Der Japanische Garten
Ein Stück fernöstliche Natur
Japanische Gärten spiegeln die japanische Philosophie und Geschichte wider. Die Ursprünge liegen jedoch in den chinesischen Gärten um das Jahr Null herum, die auf den Taoismus und das Prinzip Yin und Yang zurückgehen. Aufgrund der sehr begrenzten Flächen sind in Japan Miniaturnachbildungen weit verbreitet.
Japanische Gärten sind bis ins Detail geplant. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Stilarten: Während man beim Kare-san-sui-Stil (z. B. Zengarten) auf Wasser und größere Pflanzen verzichtet, wird beim Tsukiyama-Stil eine Miniaturlandschaft mithilfe von Steinbergen und kleinen Hügeln sowie einem Teich, der das Meer repräsentiert, dargestellt. Es gibt allerdings auch Unterarten, wie z. B. Teich-, Tee-, Zen- und Moosgarten. Das Ziel ist jedoch bei allen gleich – den Garten mit der Umgebung in Einklang zu bringen.
Beim Betrachten geht man auf Entdeckungsreise: Das wird in erster Linie durch eine asymmetrische, dezente Anordnung der einzelnen Gestaltungselemente erreicht – wodurch sich das Gesamtbild durch einen belanglosen Standortwechsel grundlegend verändern kann. Jedes Element verkörpert entweder eine Idee, ein langes Leben, ein Stück Natur oder auch alles zusammen.
Gestaltungstipp
Holperige, unebene Wege lockern den Garten optisch auf und zwingen den Betrachter zur Aufmerksamkeit. Gerade Wege hingegen lenken den Blick aufs Wesentliche.
