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Das Gartenhaus

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Irgendwann muss auch das langlebigste Produkt ausgetauscht werden. Bei uns war das in diesem Frühjahr das Gartenhaus. Hinter dem Neubau steckt viel planerischer Aufwand und eine ganze Menge Material. Die Gelegenheit, ein paar der HORNBACH-Möglichkeiten selbst zu testen.

Lesezeit 7 min.

Die alte Blechhütte im Garten stand schon, als wir das Haus vor ein paar Jahren gekauft hatten. Sie war groß genug, um alles das zu verstauen, was man üblicherweise für die Gartenarbeit braucht. Und der wilde Wein des Nachbarn hatte sie bereits so zugewuchert, dass man ohnehin nur noch die Türen sah. Für mich war alles fein. Für meinen Mann nicht. Nicht nur, dass die Hütte das Gesamtbild störte – nein, er musste sich auch immer bücken, wenn er rein wollte und schlug sich unzählige Male den Kopf an.

Für 2020 stand ein neues Gartenhaus auf dem Plan. Gefühlt verbrachte er schon jede freie Minute des Weihnachtsurlaubs damit, sein neues Projekt zu planen. Nachdem wir uns auf „Gartenhaus Cubo 2 mit Fußboden und Schleppdach 359 x 234 cm natur“ geeinigt hatten, begann er zu zeichnen, schaute Produktvideos und ließ sich von der HORNBACH-Meisterschmiede nochmal all das erklären, was er ohnehin schon von unseren beiden Terrassenbau-Projekten wusste. Vorfreude pur!

HORNBACH-Drive In fürs Startmaterial

Bewaffnet mit unseren Smartphones und dem Anhänger machen wir uns im März auf den Weg zum Bornheimer HORNBACH-Markt. Dort geht’s ab in den Drive In – denn die HORNBACH-App bestätigt: Dort lagert all das, was wir für die ersten Schritte brauchen. Wir hatten zu Hause alle Artikel auf die Merkliste gepackt: Randsteine und Zement brauchen wir heute. Und genau die laden wir nach und nach auf. Einscannen, rein in den Markt zum Bezahlen und nach einer kurzen Kontrolle ab nach Hause.

„Warum habt ihr nicht Reservieren und Abholen gemacht?“, war die erstaunte Frage meiner Kollegen. Berechtigter Einwand, aber eigentlich ganz einfach erklärt: Ich habe diesen Service schon genutzt. Bei Projekten, bei denen ich viele Einzelteile hätte zusammensuchen müssen. Allesamt Produkte, mit denen ich mich nicht auskannte. Ich bin sicher, meine Zeitersparnis dabei war enorm. Und genau dafür ist dieser Service ja auch gedacht. Aber für ein paar Sack Zement und Randsteine meinen Kollegen extra Arbeit machen? Genau.

Abriss der alten Blechhütte

Als die lästige Arbeit endlich getan und alle Geräte im Keller verstaut waren, folgte der spaßige Teil: Die Schrauben waren so verrostet und fest, dass wir freudig grinsend abwechselnd den Vorschlaghammer schwangen. Falls Sie das noch nie ausprobiert haben – unbedingt nachholen! Der therapeutische Effekt ist nicht zu unterschätzen. Allerdings bin ich unsicher, ob unsere Nachbarn das auch zu schätzen wussten… Über die handlichen Einzelteile hat sich der Schrotthändler des Vertrauens jedenfalls sehr gefreut. Ein kurzer Anruf reicht meistens und am nächsten Tag ist der Haufen Metall vom Hof verschwunden.

Schüttgüter von der HBU

Ausspaten, ausmessen, Schnüre spannen, nachmessen, Randstein für Randstein setzen. Alles das passiert so nebenbei. Mal vor der Arbeit, mal danach. Es drängte uns ja keiner, schnell fertig zu werden. Und während mein Mann den letzten Stein setzte, rief ich bereits einen Kollegen in der Billigheimer Niederlassung der HORNBACH Baustoff Union an. Schotter und Splitt brauchten wir als nächstes. „Frau Krall, da nehmen wir üblicherweise 10 Prozent mehr, als Sie ausgerechnet haben. Durch das Verdichten brauchen Sie das“, erklärt mir mein Kollege Omid Ostad. Gleichzeitig sucht er einen Liefertermin für mich und eine Möglichkeit, mir beide Schüttgüter gleichzeitig zu bringen.

Niederlassungen der HORNBACH Baustoff Union gibt es nur in Süddeutschland und im angrenzenden Elsass-Lothringen. Die kleine Schwester der HORNBACH Baumarkt AG ist spezialisiert auf die Zusammenarbeit mit Handwerkern, aber auch für private Kunden zugänglich, so wie wir es sind. Bei den vorangegangenen Terrassenprojekten hatten wir bereits sehr gute Erfahrungen gemacht.

Aber auch die große Baumarktschwester hätte beides liefern können. Der Onlineshop zeigt: Auch im Big Bag oder lose. Und das sogar deutschlandweit. Nur eben nicht wie bei der HBU auf dem „kurzen Dienstweg“, bei dem ein Anruf genügt.

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Wo ist die bestellte Lasur vorrätig und der Lieferweg der kürzeste? Eine Aufgabe der Bezugsquellenfindung,

Schippen, Schütten – Rütteln

Pünktlich: Montag, 11 Uhr, steht der LKW vor dem Hof. Den Big Bag mit Splitt setzt der Kran ab. Den Schotter kippt er lose in den Hof und auf den Gehweg. Nur in die Grube schaffen müssen wir das Material selbst. Schade eigentlich – denn da müssen fast fünf Tonnen mit der Schubkarre in den Garten geschafft werden. Aber ein paar Stunden später ist auch das geschafft.

Und weil das noch nicht genug Arbeit war, verdichten wir das Material auch gleich. Denn mein Mann hatte die freie Zeit am Vormittag genutzt, um in Bornheim einen Rüttler auszuleihen. Seit fast zwanzig Jahren arbeiten HORNBACH und Boels zusammen. Praktisch für alle, die sich nicht jedes Werkzeug oder Hilfsmittel selbst kaufen wollen. „Die 80-Kilo-Rüttelplatte sollte für Ihr Projekt ausreichen“, meint der nette Herr von Boels, der das Gerät nicht nur auf unseren Anhänger auflud, sondern sogar noch fachmännisch sicherte.

Plattenlegen und was man nicht im Kopf hat

Endlich verschwinden nun auch die alten Waschbetonplatten aus dem Hof, die hier seit drei Jahren auf ein neues Leben warteten. Oder auf die nächste Fahrt zum Baustoffhof. Das neue Gartenhaus wird einen Holzboden haben, darunter werden sie wohl niemanden stören. Auf der holzboden-freien Seite des Schleppdachs verlegen wir die gleichen Platten wie auf den Terrassen. Fürs Gesamtbild. Ein Glück, hatten wir damals ein paar mehr liefern lassen. Das Verlegen kann also losgehen. Die Markierungen für den Plattenwechsel hatten wir auf den Randsteinen bereits eingezeichnet. Kleine Herausforderung: Die Waschbetonplatten sind doppelt so dick wie die Terrassenplatten. Aber einfach kann ja jeder.

Zwischenzeitlich hatte ich Cubo 2 bestellt. Zum ersten Mal einen Artikel online bestellt und im Markt bezahlt. Ich musste sowieso hin, da bot sich das an. Ging reibungslos. Wieder zu Hause stellte ich fest, dass ich die Lasur vergessen hatte. Nochmal nach Bornheim fahren? Dort wäre sie verfügbar, sagt die App. Wir entscheiden uns trotzdem für die Onlinebestellung und sparen uns den Weg.

Das ist also Sperrgut!

Kaum sind die Platten fertig verlegt, ruft auch schon eine Spedition aus der Umgebung an. Wann mir denn die Anlieferung des Gartenhauses recht sei, fragt mich eine freundliche Frauenstimme am Telefon. Dienstag wäre toll. Ich sollte zwischen 8 und 16 Uhr zu Hause sein, ihr Fahrer würde sich dreißig Minuten vor Anlieferung nochmal bei mir melden. Wie gut, dass ich derzeit ohnehin von zu Hause aus arbeite. Ich frage mich, wie das Arbeitnehmer mit weniger flexiblen Arbeitgebern oder Schichtplänen wohl machen?

Angerufen hat der Fahrer leider nicht, bevor er kam. So holte er mich etwas unvermittelt aus einer Videokonferenz mit sehr verständnisvollen Kollegen. Er begrüßt mich ungläubig, als ich die Tür öffne: Wie breit denn die Hofeinfahrt sei? Er befürchtete, dass das Gartenhaus nicht zwischen den Hofpfosten durchpasste. Im Esszimmer lag noch ein Maßstab und schnell war klar: 2,45 Meter hat unsere Hofeinfahrt. 2,40 ist das Quer-Maß von zwei Paletten. Seither weiß ich auch, was meine Logistik-Kollegen mit Sperrgut meinen. Der Fahrer jedenfalls hat die Paletten mit Bravour in unseren Hof geschafft. Trotz anfänglicher Skepsis hat das keine zehn Minuten gedauert.

Sinnvoll verpackt

Gemeinsam packen mein Mann und ich die Einzelteile des Gartenhauses aus. Über sie ist eine Folie gespannt und an den Stirnseiten ans Holz getackert. Die Kanten sind mit harter Pappe geschützt. Ziemlich fix stehen die Einzelteile von Haus und Schleppdach also im Hof verteilt, sind die Tackernadeln mit einer Zange gezogen und Folie und Pappe in die entsprechenden Tonnen entsorgt. Der Lieferant hat ganze Arbeit geleistet: Die Ware ist absolut unbeschädigt bei uns angekommen und das mit erstaunlich wenig Verpackung. So muss das sein.

Auch die Lasur hat mittlerweile ihren Weg zu uns gefunden. Den Karton ziert ein neon-oranger Aufkleber „Bruchgefahr! Nicht werfen!“ – nicht zu übersehen. Ich öffne ihn dennoch vorsichtig und stoße auf eine Lage zerknülltes Pack-Papier und einen HORNBACH-Werbeprospekt. Darunter gebettet liegt die 5-Liter-Farbdose. Klammern auf der Dose und stabiler Kunststoffbeutel um die Dose hätten sicher jedes Malheur verhindert. Und während der Beutel in die Plastiktonne wandert, machen es sich die Kater abwechselnd auf dem Papier im Karton gemütlich. Upcycling in einem Katzenhaushalt.

Ratzfatz aufbauen

Entgegen der Empfehlung des Gartenhaus-Herstellers lasieren wir die Einzelteile bevor wir sie zusammenbauen. Zweimal. Garten und Hof sind also vollgestellt mit Böcken, auf denen Boden-, Dach- oder Seitenelemente liegen und entweder darauf warten lasiert zu werden oder bereits vor sich hin trocknen. Es dauert ein paar Tage, bis der Aufbau beginnen kann.

Die Mauersperrbahn ist zwar schnell ausgelegt, aber den Fußboden auszurichten, ist eine mühselige Arbeit. Denn natürlich sind weder Untergrund noch Holz völlig eben. Aber als das erledigt ist, geht’s Schlag auf Schlag: Bohren, Schrauben, Bohren, Schrauben… Nach zwei Nachmittagen steht das Ding! Die Fenster sind drin, die Tür ist montiert, alle Zierleisten sind dran. Und weil Übung bekanntlich den Meister macht, geht‘s beim Schleppdach noch etwas schneller. Teamarbeit par excellence.

Nach einem weiteren Tag sind nicht nur die Gartengeräte wieder verstaut, sondern auch alle Rechnungen gescannt und im Kundenkonto abgelegt. Unser Projekt 2020 war damit abgeschlossen. HORNBACH hat‘s uns leicht gemacht.

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