Der Bauerngarten
Kleine Fläche, große Wirkung
Bis Anfang des 20. Jahrhundert stand der Begriff allgemein für Gärten, die von Bauern angelegt und bewirtschaftet wurden. Danach wurde er dafür bekannt, auf relativ kleiner Fläche ein optimales Zusammenspiel verschiedener Pflanzenarten darzustellen. So ordnete man Pflanzen nach biologischen Kategorien, wie z. B. Nutzpflanzen, oder nach ästhetischen Gesichtspunkten. Einen typischen Bauerngarten gibt es allerdings nicht, da es regionale Unterschiede gibt und sich im Laufe der Jahrhunderte einiges verändert hat. Aber eins ist geblieben: Ein Bauerngarten ist immer rustikal und vielseitig in seiner Erscheinung.
Charakteristisch für einen Bauerngarten sind natürlich Nutzpflanzen, die vom restlichen Gartenbereich meist durch eine Buchsbaumhecke abgegrenzt sind, und sogenannte Bauerngartenpflanzen, wie z. B. die Bauernhortensie, Rosen, Wicken, Tränendes Herz, Färberdistel, Stockrosen, Margeriten und andere Sommerblumen. Auch Obstbäume gehören zu einem richtigen Bauerngarten – sie können im Gegensatz zu anderen Nutzpflanzen entweder abseits oder im Mittelpunkt des Gartens platziert werden. Hier können Sie nach Ihren Wünschen frei gestalten, da die geometrische Abgrenzung heute nicht mehr zwingend erforderlich ist.
Gestaltungstipp
Erst ganz bestimmte Merkmale machen den Garten zu einem richtigen Bauerngarten: der Holzzaun, idealerweise der Staketenzaun, der durch seine Unregelmäßigkeiten den natürlichen Charakter untermalt, das typische Wegkreuz und der klassische Rosenbogen.
