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Baustellenbesuch: Energieeffizientes Bauen

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Energieeffizienz ist ein Zukunftsthema. Vor allem dann, wenn Gebäude oder Wohnungen den Eigentümer wechseln: Kein Verkauf ohne Energieausweis. Doch was bedeutet das eigentlich für den Bauherren und seine Ansprüche an die Gebäudesanierung? Ein Baustellenbesuch.

Lesezeit 6 min.
Lieber klotzen statt kleckern.

Es ist ein sonniger Tag im März. Bodo Mang, gelernter Stuckateurmeister und Mitarbeiter im Vertrieb der HORNBACH Baustoff Union GmbH (kurz: HBU) in Kaiserslautern, hat seinen Kunden und Bauherrn Dietmar Hoffmann und mich nach Kaiserslautern eingeladen. Die Besprechung für den nächsten Schritt der Gebäudesanierung steht an.

Die Baustoffniederlassung in Kaiserslautern ist vor kaum zwei Jahren neu gebaut und wiedereröffnet worden. Mitten im Industriegebiet sticht der Neubau sofort ins Auge: Keine klassische Baustoffhandlung im Industrielook, sondern vielmehr ein einladendes, zweigeschossiges Verkaufsgebäude. Von meinem ersten Besuch weiß ich noch, dass beim Bau großer Wert auf Energieeffizienz und Schallschutz gelegt wurde. Deshalb verfügt die Niederlassung nicht nur über einen Vollwärmeschutz und dreifach verglaste Fenster, sie hat zudem Solarzellen auf dem Dach, deren Energieausbeute sie selbst nutzt.

Immer in Ihrer Nähe

Die HORNBACH Baustoff Union (HBU) ist in Südwestdeutschland regional stark im Baustoffhandel vertreten. Mit ihren derzeit 35 Niederlassungen und mehreren Vertriebspartnern liegt das Vertriebsgebiet in der Pfalz, im Saarland, im mittleren Baden-Württemberg und in Südhessen. Außerdem betreibt die HBU zwei grenznahe Standorte in Elsass/Lothringen.Verkaufskonzept und Sortiment sind ganz auf die Bedürfnisse professioneller Kunden aus dem Baugewerbe und privater Bauherren ausgerichtet.

Die HORNBACH Baustoff Union garantiert ihren Kunden fachkompetente Beratung sowie passgenaue Services und unterstützt sie mit Lieferlogistik optimal bei ihren Bauvorhaben.Der Baustoffhandel ist ein regional verwurzeltes Geschäft mit lokalen Besonderheiten. Jeder der Standorte pflegt die Nähe zu seinen lokalen Kunden und Partnern, kompetent, persönlich und auf Augenhöhe. Dank der strikt dezentralen Organisation handelt jede Niederlassung unternehmerisch eigenverantwortlich. Gleichzeitig profitiert jede Niederlassung von den Synergieeffekten des starken Verbundes. Der Vorteil, der sich aus den gemeinsamen Einkaufs- und Vertriebsstrukturen ergibt, erreicht auch die Kunden.

Planungsgespräch in Kaiserslautern

Am Verkaufstresen stehen Bodo Mang und Dietmar Hoffmann, unterhalten sich angeregt, wälzen Papier und gehen mir ein Stück entgegen. „Für das Gebäude in Gonbach habe ich Herrn Hoffmann unser UnioPlus Wärmedämmverbundsystem aus expandierendem Polystyrol empfohlen, also EPS in der Kurzform“, begrüßt mich mein Kollege und zeigt dabei auf eines der Modelle vor uns. „Damit erreichen wir annähernd die gleiche Wärmeleitklasse wie mit der Aufsparrendämmung und insbesondere in Verbindung mit den dreifach verglasten Fenstern entsteht so keine Wärmebrücke. Dietmar Hoffmann lächelt zustimmend – der nächste Schritt der Sanierung kann also kommen. Hoffmann ist selbst vom Fach.

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Fachmännische Sanierung

Als Selbstständiger leitet er einen Handwerksbetrieb, die Flachdach H+V GmbH. Mit Dächern kennt er sich also aus. Klar, dass er bei der Sanierung dort angefangen hat. „Eine Low-Cost-Lösung stand nie zur Debatte.“ „Deshalb haben Bodo und ich besprochen, dass ich alu-kaschierte PUR-Platten von der Baustoff Union beziehe. Damit habe ich Gewissheit, dass ich die optimale Energiesparlösung für das Dach habe“, erzählt Dietmar Hoffmann. Im Laufe des Gesprächs erfahre ich, dass die Platten aus Polyurethan viele Vorteile haben: Sie sind schwer entflammbar, leicht zu verlegen und haben aktuell die besten Wärmeleitwerte. Die Kaschierung mit Aluminium erspart zudem das Verlegen einer gesonderten Dampfsperrfolie.

Baustelle in Gonbach

Häufig würden Immobilien, gerade wenn sie später vermietet werden sollen, nur mit dem notwendigsten an Energieeffizienzmaßnahmen saniert, erklärt Bodo Mang auf dem Weg zur Baustelle. Da wolle der Bauherr schnell fertig werden, vermieten und Geld verdienen. Bei Dietmar sei das anders. Der Fachverkäufer und der Handwerker arbeiten schon einige Jahre zusammen.

Das Gebäude in Gonbach wurde 1974 gebaut und stand 13 Jahre lang leer. Es ist das letzte in der Straßenreihe, direkt am Waldrand. „Das Haus war ein Zufallsfund. Sonntagmorgens beim Frühstück mit meiner Familie habe ich die Anzeige gesehen und nicht lange überlegt“, lacht Hoffmann. Vier Wohnungen à 125 Quadratmetern werden aufwendig saniert. Trotz des langen Leerstands ist die Bausubstanz in einwandfreiem Zustand. Vielleicht auch, weil die Wasserwerke ihren Zugang zum Haus bereits vor Jahren gekappt haben. Neue Zuleitungen werden gerade verlegt.

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Schon viel passiert

Von außen bemerke ich sofort: Hier wurden bereits neue Fenster und Türen eingebaut. „Die größten Wärmeverluste eines Gebäudes sind immer an den Öffnungen. Deshalb empfehlen wir auch dann, wenn kein Vollwärmeschutz angebracht wird, Fenster und Türen zu tauschen“, bestätigt Bodo Mang auf dem Weg zur Eingangstür. Sie ist aus Aluminium und gut acht Zentimeter dick. „Die Fenster sind dreifach verglast. Das ist heute kaum noch teurer als die zweifach verglasten – bringt aber viel mehr“, freut sich Dietmar Hoffmann, der bei der Sanierung lieber gleich klotzt, statt kleckert.

„Die Energiespar-Rente“

Meinen anerkennenden Gesichtsausdruck quittiert der Fachberater lachend mit der Frage: „Wissen Sie, was die Energiespar-Rente ist?“ Und führt sogleich aus: „Eine energetische Sanierung kostet Geld. Aber das ist wohl investiert, denn der Zeitraum bis sich diese Investition rechnet, ist überschaubar – sagen wir zehn Jahre. Alles was man danach an Energiekosten einspart, geht quasi direkt in den Geldbeutel. Und in der Realität dann eben oft in die Rente.“ So kann man das auch sehen. In unserem Fall in Gonbach kommt die Sanierung in erster Linie den Mietern zugute.

Boden und Dach

Beim Betreten des Gebäudes frage ich, warum zwischen den Türen und dem Fußboden ein so großer Abstand klafft. „Das Gebäude ist nicht unterkellert“, erklärt mir Dietmar Hoffmann. Fundament und Bodenplatte seien in einwandfreiem Zustand, aber eben nicht gedämmt. „Deshalb habe ich Dietmar empfohlen, eine 20 Zentimeter dicke Bodendämmung aufzubringen, dann passt es auch mit den Türen wieder“, erzählt Bodo Mang. Hierfür nutzt der Bauherr Bodendämmplatten aus Styropor. Weil die Rigipsplatten im Dachgeschoss noch nicht angebracht sind, können mir die beiden Herren sogar noch die Aufsparrendämmung zeigen. Auf dem Weg nach oben sind überall eifrig Leute am Werk. Schlitze werden zugespachtelt, alte Decken heruntergerissen und Bauschutt zusammengetragen. Es bestehe kein Zeitdruck, erzählt Dietmar Hoffmann auf der Treppe. Er wohnt mit seiner Frau und den vier Kindern bereits in einem Eigenheim. Aber vielleicht will ja später eines der Kinder hier wohnen. Er ist stolz, als er mir die Dachdämmung zeigt. Ich frage, ob es hier im Sommer nicht dennoch ziemlich heiß sei? „Da kommt keine Hitze durch – keine Chance!“, ist sich Hoffmann sicher.

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WDVS = Wärmedämmverbundsystem

Nun fehle nur noch der übliche Innenausbau und das Herzstück der Energieeffizienzmaßnahmen: Die Dämmung der Gebäudehülle. Draußen ist schon alles vorbereitet: Noppenbahnen zum Schutz des Fundaments sind gezogen, die Balkone sind entfernt worden. Letzteres war notwendig, damit das WDVS flächendeckend angebracht werden und keine Wärmebrücke entstehen kann.

„Für den Aufbau eines WDVS sind viele bauphysikalische Gesetzmäßigkeiten zu beachten. Zum Beispiel der Temperaturverlauf, Wasserdampfdiffusion oder Wärmespeicherung. Aber eben auch die konstruktiven und statischen Gegebenheiten spielen eine Rolle: Bewegt sich das Gebäude? Wie ist die Windlast? Und nicht zuletzt müssen die gesetzlichen Vorschriften eingehalten und die Wirtschaftlichkeit genau betrachtet werden“, erklärt der Kaiserslauterer HBU-Kollege.

In Gonbach steht dem fachmännischen Anbringen der Dämmschicht nichts mehr im Wege. Ist dieser Schritt geschafft, folgen noch eine Armierungsschicht und ein Oberputz zur Fassadengestaltung.

Gut zu wissen

Wärmedämmverbundsysteme dienen der Dämmung von Gebäudefassaden. Baurechtlich müssen sie einige Vorgaben einhalten: Sie müssen große Temperaturunterschiede verkraften, Wind und Starkregen trotzen und zudem schwer entflammbar sein. Nicht zuletzt deshalb besteht sie aus verschiedenen Schichten aufeinander abgestimmter Materialien, die miteinander verbunden und auf das Mauerwerk aufgebracht werden.

Im Mai geht's los

Prüfende Blicke vor Ort bestätigen, was in der Kaiserslauterer HBU-Niederlassung besprochen wurde: „Wir nehmen das WDVS aus Polystyrol“, bestätigt Dietmar Hoffmann. „Die Pläne mit den Maßen hast du. Sag mir nur Bescheid, bevor ihr die Lieferung mit dem LKW herschickt.“ Bodo Mang macht noch ein paar Notizen und nickt. „Ich ruf‘ dich an. Und wir sehen uns spätestens im Mai, wenn ihr mit den Arbeiten anfangt.“

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