Mein Markt
Hornbachstrasse
76879 Bornheim
Öffnungszeiten
| Tag | Uhrzeit |
|---|---|
| Montag–Samstag | 07:00–20:00 Uhr |
Kontakt:
Tel.: 06348/9839-0
E-Mail: service@hornbach.com
Natursteinmauer errichten
Material
- Sand
- Erde
- Steine
- Drainagevlies
- Pflanzen
- Schotter oder Kies (0/32 oder 16/32)
Werkzeug
- Zollstock
- Maurerschnur
- Latten
- eventuell Rüttler
- Pflöcke
- Gummihammer
- Handschuhe
Für eine freistehende Mauer ist ein Fundament kein absolutes Muss. Wichtig ist, dass die Basis wesentlich breiter ist als die Mauerspitze. Bei einem Meter Maximalhöhe sollte die Mauer am Sockel auch 1–1,5 m breit sein. Bei lehmigem Boden heben Sie die Grundfläche ca. 20 cm tief aus und bringen ein Sandbett ein.
Nun die erste Schicht Steine so setzen, dass der innere Bereich Schicht für Schicht mit Sand gefüllt werden kann. Wählen Sie für die unterste Schicht große Steine aus.
Die Seiten der Steinmauer sind nach innen geneigt. Beachten Sie, dass jeder Naturstein seine „schöne“ Seite hat. Setzen Sie also die Steine so, dass diese Seiten nach außen zeigen. Für die Mauerabdeckung nimmt man große und flache Steine. Bei einer Mauerhöhe von ca. 1 Meter sollte die Spitze halb so breit sein, wie das Fundament.
Trockenmauern mit Stützfunktion werden mit einer Neigung von 10–20 % gegen den Hang gebaut. Zunächst die Erde an der Böschung feststampfen und mit Brettern oder Platten gegen Abrutschen sichern. Die Mauer muss etwa 20 cm vom Hang entfernt sein.
Heben Sie an der entsprechenden Stelle einen etwa 50 cm tiefen Bereich für das Fundament aus und befüllen Sie diesen mit einer ca. 30 cm dicken Schotterschicht. Dann den Schotter gut verdichten.
Darauf setzen Sie die Grundsteine, die später das gesamte Gewicht der Mauer tragen. Sie sollten eine großflächige Oberseite haben. Achten Sie beim Schichten darauf, dass Sie die Neigung der Mauer zum Hang hin beibehalten. Prüfen Sie immer wieder die Stabilität der Mauer und vermeiden Sie destabilisierende Kreuzfugen. Wackelnde Steine mit Splitt unterlegen oder mit Keilsteinen festkeilen. Pflanzen werden direkt beim Schichten mit etwas Sand oder Erde eingesetzt.
Bei wasserundurchlässigen Böden, z. B. Lehmböden, sollten Drainagerohre in die Trockenmauer eingebaut werden. Verlegen Sie dazu in der Hinterfütterung der Mauer alle 40 cm ein Drainagerohr, Drainage mit einem Gefälle von 2 % zur Vorderseite der Mauer hin. Nach vorne ein paar Zentimeter überstehen lassen! Nach jeder Steinschicht füllen Sie den Raum zwischen Hang und Mauer mit Kies, Schotter, Steinresten und sauberem Schutt und stampfen das Material fest. Diese Schicht verhindert Wasserstau hinter der Mauer. Immer mal wieder Bindersteine einfügen, die bis in das Erdreich am Hang ragen und die Mauer verankern. Die Kies- und Schotterschicht hinter der Mauer muss mit einem Drainagevlies gegen das Erdreich abgetrennt werden. Das verhindert, dass feine Erdpartikel in die Schotterschicht geschlämmt werden. Nur so ist das Abführen des Wassers hinter der Mauer (Frostschutz) gewährleistet.
Die Mauerkrone besteht aus schweren Abschlusssteinen, die verhindern, dass sich die oberste Schicht verschiebt oder abgetragen wird. Fertig!
Tipp: Eigentlich liegt der Reiz von Trockenmauern in ihrer unregelmäßigen, natürlichen Erscheinung. Um jedoch Verlauf, Höhe und Neigung besser bestimmen zu können, empfiehlt es sich, ein Schnurgerüst aus Pfählen, Latten und Maurerschnur zu erstellen.

