- und Ostdeutschland sowie später ins europäische Ausland, wächst auch das Volumen an Lieferantenrechnungen stetig an. Es entsteht eine eigenständige Abteilung für die Rechnungsprüfung, deren Leitung Andrea Dreßendörfer im Jahr 2002 übernimmt. Im gleichen Jahr eröffnet der 100. HORNBACH-Markt im tschechischen Prag.

„Ich bin mit HORNBACH mitgewachsen und war zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort“, so Andrea Dreßendörfer. Die neuen HORNBACH-Länder bringen nicht nur unterschiedliche gesetzliche Anforderungen mit sich, sondern auch neue Mitarbeiter in den Verwaltungen im Ausland, über die Andrea Dreßendörfer mit ihrer Abteilung die fachliche Verantwortung hat. Seit 2010 sorgt der Rollout des Webshops für eine neue Flut an kleinteiligen Lieferantenrechnungen. Glücklicherweise läuft auch in der Rechnungsprüfung inzwischen das meiste elektronisch. „Es ist wichtig, dass man immer auf dem Laufenden bleibt und sich aktiv in neue Themen einarbeitet“, weiß Andrea Dreßendörfer. „HORNBACH lässt seinen Mitarbeitern dazu die nötigen Freiräume“. Auch der stetige Austausch mit verschiedenen Abteilungen oder Bereichen wie Logistik, Märkte, Merchandising und Technologie bringen immer neue Impulse.

Selbst nach 35 Jahren ist es ihr bei HORNBACH noch nicht langweilig geworden. „Das Unternehmen verändert sich weiter, vergisst aber nicht, seine Mitarbeiter auf dem Weg mitzunehmen.“

Andrea Dreßendörfer, 51, Abteilungsleiterin Rechnungsprüfung

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Allzeit bereit für neue Herausforderungen

Ralf Behnsen muss am Anfang seines HORNBACH-Weges eine Kröte schlucken: Als sich der gelernte Tischler und Kaufmann im Einzelhandel 1992 für den neuen HORNBACH-Markt in Altwarmbüchen bei Hannover bewirbt, interessiert er sich für die Position des Warenbereichsleiters. Doch die ist schon vergeben. „Entweder Du unterschreibst als Verkäufer oder Du lässt es sein“, lautet die harte, aber ehrliche Empfehlung am Ende des Bewerbungsgespräches. Behnsen glaubt an die eigenen Stärken und sagt zu. Er überzeugt schnell mit guten Leistungen und wird wenige Monate später zum Warenbereichsleiter. Die Führungsaufgaben liegen ihm und so übernimmt er 1995 Verantwortung für die Einarbeitung neuer Mitarbeiter an den Standorten Münster, Herne und Wuppertal, wo er schließlich zum stellvertretenden Marktleiter befördert wird.

In den ersten drei Jahren des neuen Jahrtausends nimmt Ralf Behnsen an einem vierteiligen „Leadership“-Programm von HORNBACH teil. Er läuft sich warm für den ersehnten Job des Marktmanagers. 2003 beginnt die Einarbeitung für diese Position und 2004 steht er dann an der Spitze des Marktes in Hannover-Linden. Er bleibt nur 13 Monate, übernimmt danach die Märkte in Jena, Altwarmbüchen und Hamburg. „Ich liebe Herausforderungen und es fällt mir leicht, an neuen Orten neue Aufgaben zu übernehmen“, erklärt Behnsen diese auf Außenstehende eher unruhig wirkende Etappe seines HORNBACH-Weges. Intern schätzt man seinen Kompetenz als Führungskraft und Problemlöser, die auch in mehreren Führungskräfteseminaren 2009 und 2010 zu Tage tritt.

Zweieinhalb Jahre später wird in Österreich ein neuer Bezirksleiter gesucht. Ralf Behnsen sieht vor seinem geistigen Auge gleich spannende Herausforderungen und signalisiert Interesse. Seine Vorgesetzen haken nach: Kann er sich wirklich vorstellen, für diese Position ins Ausland zu wechseln? Behnsen ist sich sicher: „Österreich traue ich mir zu!“ Im Auswahlverfahren für den Job kann er sich schließlich gegen fünf andere Bewerber durchsetzen. Mittlerweile ist er seit sechs Jahren ununterbrochen verantwortlich in dieser Position. Wer seinen vorherigen Weg kennt, reibt sich vielleicht erstaunt die Augen angesichts dieser Stetigkeit, aber für Behnsen liegt die Erklärung auf der Hand: „Ich stehe hier ständig vor neuen Herausforderungen an unterschiedlichsten Standorten, bin viel unterwegs und fühle mich außerdem pudelwohl in Österreich!“

Ralf Behnsen, 49, Bezirksleiter in Österreich

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Veränderung mit Methode

Schlanke Prozesse sind die Leidenschaft von Senad Sahinovic. 2001 stellt ihn HORNBACH als REFA*-Ingenieur im Personalmanagement ein. Der gelernte KFZ-Mechaniker, der zuvor mehrere Jahre lang Produktionsprozesse in produzierenden Unternehmen optimiert hat, soll HORNBACH-Märkte effizienter machen. Sahinovic wechselt vom Anzug ins HORNBACH-Outfit und nimmt alle Prozesse und Tätigkeiten der Marktmitarbeiter genau unter die Lupe. Er führt diverse REFA-Studien durch, befragt Mitarbeiter und Kunden, erarbeitet damit Grundlagen und Daten für die Personaleinsatzplanung und Prozessoptimierung. „Im Einzelhandel war ‚Lean Management‘ damals noch nicht etabliert, es hatte sich noch niemand damit beschäftigt. Aber wenn man einmal verstanden hat, worum es geht, lassen sich die Methoden auf jedes Unternehmen anwenden“, sagt Sahinovic. Das Fitnessprogramm für die Märkte bekommt den Namen HornbachPlus und stetige Verbesserung werden zur Daueraufgabe. Sahinovic kümmert sich als Teamleiter um den organisatorischen Aufbau von HornbachPlus und veranstaltet Umsetzungsworkshops in Märkten und in der Zentrale.

2011 beginnt sich die Logistik für das Lean-Management zu interessieren. Der Bereich soll im Transportwesen eine Million Euro sparen und holt Sahinovic als Projektmanager an Bord. Das Projektteam ist so erfolgreich, dass Sahinovic zwei Jahre später als Leiter des Logistikzentrums Soltau das neue Importlager aufbauen darf. „Ich hatte vier Mitarbeiter, sechs Monate Zeit und zum ersten Mal mit Containern aus Asien zu tun – aber wir haben es geschafft“, berichtet Sahinovic stolz. Heute ist Sahinovic als Leiter des Logistikzentrums Essingen wieder zurück in der Pfalz und hat im März zusätzlich die Leitung des Logistikzentrums Lorsch übernommen.

Er achtet darauf, dass alle seine Mitarbeiter regelmäßig an Lean-Management-Trainings teilnehmen, schult selbst seine Mitarbeiter und forciert damit die kontinuierliche Verbesserung. „Wir müssen uns ständig an neue Gegebenheiten anpassen und unsere Prozesse permanent hinterfragen und optimieren. Wer die richtigen Methoden und Lean-Werkzeuge kennt und anwendet, hat es leichter mit Veränderungen umzugehen.“

Senad Sahinovic, 58, Leiter Logistikzentren Essingen und Lorsch

*Verband für Arbeitsgestaltung, Betriebsorganisation und Unternehmensentwicklung

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